Ausgabe 
13.2.1872
 
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Dienstag den 13. Februar. N 18.

a 101.. 9 7 9 S dee Nui 7 a Natz 8 e 8 ¹80 2 8 t Sente 1. 2 4 0 uthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Antelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Deunerstag und Sam stag 01 kt 2 n S * 1.. 3 5 3 Amtlicher Theil. 2 Beirefsend: Die Ausführung der Gesetze über den Unterstützungswohusitz Friedberg den 9. Februar 1872. adesse. 8 Das Großherzogliche Kreisamt an sämmtliche Kirchenvorstände des Kreises. 300. N In Versolg unsres Ausschrejbens vom 23. v. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 13, sehen wir Ihrem weiteren Berichte darüber ent gegen, ob und welche Nachrichten über den Ursprung der Armenkapitalien, in deren Besitz die Lokalkirchenfords sind, vorhanden sind und ob und welche Bestimmungen(3. B. durch letztwillige Verfügung, Schenkung) wegen Verwendung der Exträgnisse dieser Kapitalien bestehen. 188 ar n. betta

Auszug aus dem Verzeichniß über die Vertheilung der Gr. Landgestütsbeschäler in die Landgestuͤtsstationen für das Jahr 1871.

Berstadt: Ugolin, rothbraun, 1 Meter 72 Centimeter groß, siar ker großer Wagen groß, cdler Reit- und leichter Wagenschlag; Ango ⸗Normann, vom Halbblutbeschäler schlag; Anglo⸗Normann, vom Halbblutbeschäler Essence und Ugolin aus dem Gestüt Sabreur und der anglo-normännischen Stute Serbineite, diese Tochter von Pleeje du Pin. Den⸗Juan, dunkelkastansenbraun, 1 Meter 63 Centimeter groß, mittel aus dem Gestüt du Pin. großer starker Reu⸗ und Wagenschlag; Anglo-Normann, vom Halbblutbeschäler[ Hirzenhain: Favort, rothbraun, 1 Meter 64 Cenlimeter groß, ge drungener Reit⸗ Pledje und Seducteur, beide aus dem Gestüte du Pin. und Wagenschlag; Angle-Normann, vom Halbblutbeschäler Ursin im Gestüt St. Le

Düdelsheim: Gladiateur, dunkelkastanienbraun, 1 Meter 72 Centimeter groß, und von einer Tochter des Gadalunzy. Debardeur, schwarzdraun, 1 Meter

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großer, starker und gedrungener Wagenschlag; Anglo-Normann, vom englischen Halbbluldeschäler Stoher und einer Stute von dem Beschäler Printemps in dem Gestüt du Pin. Jai, Glanzrapp, 1 Meter 64 Centimeter groß, großer veredelter Wagenschlag; Anglo ⸗Normaun, vom Vollblutbeschäler Vandermulin und Reignier aus dem

Gestüt du Pin.

Grünberg: Javelot, rothbraun, 1 Meter 63 Centimeter groß, mittelgroßer, edler Reit⸗ und Wagenschlag; Anglo-Normann, vom Halbblulschäler Pledje und Knout, deide aus dem Gestüt du Pin. Intact, dunkelbraun, 1 Meter 09 Centimeter

aus demselden Gestüt.

61 Centimeter, vers delter Wagenschlag, Anglo⸗Normann, vom DVollblutbeschäler Debardeur im Gestüt St. Lo und von der Stute Vailette, Tochter von Fitouze

Nieder-Wöllstadt: Uzel, schwarzeraun, 1 Meter 64 Centimeter, starker Reit⸗ und Wagenschlag, Anglo⸗Rotrmann, vom Halbblusbeschäler Uzel im Geftüt St. Lo und einer vettzelten normännischen Stute. Umbert, Kirschdraun, 1 Meter 64 Centi⸗ meter, mittelgroßer, eleganter, veredelter, slarker Reil- und Wagenschlag, Anglo⸗ Normann, vom Halbblutbeschäler Umbert und Cormesan, beide aus dem Gestüt du Pin.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 6 enthält:

I. Verordnung, die Ausführung der Militärconvention dom 13. Juni 1871 beireffend.

II. Bekanntmachung Großberzoglichen Ministeriums zes Innern, die Freiherrlich von Weyherische Eleonoren⸗ Stiftung betreffend.

III. Bekanntmachung Großh. Kriegs⸗Ministerlums, as Heirathen der Großherzoglichen Offiziere und Mili ärbeamien in Pension betressend. Folgende Cabinetsordre bird zur allgemeinen Kenntniß gebracht:

An das Kriegs-Ministerium.

Ich bestimme, daß die Großherzoglichen, nicht in den Verband der Königlich Preußischen Armee eingettetenen Offiziere und Militärbeamten in Pension, zu ihrer Ver leirathung einer Genehmigung Meinerseits, sowie über Hupt eines besonderen milttärischen Consenses fernerhin sicht bedürsen. Darmstadt den 29. Januar 1872.

gez. Ludwig.

IV. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium les Innern genehmigten Umlage zu Bestreitung der Be kürfnisse der israkitischen Religionsgemeinden des Kreises Undenfels für das Jahr 1872.

V. Dienstnachrichen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 20. Januar dem Lehrer an der 2. evangelischen Schulstelle zu Jugen eim, im Kreise Vensheim, Nicolaus Papst, die 1. evang. Schulstelle daselbst zu übertragen.

VI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: die katho sche Schulstelle zu Weiher, im Kreise Lindenfels, mit einem jährlichen Gehalt von 300 fl.; die Distriklsein uihmerei Alzey II., für welche eine Cautionsleistung von 3000 fl. erfordert wird und die Disirlkiseinnehmerei Croß⸗Karben, für welche eine Diensteaution von 4000 fl. u stellen ist. Concurrenzfähige Bewerber haben sich binnen 1 Tagen anzumelden.

VII. Sierbfall. Gestorben ist: am 2. Februar der zinstonirte Bezirksgetichtoscktetär Anton Webel zu Alzey.

Das Großh. Regierungblatt Nr. 7 enthält:

I. Bekannimachung Großherzoglichen Mintsteriums % Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, den Bau der fliehenden Brücke über den Rhein bei Wesel belr.

II. Uebersicht der im Jahr 1871 durch die Großh. bendarmetie geschehenen Arrestationen und Denunciationen. In Lause des Jahres 1871 sind durch die Großherzog ide Gendarmerie vollzogen worden: 4. Arrestalionen. Mläudische Deserteure 10, ausländische Deserteure 18, n ändische Resracteure 4, Brandstifter 2, Straßenräuber bes Morde Beschulbigte 6, der Brandslistung Beschul⸗ nnte 8, des Straßenraubs 9, des Diebsiahls 84, des Neineibs 1, Betrüger 51, Paßverfälscher 18, wegen

Tajesidtsbeleibigung 2, Diebstahls 367, Wilbdieberei 7, Nieineibe 1, Mitwissens an einem Verbrechen 2, Tödtung Fälschung 15, Mißhandlung 8, Ungehorsams 147,

Widersetzlichkeit 13, Excessen 91, Straßen- und sonstiger Polizeivergehen 132, Mangels an Patenten 9, Mangels an Transporischeinen und sonstiger Desraudationen 1, verbotswidrigen Handels 2, Mangels an Legitimalion 310, Mangels an Subsistenzmitteln 10, verbotener Wander schaft ins Ausland 1, Verwundung 37, Nothzucht 8, un⸗ erlaubten Aufenthalts 4, Bettelns 923, Beleidigung 8. Entweichens aue Arxrest 6, nächtlichen Einsteigens 4, Geistesschwäche 17, Strasverbüßung 401, unsütlichen Zu sammeniebens 21, unschicklichen Betragens und Trunken hein 97, Quacksalberei 2, Pfandveräußerung 6, Umgehung der Stempelabgaben 7, Entsernung ohne Urlaub aus der Heimath 9, zwecklosen Um erziebens 734, sonstiger Vergehen 119, zahlungsunsähige Forstfrevler 7, Forsifrevler 11, Feldfrevler 15. Summa 3821. B. Denunciationen im Ganzen 14,459.

III. Bekanntmachung Großh. Oberconsistoriums, die Ergebnisse der Verwaltung der allgemeinen geistlichen Willwenkasse vom Jahre 1870 betreffend. Die Einnahme beträgt 216.477 fl. 26 kr. Die Ausgabe 180,239 fl. 42 kr. Verglichen bleibt Rest 36.237 fl. 44½ kr. und dieser besteht: 1) in liquidirten Ausständen mit 431 fl. 30 ke., 2) in baarem Vorrathe mit 35.806 fl. 14½ kr. Nachweise des Kapitalstocks. Nach der Rechnung von 1869 und der Bekannimachung vom 28. Februar 1871 betrug das verzinslich angelegte Kapltalvermögen Ende 1869 1,168 235 fl. 56 kr. Während 1870 wurden hier von zurückempfangen nach IX der Einnahme 99.898 fl. 9 kr., neu ausgeliehen nach IX der Ausgabe 115,750 fl., somit mehr ausgeliehen 15,851 fl. 51 ke. Daher Ende 1870 Kapitalvermögen 1,184,087 fl. 47 kr.

IV. Promotionen an der Großherzoglichen Landes Universität Gießen.

Darmstadt. Bis jetzt ist von Berlin aus noch keine Entscheidung über diejenigen Aerzte und Militärbeamten erfolgt, welche sich zum Uebertritt in den preußischen Dienst bereit erklaren. Man sieht derselben mit Spannung entgegen. Wie wir vernehmen, dürfte die betreffende Entschließung in diesen Tagen erfolgen.

Friedberg. Nach einer Bekanntmachung der Direction des Schullehrer Seminars dahier findet an dieser Anstalt die diesjäbrige öffentliche Entlassungeprüfung am 11.14. März, die Auf- nahmeprüfung am 18. und die folgenden Tage statt. Die Anmeldungen haben unter Vorlage der erforderlichen Zeugnisse, als: Geburtsschein, Gesundheitsschein, Zeugniß über die Vorbereltung und eines solchen über Betragen und Vermögens- verhältnisse, 14 Tage vorher zu erfolgen.

Aus Oberhessen. Schon seit vitlen Jahren ist der Bau einer Eisenbahn von Friedberg nach

Hanau projectirt und hat sich die preußische Re⸗ gierung die Concession von dem Großherzogthum Hessen verschafft. Die Bahn war schon vor 5 Jahren abgesteckt und ist nur, wie es hieß, wegen Mangel an Geld bis jetzt nicht in Angriff genommen worden. Da nun einestheils der preuß. Handelsminister in dem Abgeordnetenhause den baldigen Bau der Bahn in Aussicht stellte, anderntdeils der Verwaltungsrath der hessischen Ludwigsbahn den Antrag auf Erbauung dieser Bahnstrecke in der am 19. d. M. stattfindenden Generalversammlung zur Berathung und Beschluß fassung bringen wird, so glaubt man wiederholt auf die Wichtigkeit derselben aulmerksam machen zu sollen. Die Wichtigkeit und der Nutzen dieser Bahn besteht nicht allein darin, daß die Frank- surter Bahnhöfe etwas entlastet werden, daß sie sich direct an die Odenwaldbahn anschließt, daß sie zwei bedeutende Städte verbindet und durch einen wohlhabenden und dicht bevölkerten Theil der Wetterau führt, sondern auch darin, daß von dieser Bahn aus mit geringen Kosten bei einer kaum zweistündigen Entfernung durch das Nidda thal eine Verbindung mit der Oberbessischen Eisen bahn außerordentlich leicht hergestellt werden kann. Der besondere Vortheil bestände hier noch darin, daß alsdann der Vogelsberg und der obere Theil der Wetterau endlich eine feinen Verkehrsverhäͤlt⸗ nissen entsprechende Verbindung mit Friedberg, Frankfurt u. s. w. erhielte, ferner daß die Ober- hessische Eisenbahn, deren Conecesstonirung unbe- greifticher Weise ohne die Bedingung einer Zweig- bahn nach Friedberg ertheilt worden ist, hierdurch Aus sicht auf Verkehr im Interesse des Landes zugleich erhielte. Diese Nachrichten sollten sowohl die betreffenden Gegenden als auch die Actionäre der Oberhessischen Bahn sowie die großh. Regie- rung, welche gegenwartig dafür einen jährlichen bedeutenden Zuschuß bekanntlich gewähren muß, damit die Oberbessische Bahn die Fortführung nach Bapern 1c. ruhig abwarten kann, veranlassen, alles Mögliche aufzubieten, daß sowohl die Bahn Hanau- Friedberg als die von Ranstadt durch das Niddathal nach Friedberg-Frankfurt gebaut werde.

Berlin, 9. Febr. Bei Fortsetzung der Be- rathung über das Schulaufsichtsgeseß im Abge-