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desucht war. Auf der Tagesordnung stand: 1) Abänderung der Statuten, wonach für die Folge das Kränzchen in ein Wanderkränzchen umgewandelt werden soll, was ein⸗ stimmig angenommen wurde. 2) Das neue Maaß⸗ und Gewichtssystem. Der Vereinssecretär Herr Lehrer Hahn von Södel hielt über Letzteres einen ausfübrlichen Vor⸗ trag, worin derselbe die Benennungen des neuen Maaßes und Gewichts und deren Eintheilung erklärte, sowie Ver— gleichungen mit dem seitberigen gab. Ferner hielt der Studiosus der Thierbeilkunde Herr Hahn von Wölfers⸗ heim einen recht interessanten Vortrag über die Drehkrank heit der Thiere, in welchem sowohl deren Ursache, als auch deren Heilung erörtert wurde. Hieran schloß sich eine Discussion über die Perlsucht und den Milzbrand der Thiere und über Entstebung und Heilung dieser Krank- heiten. Ueber die Ansteckung bei dem Milzbrande waren die Ansichten auseinandergehend, indem ein Theil der Anwesenden sich dahin gussprach, daß die Krankheit durch Ansieckung Weiterverbreitung finde, während von anderer Seite diese Ansicht nicht getheilt wurde.
Die nächsie Versammlung unseres Kränzcheus findet Samstag den 20. Januar 1872, Abends 7 Uhr, bei Gast— wirth W. Ph'lippi zu Melbach stait. Tagesordnung: 1) Der Anbau des Pferdezabnmais und der Winterwicke. 20 Beratbung über die Gründung eines Consumverans. Obgleich wegen der Kriegserteignisse seit 1½ Jabren keine Versammlung des Kränzchens gehalten worden war, zeigte sich doch erfreulicher Weise bei der am 6. d. M. stalige fundenen Zusammenkunft, daß dasselbe seine alle Lebens
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fähigkeit noch besizt und daß wir hoffen können, dasselbe werde auch sernerbin durch sein Wieken zu einem gedeib— lichen Fortschriit in der Landwirtbschaft beitragen. Er- wünscht wäre, wenn die Versammlungen auch von aus- wärts besuch würden..
„ Vom Vogelsberge. Es wird von er deutschen Reichsregierung deabsichngt, ein neues Remente⸗Depot auf dem Selgenbof bei Ulrichstein anzulegen und zwar in einem so großartigen Umiang, wie noch keine oiche Anstalt in Süddeusschland besteht, und nur 12 in dem ganzen Königreich Preußen vorhanden sind. Nach der „Berliner Kreuzzeitung? und der„Allgem inen Militär⸗ Zeitung“ sind zur Einrichtung bieser Anstall bereits im Reichsetat für 1872 100,000 fl. vocgesehen. Das Zu⸗ standekommen derselben ist für den Vogelsberg von höchstem Intetesse und beschäftigt aufs Lebbafteste die Bevölkerung unserer Gegend. Um nun über den Stand dieser Sache zu berichten und zugleich über die Mittel und Wege ihrer Forderung zu berathen, soll Moniag den 29. Januar des Morgens 10 Ubr, in dem Pfannfticl'schen Gaschause zu Ulrichstein eine Versammlung aus allen Gemeinden des nordwestlichen Vogelsberges staufinden und dürfte es für Alle, die ein Herz für unser vom Handels; und Weltwerkehre isolirtes Gebirg baben, eine heilige Pflicht sein, dabin zu wirken, daß diese Versammlung von. Ver⸗ trauensmännern aller Gemeinden, besonders von Bürger⸗ meistern, Beamten, Seistlichen, Lehrern, Geschäftsleuten ꝛc. recht zablreich beschickt werde.
Darmstadt. In der Kürze wird dabier ein großer Theil der auf das Greßbeczogtbum entfalleuen französischen Kliegsbente durch Summission veräußert werden. Die
zum Verkauf kommenden Gegenstände sind Fabrzeuge der vetrschiedensten Art, Waffen und Munition als: Tadbatiere⸗ gewehre, Miniegewehre, Artilleriekarabiner, Remingtonge— wehre, Snidergewehre und Büchsen, Marinegewehre, Hinter⸗ lader von Manceaux in Patris, Gendarmeriepistelen u. s. w. nebst der dazu gehörigen Munition, bestehend in 39 Cent- nern Geschützpulvder, 14 Cir. Gewebrpulder, 22 Pfund Jagdpulver, 13 Centiner Salpeter, 3 Ceniner Schwefel, 296,000 Tabatiercpattonen, 13,450 Sniderpatronen, 492,000 Miniepairenen, 2960 Bardenpatronen, 16,000 blinde Patronen, 810,000 Zündbütchen, 196 Pfd. Mul⸗ denblei u. s. w. Ferner ist eine sehr große Anzabl von Cürassierdegen, Cavalleriesäbeln, Faschinenmessern, Lanzen, completen Cürassen und anderen Waffen zum Verkauf bestimmt.
Weinheim. Die Hessishe Ludwigsbahn⸗Gesellschaft hat sich bereit u erklärt, auf eigene Rechnung die technischen Vorarbeiten für den Eisenbahnbau von Reinheim durch das Gersprenz-Weschnitzthal nach bier und weiter über Virnbeim, Käferthal nach Mannheim vornehmen zu lassen.“
Hadamar. Am Sylvester ist hier ein schreckliches Unglück passict, an welchem die ganze hiesige Bevölk rung den schmerzlichsten Antheil nimmt. Der Provisor in der biesigen Apotheke hat nämlich dei Zubereitung eines Re— cepies statt einer vorgeschriebenen Quantität Chinin— Morphium gegeben, in Folge dessen Genusses die Patientin, die 24jährige Tochter des Gymnasialoberlehrers C., sofort verschieden ist.
Coblenz. Nachdem bereits Kleidermacher mit Anfertigung von Mänteln und Holen, zu ziemlich hohen Arbeitslönhen, für die Militär⸗ verwaltung beschäftigt sind, bat letztere jetzt auch eine Auf- forderung an die arbeitslustigen Frauenzimmer etlassen, um dei Anfertigung von Patrenen, gegen annehmbeiren Tagelohn, hülfreiche Hand zu leisten; Alles zur schnelletren Completirung der erforderlichen Bestände.
In Augsburg wurde am 2. Januar Nachie 1 Uhr ein schwachet Erestoß verspürt.
Berlin.„Erst das Geschäft und dann— vanche!“ denken die französischen Industriellen. unglaublich, schreibt die„Berl. Ger.⸗Zig.“, wahr, daß die Variser auf den deutschen Patriotismus speculiren und, namentlich zum Weidnachteseste, eine Menge Artikel sabricirt haben, die eben nur im kaiserlichen Deutschland verkäuflich sind; sie baben Bondbonnieten, Damentaschen, Lederkäsichen u. dal. m. hergesaudt, welche ideils mit dem Wappen und den Farben des Reichs, tbtils mit den Portraits des deutschen Kaisers, Bismarck's, Moltk.'s u. A. geschmückt sind. In der Conditorei von Schilling war eine ganze Galerie solcher franzssisch— palriotischen Arbeiten zu schauen.
die Re⸗ Es klingt und ist dennoch
Verloos ungen.
Triest, 4. Jan.(50, fl. Loose von 1861.) Bei der am 2. Jan. staligehabten Verloosung fielen auf selgende Nummern Hauptpreise: auf Nr. 11933 15,000 fl., auf Nr. 9173 und 13089 je 1000 fl., auf Nr. 2470 7894 8026 11025 und 16012 je 200 fl. Die Zahlung erfolgt acht Tage später.
seit Monaten die Civil⸗ Waffenröcken
Mailand, 3. Jan.(45⸗Fr.⸗Losse von 1866.) Bei der am 1. Jan, stattgehabien Ziebung wurden folgende Serien gezogen: 451 958 995 2241 2279 2454 3226 3404 3510 3598 3639 5740 5863 6815 und 7079. Haupipreise fielen auf Nr. 35 der Serie 2454 80 000 Fr.,
auf Nr. 26 der Serte 451 3000 Fr., auf Nr. 44 ber Setie 2454 und Nr. 42 der Serie 958 je 1000 Fr., auf Nr. 34 der Serie 2241, Nr. 25 der Serie 3404
und Nr. 16 der Serie 3510 je 400 Fr. erfolgt am 1. Juli. Brüsseler Loose
Die Zahlung von 1853. Ziebung am 31. Dezember. Haupipreise: Nr. 10923 25 000 Francs, Nr. 9851 10,000 Fr.. Nr. 11018 12402 24713 25511 27032 27755 28937 47586 58221 und 66590 je 900 Fr., Nr. 8405 9325 12091 21364 25896 30940 39387 49008 51864 und 55570 je 500 Fr.
Frankfurt a. M., 8. Januar. öffnete unter äußerst günstigen Auspicten. Es scheint, als wenn die früter für den Januar prophezeite Hausse jetzt erst recht zum Durchbruch kommen sollte. Alle Notitungen sind wesentlich besser als am Schlasse der Vorwoche, die größten Erfolge erzielten heute Lombarden, dieselben wurden ca. fl. 4 vesser bezahlt als gestern. Staatobabn proefitirtien ca, fl. 2½, die gleiche Avance war auch für öst. Creditactien. In galizischen Elisabeth⸗, Alföld⸗, Nordwest⸗ und Elbthal⸗Actien war reges Geschäft und besserten alle Gaulungen ihren Cours. Prioritäten gleichfalls gesucht. Die utu eingeführten Elbthal⸗Priori⸗ täten sanden à 84½ willig Abnehmer. Coupons waren Suberrente fl. 24— 23½. Amerikaner fl. 2— 23½,.
Die Woche er⸗
Eingesandt.
Friedberg.— Postalisches. Wer sich von dem Ungenügenden des einen Schalters an der biesigen Post überzeugen will, der gebe des Morgens oder Abends hin, wo die Aus gabe von Briefen, Zeitungen ꝛc. ꝛc. mit der Expedition abgebhender Fahrposten, der Lösung von Fahrb illeten ꝛc. zusammenjälli. Da nur ein Schalter angebracht ist, so ist auch nur die Thätigkeit eines
Schalterdeamten zu ermöglichen und düse reicht um jene Zeu nicht aus, das Publikum, das sich im beschränkten Raume vor dem Schalter die Plätze streuig macht, nach Billig- und Rechllichkeiisgründen zu defördern; denn der Stärksie, der sich vornhin drängen kann, war zuerst da, wenn er auch zuletzt gekommen ist. Außerdem ist ein Teil der Wartenden darauf angewiesen, sich dem Wind⸗ zuge unter der Thorhalle auszusetzen, dis der Sgalter frei wird. Wer nun in diesem Momente ein Tele⸗ gramm aufgeben will, dessen Geduld wird ganz und gar auf die Probe gestellt. Denn da das Telegraphendüreag nicht zugänglich ist, so ist der Betreffende gezwungen, mit der Beförderung der Depesche warten zu müssen bis sich die vor dem Schalter und unter der Thorballe aufgestaute Masse endlich verlaufen dat. Indem man diese Miß⸗ stände als sehr delästigend für das Publikum und den Dienst der Beamten erschwerend öffentlich rügt, et dem Publikum gewiß alle Berechtigung zu, deren Beseiligung zu verlangen.
Bekanntmachung.
84 Von jetzt an werden bei biefigem Großherzoglichen Aichamte Gegeanstände zur Aichung nur jeden Mitt⸗ woch im Aichlocale angenommen und können die⸗ selben am darauf folgenden Samstag oder Montag nebst zugehörigen Bescheinigungen gegen Entrichtung der tarmäßigen Gebühren und Rückgabe der bei der Annabme empfangenen Marke wieder abgeholt werden. Friedberg den 9. Januar 1872. Der Vorstand des Großberzoglichen Aichamts Friedberg. Reuß, Kreiobaumetster.
Bekanntmachung.
78 Im Licher Stadtwald, Distrikt Rothenbusch, Lindenseif und Ettingshäuserkopf kommen den 15. und 16. Januar d. J. nachverzeichnete Holzsortimente zur Verfleigerung: Montag den 15. Januar Bau⸗, Werk⸗ und Nutzholz. 260 Eichen⸗Stämme von 18—51 Centimeter Durch- messer und 4— 14 Meter Länge, 90 ßichten⸗Stämme von 15—32 Centimeter Durch— messer und 4 Meier Länge, 30 Buchen⸗Wagnerstangen, 30 Linden-Stämme, 150 Stück Eichen, Buchen- und Fichten Stangen.
Dlenstag den 16. Januar Breu n. 250 Raummeter Buchen- und Eichen Scheitholz,
340 1 1 Prügelholz, 300 60„ Stockholz, 10500 Wellen 4 Reig holz.
Die Zusammenkuuft ist jedesmal im Rothenbusch am Erlesberg Morgens 8 Uhr. Lich den 8. Januar 1872 Großberzogliche Bürgermeisterei Lich. Jörn
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76 Das seither von Herrn Pofsssecretäce Neuschäffer in meinem Hause bewohnte Logis ist andetweit zu vermtelben und mit dem 1 April d. J. beziebbar.
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