Ausgabe 
13.4.1872
 
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1 Dehn babe, sich dit Haupiin ite, fit du

5.000 Fr

zuerst Frauen e Mädchen, sodann das 3 8

lecht. Am Friedhofstbor angelangt, 7 ng den Zug 0 deim Ge ifgestellie piesige Kurk pelle unter Direction des Herrn Kap. meisters Neumann mit einem Trauermarsch, und nach Ausstellung des Festzudes um das Denkmal trugen die Gesangvereine mit Musikbegleitung den Psalm:Singet dem Herrn ein hohes Lied? von Gellert, comp. von Rossint vor. Hierauf hielt Herr Melropolitian Münch die sehr schöne, ächt patriotische Festrede, gefolgt von dem Vortrag der Gesangpereine: Motette,der Mensch lebt und besteht nur eine kucze Zeit von H. G. Nägeln, Gedicht von Mathias Claudius und nachdem die ganze Gemeinde noch unter Musikoe gleitung den Choral:Jauchze, auserwählt Geschlechte ꝛc. (Nr. 452 unsercs Gesangbuchs) gesunzen, schloß die weibe⸗ volle Feier mit dem Segen der Geistlichkeit. Das Fest, wozu sich einige Tausend Menschen eingefunden, vetlief bei herxlichstem Welter und erhielt seinen besonderen Schmuck durch die Milwirkung der Gesangvereine und die anerkennt vortreffliche Musikbegleiuung des Herrn Kapellmeisters Neumann.

Gießen. Die weiteren vor dem Schwurgerichtshofe zur Verhandlung kommenden Anklagesachen sind: Den 15. April Bormittags 9 Uhr Jobannes Schneider von Wallern hausen, wegen Diebstabls; Verih idiger: Großher⸗ zoglicher Hofgerichts⸗Adrocat Labrosse. Denselben Vorm. 11 Uhr Conrad Leistner von Miniel-Gründau, wegen Uikundensälschung; Vertheidiger: Großh. Hofg.⸗Adv. Dr. Muhl. Den 16. April Vorm. 8 Ubr Elisabetha Höbeler von Freiensteinau, wegen Diebstabls und Dieb⸗ stahlsversuchs; Verib.(noch nicht bestellt). Dens. Vorm. 11 Ubr gegen Philipp Ratz von Schlitz, wegen Dieb⸗ stahls; Verth.(noch nicht bestell!). Deuf. Nachm. 3 Uhr Jacob Seip, Schullebrer von Klein⸗Linden, wegen Ver⸗ brechen gegen die Sinlichkeit(Contum icialsacht). Den 17. April Morg. 8 Üdr Jovannes Töpfer von Lauterbach, wegen Di bstabls; Verih.(noch nicht bestelltz.

Frankfurt. Am ersien Pferdemarkttage, den 15. d. wird Abends um 5 Uhr im Hotel Drexel eine große Reunion der Mitglieder des landwirthschaftlichen Clubs und fonstiger Freunde der Landwißtbschaft flail⸗ finden. Gegenüber der Rennbahn des Rkeinischen Renn⸗Vereins an dem Forsthaus wird von einem Ameri⸗ aner eine Stuterei nach englischem Muster angelegt. Das erforderliche Grundeigenshum ist beteits erworben sund wird der Bau großartiger Stallungen so sehr als möglich beeilt, damit das garze Elablissement bis zu dem großen Herbst⸗Meeung(das kleinere findet Sonntag vor Pfingsten stan) sertig ist.

Coblenz Am 9. Morgens 3 Uhr hatte man dahier tin für diese Jabreszeit selienes, jedoch sctzr starkes Ge wilter, von heftigem Blitzschlag und Regen begleitet.

Berlin. Der Kaiser erhielt, einer Miltheilung der

Bresl. Zig. zufolge, u. A. von dem bekannten Kölner Bar kier, Geb. Commeiziemaih von Oppenheim, einen prachtvollen und kuustteich ausg führten Tafelaussatz von massivem Suber. Derselbe stellt eine Scene nach der Schlacht von Gravelotte dar, in welcher der Kaiser den Mittelpunkt bildet. Bei der Besichtigung des kostbaren Kunsiwerkes äußerte der Monacch in der ibm eigentbüm⸗ lichen Weise, daß er selbst nicht in der Lage wäre, irgend Jemandem ein ähnliches Geschent von so hohem Wer the zu machen.

Die bei Altberun in Schlesien gelegene Dyamit⸗ Fabrik ist am Moniag Nachmittag in die Luft geflogen. Zum Glück ist bierbei ein leben vernichtei wor⸗ den, weil bereits die Schichten in der Fabrik blendet waren. In dem eine e entfernten Neuberun wurde zer Knall gehört und der Luftdruck empfunden, indem Türen und Fenster klirrten, in manchen Häusern sind wogar die Thüren aufge prungen. In dem ½ Meile von ter Fabrak entsernten Städtchen Altberun wurden fast kümmtliche Feuster vom Luftdruck eingedrückt.

In Preston(England) stand ein Ta löhner vor em Poltzeigericht, um sich wegen brutaler Mißbandlung Einer Frau zu verantworten. Er hatte seine Frau, die ehm Geld für die Hausbaltung abforder te, in ben unkenem ziustande ergriffen und über das Herd feuer gehallen,

ibre Kleiber lichterloh aufflammten. Die Aermsie 30 erbebliche Brandwunden dayon, so N. Hospltal gebracht werden mußte, und da Gefahr schwebt.

D. Frankfurt a. M., 11. April 1872. Auf bessere Wiener und Paxiser Nolirungen befestigte sich gestern Abend trotz der noch immer anhaltenden Gele kuappbeit die Stim- mung wieder etwas und schlossen namentlich die Specu⸗ lationspapiere höher. Indeß waren letztere heute anfangs

trug sie nach dem ihr Leben in

wieder matter, namentlich Credilactien und Staatsbahn,

für welche erst gar kein Aulmo vorhanden war, so daß erstere wieder 1 fl., letztere 3 fl. gegen gebsern Abend ein büßten und zwar auf die abermalige Mindereinnahme von fl, 109,000. Später aber, als bessere Berliner Notirungen einliesen, befestigten sich auch Speculations⸗ effecien wieder und wurden namenklich Lombarden stark gebandelt, da, wie die Neue fteie Presse zuverlä sia ntit⸗ theilt, der Ve/waltungsrath sich über Dioidende von 20 Fr. pro 1871 definuiv geeinigt habe und det Maicoupon also mit 12½ Fr. zur Veriheilung komme. Sie nollren daher beute um 4 fl. höher als gestern Mittag. Dagegen kam die festere Stimmung bei Bankwerthen mehr zum Durch⸗ bruch und gewannen Darmstädzer, die gestern verloren, fl. 10 wieder zurück, prend Oesterteich⸗Deutsche bei leb⸗ baftexer Kauflust wieder 124 und Deutsche Vereinsbank so gar 129 ½ erzielte. Auch Baubank in Frage und bayr. Wechelervank um ½ 1% theuerer. Fremde Banken jüngeren Datums blieben allerdings noch zurück, mit Ausnahme der Propinzial-Discontactien, die ewas besser bezahlt wurden. Auch in Babnen machte sich ein schwacher Anfang zur Besserung bemerklich und wurden beute Elisa⸗ deth bei 261 gern wieder genommen, auch Donau⸗Drau um 2 und Buschterader um 3 fl. höber, ebenso Nordwest um 4 fl., Alsöld und Galizier in kleineren Posten bei anziehendem Preise gekauft. Bayerische Ost 10% niederer. Wenn erst die Geldknappheit überwunden sein wird, wer⸗ den sich auch die Preise wieder erbolen, da sich mittler⸗ weile ein für die Gesundung der Geschäfte nur wohltbälig wirkender Besitzwechsel vollzogen haben wird. Prioritäten zogen heule auch wieder elwas an, wie z. B. Lsvorneser um%, Staatsbahn um ½ und Ungarisch Galizische um %%. Pfandbriefe, die Lon der Baisse wenig oder gar nicht alterirt worden, preisbaltend und sind namentlich Finnländer beliebt. Auch für die morgen zur Subscription gelangenden S üddeulschen-Bodencredit-Pfandbriefe herrscht aute Meinung und ist der Subfeription auf die bereits vorliegenden Anmeldungen hier jetzt schon ein guter Er folg vorauszusehen. Von Loosen notiren beute Ocster. 607 ein ganzes Procent böher, was auch bei österreich. Silberrente der Fall ist. Die Nachbörse schlug wieder in ausgeprägte Flaubeit um und zwar auf Wiener Kurse und Gerüchte von dort zinkulirenden polilischen Präocu⸗ palionen(die russische Politik betr.), die jedoch offenbar nur zum Vorwand für die innere Schwäche der Böise die neu. Creditaclien 354, Staatsbahn 398, Lombarden 208.

Musfik.

Die musikalische Welt Monatshefte aus⸗ gewählter Compositionen unserer 8411. Herausgegeben ron Franz Abt und Clemens Schultze. Braun schweig, Henry Litto lf's Verlag. Ein in so großartigem Style angelegtes und umfassendes Unternehmen wieDie musikalische Wel! darf in einer Zei, wo alle Weltmusikalisch i, sicher auf die freundlichste Aufnahme Sestens des Publfkums rechnen. Die rübrige Verlagshandlung, welche sich schon um die Popularisirung unserer classischen Meisterwerke der Tonkunst ein so hervorragendes Verdienst durch Ber- anstaltung der ebeuso billigen wie eleganten und correcten Ausgaben derCollection Litolff erworben, läßt es sich nun angelegen sein, auch die neuesten Erzeugnisse der modernen Musik dem gesammten deutschen Volke durch die Monatshefte aufs leichteste zugänglich zu machen. Um Jeden nach seinem musikatischen Talente das Ent sprechende ohne sonstigen für ibn wertblosen Ballast zu

bis! bieten dem Clavierspieler also nur Clavierstücke,

dem Sänger je nach selner Stimmlage nur Lieder für bohe oder nur Lieder für tiefe Stimme ver⸗ austaltete die Verlagshandlung drei verschie dene Ausgaben, deren jede bei geschmackvollster Ausstattung und klarstem Druck nur 51 kr. vierteljährlich kestet. Jedes Monatsheft, 6 resp. 5 Musikbogen stark, kommt also nicht theurer als 18 kr. zu steben, und für diesen geringen Preis, für welchen man sonst kaum das kleinste neue Tonstück kaufen konnte, chäll der Abonnent der -Musikalischen Welt in jedem Hefle derselben gleich eine nze Reihe bi her woch nirgends erschienener Originalwerke det besten Componisten der Gegenwart. So btingt das uns in den brei verschie⸗ denen Ausgaben vorliegende Jamuarheft derMusikali⸗ schen Welt in der Ausgabe 4 allein fünf durchweg 755 fällige, melodiöse und nicht zu schwer spielbare Claviersiücke von Cbwatal, Krug, Lchner, Jungmann und Metzdoiff, während die Ausgaben B und 0 für hohe und liefe Stimme nicht weniger als acht überaus ansprechende Lieder von Taubert, Abt, Schulz, Metzdorff. Neßler, Stark, Heiser und Jansen enthalten. Auch für die näcosten Hefte ist bereits die mannichfichste Auswahl von Musikstücken der berühmtesten Tonmeister der Jetztzeit getroffen worden. Bei der sichern Bürgschaft, welche die Namen der Heraue⸗ geber Franz Abt und Clemens Schultze für die volks⸗ thümliche und dabei gediegene Richtung des zeiigemäßen Unternebmens leisten, zweifeln wie keinen Augenblick, daß die Verlagsbandlung ihre nicht geringen Opfer und An⸗ sitengungen mit e reichem Erfolge gekrönt sezen wird. Denn welcher Musikfreund sollse nicht mii Freuden die ihm hier so äußerst beguem und wohlfeil gebotene Gelegenbeit be⸗ nutzen, um sich aus den Dissonanzen der Aliagswelt so oft als möglich in die Harmonien berMustkalischen Wel! zu flüchten.

Die ersten Hefte der verschirdenen Ausgaben werden durch die Buchhandlung von Bindernagel& Schimpff in Friedberg gerne zur Einsicht vorgelegt.

Die Allgemeinen Anzeigen zur Garten⸗ laube sind vor einigen Tagen durch Kauf in den Verlag von G. L. Daube& Co. ber bek innen Annonce n⸗ Expedition übergegangen und unzerliegt es wohl keinem Zweifel, daß unter der Aegide dieser außerordentlich thä rigen und weitverzweigten Firma dieses Publikationsorgan einen weiteren raschen Ausschwung nehmen wird. Die ganze Organisation der genannten Annoncen- Expedition. deren Central⸗Bürcau sich in Frankfurt a. M. befindet, ist eine deratlige, daß. sie durch ihre. Vexlrelungen Lurch Generalagenzen an allen Haupiplätzen in allen Gegenden in der Lage ist, den Anforderungen des Jnserenten nach jeder Richtung auf das Prompteste zu geunlgen. Die Acquisison der all gemeinen Anzeigen zur Garten- laube gibt der genannten rührigen auf solidester Basis begründeten Annoncen-Expedition neuerdings Gelegenbeit ihte auf langjähriger Erfatzrung beruhenden Kenntmisse des Inscratenwesens in ausgesehntesser Wiskiamkeit zu verwerihen und kann es dem inserirenden Puel kum nur auempfohlen werden sih in ganzem Vertrauen an dieselbe zu wenden. Die Garzenlaube, deren Auflage n Hunderttausenden zählt und im ganzen deutschen Neiche eine Verbreilung erlangt hat, wie kein zweites Blatt, träu auch über den Ocean, selbst in die vom großen Wellverkehr entlegenen Hütten, wo Deuische weilen in Schrift und Bild die Kunde von der deutschen Heimath, und die mit ihr verbundenenAllgemeinen Anzeigen bringen die Grüße der im Vaterlande Weilenden und die Kunde von frehen wie traurigen Ereignissen im Kreise der Familie in die Ferne; in ihnen stellt so zu sagen der deuische Gewerkfleiß seine Producte aus und sie bahnen in ihren Annoncenkolonnen dem deulschen Handel mit den Weg in die eutlegensten Länder.

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