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1872.
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Donnerstag den 11. Juli.
rhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Iuteligenblatl.
1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
Amtlicher Theil.
Zetreffend: Die Bildung der Ortsschulvorftände im Kreise Ftiedberg, hier die Wahl neuer
Schulvorfstandsmitglieder.
Friedberg den 10. Juli 1872.
Die Großherzogliche Kreisschulcommission an die Ortsschulvorstände des Kreises. Wir bringen die Erledigung unserer Verfügung vom 5. v. Mts. in Nr. 66 des Oberhessischen Anzeigers bei denjenigen von Ihnen
welche damit noch im Rückstande sind, in Erinnerung.
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Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regie— ungsblatt Nr. 31 enthält:
I. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums es Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, die Be— dellung der Postanweisungen und der zugehörigen Geld— eträge beir. Die Bekanntmachung des Reichskanzlers, U. d. Berlin den 26. Juni lautet: Zur Exleichterung des Zerkehrs sollen fortan allgemein die Beträge auf Post⸗ nweisungen an Adressaten im Ortsbezirke zugleich mu en Postanweisungen durch die bestellenden Boten sämmt— icher Reichs⸗Postanstalten abgetragen werden. Eine Ab⸗ zolung der Postanweisungsbeträge von der Post kann emnächst nur noch in den Fallen statifinden, wenn nach Abgabe der vorgeschriebenen Erklärung auch die Post— anweisungen selbst von der Post abgeholt werden. Für ie Ueberbringung einer jeden von weiterher eingegangenen Zostanweisung nebst dem zugehörigen Geldbetrage wird allgemein eine Gebühr von ½ Gr. bez. 2 Kr. erhoben; Do bisher höhere Gebührensatze Anwendung gefunden zaben, werden dieselben entsprechend ermäßigt; gevühren— reie Bestellungen finden nicht mehr statt.
II. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums
ver Justiz, betreffend die Errichtung eines Familien⸗Fidei⸗ wmmisses durch die Freiherren Schenk zu Schweinsberg uf Rülfenrod. III. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen änes fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruyt: am 16. Juni dem Sommerzienrath Julius Mönch zu Offenbach die Erlauv— ß zur Annahme und zum Tragen des ihm von Seiner Najestät dem deulschen Kaiser und König von Preußen erliehenen Kronenocdens dritter Classe am Erinnerungs— ande, am 17. Juni dem Lederfabrikanten Dörr zu Worms aud dem A. Lachmann zu Offenbach die Erlaubniß zur Innahme und zum Tragen des ihnen von Seiner Majestät em deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Söniglichen Kronenordens vierter Classe am Erinnerungs— ande und dem Professor Dr. von Klippstein zu Gießen ie Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen des m von Seiner Majestät dem Kaiser von Oesterreich zerliehenen Ritlerkreuzes des Franz-Joseph-Ordens, am 2. Juni dem Weichenwärter der Hessischen Ludwigs Eisen⸗ ahn⸗Gesellschaft, Jakob Schlick, die Erlaubniß zur An⸗ sahme und zum Tragen des ihm von Seiner Majestät lem deutschen Kaiser und König von Preußen verliehenen Algemeinen Ehrenzeichens am Erinnerungsbande und am 43. Juni bem Major à la suite, Grafen von Otting⸗Fünf⸗ lätten, die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen es ihm von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und Fönig von Preußen verliehenen Ritterkreuzes dritter Classe les Kronenordens am Exinnerungsbande zu ertheilen.
IV. Nameneperänderungen. Seine Königliche Hoheit er Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Juni er Elise Getrude Juliane Schmidt zu Gießen zu ge— tatten, daß dieselbe statt ihres bisherigen, künfug den samiliennamen Kratzenberger und am 20. Juni dem zohannes Conrad Heck zu Rumpenheim zu gestatten, daß lexselbe in Zukunft stalt des bisherigen den Familten⸗ gamen Walter führe.
V. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruht; am 11. Juni dem „ erang. Pfarrer zu Nidda, im Dek. Nidda, Johannes
Hofmeyer, die 1. evang. Pfarrstelle daselbst zu übertragen;
um 18. Juni den Hofkelleroffietanten Balthasar Rilsert um Hofkellermeister, mit Wirkung vom 1. Juli 1872 an, n besördern; am 20. Juni den von dem Herrn Grafen on Schlitz, genannt von Görtz, auf die 1. evang. Schul⸗ elle zu Schlitz, im Kr. Laulerbach, präsentirten Schul⸗ ehrer an der 2. Elemenlarschule zu Schlitz, Wilhelm Strack, für diese Stelle und den von dem Hrn. Grafen on Schlitz, nannt von Görtz, auf die 1. evangelische glemenlarschulstelle zu Schlitz, im Kr. Lauterbach, prä. ang. Schullehrer zu Hartershausen, im Kr. Lauterbach, Carl Kern, für diese Stelle zu bestäligen; an dems. Tage em Schulamts⸗ Aspiranten Johann Heinrich Döll aus Borsdorf, im Kr. Nidda, die evang. Schulstelle zu Ober—
Schmitten, im Kr. Nidda, und dem Schulamtsaspiranten Michael Gruber aus Heubach, im Kr. Dieburg, die kath. Schulstelle zu Kolmbach, im Kr. Lindenfels zu übertragen.
VI. Dienstentlassung. Seine Königliche Hohett der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 22. Juni den Haupisteueramts⸗Assistenten 1. Classe bei dem Hauptsteuer⸗ amt Bingen, Georg Stahl, auf sein Nachsuchen aus dem Dienste zu entlassen.
VII. Characterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 3. Juni dem Schreinermeister Heinrich Gärtner in Bessungen den Charakler als Hofschreiner und dem Schlossermeister Georg Ludwig Fey daselbst den Charakter als Hofschlosser zu er⸗ theilen; und am 10. Juni den Weingutsbesitzern und Weinhändlern Friedrich Lichtenberger und Weiner in Ludwigshafen, im Königreich Bayern, den Character als Großherzoglich Hessische Hoflieferanten zu ertheilen.
VIII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ liche Hoheit der Großherzog haben alletgnädigst geruht: am 17. Juni den Kreisdiener bei dem Kreisamte Büdingen, Julius Wettstein, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand und den Hofkellermeister Conrad Ritsert, in Anbetracht seincs hohen Lebensalters und dadurch bedingten körper— lichen Dienstuntauglichkeit, unter Bezeigung der aller⸗ gnädigsten Zufriedenheit mit seinen lang und treu ge⸗ leisteten Diensten, sowie mit der Erlaubniß, die seitherige Uniform fortiragen zu dürfen, mit Wirkung vom 1. Juli 1872 an, in den Ruhestand zu versetzenz am 22. Juni den Ministerialkanzlisten 1. Classe bei Gr. Ministensum des Gr. Hauses und des Aeußern, Wilhelm Weingarten, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen und dem— selben die Erlaubniß zu ertheilen, die Uniform der Pen— sionäre tragen zu dürfen.
IX. Concurtenzeröffnungen. Erledigt ist: die 1. evang. Schulstelle zu Homberg an der Ohm, im Kr. Alsseld, mit einem jährl. Gehalt von 498 fl. 49½½ kr. die Stelle ist mit einem Theologen zu besetzen; die 1. evang. Schul⸗ stelle zu Eberstadt, im Kr. Darmstadt, mit einem jährl. Gehalt von 426 fl. 27 ke.; die 2. evang. Schulstelle zu Eberstadt, im Kr. Darmstadt, mit einem jährl. Gehalt von 334 fl. 27 kr.; die 1. kathol. Schulstelle zu Lauben⸗ heim, im Kr. Mainz, mit einem jährl. Gehalt von 360 fl. 26 kr.; die Gemeindeschulstelle zu Hahnheim, im Kreise Oppenheim, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl.; die Slelle ist mit einem Schullehrer evang. Confession zu be— setzen; die 1. evang. Schulstelle zu Lützel⸗Wiebelsbach, im Kr. Neustadt, mit einem jährl. Gehalt von 300 fl. 35 kr. 3 dem Hrn. Fürsten zu Löwenstein⸗Wertheim-Rosenberg und dem Hrn. Grefen zu Erbach-Schönberg steht das Präsen⸗ tationstecht zu derselben zu.
Darmstadt. Dem Vernehmen nach wird
das großh. hessische 4. Infanterieregiment Nr. 118
(seither in Mainz) mit dem großh. hess. 3. In- fanterieregiment Nr. 117(seither in Darmstadt, Offenbach und Worms) die Garnisonen in Kürze wechseln.
Berlin. Das Reichs- Gesetzblatt publieirt das Militär-Strafgesetzbuch für das deutsche Reich vom 20. Juni 1872. Nach dem Einführungs- gesetz tritt dasselbe im ganzen Umfange des Bundes- gebiets mit dem 1. October 1872 in Kraft, und zwar der Gestalt, daß mit diesem Tage im ganzen Bundesgebiete alle Militärstrafgesetze, insoweit sie materielles Strafrecht zum Gegenstand haben, außer Kraft treten.
— Der Reichskanzler Fürst Bismarck findet sich bewogen, auf's Neue und zwar diesmal in einem eigenen Schreiben aus Varzin, 4. Juli, das die„Nordd. Ztg.“ in hervorragender Weise veröffentlicht, darauf aufmerksam zu machen, daß er sich außer Stande befindet, ferner während der Dauer seines Urlaubs direkt oder indirekt an ihn
gerichtete Schreiben oder Telegramme zu beant⸗ worten.
— Durch Kultusministerialreseript vom 29. Juni wucden die Kreisregierungen aufgefordert, im Ein⸗ vernehmen mit den Gymnastalrektoraten diejenigen Persönlichkeiten in Vorschlag zu bringen, welche geeignet seien, den Geschichtsunterricht in den Gymnasien zu übernehmen, der von nun an an keiner Studienanstalt mehr konfessionell geschieden werden soll.
— Die Gesetze, betreffend die französischen Kriegs-Kosten-Entschädigungen und die Aus- dehnung des Jesuiten-Gesetzes auf Elsaß-Loth- ringen sind vom Kaiser genehmigt und vollzogen worden.
— Der Bundesralh hat beschlossen, daß von dem Werthe des bis Ende October zur Aus- prägung kommenden Goldes/ in Zehnmark⸗ stücken ausgeprägt werden soll.
— Die Wiener„Deutsche Zeitung“ schreibt: Wie von verläßlicher Seite mitgetheilt wird, ist von Berlin eine Einladung an den Kaiser von Rußland ergangen, den Herbstmanövern des Garde Corps am 8. und 12. September beizu⸗ wohnen. Da an diesen Tagen der österreichische Kaiser in Berlin weilen wird, so würde die viel- besprochene Zusammenkunft der drei Kaiser zur Wahrheit werden. Bis jetzt ist die Antwort des Zaren noch nicht in Berlin eingetroffen.
Vom Taunus. Dem„Mainzer Journal“ zufolge ist dem Pfarrer Menzel zu Homburg v. d H. in Folge der jüngsten Anordnungen des Kriegs- ministers die Militärseelsorge durch den dortigen Commandeur entzogen worden.
Nassau. Nach einem Telegramm der„Frankf. Presse“ ist die Enthüllung des Stein- Denkmals programmgemäß verlaufen, leider bei Regenwetter. Die Versammlung der Gäste hatte im Kielmanns⸗ egge'schen Schlosse, der früheren Wohnung Stein's um 11 Uhr stattgefunden. Um 11½ Uhr traf Ihre Majestät die Kaiserin mit dem Kronprinzen Kaiserl. Hoheit ein; kurz darauf begrüßte auch Se. Majestät der Kaiser das Comite. Seitens des Vorstandes hielt Simson die Anrede; Bankrofft, der Gesandte der Vereinigten Staaten Amerikas, erinnerte an seinen Aufenthalt beim Minister Stein. Der von demselben gelegte Funke der Reichseinheit wäre durch die Einwirkung der Zeit und die Unterstützung höberer Mächte zur Flamme empor⸗ gewuchert. Am Fesiplatze übergab Simson Namens des Comites das Denkmal an den Landstands- ausschuß. Um 1¼ Uhr fiel die Hülle. In glänzender Festrede entwickelte Sypbel die Ver- dienste Stein's, schließend mit einem Hoch dem Vaterland und dem Kaiser. Auch ein Urenkel Stein's brachte dem Kaiser ein Lebehoch; den ersten Toast Fürst Hohenlohe gleichfalls auf den Kaiser.
München. Am 7. d. M. ist unter großem Andrange des Volkes vom Erzbischof von Utrecht Gottesdienst und Firmung vollzogen worden. Durch Prof. Friedrich ließ der Erzbischof vor der Er- theilung der Firmung eine„apostolische“ An- sprache an das Volk, die Firmlinge und den


