Ausgabe 
12.10.1872
 
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1872.

Samstag den 12. October.

120.

1 .

esuch.

Amtliche n Betreffend: Das Militärersatzgeschäͤst.

Der Civilvorsitzende der Kreisersatzcommission

Da Einzelne von Ihnen nur die Stammrollen von 1870 vorgel vom 5. d. Mts., daß dieselben für die Jahre 1870, 1871 und 1872 sof

r Theil. Friedberg am 10. October 1872.

an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. egt haben, so bemerke ich Ihnen nachtraglich zu meinem Ausschreiben ort einzusenden sind. n

Friedberg den 11. October 1872.

Bürgermeistereien des Kreises.

meinden als solche, und zwar der Aepfel, Birnen, Zwetschen, Kirschen und Nüsse; b) den Ertrag and Erlös der verschiedenen(unter a. genannten) Obstsorten der Privaten, und haben Sie ssch für diese Zusammenstellung des Musters, das Ihnen in den Verhandlungen des landw. Bezirksvereins Friedberg vom 14. Dezember 1867 mitgetheilt wurde, zu bedienen. rig p p.

abt: f. Kunnig Betreffend: Die Obsterndte im Jahre 1872. auh, Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen 0 Bezug nehmend auf unsere früheren Erlasse in obigem Betreffe (Oberheff. Anzeiger Nr. 6 von 1868, Nr. 103 von 1868, Nr. 126 1 won 1869 und Nr. 142 von 1870) tragen wir Ihnen auf, eine 1 1 2 Zusammenstellung über die Obsterndte dieses Jahres thunlichst genau . N. uam und sorgfältig zu fertigen und uns solche binnen 8 Tagen vor⸗ cu zulegen. 8 Dieselbe hat zu enthalten: 95 8 a) den Ertrag und Erlös der verschiedenen Obstarten der Ge trtetg- An

Nu mien

Deutsches Reich.

urgechen n 12 Darmstadt. Gleichzeitig mit seinen An- T urägen binsichtlich der Vorlage die Erhöhung der r val rien m Minimalgebalte der evangelischen und katholischer e le, e Sfarrstellen betreffend hat der Ausschuß folgenden

Antrag wegen Bewilligung der Kosten zur Ab⸗ haltung der außerordentlichen evangelischen Landes- ssynode aus Staatemitteln gestellt: Die Kammer wolle der Regierung den angeforderten Betrag won 12,000 fl. zur Bestreitung der durch die Ab. haltung der zur Berathung des Entwurfs einer Verfassung der evangelischen Kirche des Groß- werzogthums zu berufenden außerordentlichen Synode unter dem Vorbehalt den Ständen nach deren

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i Verwendung darüber abzugebender besonderer spe⸗

An In scieller Rechenschaft, nach Antrag des einen Theils un ben rng des Ausschusses definitiv, nach dem Antrag des 57 ant uf anderen Theils vorlageweise zur Verfügung stellen. 10 4 Dem vortragenden Rathe im Ministerium 10 4 0 des Innern, Dr. Jaup, ist das Referat der

2207760 evangelischen geistlichen Angelegenheiten und des 8 i kin Schulwesens zugetheilt worden.

Pfarrer Ewald dahier wurde vom Groß

ee, berzog zum Dekanats verwalter des Dekanats A Darmstadt ernannt. Die definitive Ernennung der 1 Dekane des ganzen Landes wird erst erfolgen, das wenn die Wahlen der Dekanatssynoden überall . statigefunden.

Wie es heißt, dürfte der den 14. d. M. zusammentretende Landtag in der ersten Hälfte des f. M. geschlossen und würden sofortige Neuwahlen ausgeschrieben werden.

Man spricht davon, daß in der nächsten Zeit sehr umfassende Personalveränderungen im Offizierscorps der hessischen Division, namentlich des 1. Infanterieregiments Nr. 115, durch Ver⸗

ofen 8 setzung 5 Pensionirung bevorstehen würden. 4 ie es scheint, ist die Militärbehörde Auurbeng nunmehr gewillt, von der Mitversetzung der Militär- ö Aerzte namentlich des niederen Grades bei ein- tretendem Garnisonswechsel abzugehen. Sie hat U den Assistenz-Aerzten des nach Mainz verlegten b 3. hess. Infanterieregiments Nr. 117 gestattet, in 3 ihren seitherigen Garnisonen Darmstadt, Offenbach becher, und Worms zu verbleiben. Sie soll durch den e sehr empfinrlichen Mangel an Aerzten hierzu ge- 1 I zwungen worden sein; auch war nur durch diese 1 Maßregel der Abgang aller Assistenz⸗ Aerzte des

1. Regiments zu umgehen.

* DemFr. 3. wird von bier berichtet:

Das noch in Mainz besindliche erste Bataillon des großh. hess. vierten Infanterieregiments Nr. 118

wird nebst Stab jetzt doch, und zwar schon Ende dieses Jahres, hierher verlegt werden. Die Mainzer Garnison wird zwar um ein Bataillon verstärkt, man soll jedoch entschlossen sein, diese Verstärkung durch Verlegung des in Hanau garnisonirenden Bataillons des Füsilierregiments Nr. 80 zu be werkstelligen. Wie wir hören, soll dem hiesigen Mangel an Casernen durch Einrichtung des Kriegs ministerialgebäudes, nach Abwicklung der dem früheren hessischen Kriegsministerium noch obliegen den Geschäfte, in eine solche abgeholsen werden. An Stelle des auf seinen Wunsch von den Functionen als Großherzoglicher Bevollmäch⸗ tigter zum Bundesrath des Deutschen Reichs ent hobenen Großherzoglichen Obersteuerdirectors Ewald ist der Großherzogliche Ministerialrath im Miai sterium des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern Dr. Carl Neidhar dals Großherzoglicher Bevollmächtigter zum Bundesrath des Deutschen Reichs ernannt worden,

Der seither im Ministerium des Innern verwandt gewesene Regierungs⸗Accessist Max v. Gagern ist zum Ministerialsecretär vorgerückt. Mainz. Wie dieMainz. Ztg. aus guter Quelle vernimmt, werden Seitens des bessischen Ministeriums die zur Verwirklichung des Stadt. erweiterungsvertrags noch erforderlichen Schritte mit solcher Raschheit bethätigt, daß voraussichtlich in sehr kurzer Zeit diese Angelegenheit zum defi⸗ nitiven Abschluß gelangen wird.

Berlin. Bezüglich der jüngsten Eisenacher Versammlung schreibt dieProv. Corresp.: Die tiefgehende Wichtigkeit der verhandelten Fragen und der damit zusammenhängenden Staatspflichten wird von der Reichsregierung so entschieden an- erkannt, daß dieselbe im Begriffe steht, sich über die allgemeinen Gesichtspunkte und Aufgaben zu: nächst mit der österreichischen Regierung ins Ein verständniß zu setzen. Gemeinsame Bergthungen werden in wenigen Wochen stattfinden.

Bekanntlich beabsichtigt der Reichskanzler die Errichtung eines Reichsamts für öffentliche Gesundheitspflege. Nach neueren Meldungen soll dieses Amt, welches übrigens nur eine Oberauf sichtsbehörde über den in einzelnen Staaten zu gründenden besonderen Gesunpbeitsämtern darstellen soll, aus ordentlichen(practisch thätigen und or ganisirenden) und außerordentlichen(theoretisch beobachtenden und begutachtenden) Mitgliedern bestehen.

In den Münzstätten, welche mit Aus-

herrscht andauernd eine sehr lebhafte Thätigkeit. Für die volle Durchführung der Goldwährung ist die Ausprägung einer Menge von Goldmünzen im Betrage von 500 Millionen Thalern erforder⸗ lich. Davon sind seit Beginn der Ausprägung, also in etwa ¼ Jahren, 100 Millionen Thaler gefertigt. Es sind dazu 3,600,000 Stück Napoleons; diors, das übrige in Barren erforderlich gewesen. Monatlich werden für 13 Millionen Thaler Gold⸗ stücke geprägt. Der Bezug des erforderlichen Materials erbeischt, soll einer störenden Einwirkung auf die Goldverhältnisse entgegengearbeitet werden, ein nach jeder Richtung hin vorsichtiges Verfahren. Bei dem landwirthschaftlichen Ministerium sind neuerdings wieder Nachrichten über den Stand der Rinderpest zusammen gestellt worden. In Galizien berrscht bie Seuche an 5 Orten, in der Bukowing an einem Orte. In den übrigen Ländern Oesterreich Ungarns ist die Krankheit nicht vorhanden.

Nach hiesigen Blättern sind die Schul⸗ verfügungen, welche an Stelle der Regulative treten sollen, so weit gefördert, daß sie noch vor Eröffnung des Landtages publieirt werden können. Man darf allgemein begierig sein, ob sich mehr als der Name am System ändert. Die voraus- gegangenen Berathungen mit Schulmännern waren in ihren Ergebnissen nicht geeignet, auch nur be⸗ scheidene Hoffnungen auf eine freisinnige Behandlung der Schulfrage zu ermuthigen.

Wie dieMont.-Ztg. mittheilt, wird Fürst Bismarck schwerlich vor Ende des Jahres nach Berlin zur Wiederaufnahme seiner gesammten Amtsgeschäfte gelangen. Mit ziemlicher Gewißheit wird angenommen, daß er sich an den Landtags- verhandluagen gar nicht betheiligen wird.

Der Abbruch der letzten Baracken im Weichbilde der Stadt Berlin ist jetzt erfolgt. Es hat sich dabei berausgestellt, in wie hohem Grade

die Angaben und Gerüchte über die Wohnungs⸗ notb in Berlin übertrieben waren. Die Durch-

schnittszahl der Obdachlosen, welche im Arbeitshause untergebracht wird, beläuft sich auf 200 bis 300 Köpfe. Sie erreichte durch den Wohnungs- wechsel nur eine Steigerung um 100 Köpfe, ob- wohl für 1200 Personen Raum geschafft war. Der letzte Abbruch der Boracken hat die Obdach losen im Arbritshause um sechs Familien mit 23 Köpfen vermehrt.

Königsberg i. Pr. Nach einer hier einge⸗ gangenen telegraphischen Nachricht hat der der

prägung der Reichs goldmünzen beauftragt sind,

hiesigen Rhederei angehörige DampferSaladin

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