* — E * 2 E —
Wuung seincg
rurt ke vor⸗
——
1 Rantu bit
eineni
EIL b
Nein
1 bertila erhal.
dien bieys. 2 Vurt 1876 i embdel A Schell bäh. ata nag: Aticß ach
1872
drt, Nieda⸗ Silserthen
**
aus, in welches die Versammlung begeistert ein⸗ stimmte.— Um 3 Ubr Nachmittags fand die erste Sitzung des Reichstages statt. Nach der Schrift⸗ sührerwahl erfolgte die Verloosung in die Ab- theilungen, wobei sich die Anwesenheit von 166 Mitgliedern ergab. Das Haus war mithin nicht beschlußfähig. 1
— 9. April. Reichtagssitzung. 35 neue Mit- glieder haben sich im Bürtau angemeldet. Der Namensaufruf constatirt die Anwesenheit von 203 Abgeordneten, ergibt also die Beschlußfäbig- keit des Hauses. Auf morgen, Mittags 12 Uhr, ist die Präsidentenwahl anberaumt.
— In der durch den Bundeskanzler bei Er- öffnung des Reichstags verlesenen Thronrede wird die Vorlage folgender Gesetz- Entwürfe in Aussicht gestellt: 1. Gesetz über die Einrichtung und die Be— sugnisse des Rechnungshofes für die Controle der Erhebung und Verwendung der Einnahmen des Reiches. 2. Entwurf eines Militärstrafgesetzbuches für das deutsche Reich. 3. Revidirter Entwurf
eines zur Regelung der Verhältnisse der Reichs- beamten bestimmten Gesetzes.
4. Eine Gesetzvor⸗ lage wegen Erhebung der Brausteuer im deutschen Reiche. Ferner beißt es in der Rede, die erfreu— liche Steigerung des Verkehrs und Verbrauchs habe die Möglichkeit geboten, in dem vorzulegen— den Reichshaushaltsetat für das Jahr achtzehn— hundert drei und siebzig die Einnahmen aus den Verbrauchsabgaben und die Ueberschüsse der Post⸗ derwaltung unter Beachtung der bewährten Grund— ätze vorsichtiger Veranschlagung höher auszubringen, so baß trotz des in verschiedenen Zweigen der Ausgabeverwaltung hervorgetretenen Mehrbedarfs eine Verminderung der Matrikularbeiträge in Aus- sicht zu nebmen sei. Ein Nachtrag zum Reichs; zaushaltsetat für das Jahr 1872 ist bestimmt, teben der Befriedigung einiger anderer, nach- sräglich hervorgetretener Bedürfnisse, die Mittel ür Begründung eines statistischen Amtes aufzu⸗ bringen. Ueber die Verwendung der im Jahre 871 erzielten finanziellen Ueberschüsse von erheb— chem Betrage, welche sich sowohl bei den Steuern, ils auch bei der Postverwaltung ergaben, über vie gesetzliche Regelung der Verwendung und Ver— cheilung der französischem Kriegsentschädigung, sowie über die durch den Krieg mit Frankreich veran— aßten Ausgaben der Staaten des vormaligen Norddeutschen Bundes werden Vorlagen verheißen. Der mit dem Königreich Portugal abgeschlossene Handels- und Schifffahrtsvertrag, ebenso eine mit ven Vereinigten Staaten von Amerika abgeschlossene Tensular-Convention und ein mit Frankreich ab— zeschlossener Postvertrag, welcher die gegenseitigen vostalischen Beziehungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des in stetem Wachethum begriffenen Correspondenzverkehrs regelt, sollen dem Reichstage sur Genehmigung vorgelegt werden. Der Schluß er Rede lautet: Die Neuordnung und Besestigung
er Verhältnisse von Elsaß-Lothringen schreitet in
wünschter Weise vor. Die Schäden des Krieges ehen mit Hülfe der Unterstützung, welche nach em Gesetze vom 14. Juni 1871 aus Reichs- nitteln gewährt werden darf, allmälig der Heilung ntgegen. Die Grundlagen für die deutsche Ver- valtung sind gelegt, die Rechtspflege ist gesichert und dit Universität in Straßburg soll am 1. Mai d. J. is Leben treten. Für den außerordentlichen Auf wand, welcher die Einrichtung der damit zu ber- lündenden wissenschaftlichen Institute erbeischt, wird euf die Hülfe des Reiches gerechnet werden dürfen. Eine Usbersicht der bisher erlassenen Gesetze und gemeinen Anordnungen, sowie über den Gang ler Verwaltung des Landes wird entsprechend der Borschrist des Gesetzes vem 9. Juni v. J. Ihnen zugehen. Sie werden, geehrte Herren, die Be— Fievigung theilen, mit welcher die verkündeten Re— sierungen auf die Ergebnisse dieses ersten Jahres dus neu begründeten deutschen Reiches zurückblicken und der ferneren staatlichen und nationalen Ent— wicklung unserer inneren Einrichtungen mit freudiger zuversicht näher treten. Mit derselben Genug— lduung werden Sie die Versicherung entgegen— tehmen, da es der Politik Seiner Mafestaͤt des
und zu befestigen, daß die Macht, welche Deutsch— land durch seine Einigung zum Reiche gewonnen bat, nicht nur dem Vaterlande eine sichere Schutz- wehr, sondern auch dem Frieden Europa's eine starke Bürgschaft gewährt.
Wie man von bier berichtet, hat sich die Reichsregierung entschlossen, die Vorlage eines Preßgesetzes auf die nächste Session zu ver— schieben, so daß die gegenwärtige vorauesichtlich in vier bis fünf Wochen beendet sein wird.
— Die Reichsgoldmünzen sind in der letzten Zeit in größerem Umfange in Umlauf gesetzt worden; namentlich sind bei den Gehaltszahlungen an die Staatsbeamten Zahlungen in Gold in be— deutendem Maße erfolgt.
— Zur Gründung einer Militär- Lebensver— sicherungs- Anstalt, soll der Kaiser eine sehr be— deutende Summe aus seiner Privatschatulle zur Verfügung gestellt haben. Wie die„A. Z.“ er— fährt, bat sich die Nothwendigkeit dieser Schöpfung in den letzten Kriegen berausgestellt, weil die meisten Privat-Lebensversicherungs- Gesellschaften sich bri Ausbruch des Krieges geweigert hatten, Versicherungen von Militärpersonen anzunehmen, oder doch nur gegen eine Erhöhung der Versiche— rungesummen um 25 Prozent. Die Statuten der Gesellschaft sind vom General v. Hclleben ent— worfen und bereiis vom Kaiser genebmigt. Die Mitglieder des Ausschusses und des Verwaltungs- rathes werden zunächst größtentheils vom Kaiser ernannt, später jedoch gewählt werden. Bis auf wenige Aemter, wie die eines tüchtigen Mathe— matikers, eines gewandten Buchhaltere ꝛc., sind die übrigen lauter Ehrenämter. Der Beitritt zur Gesellschaft steht allen Offizieren, allen Ossiziers- rang habenden Militärbehörden und den verhei— ratheten Unteroffizieren frei. Es sind dem Unter— nehmen statistische Ermittelungen der letzten Kriege zu Grunde gelegt, welche einen Verlust an Offi— zieren von 8 5Ct. ergeben. Der Sicherheitsfonds soll so gestaltet werden, daß er einem Verlust von 10 1Ct. gewachsen ist.
— Nach einem Erlasse vom 16. März bat der Kaiser allen deutschen Fabrikanten den Ge— brauch und die Abbildung des kaiserlichen Adlers in der durch den Erlaß rom 3. August vorigen Jahres unter 2 festgesetzten Form zur Bezeichnung ihrer Waaren oder Etiketten gestattet.
— Die„Spen. Zeitung“ erfährt aus guter Quelle, daß der Peterspfennig seit dem Jahre 1860 durchschnittlich sechszig Millionen Franken jährlich eingebracht bat. Bis zu dem Garantiegesetz gingen davon etwa 50 Millionen mit der Verzinsung der päpstlichen Schuld auf. Da diese Ausgabe jetzt wegfällt, so muß die Kurie mit Hinzurechnung ibrer anderweiten Ein— künfte sehr erhebliche Mittel zur Verfügung haben.
— Wie verlautet, schreibt der„Reichsanz.“, lassen die bisherigen Unterhandlungen wegen Ab— schlusses eines neuen Postvertrags zwischen dem Deutschen Reiche und Spanien einen günstigen Ersolg erwarten, indem die spanische Regierung sich den im neuen deutsch⸗französischen Postver⸗ trage aufgestellten freieren Grundsätzen vollständig angeschlossen hat. Danach steht eine namhafte Erleichterung der Beziehungen zwischen beiden Ländern in Auesicht
München. Am 3. d. M. ist von Seite der Generalstaatecasse die ersse Ausgabe von Reichs— goldmürzen bayerischen Gepräges erfolgt. Die— selben sind in kleine Säckchen verpackt, deren jedes 600 Stück= 4000 Tbaier S 7000 fl. enthält und ein Gewicht von 9½ Pfund hat.
— Aus einem im biesigen Ossiziersverein ge— haltenen wissenschaftlichen Vortrage ist zu entnehmen, daß das topegraphische Burean ànseres General— stabes zum Krieg 1870— 1871 der bayerischen Armee 100,000 Karten von Frankreich theils mitgab, theils nachsendete und außerdem noch 170,000 solcher Karten für Preußen lieferte— eine in der That großartige Leistung, zumal dieselben in sehr kurzer Zeit ausgeführt werden mußten.
Metz.
Anfangs dieses Monats wurde die
Kaisers und Königs pelungen ist, bei allen aue- biesige Krlegsschule eröffnet. An dem Unterricht
ärtigen Regierungen das Vertrauen zu erhalten werden vorläufig 100 Fähnriche Theil nehmen,
doch geht man mit der Absicht um, diese Zahl später bis auf 120 zu erweitern.
— Auf den umliegenden Schlachtfeldern werden von Zeit zu Zeit immer noch einzelne Leichen ausgegraben, um zu einer Ruhestätte in der Heimath übergeführt zu werden. Ss passirte am vergangenen Samstag wieder ein Sarg mit der Leiche eines bei Mars-la-Tours gefallenen und bis jetzt dort beerdigt gewisenen prrußischen Ossi⸗ ziers unsern Bahnhof.
Ausland.
Frankreich. Paris. Am 8. d. fand nach dem Diner im Palais Elysce ein glänzender Empfang von mehr als 500 Personen statt. Bei- nabe das ganze diplomatische Corpe wohnte dem- selben bei. Man bemerkte Lord Lyons, Fürst Orloff, Ritter Nigra, den Nuntius Chigi und Baron Beyens. Außerdem waren Deputirte der Linken in großer Anzahl, die meisten Notabili— täten det Kunst, Wissenschaft und Literatur, Re- präsentanten der Presse und viele Damen anwesend.
Großbritannien. London. Die„Times“ ist ermächtigt, das Gerücht, wonach Napoleon in London eine Anltihe von 15 Millionen gemacht hätte, für unbegründet zu erklären.
— Ein Telegramm der„Times“ meldet, daß am 3. April in Antiochia(Syrien) ein Erdbeben stattsand Gegen 1500 Menschen wurden getödtet. Die Hälfte der Stadt wurde zerstört.
Spanien Madrid. Die Wahlen sind nunmehr beendigt. Den eingegangenen Nachrichten zufolge ist eine Majorität von 90 bis 100 Depu⸗ tirten für die Regierung; die Radikalen zählen ungefähr 40 und die Carlisten über 70 Stimmen.
Türkei. Wie die„Disch. Ztg.“ aus Kon- stantinopel erfährt, herrscht immer noch in Folge der Hungersnoth eine ungeheure Sterblichkeit in ganz Persien. In Teheran, der Hauptstadt sterben täglich an 350 Menschen am Hungertpphus und an der Dyssenterie. In der Provinz Hamadan werden die Leichen gegessen. Die Lage ist eine entsetzliche.
Homburg. Die diesigen Croupiers baben eine Eingabe an das Ministerium des Innern gerichtet, wotin sie im Hinblick auf iore mit dem Anfang des kommenden Jahres eintretende E.werbolesigkeit um Verleihung einer ihre Existenz sichernden Peusion duten.
Frankfurt. Im Zoologischen Garten ist ein sehr ansebmicher Transport von Säugethieren und Vögeln ein⸗ netrossen, worunter als besonders demerkenswerth ein paar Hornvögel aus Ajrki hervorzuheben sind. Ferner be⸗ janden sich wieder bunderte von kleinen ausländischen Finken veischiedener Arten unter dem Transport; dieselben sind zum Wiederverkaufe detimmt, da die Nachfrage darnach von Seiten der Liebhaber in sortwährender Zu⸗ nabme begreffen ist.
Vom Main. Es cursiren falsche Ducaten, welche österreichische Fünskeeuzerfücke sind, denen man durch nenderung des Gep u äges, ducat näbnliche Ränderung und Vergoldung das Auesehen von Ducaten zu geben versucht bat. Es ist nämlich unter dem Stoße des Adlets zwischen der Umschrift die Z fer 5 herausgeschnitten und der Rand mu Kerben versehen. Von den Duegten unter⸗ scheiden sie sich, abgesehen von geringerem Gewicht: durch den kleineren Durchmesser, durch die grobe Kerdung am Rande, dadurch, daß auf den Achten Ducaten der Adler viel größer ist und dessen Stoß zwischen der Schrift bis an den Rand reicht, und durch die lichtgelde Farbe.
Darmstadt. Zu der Höllenmaschinen Affaitce in Viernheim wird den„He ss. Belkobl.« mitgetheilt, daft die Untersuchung constautt habe, gegen Wen diese Hoͤllenmaschine gerichtet, resp. Wem sie per Post zugesandz werden sollte, um ihn par distance zu erschießen. Der Cor respondent des genannten Elaties sagt: Ich fürchte in den Lauf der Uniersuchung einzugreifen, wenn ich der⸗ malen schon den Namen nenne. DTerselde wird über kulz oder lang der Oeffentlichkeit doch nicht vorenthalten werden und die Sache alsdann um so größere Sensation im Publlkum noch nachträglich hervorrufen, als es sich bierbei um eine sehr hochstehende Perfönlichkeit handelt, an der ein Act der Rache geübt werden sollte.
Worms. Die biersige Zeitung theilt folgenden merk⸗ würdigen Fall mil: Der hicsige Einwobner J. P. Peschel, welcher in der Labcompagute des 4. Hess. Inf.⸗Regiments den ba ischen Felezug inn Jahre 1849 miümachie, wurde im Gefecht bei Groß ⸗Sachsen schwer verwundet, und kenne damals die Kugel, welche im zwischen Auge und Nase in den Kopf diang, von keinem Arzte gefunden und enisernn werden. Die Wunde beilte wieder glücklich und verursachte während den letzten 23 Jabren dem Belresfen⸗ den auch nicht die geringsien Beschwerden. Letzten Samistag nun fiel dem bereits zu Betie gegangenen P. etwas schwer in die Luftröhre, er würgte mit Nolh den Gegen
stand heraus und— die vor 23 Jahren erhaltene Kußel


