Ausgabe 
10.2.1872
 
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Gatnisons⸗

der Lehrer im Orgelspiel legt wie früher. Sollte nicht auch das Lehrgebäude des Schullehrer- Seminars abgetreten werden können? Wir wollen tinstweilen nur darauf hingewiesen haben. Es genüge bier die Andeutung, daß die oberen Classen der Realschule nur schwach besucht sind. Sollte is nicht möglich sein, die Seminaristen in den⸗ jenigen Schulzimmern der Realschule zu unter sichten, welche seither von den oberen Classen der Realschule benutzt worden sind? Vielleicht wirft nan ein, daß die Ausführung dieses Plans Schwierigkeiten mache. Für diesen Fall wenden vir uns zu einem andern Vorschlag. Gegen- värtig bricht sich immermehr die Ueberzeugung Zahn, daß man Schullehrer⸗Seminarien am besten in großen Städten anlegt. Deßbalb wäre für gas Schullehrer-Seminar Darmstadt der am neisten geeignete Platz. Die Verhältnisse werden o wie so auf eine Verlegung des Seminars hin rängen. Wenn die Gründung neuer Elementarschulen a demselben Maße fortschreitet wie seither, so nüssen demnächst so viele Seminaristen aufge- zommen werden, daß die seitherigen Einrichtungen 5 hiesigen Seminar zu klein und enge werden. azu kommt die Errichtung einer eigenen Seminar Schule, welche von vielen Seiten verlangt wird 1. dgl. m. Für alle diese Verhältnisse ist Darm sadt ein viel günstigerer Ort als Friedbetg. Man terlege also das Seminar dortbin und benutze tie hiesigen Seminargebäude sammt und sonders ur Unterbringung des Militärs. Genügt das ch nicht, so bietet sich die schönste Gelegenheit, n Raum zu erweitern. An das Seminarterri- hrium stößt der Garten des Burgpfarrhauses. die Geistlichen haben sich seither beholfen ohne deses Pfarrhaus. Sie können das auch für die 16055 tbun. Das Kapital für den Pfarrhaus⸗ u ist bereits gesammelt. Es beträgt unseres Bissens ca. 8000 fl. Man verwende dieses bapital zu dem Aufbau eines geeigneten Militär- 9 bäudes. Der Kirchenvorstand wird dazu gerne ine Zustimmung geben, da er auf diese Weise de Sorge um den Bau eines Pfarrhauses los

und Prediger Seminars werden zur Aufnahme der Garnison genügen. Es bleibt sonach nur noch zu beschaffen ein geeigneter Bau für das Militärhospital. Auch ein solches nach Lage und innerer Einrichtung sehr passendes Haus befindet sich außerbalb der Stadt. Es ist das die Taub stummen-Anstalt. Auch diese Anstalt könnte mit Fug und Recht von hier weggelegt werden.

Es ist ja bekannt, daß man die Trennung nach Confesstonen bei Taubstummen nicht für gut hält. Man verlege also die evangelische Taub stummen-Anstalt nach Bensheim und vereinige die selbe mit der dort befindtichen katholischen Taub stummen-Anstalt. Das leer werdenve Gebäude vor dem Mainzerthor aber verwende man zu einem Militärhospital. So ist der Stadt ein Dienst gethan und den Taubstummen-Anstalten minder.

Allerdings erwächst der Stadt durch die Ver legung der genannten Anstalten ein Verlust. Das Schullebrer-Seminar hat ein Jahresbudget von 12000 fl. und wird von ca. 100 Schülern besucht. Von diesen braucht jeder im Jahr ta. 250 fl., die Gesammtheit also 25000 fl., dazu das Jahres- budget gerechnet mit 12000 fl., so bringt das Schullehrer Seminar der Stadt Jahr für Jahr eine Einnahme von 37000 fl. Das Prediger⸗ Seminar wird durchschnittlich besucht von 15 Can didaten nur in den aller letzten Jahren ist die Zahl eine geringere gewesen. Von den jungen Herrn verzehrt jeder jährlich ca. 600 fl., die 15 zusammen demnach 9000 fl., addirt man dazu das Jahresbudget der Anstalt mit 7000 fl., so bringt das Prediger ⸗Seminar jäbrlich 16000 fl. in Umlauf. Die Taubstummen- Anstalt verzehrt weniger, nur ca. 10000 fl. im Jahr. Der Ge sammtverlust, welcher durch Verlegung der ge nannten Austalten für die Einwohner der Stadt! Friedberg entstehen würde ist also 37000 fl.

16000 fl. 10000 fl.= 63000 fl.

Dienstgebäude

Taubstummenanstalt benutzten Localitäten noch nicht alle Bedürfnisse der künftigen Garnison befriedigt sein, so kann mit Leichtigkeft für weitere Raum gesorgt werden. Vielleicht hat das Bataillon noch ein Haus zur Unterbringung seiner Magazine nöthig. Für diesen Fall wollen wir auf das r des Großherzoglichen Rentamts aufmerksam gemacht haben. Diese Baulichkeiten sind sehr geräumig, für ihren gegenwärtigen Zweck beinahe allzugeräumig, dagegen zur Unterbringung von Militäreffecten vorzüglich geeignet. Für das Großh. Rentamt könnte der sogenanntelange Bau in der Burg bergerichtet werden. Die durch die Herrichtung dieseslangen Baues entstebenden Kosten werden nicht allzu bedeutend sein. Jeden-

falls hieße es ein ganz un berechtigtes Mißtrauen nicht

in die allseitig anerkannte und gerühmte Intelligenz und Energie der fiscalischen Behörden setzen, wenn man die Ausführbarkeit unseres Projectes he- zweifeln wollte.

Wir bilden uns nicht ein, mit vorstehenden Vorschlägen die schwierige Frage vollständig gelöst zu haben, aber wir schmeicheln uns doch einen kleinen Beitrag zur Lösung der Garnisonsfrage geliefert zu haben.

Verloosung. Florenzer Anleihe von 1868. Ziehung 1. Februar. Hauptpreise: Nr. 83211 40.000 und 103605 je 2000 Fr., Nr. 103275 und 110971 je 1000 Fr.

am Nr. 3441 57229 88426 102097

Frankfurt a. M., 7. gebr. Durch die englische Thronrede, sowie durch Disraelis Interpellation im Unter baus an das Ministerium ist constalixt, daß die aufge⸗ tauchte Alabamafrage wobl trotz des Schiedsgerichts in Genf Veranlassung geben könnte, das freundschastliche Verhältniß, welches seither zwischen England und Nord amerska destanden, zu trüben. Unter diesem Eindruck verkehrte die Börse matt und nach dem Einneffen der auswärtigen Notirungen die ziemlich nieder gemeldet, trat für Speculationspapiere eine Reaction von ca, fl. 2. dis fl. 3. gegen die Eröffnungskourse ein. Staatsbabn

Kein Mensch, der rechnen kann, wird bezweifeln, daß diese Summe sehr gering ist gegenüber dem Geldaufwand, welchen ein in Friedberg garniso- nirendes Bataillon macht. Werden sämmtliche

du lton, 1

wird. Allerdings werden die so gewonnenen Ge- Anstalten von bier weg verlegt und kommt dafür bude immer noch nicht allen Anforderungen ent- ein Bataillon hierher, so hat die Stadt immer brechen. Indessen haben wir außerdem noch in noch eine bedeutende Mehreinnahme. Rechnen Ver Nähe ein für Militärzwecke sebr geeignetes wir das Bataillon nur zu 400 Mann und die Lebäude: das Prediger- Seminar. Wer mit 1 für 5 Mann 1 dalle gistigen Bewegungen der neueren Zeit einiger- nur zu 2 l., so bringt ein hier garnisoni naßen 2 775 weiß, daß sich die öffentliche rendes Bataillon jährlich 400,200 Thlr. in Leinung immer mehr hinneigt zu der Annahme, Umlauf, d. h. zusammen 80000 Totr. oder Prediger Seminarien mit der Universität 140000 fl., also reichlich doppelt so viel als die urbunden sein sollten. Man verlege also das genannten Schulanstalten, deren Weglegung wir prediger⸗ Seminar nach Gießen und verwende beantragen.

das dadurch frei werdende Haus zu militärischen Sollte durch Einräumung der seither von dem

Anfangs zu 421 ½ umgesetzt, gingen auf 419½ zurück. Credit 355¾ schliißen 54½. Darmstädter Bank 479 Wiener Bank 889. Lomdarden 223. Nordwest 232. Flisabeih 258 ½. Loose effetirt. 1860er 90%. Ungar. fl. 100⸗Loose 112. Raab⸗Grazer 898%..

Zur Hinderung der Hungersnoth der Ssraecliten in Persien

ist bei Unterzeichnetem weiter eingegangen: Von Sctorge Hirsch n Mainz 5 fl., Rendant Bitsch( fl., Ungenannt 30 ke., Mina Garde 10 fl., aus der Gemeinde Boͤnstadt durch den Vorstand gesammelt, von Joseph Löwenthal 2 fl. 42 ki. Isaac Haas Wiuwe 2 fl., Abr. und Marcus Haas 2 fl., Levi Hofmann 2 fl., Feist Löwentbal 1 fl., Isanc Löwenthal 1 fl., Michel Müller 30 kr., Abraham Becker 30 kr., von dem ier. Wohlthätinkeitsverein daselbst 5 fl., im Ganzen 24 fl. 12 kr. Hierzu die früber ver⸗ zeichneten Gaben mit 128 fl. 13 kr.,

. 5 t sonach zusammen Zwicken. Die Gebäude des Schullehrer⸗Seminars Schullehrerseminar, dem Predigerseminar und der 182 fl. 28 kr. Mayer Hirsch. Holz⸗Versteigerung. Fl Die am 5. und 6. d. M. im biesigen Gemeinde⸗

dalde abgebaltene Holzversteigerung hat die Genebmi zung erhalten und ift der erste Absahrtag auf Dtenflag den 13. d. M. festgesetzt worden. Die Abfabrtscheine inen am ersten Fahrtage bel dem Gemeinde ⸗Elnnehmer wier in Empfang genommen werden.

Absahrtzeit an allen Wochentagen bls zum 16. März 1 Z., von 8 bie 1 Uhr Mittags.

Bei nasser Witterung darf kein Holz abgefahren ver den. 5

Ober- Mörlen am 8. Februar 1872.

Großherzogliche ee Ober-Mörlen. E.

* J ec Utpskuchen! stete frisch von der Mühle bel

Wilh. Fertsch.

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P. 8. Es kann nicht oft genug darauf aufmerksam

55 wobl zu merken und beim Ankauf zu beachten

Die Vernachlässigung von Katarrh und Husten kostet unzähligen Menschen das Leben!

Man vergesse doch nie, daß jeder Katarrb eine Krankbett ist und entzündung oder noch häufiger in Lungenschwindsucht übergeben kann. Husten, Helserkelt, Grippe, Brusischmerzen, Vetschleimung, Rauhbelt, Kitzel oder Krotzen im Halse husten, Engbrilstigkelt, Blutspeien, selbst bei beginnender Lungenschwindsucht wirkt der L. W. Egere'sche Fenchel Hontg⸗Extract reizmilternd und besänftigend, slockenden Schleimes und vermindert die Hustlen-Anfädle, auch wird der do unangenehme Reiz und Kitzel im Kehlkopf sehr bald dadurch gehoben und mit ibm die eigentliche Ursache der Schlaflosigkeit. Die alleinige Niederlage ist bekanntlich nur dei Jof.

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