künftigbin den Titel„Bürgermeister“ zu führen, seine Adjunkten denjenigen von„Beigeordneten“ und die Municipalräthe sollen fürder„Stadträthe“ benannt werden. Ebenso müssen alle Büreaux der Mairie ihre Bezeichnungen ins Deutsche umwandeln, und namentlich ist das Cabinet du Maire in „Bürgermeisteramt“ zu verwandeln und die am großen Portal befindliche Inschrift Hötel-de-Ville durch„Stadthaus“ zu ersetzen.
Schirmeck. Dahier haben der Maire, der Adjunkt und die 12 Municipalräthe für Frankreich optirt, und fand sich kein Bürger, der„Bürger— meister“ werden wollte.
Ausland.
Oesterreich. Wien. Die„Montags- Revue“ bezeichnet in einem anscheinend inspirirten Artikel die Drei⸗Kaiser⸗Begegnung als einen Er- folg der äußeren Politik, dessen Oesterreich zur Fortbildung und Entwicklung der Verfassung be⸗ durfte, einen Erfolg, den man eine Zeit lang in dem Siege der österreichischen Waffen suchte.
Schweiz. Genf. Nach einer Mittheilung des„Genfer Journ.“ hat sich der Staatsrath
[der Kammer einen Vorschlag deponiren, nach⸗
vor einiger Zeit an den Bischof Marilley ge⸗ wendet, um Aufschluß über das Verhältniß des
neu einzurichtenden Bisthums zu erhalten. Er er- hielt aber von dieser Seite keine befriedigende angenommen worden. Antwort; deßwegen erließ er an den Pfarrer von Belgiens, der Schweiz, Spaniens, Frankreichs
Genf ein Schreiben, worin er ihm für die Zu⸗ kunft jede bischöfliche Function untersagte, und zwar solle er sich bis auf Weiteres nicht mehr als General-Vicar oder speciell Beauftragter des Bischofs von Lausanne betrachten und dies so lange nicht, bis das Verhältniß zwischen dem Ordinariate und dem Staatsrathe geregelt sein werde. Jede Einmischung Roms in die innern Angelegenheiten von Genf lehnt der Staatsrath entschieden ab.
Frankreich. Paris. Wie das„Evéne⸗
ment“ meldet, ist dem französischen trésorier-payeur, welcher die fällige Rate der Kriegs-Entschädigung im Betrage von 500 Millionen zu Straßburg begonnen. einem Delegirten des Finanzministeriums ausge drücken ihte Entrüstung über diesen ebenso uner- händigt hat, am 6. d. über diese Summe Quit- warteten wie feindseligen Schritt gegen Italien Es befanden sich darunter aus, und verlangen von der italienischen Regie— rung Aufklärung und Beruhigung der öffentlichen Meinung.
tung ertheilt worden. 120 Millionen in baarem Gelde; von denselben wurden am 3. September 43, am folgenden Tag 52 und am 5. September 25 Millionen abge—
wogen und für richtig befunden; daun wurden die freundschaftlicher Erklärungen, welche zwischen den Accepte der überreichten Wechsel verifieirt, worauf Regierungen von Italien und Frankreich gewechselt
der deutsche Beamte nach telegraphisch eingeholtem Befehl am 6. die Quittung ausgestellt hat. Die Räumung der Marne und Haute-Marne wird am 22. September beginnen.
— Der Minister des Innern hat dem Prä- fekten von Bordeaux telegrapbisch anbefohlen, alle für den 21. und 22. September(Jahrestag der Proclamation der Republik von 1792) vorbe- reiteten Bankette und politischen Versammlungen zu verbieten und die in solchem Falle üblichen Vorsichtsmaßzregeln zu treffen.
— Der„Patrie“ zufolge wird eine Gruppe des linken Centrums nach der Wiedereröffnung
stehende 4 Projekte in sich fassend: 1. Definitive Proclamation der Republik; 2. Ernennung eines Vicepräsidenten; 3. Bildung einer zweiten Kammer; 4. theilweise Erneuerung der Kammer, welche alle 3 Jahre erfolgen soll. Das Project ist Herrn Thiers unterbreitet worden, welcher den zweiten und dritten Punkt acceptiren soll, aber die Auf— schiebung des ersten und die Unterdrückung des vierten Punktes verlange.
Holland. Amsterdam In der am Samstag stattgefundenen geheimen Sitzung der„Inter- nationale“ ist, wie„Reuter's Büreau“ mittheilt, der Antrag Longuet's, der Internationale einen politischen Character zu geben, mit kleiner Majorität Die Delegirten Hollands,
und Amerika's protestirten und erklärten ihren Austritt aus dem Generalrath zu nehmen, wenn dies Princip zur Durchführung käme.
Italien. Der Kriegsminister bat dem Mi⸗ nister der auswärtigen Angelegenheiten einen Be- richt über die Minen erstattet, welche die Franzosen im Frejustunnel anlegen wollen. Der Minister des Auswärtigen hat bereits den Ritter Nigra beauftragt, Erklärungen über diese Minen und die am Montcenistunnel projectirten französischen Be— festigungswerke von Herrn Thiers zu verlangen. Bis zur Stunde hahen übrigens die Arbeiten der Mineanlegung in der e noch nicht
Beinahe e italienische Zeitungen
Rom. Die„Opinione“ schreibt: In Folge
wurden, hat die letztere Regierung Befehl gegebe die Minenarbeiten bei Frejus zu suspendiren. Spanien. Madrid. Der Eisenbahnpost⸗ zug, welcher zwischen Barcelona und Valencia sährt, ist zwischen Tarragona und Tortosa ver unglückt. Es gab viele Todte. 5
2-300 Ochsen nicht im Entferntesten zur Befriedigung des Bedürsnisses hinreichen. Nicht allein aus den meisten umliegenden Städten kommen täglich Zusendungen, ja selbst München muß aushelfen. Darmstadt. Der Verein für Volksbildung ver⸗ anstaltet wieder einen Zeichnencursus für Lehrer, nachdem der erste Cursus im Juni d. J. so günstigen Verlauf ge⸗ nommen hat. Derselbe soll gleichzeitig mit dem landw. Lehrercursus abgehalten werden und dauert vom 20. Sep⸗ tember bis 10. October. Anmeldungen sind bei Prof, Kumpa in Bessungen zu machen. Darmstadt. Die erste Versammlung des 1869 ge⸗ gründeten Verbandes deutscher Frauen-Erwerbs⸗ und Bildungs-Vereine wird am 9., 10. und 11. October in unserer Sladt stattfinden. Auf der Tagesordnung stehen: 1) die Krankenpflege als Feld weiblicher Erwerbsthäligkeit, Berichterstanner Dr. med. Eigenbrodt aus Darmstadt und Frau Marie Simon aus Dresden; 2) die Zulassung der Frauen zum Eisenbahn⸗, Post⸗ und Telegraphendienst, Berichterstatter Herr A. Lammers aus Bremen; 3) Ver⸗ kündigung eines Preisschriften-Urtheils; 4) Bericht über den Darmstädter Alice-Bazar durch Frl. Luise Büchner; 5) über zeitgemäße Umgestaltung des höheren Töchterschul⸗ wesens, Bericht erstattet durch Director Kreyenberg aus Iserlohn; 6) die Fröbel'sche Erziehungs-Methode, darge⸗ stellt durch Frau Johanna Goldschmidt aus Hamburg. Von der Bergstraßte berichtet man, daß Dank der in der letzten Zeit günstigen Witterung der Weiastock, was die Qualität betrifft, zu den besten Erwartungen berechtigt, daß dagegen die trüben Aussichten in Bezug auf das Quantum in vollstem Maße in Erfüllung gehen werden. Köln. Die Pocken⸗Epidemie, welche bei der Rückkehr der im Felde erkrankten Soldaten in unserem Regierungs⸗ bezuk ausbrach, hat im ganzen Regierungsbezirk 2675 Personen ergriffen, darunter allein im Stadtkreis Köln 2198 Personen, ohne Zweifel wegen der vielen Lazarethe und der zu dicht wobnenden Berölkerung.
Ztg.“: Ein hiesiger Bürger traf jüngst einen Bekannten damit beschäftigt, vor dem Hause eines hiesigen Beamten einen größeren Haufen Holzscheite zu spalten.„Für wen machst Du das?“ fragte er den Holzhacker. Preußen, der da wohnt“, war die Antwort.„So?“ rief darauf der Biedermann mit verwundertem Kopsschütteln aus,„jetzt glaub' i gar, die Preißa wännt no de ganze Winter blieba.“
Marktbericht.
Frankfurt, 9. Sept. Waizen, wetterauer,(100 Kilo! 14½ 14, fremder 14½.— Korn(100 Kilo) 9—¼.— Gerste(100 Kilo) 10— 10%½.— Hafer(100 Kilo) 8½— /.— Rüböl(50 Kilo) 23.—
Materiallieferung
für das Großherzogliche Braunkohlenbergwerk„Ludwigshoffnung“ bei Melbach.
2455 Die Lieferung nachstehend verzeichneter Materialien, nämlich:
Floßholz, Zehnterstämme Eichene Pfähle Doppeldiele, breite Dachdtele, schmale
Schreinerdiele, fünflattige
Latten Rüböl soll auf dem Submiffionsweg vergeben werden.
Die Submissionen sind bis zum 16. September l. J., 2. 5„betreffend an die unterzeichnete Stelle einzureichen.
Die Eröffnung der Submisstonen findet in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten an genanntem Termin in dem Büleau des Unterzeichneten zu Bad Naubeim flatt, woselbst auch die Lieferungsbedingungen vom 5. d. Mts., Morgens von 8—12 Ubr ab, eingesehen werden können.
zeichnung„Die Lieferung von.
Bad⸗Nauheim am 3. September 1872.
120 Böden, 36 000 Stück,
100 400„
50„ 400
1200 Liter Vormittags 10 Ubr, portofrei und mit der Be⸗
Großherzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg.
Scheuer⸗Versteigerung. 2511 Fieitag den 13. September l. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Ratbhause die zur Concurs⸗ masse des Carl Friedrich Walz dahier gehorenden Scheuern
Flur. Nr. Klftr. Gemarkung Friedberg. 25 613. 10.8. Scheuer in der Stadt 2. 613. 10,8. dsgl. daselbst
nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden. Friedberg den 7. September 1872. In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Frledberg Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.
Foucar. 1 1 Seiustes Vorschußmehl 1170 M. D. Loeb.
Bekanntmachung 2509 Freitag den 13. d. Mts., Müttags 1 Uhr, wird das Obst um den Burgberg, sowie das von 43 Bäumen auf der Seewiese öffentlich an den Meiftbietenden versteigert.
Zusammenkunft am dicken Thurm. Friedberg den 9. September 1872. Groß hberzogliches Rentamt Friedberg. Linde ck
O bst⸗Versteigerung. 2528 Dienstag den 17. September l. J., Vormittags
das der hiesigen Pfarrei zunehende Obst, circa 30 Malter
Aepfel und 5 Malter Birnen, in mehreren Abiheilungen
öffentlich meiftbietend verßeigert werden. Oppershofen den 10. September 1872.
10 Uhr anfangend, soll das der hlesigen Gemeinde und
Aepfel-Versteigerung. 2514 Freitag den 13. d. Mts., Morgens 10 Uhr, sollen die der hiesigen Gemeinde gebörigen Aepfel an Ort und Stelle öffentlich meistbtetend versteigert werden. Fauerbach b. Fr. den 9. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich.
Dung ⸗-Versteigerung.
11½ Ubr, soll an dem hiesigen Faselstall eine Grube Dünger an den Metistbtetenden versteigert werden. Frledberg den 9. September 1872. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Foucar.
Pferde-Versteigerung. 2519 Montag den 16. September er., Vormittags 10 Ubr, werden in der Dragonercaserne zu Butzbach
gegen Baarzohlung verstetgert werden. C O. Langen den 9. September 1872. von Stockhausen, Rittmelster und Escadronschef.
Bullen-Versteigerung.
2538 Die von der Commission des landwirthschaftsichen Vereins von Oberhessen in der Schweiz angekauften 12 Stück Bullen Berner Race sollen Montag den 16. d. M., Vormittags 9½ Ubr, zu Friedberg unter den als⸗ dann bekannt gemacht werdenden Bedingungen ver⸗ steigert werden.
Laubach am 10. September 1872. Das Büreau des Wee e Vereins von Oberhessen.
e der.
Steinerne Töpfe und Krüge
2456
Großherzogliche Vürgermeifferei Oppershofen. Schmidt.
in allen Größen bei M. D. Loeb.
In Frankfurt ist gegenwärtig der Bedarf an Lenden so groß, daß die allwöchentlich daselöst geschlachteten
Aus Mühlhausen im Elsaß erzählt die„N. Mühlh.
„Für einen
2517 Freitag den 13. September d. J., Vormittags ö
circa 25 zum Cavalleriedienste unbrauchbare Reitpferde
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Gru! 2529 6 soll das gras in dlelend
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2518 meinde


