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Diͤenstag den 9. Juli.
ischer Anzeiger.
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Enthält die amtlichen Erlasse fur den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblalt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1872. Dass Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großh. Bürgermeistereien Beienheim, Bodenrod, Dorn-Assenheim, Hausen mit Ses, Hoch⸗Weisel, Münzenberg, Nieder⸗Mörlen, Staden.
Wenn Sie nicht binnen 24 Stunden unserer Verfügung vom 20. Juni d. J.
N d g,
Friedberg am 20. Juni 1872.
entsprechen, müssen wir Wartboten an Sie absenden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Großherzogliche Regie- rungsblatt Nr. 30 enthält:(Schluß.)
X. Extbeilung von Erfindungspatenten. Seine König⸗ iche Hoveit der Großherzog haben allergnädigst geruht: um 30. Mai dem Kaufmann Eduard Heinson Huch zu Zraunschweig auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent uuf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Fonstruction eines mechanischen Fliegenwedels, am 3. Juni dem Ofenfabrikanten Jacob Haas zu Darmstadt auf dessen Machsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Megulirfüllofens von Fayence, dem Maschinenfabrikanten Ferdinand Flinsch zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein rfindungspatent auf die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Construction einer Maschine zum Ver⸗ zacken und Stopfen von Rauchtabaken in Pakete und dem Dillwyn Smith in Liverpool auf desseu Nachsuchen in Erfindungspatent auf die durch Zeichnung und Be⸗ ichreibung näher erläuterte Construclion einer selbstthätigen tegulirbaren Kesselheizung, sämmtlich unter dem ausdtück— ichen Vorbehalte jedoch, daß durch das verliehene Patent Miemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Broßherzogthums zu ertheilen.
XI. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Broßherzog haben allergnädigst geruht: am 30. April den Schloßverwalter der Schloßverwaltung Braunsharo Georg Heinrich Seeling zum Schloßverwalter der Schloßver⸗ wallung Kranichstein, am 16. Mai den Saalwärter bei ver Schloßverwaltung Kranichstein Jacob Schmidt zum Dofgartenwärter bei der Hofgärtnerei Darmstadt, am 27. Mai die seither widerruflich angenommenen Hofköche Zoseph Fricker und Wilhelm Viel definttiv zu Hof⸗ sochen zu ernennen; an demselben Tage dem Schul⸗ zehrer Jacob Schultheis zu Maul bach, im Keeise Alsfeld, ie 1. evangelische Schulstelle zu Kelsterbach, in Kteise Wroß⸗ Gerau, am 30. Mai dem Schulamtsa piranten Johannes Erkmann aus Heimersheim, im Kr. Alzey, die bang. Schulstelle zu Dieburg, im Kr. Dieburg, dem Schule mtsaspiranten August Friedrich Wilhelm Wagner uus Friedberg, im Kr. Friedberg, die sechste evang. Schulstelle zu Bad⸗Nauheim, im Kt. Friedberg, am 31. Mai dem Schulamtsaspiranten Johann Daniel August Müller aus Friedberg die 2. evang. Schulstelle zu Groß⸗ Karben, im Kr. Vilbel, und am 3. Juni dem Schul⸗ umtsaspiranten Karl Friedrich Gieles aus Klein⸗Welzheim, im Kr. Offenvach, die 3. katholische Schulstelle zu Unter⸗ Schönmattenwag, im Kr. Lindenfels, zu übertragen; an vemselben Tage den Werkstättegltbeiter Johannes Wolf uus Elbenrob zum Heizer bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn zu ernennen; am 8. Juni den Kreisbauaufseher bei dem Kreisbauamie Bingen, Conrad Heinrich Reinhardt, in gleicher Diensteigenschaft an das Kreisbauamt Darmstadt zu versetzen und an demselben Tage den Kreisbauaufseher⸗ uspiranten Ferdinand Illert aus Viernheim zum Kreis⸗ zauauffeher bei dem Kreisbauamt Bingen zur ernennen.
XII. Versetzungen in den Ruhestand. Seine König⸗ iche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: um 10. April den Gr. Schloßverwalter der Schloß ver⸗ waltung Kranichstein, Wildmeister Albert, auf sein Nach⸗ suchen temporär bis zur Wiederherstellung seinet Glsundbeit, unter Ertheilung der Erlaubniß zum Forttragen der Uni⸗ vorm der activen Beamten; am 8. Junt den Schullehrer an der 1. evang. Schule zu Guntersblum, im Kr. Oppen⸗ deim, Christian Castelhun auf sein Nachsuchen— in den MRuhestand zu versetzen.
XIII. Sterbefälle. Gestorben sind: am 8. Aug. 1869 der pen. Schullehrer Jobann Peter Musch zu Büdes. deim; am 28. März 1872 ber pens. Bauausseher Hauf zu Hetzbachz am 1. Mal ber evang. Schullehrer Friedrich Beck zu Eich.
Darmstadt. Die„Darmst. Ztg.“ schreibt officibs:„Bezüglich der vor Kurzem vorgekommenen
Aufbesserung der Beamtengehalte begegnet man
häufig in öffentlichen Blättern Entstellungen, welche geeignet sind, das Verfahren der großh. Regie- rung in unrichtigem Lichte erscheinen zu lassen.
Wir glauben daher darauf hinweisen zu dürfen,
daß die Annahme, jede Besoldung könne um ¼ xesp. ¼ aufgebessert werden, keine zutreffende ist. In der den Ständen überreichten Propo⸗ sition war nur„im Allgemeinen“ von einer solchen Aufbesserung von ¼ resp. ¼ als der Grundlage die Rede, von der ausgegangen werden solle; im Einzelnen wurden aber in den, an die Stände gelangten Special Etats die für die einzelnen Stellen geforderten Summen bti allen Besoldungen, großen und kleinen, in gewissenhafter Abwägung des Verhältnisses der einzelnen Stellen zu einander angesetzt. Dieser Grundsatz ist gleichmäßig in allen Ressorts und bei allen Beamten zur Durch⸗ führung gebracht werden. Alle die Aufbesserung der Gehalte bezweckende Anforderungen der Re- gierung sind zur großen Genugthuung derselben von den Ständen verwilligt worden und die groß⸗ herzogliche Regierung hat nicht gesäumt, die ver⸗ willigten Gehalte in der berwilligten Größe den Beamten zukommen zu lassen. Kein Beamter hat weniger Zulage erhalten, als die Stände bewilligt haben. Da, wo bei einzelnen Beamten die Be: soldungen noch nicht aufgebessert sind, müssen die Gründe in anderen Verhältnissen gesucht werden. Auch dort ist eben die großh. Regierung eifrig bemüht, die noch entgegenstehenden Schwierigkeiten zu beseitigen.“ f 6
— Die gegen Louise, geb. Guntrum, Witiwe des Försters Dambmann von Bauschheim, erkannte Todesstrafe ist durch Entschließung S. K. Hoheil des Großherzogs in lebenslängliche Zuchthaus strafe verwandelt worden. Auch für Barbara Störmer, geb. Rack aus Radheim, wurde die er⸗ kannte Todesstrafe in lebenslängliche Zuchthaus⸗ strafe verwandelt.
— Für den Fall des Eintritts kriegerischer Verwickelungen während der gegenwärtigen Occu⸗ pation französischer Gebietstheile ist, wie man der „Frankf. Zeitung“ mittheilt, angeordnet worden, daß in allen Staaten des deutschen Reichs die für die Feld- Eisenbahn Formation aus dem Be⸗ urlaubtenstand einzuziehenden Offiziere und Mann: schaften zum großen Theil direct nach Metz beor⸗ dert werden, wo sie spätestens am 4. Tage nach Erlaß des Befebls bierzu sich stellen müssen. Da hierzu die Benutzung der Courier und Schnell- züge erforderlich und für diese das volle Fahrgeld von den betreffenden Beurlaubten entrichtet werden muß, so sind die Ortsbebörden angewiesen worden, eintretenden Falls dasselbe vorschußweise an die Einberufenen auszahlen zu lassen.
— Die Betheiligung bei der Wiener Aus- stellung bat sich fast aller Orten als überaus lebhaft erwiesen; am regsten ist sie, wie es die Natur der Sache mit sich bringt, in denjenigen Ländern und Landestheilen ausgesallen, welche an Oesterreich grenzen, also in Bapern, Sachsen und Schlesien. Die Zahl sämmtlicher Aussteller auf industriellem Gebiete übersteigt die Ziffer 60003
unter Hinzunahme der Aussteller aus der Land⸗ wirthschaft und Kunst wird sich diese Ziffer bis nahe an 8000 heben. Innerhalb der Industrie fallen auf Preußen und einige kleinere norddeutsche Staaten(Braunschweig, Anhalt u. a.) 2934, auf Bayern 1742, auf Sachsen 591, auf Würtem⸗ berg 489, auf Baden 242 und auf Hessen 243 Aus⸗ steller, wobei indessen zu bemerken ist, daß in manchen Staaten unter einer Nummer gemein- schaftliche Ausstellungen einer größeren Zahl von Industriellen vereinigt sind, jene Zahlen somit das Betheiligungsverhältniß nicht genau ausdrücken.
Friedberg, 8. Juli. S. K. Hoheit der Großherzog fuhr am Samstag früh mit der Eisen⸗ bahn über Gießen nach Fulda und kebrte am Abend hierher zurück. Heute hat sich derselbe, wie wir hören, nach dem Nieder-Rheine begeben, um dort mehrere Tage zu verweilen.
Berlin. Die deutsche Telegraphenverwaltung zählte am Schlusse des vergangenen Jahres 1093 Stationen außer 39 Filialstationen, von welchen 20 allein auf Berlin kommen. An der Spitze des telegraphischen Verkehrs steht Berlin, wo im verflossenen Jahre 3,806,187 Depeschen verarbeitet und 542,558 Thlr. an Gebühren ein⸗ genommen wurden. Demnächst kam Frankfurt a. M. mit 1,996,275 Depeschen und 241,589 Thlr. Einnahme. Im Ganzen wurden 5,213,837 interne und 1,184,752 nichtinterne(im vorhergehenden Jahre resp. 4,731,919 und 958,913) befördert.
— Der Kronprinz geht Mitte Juli nach Berchtesgaden und wird von dort aus das 11., 13.(würtembergische) Bundesarmee- Corps und das 1. und 2. bayerische Armee Corps inspiciren.
— Der„Reichsanzeiger“ meldet: Der Bundes⸗ rath beschloß in seiner Sitzung vom 28. Juni auf Antrag des würtembergischen Bevollmächtigten in Betreff der Veröffentlichung der Verhandlungen des Bundesraths, die folgenden Paragraphen der Geschäftsordnung hinzuzufügen:§. 22. Unmittel⸗ bar nach jeder Bundesratgssitzung wird ein, die Verhandlungsgegenstände und den wesentlichen In⸗ halt der Beschlüsse kurz zusammenfassender Bericht curch den„Reichs anzeiger“ veröffentlicht.§. 23. In größeren Zeitabschnitten wird eine für die Oeffent⸗ lichkeit bestimmte Ausgabe der Bundesraths-Ver⸗ handlungen, den Inhalt des Protokolls und Drucksachen enthaltend, durch das Reichskanzleramt veranstaltet. f
— Beim großen Generalstab in Berlin ist dieser Tage die berühmte militär wissenschaftliche Bibliothek aus Metz, 40,000 Bände stark, in 140 Kisten verpackt, angelangt. Dieselbe ist ein Unicum in ihrer Art; sie enthält Werke, welche zu den allergrößten Seltenheiten gehöreg, ja über⸗ baupt nur noch in dieser Bibliothek vorhanden sind; außerdem höchst werthvolle Handschriften und Zeichnungen. Drei Jahrbunderte lang ist daran geschaffen worden.
— Der Bundesrath wird, wie die„Kreuz- zeitung“ erfahrt, nut noch einige Sitzungen halten und elwa in der Mitte des Monats sich in die Ferien begeben.


