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Donnerstag den 12. September.
M107.
berhessischer!
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Fritdberger Intelligenzblalt.
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Abnahme des Berfassungseides vom 3. Quartal d. J.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
J Dienstag den 1. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, N findet die Ausschwörung des Verfassungseides auf dem Rathhause dahier durch die neu aufgenommenen Ortsbürger, sowie diejenigen,
welche sich verheirathet haben ohne Ortsbürger
dem Kreise Friedberg heimathsberechtigt sind, statt.
Sprunkel, Johannes Köbel und Johann Bapt.
Beiteffend: Die Vertilgung der Feldmäuse.
28. d. Mts. unfehlbar
zu werden, aber in
Leute sind bei 1 fl. 30
Laden Sie dieselben hierzu vor und senden Sie bis zum Joh. Tob. Thomas Bommersbeim und Ferdinand Diehl von Wöllstadt. Dornassenheim. Heinrich Moser von Ilbenstadt. Martin Hofmann berg. Andreas Mohr von Nieder⸗Mörlen. Jakob Wagner von Ober-Mörlen. Martin
Schweitzer von Ober⸗] Bad⸗Nauheim.
Friedberg am 10. September 1872.
Bescheinigung hierüber oder Bericht, daß Nie⸗
mand vorhanden ist, der den Verfassungseid abzuleisten hat, an uns ein, sonst müßten Wartboten an Sie abgehen. Die noch im Rückstande befindlichen nachstehend verzeichneten
kr. Strafe vorzuladen. Tra
Emmerich Müller III. und Louis Oberländer von Fried⸗
III. von Hoch⸗Weisel. Johannes Philippi II.
von Melbach. Christoph Grünewald III. und Martin Langsdorf von Benjamin Adler von Nieder⸗Florstadt.
Friedberg am 10. September 1872.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedber. an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bauernheim, Bönstadt, Dorheim, Dornassenheim, Fauerbach b. Fr, Ilbenstadt, Langenhain, Münzenberg, Nieder-Rosbach, Ober-Florstadt, Ockstadt, Ostheim, Rockenberg, Steinfurth und Wölfersheim. Sie sind noch mit Erledigung unserer Verfügung vom 23. v. Mts. in Nr. 100 des Oberhessischen Anzeigers im Ruckstand und haben
derselben baldigst zu entsprechen.
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Die gegen den bekannten streng⸗ lutherischen Pfarrer Baist in Ulfa anhängige Untersuchung wegen durch die Presse verübter Be⸗ leidigung des Hofgerichtsadvokaten Ohly ist zum Abschluß gediehen und wird in Kürze vor dem hiesigen Bezirksstrafgericht zur Aburtheilung kommen. Die Verhandlung verspricht eine sehr interessante zu werden.*
— Der Geheime Rath Hofmann ist am 8. d. von Berlin zurückgekehrt und hatte am 9. d. Audienz bei dem Großherzog.
Berlin. Der„Reichs- Anz.“ veröffentlicht
einen kaiserlichen Erlaß an den Reichskanzler, worin Letzterer veranlaßt wird, allen Denen, welcht dem Kaiser aus Anlaß des Jahrestags von Sedan beglückwünschende Zuschriften einge. sendet haben, des Kaisers innigsten Dank kund zu geben. Das ganze Gefolge des Kaisers von Ruß- land verläßt Berlin am 11. d. Abends. Der Kaiser von Rußland reist mit dem Großfürsten am Donnerstag, gleichzeitig mit dem Kaiser Wil⸗ helm ab, begleitet den Letzteren bis Marienburg und kehrt von dort direct nach Livadia zurück. Kaiser Franz Joseph wird, soweit bis jetzt be⸗ stimmt, am Mittwoch noch hier verbleiben.
— Die„Kreuzztg.“ schreibt: Die Behauptung verschiedener Blätter, daß eine Conferenz der drei Kaiser und der drei Reichskanzler flattfinden solle, hat sich, wie alle die zahlreichen Conjectural⸗ gerüchte, als völlig grundlos erwiesen.
— Der Reichskanzler erklärte der städtischen Deputation, die ihm das Ehrenbürger Diplom überreichte: Es solle nur Niemand denken, daß die Kaiser⸗Zusammenkunft große politische Zwecke verfolge; sie enthalte in reichstem Maße Anerken- nung des neuen deulschen Reichs, aber irgend welche besondere politische Absichten lägen der Kaiser Begegnung fern. Dieselbe sei ein rein freundschaftlicher Act, nichts weiter. Die Depu⸗ latlon könnte dieß nicht genug überall verbreiten.
— Die„Spener'sche Zeitung“ meldet; Der Bischof Krementz von Ermland soll auf das kaiser⸗ liche Schreiben vom 2. Sept., worin der Kaiser die Entgegennahme einer Ergebenheitsadresse von
der Unterwerfung unter die ministeriellen Forde- rungen abhängig machte, unterm 6. d. eine den stehe. früheren Standpunkt festhaltende Antwort gegeben
habe. Die„Spen. Ztg.“ erachtet den Zeitpunkt für gekommen, wo von weiteren Correspondenzen mit dem Bischof abgesehen werde.
Breslau. Zu der Generalversammlung der katholischen Vereine Deutschlands sind etwa 400 Theilnehmer aus allen Gegenden Deutschlands an— gekommen, darunter die Grafen Ballestrem, Henckel von Donnersmarck(von der katholischen Linie), Saurma und Legationsrath Kehler. Von den deutschen Bischöfen erscheint keiner. Berichterstatter der hiesigen Zeitungen werden zu den Verhand- lungen nicht zugelassen, nur einzelnen Mitgliedern des stenographischen Vereins ist der Zutritt gestattet.
Köln. Bezüglich des bevorstehenden Alt- katholiken Congcesses erfährt man vorläufig, 2800 die Hauptberathungsgegenstände desselben folgende sein werden: 1) Die Organisation der seelsorge⸗ rischen Thätigkeit in Beziehung auf die augen. blickliche Lage der Altkatholiken; 2) das Verhältniß des Altkatholicismus zu den Staatsregierungen und den übrigen Confessionen; 3) die Förderung der antiinfallibilistischen Bewegung durch Bildung
dings in sehr lebhaftem Verkehre mit den Jesuiten
Wiesbaden. Auch im Regierungsbezirk Wiesbaden ist das Jesuiten-Gesetz vom 4. Juli nunmehr in Anwendung gebracht. Die Jesuiten zu Marienthal und die Redemptoristen in Born⸗ hofen haben ihre Thätigkeit in Kirche und Schule einstellen müssen; zur Auflösung der betreffenden Niederlassungen ist Frist bis zum 14. Jan. 1873 gegeben.
Aus Baden schreibt eine officibse Feder dem „Schw. M.“:„Ziemlich bestimmt tritt das Ge⸗ rücht auf, es werde wegen des Verkaufs der badischen Staatsbahnen an das Reich ein außer— orventlicher Landtag berufen werden. Da selbst in ernsten Kreisen diese Berufung als wahrscheinlich besprochen wird, darf auch die Presse hiervon Notiz nehmen.“
München. Die den Vollzug des Jesuiten⸗ gesetzes in Bayern betreffende Ministerial- Ent⸗ schließung ist an die betreffenden Kreisregierungen ergangen.
— Die General Direction der bayerischen Staatsbahnen und der Verwaltungsrath der baye⸗ rischen Ostbahnen sowie fast sämmmtliche Bahnen
von Vereinen, durch die Presse und andere Hülfe. im Verein des deutschen Eisenbahnverbandes haben
mittel. Soviel bis jetzt bekannt, werden die Pro- sessoren Huber, v. Schulte, Michelis, Reinkens, Friedrich, Langen, Maaßen, sowie der Reichstage Abgeordnete Dr. Hasenclever und der Abbé Dr. Michaud öffentliche Vorträge halten.
Aus Kurhessen. Wie das„Frf. Journal“ hört, ist in einzelnen hessischen Adelskreisen, welche noch mit dem kurfürstlichen Herrscherhause sym: pathisiren die Nachricht verbreitet, der Kurfürst werde demnächst mit seiner ganzen Familie, aus- schlüssig des den familiären Traditionen abtrün⸗ nigen Prinzen Moritz, förmlich zum Katholicismus übertreten. Seine Gemahlin Gertrude soll tiefe Reue darüber empfinden, einst aus schnöder Sucht nach dem Throne den alleinseligmachenden Glauben verleugnet zu haben. Als Beweis für die Wahr scheinlichkeit des Uebertritts wird der Umstand an⸗ geführt, daß der letzte Geburtstag des Kurfürsten
nunmehr für die Besucher der Wiener Weltaus- stellung eine Fahrtax- Ermäßigung von 50 Proeent für sämmtliche Wagenclassen bewilligt. Es werden hiezu eigene Retourbillette mit vierzehntägiger Gültigkeitsdauer angefertigt.
— Es verlautet, daß Hr. v. Gasser, welcher neuerdings mit verschiedenen Personen unterhandelt hatte, in allernächster Zeit eine neue Ministerliste vorlegen zu können glaubt.
Bielefeld. Laut Nachricht aus Wiedenbrück ist ein Geschäftsreisender, Namens Osterhagen, den Wunden erlegen, welche er meuchlings empfing. In einem Gartenconcert bei Wiedenbrück hatte sich der Ermordete erlaubt, über die Unfehlbarkeit des Papstes zu spotten. Ein Fanatiker folgte ihm in die Stadt und stieß ihm, bei einer dunklen Straße angelangt, dreimal ein dolchartiges Messer in den Rücken und entfloh.
Straßburg. Der Regierungspräsldent
auch in einer katholischen Kirche am Asyle des- selben gefeiert wurde und daß der Kurfürst neuer⸗
v. Ernsthausen hat angeordnet, der Maire babe
nzeiger.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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