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Donnerstag den 10. October.
119.
Oberhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblalt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
begonnen;
An 1. October
derselbe
wird auch ferner
38 kr., mit Bestellgeld 47 kr.
bat ein neues Abonnement auf den„Ober hessischen Anzeiger“ wöchentlich dreimal Das Abonnement beträgt bei den Kais. Reichs Poststellen vierteljährlich
erscheinen.
30 Kreuzer.
Bei der Verlags- Expedition kostet der„Anzeiger“ pro 4. Quartal n LAkonnements⸗ Anmeldungen bitten wir baldigst zu machen, damit voll ständige Exemplare geliefert werden können.
Betreffend: Das Militärersatzgeschäst.
Amtlicher Theil.
Friedberg am 5. October 1872.
Der Civilvorsitzende der Kreisersatzcommission an die Großherzoglichen Bürgermeistereien.
In Gemäßbeit des§. 65 der Militärersatz-Instruction fordere ich Sie auf,
einzusenden, damit die dorten vorgeschriebene Berichtigung derselben erfolgen kann.
die Stammrollen von 1870%71 binnen 8 Tagen anher
Trapp.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Wie dem„Fr. J.“ von hier
gemeldet wird, soll die Pensionirung des Präsi⸗
denten des Ober-Appellations- und Cassations- gerichts, Benner, in Kürze bevorstehen und diese Stelle wahrscheinlich dem Präsidenten des Hof⸗ gerichtes der Provinz Starkenburg, Dr. Krug, übertragen werden.
— Bezüglich der Vorlage des Großherzog- lichen Ministeriums des Innern betreffend die Minimalgehalte der evang. und kath. Pfarrstellen aus Staatemitteln beantragt der Ausschuß der
2. Kammer: 1) einstimmig, die Kammer wolle
die Proposition der Regierung, so, wie sie gestellt
it, zur Zeit und namentlich bis dahin, wo das Verhältniß zwischen Staat und Kirche und insbe⸗ sondere die Concurrenzpflicht des Kirchenvermögens, der Patrone und der Gemeinden zur Aufbringung der kirchlichen Bedürfnisse, sowie die Steuerfreiheit der Pfarrgüter gesetzlich neu geordnet sein wird, ablehnen, 2) die Majorität, die Kammer wolle, unter Verwahrung gegen jede Anerkennung einer Verbindlichkeit des Staates zur Aufbringung der zur Erhöhung der Pfarrbesoldungen im Allge- meinen für nöthig erachteten Mittel, zum Behuf der Unterstützung der Inhaber von mit einem gegenwärtigen reellen Einkommen von 800 fl. nicht versehenen inländischen, wirklichen evange⸗ lischen und katholischen Pfarreien bis zu einem dieser Summe gleichkommenden Betrage 20,000 fl. für 1872 verwilligen. Die Minorität beharrt bei einer puren Ablehnung der Regierungsproposition. — Nach der jüngsten Volkszählung leben im Großherzogthum Hessen unter 852,894 Bewohnern 25,373 oder 2,97 pCt. Jeraeliten. Im Jahre 1822 zählte das Land 20,600, im Jahre 1849 aber 29,131 Köpfe. Mit letzter Zahl war der
1 Culminationspunkt erreicht; im Jahre 1864 gab
es noch 27,409, im Jahre 1867 nur nech 25,268 Juden oder 105 Köpfe weniger als in 1871. Gleichwohl sind sie in Hessen relativ so zahlreich vorhanden, wie in keinem einzigen Staate des ganzen deutschen Reiches, mit alleiniger Aus mahme von Hamburg, das 4,39 pCt. Israeliten unter seinen Bewohnern zählt. In Elsaß⸗Loth⸗ ringen bilden sie 2,7 pCt., in Baden 1/78, in Preußen 1,33, in Bapern 1,03, in Würtemberg 60,66, in Sachsen 0,09 pCt. der Bevölkerung. Vergleicht man hinsichtlich ver jüdischen Bevölke. nung die übrigen Staaten Europas mit Hessen, sso ergibt sich, daß nur in Oesterreich und Rumänien wie Israeliten stärker vertreten sind, und zwar
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in ersterem mit 3,83, in letzerem mit 3,0 pet.
Rußland hat deren 2,83, die Niederlande 1,95,
das deutsche Reich(½ Million) 1,24, die Türkei 0,37, Frankreich 0,3, Großbritannien 0,15, Italien 0,11 pCt.
— Mittwoch den 9. d. M. wird die gemein- schaftliche Sitzung der Ausschüsse beider Kammern stattsinden, in welchen der Gesetzentwurf, die Zu- sammensetzung der beiden Kammern der Stände und die Wahlen der Abgeordneten betr. zur Berathung kommt. Berichterstatter in der ersten Kammer ist Graf von Görtz, in der zweiten Ober-⸗Appellations- gerichtsrath Zentgraf. In dem Ausschusse der zweiten Kammer hat bereits am 5. l. M. eine Vorbesprechung stattgefunden, in welcher man sich über die Fassuag des zu erstattenden Berichtes vorläufig getinigt hat.
Mainz. Am 13. d. M. wird das von der Stadt Mainz dem vormaligen Gouverneur der
gierung des Herrn Thiers es für gut befunden, diesen Paßzwang in ganzer Strenge ausschließlich an der jttzigen deutsch-französischen Grenze aufrecht zu erhalten In Folge dessen hat sich die deutsche Regierung veranlaßt gesehen, auch ihrerseits an der deutsch⸗französischen Grenze den bei uns be⸗ kanntlich längst abgeschafften Paßzwang wieder einzuführen.
Paderborn. Wie ein Hirtenbrief des hie⸗ sigen Bischofs bekannt gibt, haben die in Fulda versammelt gewesenen deutschen Bischöfe u. A. beschlossen, die Katholiken Deutschlands in den gegenwärtigen Bedrängnissen der Kirche zu ge⸗ meinsamen Gebeten aufzufordern. Insbesondere haben sie sich dahin vereinigt, daß an allen Frei- tagen von Allerheiligen d. J. bis zur h. Fasten⸗ zeit vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute eine
Festung General Prinz Woldemar von Holstein öffentliche Andacht zum göttlichen Herzen Jesu für
errichtete Denkmal auf dem Friedhof feierlich ent- hüllt werden.— Man spricht hier sehr bestimmt davon, daß der Provinzialdirector der Provinz Rheinbhessen und Territorialcommissär zu Mainz, Geheimerath Schmitt, in der Kürze in den Pensionsstand versetzt werden soll.
Berlin. Die Angelegenheit einer weiteren Aufbesserung der Beamtengehalte ist, wie nach der „Kreuz Zeitung“ verlautet, insofern in eine neue Lage gekommen, als die gleichzeitige Erhöhung der Ofsiziersgehalte damit in Verbindung gebracht werden soll. Diese Nachricht wird indessen von der„Spen. Ztg.“ als„ungenau“ bezeichnet und zwar schon aus dem Grunde, weil die Regelung der Militärverhältnisse bekanntlich auf dem Reichs- gebiete liegt und hier der Militäretat vorläufig bis zum Jahr 1875 als Pauschquantum bewilligt ist.
— Vor Kurzem ist das erste Heft der fran⸗ zösischen Uebersetzung des großen Generalstabswerks über den Krieg von 1870/71 und zwar in der Verlagshandlung des deutschen Originals erschienen. Die Verlagshandlung hat die Einrichtung ge— troffen, daß in Zukunft die französische Ausgabe gleichzeitig mit der diutschen erscheinen soll.
— Die„Kreuz⸗ Zeitung“ und die„Nord- deutsche Allgem. Zeitung“ dementiren die Nachricht von einer bevorstehenden Aenderung in der Leitung des Justiz- und Cultus Ministerkums.
— Die Berliner„Nat. Ztg.“ schreibt: Die franzbsische Regierung hat bekanntlich den seit Beendigung des Krieges an den französischen Grenzen eingeführten Paßzwang zuerst zu Gunsten der in Calais oder Boulogne u. s. w. landenden Engländer, dann an der belgischen, spanischen und
die Anliegen der katholischen Kirche in Deutschland in allen Pfarrkirchen ihrer Diöcesen abgehalten werden soll. b
Trier. Bischof Matthias von Trier hat einen Hirtenbrief erlassen, in welchem er die Gläubigen zu einer Abendandacht für die Anliegen und den Frieden der Kirche im Vaterlande auffordert und mittheilt, daß von den Resultaten der in Fulda zwischen den Bischöfen gepflogenen Erwägungen
seiner Zeit den Gläubigen Kenntniß gegeben werden solle. Dresden. Der König und die Königin
von Sachsen feiern am 9. November ihre goldene Hochzeit.— Braunschweig. Das braunschweigische Staatsministerium erläßt in den„Braunschweiger Anzeigen“ eine Bekanntmachung, in welcher dasselbe alle auf die Angelegenheit der braunschweigischen Erbfolge bezughabenden Mittheilungen als jeder Begründung entbehrend und falsch bezeichnet. Eisenach. Die Versammlung zur Besprechung der socialen Frage, welche am 6. d. dahier ihre erste Sitzung hielt, war sehr zahlreich besucht. Professor Schmolle(Halle) eröffnete dieselbe mit Darlegung der Prineipien, welche die Veranstalter der Versammlung geleitet. Das Präsidium wurde dem Professor Gneist übertragen, der dasselbe dankend annahm. Zu Vieepräsidenten wurden Freiherr v. Roggenbach und Hildebrandt(Jena) gewählt. Der erste Gegenstand der Tagesordnung war eine Rede des Prof. Brentano über Aus- führung und Weiterbildung der deutschen Fabrik gesetzgebung. In den folgenden Sitzungen wurde über„Gewerkbvereine und Arbeitseinstellungen“ und
italienischen und schliißlich an der Schweizergrenze über die„Wohnungsfrage“ berhandelt. Ein stün⸗ wieder aufgehoben. Dagegen hat aber die Re- diger Ausschuß, bestehend aus den Mitgliedern


