Ausgabe 
8.8.1872
 
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dan Ay. 5 ch in nicht weniger als sympatischer Weise über biers äußerte und dessen bekannte Eitelkeit tief

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dee erletzt haben soll. Man bringt hiermit auch die . g dar 0* thnelle Abreise des französischen Gesandten Bour⸗ * 1 f boing in Verbindung. 1* N An den Municipalwahlen nahmen alle ö i Harteien regen Antheil. In 24 Wahlbureaux

e b chen 8 wurde liberal, in einem klerikal gewählt. Es

n d datt 9 zerrschte allenthalben die größte Ordnung.

0 n A die Bevölkerung des Königsreichs Italien

* race.% a läuft sich nach der Zählung vom 31. Dez. 1871, * Clien in eren Resultat im italienischen Jahrbuche dieser

Lage veröffentlicht worden ist, auf 26,789,008 Ein- Lohner. Sie hat sich also seit dem Jahre 1861, n welchem die letzte Zählung stattgesunden hat, a 1 m 1,746,817 Köpfe vermehrt.

daten der liberalen Liste gewählt. Die höchste Stimmenzahl für die liberalen Candidaten betrug 672, für die klerikalen 1599, für die demokra⸗ sschen 700. Es herrschte während der Wahlen e vollkommenste Ordnung. Bei den Wahlen in er Provinz siegten ebenfalls die Liberalen mit roßer Majorität.

In Placentia haben die Jesuiten dem Benf. Journ. zufolge cine Art Mädchensodalität gründet, deren Mitglieder sich eidlich verpflichten züssen, niemals einen andern als einen erwiesener vaßen religibsen Mann zu heirathen; dagegen Frpflichten sich die Jesuiten, einen Gatten zu lesern, der diese wünschenswerthe Eigenschaft besitztt.

DieGazz uff. gibt eine Uebersicht der bsherigen Verkäufe geistlicher Güter, die in das kügenthum des Staates übergegangen sind. Die besammtsumme vom 26. Oct. 1867 bis Ende zuni 1872 beträgt 361,440,004 Lire.

Holland. Aus dem Haag. Nach der Bermania ist auch die holländische Regierung ncht sonderlich erbaut von der Aussicht, daß die eus Deutschland abziehenden Jesuiten die Jesuiten⸗

1* Bei den hiesigen Municipalwahlen haben de 300 Wähler abgestimmt. Es wurden alle Can⸗ * n Bein ub f dn Kein u EG

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Laubach. Ein beklagenswerthes Ereigniß ist von bier zu melden. Zwei Bürger aus Grünberg, ein Wirth und ein Metzger, waren am Montag der vorigen Woche in Geschäften dahier anwesend. Ihr Heimweg führte an dem unweit der Stidt im Walde gelegenen Thiergarten- teich vorüber, in welchem eine Gesellschaft Laubacher zu baden im Begriffe war. Bei der fast unerträglichen Hitze überkam auch die beiden Grünberger die Lust zum Baden. Gedacht, gethan. Aber kaum war der Wirth in das Wasser gestiegen, so bekam er Krämpfe und sank unter. Sofort suchten die Mitbadenden ihn zu retten. Aber vergebens. Erst des anderen Morgens wurde der beklagens⸗ werihe Mann aufgefunden. Er hinterläßt eine Witiwe mit 3 unmündigen Kindern, denen in aller Kürze sich ein viertes zugeseklen soll.

Büdingen. Unser sonst so stilles Städtchen wird in den letzten Jahren allsommerlich immer mehr von Fremden aufgesucht. So weilt auch j tzt eine ganz stauliche Zahl Solcher hier, die sich von den Müyen des Amtes oder der ungesunden Luft großer Siädte erbolen und in frischer Bergnalur neue Kräfte sammeln wollen. In richtiger Würdigung des der Siadt daraus enisprin gen⸗ den Vortheils hat der Stadtvorstand an vielen Stollen des Waldes geeignete Ruheplätze geschaffen, die Wege sind verbessert oder ganz neu hergerichtet worden. Ein zier licher auf der Westseite des Pfaffen waldes aufgebauter Tempel dient nicht allein zum Schmucke der nächsten Umgebung, sondern vermittelt auch eine reizende Aussicht auf die ganze Umgegend. 0

Darmstadt. Die dreitägigen Verhandlungen der sechsten deuuchen Turnlehrer Versammlung boten des Be lehrenden und Ankegenden so viel, wie keine der früheren. Vorzüglich im Gebiete des Mäochenturnens wurden so allseitige Aufklärungen und Mittheilungen gegeben, daß für Jeden, er mag noch so rounnirter Lehrer sein, etwas Neues zu finden war. Den Ort der nächsten Versamm- lung zu bestunmen, wurde dem neuen Ausschuß überlassen, wahrscheinlich wird Salzburg gewählt werden. Ein Aus⸗ flug auf die Burgruine Au rbach schloß sich als ange⸗ nehme Erholung an die dreitägigen Debatten.

Nürnberg. In der Meßthaler'schen Eisengieße rei wurde durch das Bersten des Dampfkessels eine furchtbare Explosion herdeigeführt, welche die nächsiliegenden Ge bäulichkeuen der Fabrik vollnändig zerstörte, die Dächer der übrigen und die benachbarten Wege und Gärien mit Balken, Sparten, Steinen und Eisentheilen übersäte und unter dem anwesenden Personal schwere Verletzungen an richtete. An dem den Kessel umschließenden Mauerwerk, das den Tag zuvor wie versichert wird bereits nachgegeben hatte, war der Geselle eines hiesigen Maurer⸗ meisters gerade mit Ausbessern beschäftigt und wurde von dem in zwei Theile zerspringenden Kessel so gewaltsam

aniederlassungen von Mastricht und Siltard auf⸗ ichen möchten. Sie hat wenigstens Weisungen

i die Bevölkerungsliste eintragen lassen.

Rußland. Die russischePetereb. Zig. ueldet aus glaubwürdiger Quelle, es werde beab;

gte en sthtigt, den Bestand der Armee um 10 Divisionen

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fürken. Dem entsprechend würde mit der Zeit aich die Artillerie verstärkt werden müssen.

Friedberg, 7. Aug. Auf dem heutigen Wochen⸗ urkte balte die Butter den ernormen Preis von 42 kr. Pfund, was um so befremdender erscheinen muß, da bir Preis derselben in Gießen, nach glaubwürdiger Ver⸗ cherung, nicht höher als 3034 kr. beträgt.

ekheilt, daß sofort davon Meldung gemacht werde, tenn sich dort Jesuiten aus den Rheingegenden

ger 40 Regimenter und 120 000 Mann zu ver⸗

erfaßt, daß ihm nicht nur der Kopf sofort vollständig ab⸗ gerissen, sondern auch der Rumpf in die Höhe und über das Dach des benachbarten Gebäudes hinweg geschleudert wurde, jenseits dessen er niederfiel. Außerdem wurden zahlreiche Arbeiter durch herabfallende Gegenstände und den si denden Dampf mehr oder minder erheblich verletzt und zum Theil alsbald ins städtische Krankenhaus geschafft. Berlin. Ein abscheuliches Verbrechen ist in einem Coupé des Bahnzuges auf der Strecke von Dirschau nach Elbing verübt worden. Es wurde nämlich auf dieser Strecke die Leiche eines jungen Mädchens am Schienen- strange gefunden, welche zweifellose Spuren einer scheuß lichen Brutalität trägt. Das unglückliche Mädchen ist wabrscheinlich aus dem Coupé geworfen worden. Die Thäter sind leider noch nicht ermittelt worden.

Manchester. In der Nähe des 4 Meilen entfernt liegenden Fleckens Clifton hat ein heftiger Zusammenstoß zweier Eisenbahnzüge stattgefunden, wobei eine große An⸗ zahl von Passagieren verletzt worden sind und 8 Personen getödtet sein sollen.

Verloosungen.

Wien, 1. Aug. Bei der heute stattgesundenen Serien⸗ ziehung der 1860er Loose wurden nachfolgende Serien ge⸗ zogen: 42 329 588 1002 1140 1230 1418 1433 2080 2350 2640 3230 3508 3969 4257 4459 4463 4596 4915 5022 5043 5553 5754 5878 6315 6430 6470 6520 6678 6735 7377 7421 7437 7450 8049 8247 8422 8733 8812 8930 10108 10111 10154 10318 10624 10662 10971 11187 11265 11925 12524 12544 13298 13528 13879 14162 14181 14464 14592 14803 15495 15788 15842 16367 16745 16955 17646 17753 18170 18830 18942 19175 19681 19787 19988.

Braunschweig, 1. Aug. Bei der heute dahier statigehabtien 15. Serienziehung der Braunschweiger 20 Thlr. Loose sind die nachfolgenden 45 Serien ge⸗ zogen worden: 222 370 850 893 1166 1407 1747 1792 1977 2294 2655 2775 2782 3039 3470 3493 3813 4098 4183 4193 4234 4266 4798 5136 5203 5624 5751 6078 6090 6150 6746 6874 7039 7258 7341 7496 7898 8142 8195 8488 8514 9066 9084 9714 9731.

Meininger 7 fl.⸗Loose. Ziebung am 1. August. Hauptpreise: Serie 7773 Nr. 32 45,000 fl., S. 6570 Nr. 10 3000 fl., S. 1133 Nr. 50, S. 6636 Nr. 25, S. 8519 Nr. 7 je 500 fl.

Augsburger fl. 7.⸗Loose. Ziehung am 1. August. Gezogene Serien: 905. 412. 387. 1166. 1687. 1551. 15. 2. 394. 1269. 595.

Lütticher Loose von 1868. Ziehung am 1. Aug. Haupepreise: Nr. 85,003 10,000 Fr., Nr. 5168 45310 und 118,503 je 1000 Fr., Nr. 15,384. 20,896. 23,350 und 79.028 je 500 Fr.

Liller Loose von 1863. Ziehung am 1. August.

Haupipreise: Nr. 57,008 25,000 Fr., Nr. 16,284 und 70,225 je 1000 Fr.

D. Frankfurt a. M., 6. August. Die Geschäfts⸗ lust ist wieder erwacht, die Börsenräume füllen sich wieder. Geld ist üverall flüssig und auch das Privatpublikum sendet wieder Aufträge, und so ist anzunehmen, daß wir die todte Jahreszeit für die Börse hinter uns haben. Der beulige Geschäftsumfang gab dem gestrigen nicht viel nach. Speculauionswerthe setzten über der gestrigen Abend⸗Notirung ein, mußten aber in Folge starker sich bemerklich machen⸗ der Realisationsbestrebungen im Verlauf des Geschäfts nachgeben, und zwar ging Staatsbahn von 356½ auf 355⅝% und auf 354 zurück, Lombarden von 221½ auf 221 und Creoitactien von 360 auf 359½. Aeußerst leb⸗ haft verkehrten dagegen öferreich. Nationalbankactien, welche bei schwachem Vortath sehr gesucht waren und bis 910 bezahlt wurden. Ueberhaupt standen Banken wieder im Vordergrund, und wenn auch heute keine weiteren wesentlichen Coursavancen zu verzeichnen sind, so bewahr⸗ ten die Preise doch große Festigkeit. Darmstädter, deutsche Vereinsbank, Effectenbank waren wieder am beliebielen und ihnen schlossen sich Brüsseler und Basler an. Von Bahnen waren die alibewährten Sorten, wie Elisabeth, Nordwest, Galizier und Böhmen recht sest und fanden zu Coursen gern Käufer. Oberhessen und Bexbacher auch hess. Ludwigsbahn beltebt. Prioritäten wurden weniger lebhast gehandelt. Dagegen war wieder großes Geschäft in österreich. Renten, die abermals etwas höher gingen, so daß Papierrente sogar den 61r streifte. Auf die heute eröffnete Subseription der 9% Türken laufen zahlreiche Meldungen ein, namentlich in kleineren Posten. An der Börse war jedoch kein Umsatz in diesem neuen Effect. 187 ir Russen gern gekauft, 18621 dagegen offerirt. Französ. Anleihe gleichfalls matter, 88 ¼. Von Loosen waren 1884 r beliebt, ebenso Meininger und Ungarn. Auch Madrider wurden gekauft. Spanier im Umsatz. Amerikaner 8ör und S2r gefragt.

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Bekanntmachung. 727 Philipp Pfeifer V. Eheleute von Wohnbach pollen ihr Vermögen an ihre Kinder abtreten. Es ergeht 1 Otlefenigen, welche Forderungen an dieselben zu bilden auben, die Aufforderung, solche den 15. Augufl d. J., Lormittags 9 Uhr, an unterzeichneter Gerichtsstelle an⸗ srnelden und zu begründen, als sonst die Vertheilung s Vermögens bestättat werden würde. Hungen den 17. Juli 1872. 5 Großherzogliches Landgericht Hungen. Cellartus. Pilger.

Mobiliar ⸗Versteigerung. 240 Freitag den 9. l. M., Mittags 12 Uhr, werden

1 ee 470 1 us der Concursmasse des Heinrich S(mon II. zu 1 e zn Link hieder⸗Rosbach folgende Mobtliargegenstände versteigert: 7070 I Wagea mit Zugehör, Pflug, Egge, Ketten, Frucht⸗ 1 75* N

1 müble, Dickwurzmühle, Strohbank, Steigleltern, 117% Se, Wagnerbandwerkezeug, Hacke, Ruft. Schleifftein, * Mist, Strob, Beenn⸗ und Werkbolz Tisch, Stühle, Klelderschrank, Wanduhr, Mannsklesder, emden

der K 1 und sonstiges Weißzeug, irdenes, fleinernes und

1 80 n Ce, gußelsernes Küchengeschirr u.. w. n t be Nleder⸗Rosbach am 6. August 1872. eren e Groß herzogliches e Nleder⸗Rosbach. W g. 1 01

9* 1 9¹¹ 771 5 e Körbe, Olumentische, Sessel und W eee Kinderwagen . zm 1 234 werden slete rasch nach Maaß angefertigt. i 0%% J. Kriegshammer, Korbmacher.

Wohnung bei Deren Hofpachdecker Betz.

Bekanntmachung.

2029 Johann Jacob Geibel II. und Konrad Daub III., als Bevollmächtigte des Konrad Müller II. und seiner großjährigen Kinder, Ludwig, Chrtstian, Philipp. Anna Elisabetha und Anna Margaretha Müller, sowte Jacob Nieolat als Vormund der minderjährigen Juliane Müller, sämmtlich von Nieder- Weisel, beab⸗ sichtigen die im Grundbuch der Gemarkung Nieder⸗ Welsel den Konrad Müller II. Eheleuten zuge⸗ schriebenen Viegenschaften:

Fl. I. Nr. 511. 1598. Fl. II. Nr. 1308. Fl. V.

Nr. 925. Fl. VII. Nr. 26. 558. Fl. IX. Nr. 803.

Fl. X. Nr. 937. 1398. Fl. XI. Nr. 43. 237.

617. Fl. XII. Nr. 303. Fl. XV. Nr. 704. 705. zu verkaufen, vermögen aber das Elgenthum urkundlich nicht nachzuweisen. Es werden dehhalb Alle, welche Eigenthums⸗ oder sonstige Ansprüche an diese Immobllten bilden zu können glauben, aufgefordert, solche binnen

vier Wochen

bei dem unterzeichneten Gericht geltend zu machen, als sonst die Kaufbrtefe bestätigt und Eintrag in das Mutatlons⸗Verzeichniß verfügt werden wird.

Butzbach den 21. Jult 1872.

Wenn Landgericht Butzbach. Königer, Landgerichts Assessor.

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2111 für eine einzelne Person bat zu vermsethen tartin Mondigler II.

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2146 kann einem soliden, thätigen Geschäfts⸗ manne, welcher in Friedberg domteilirt ift üder⸗ wiesen werden. Gute Referenzen erforderlich. Offerten sud D. K. 89 an die Annoncen Erpedition von G. L. Daube& Cie. in Frankfurt a. M. erbeten. 14486]

Oeffentliche Aufforderung.

Betreffend: Den Nachlaß des Gottfried Mörler von Ockstadt.

2090 Forderungen und Ansprüche aller Art an den rubricirten Nachlaß find binnen 14 Tagen bei Meidung der Nichtt erücksichtigung dahter anzumelden. Friedberg den 24. Jult 1872. Groß herzogliches Landgericht Friedberg. In Beurl. Großb. Landrichters: Zimmermann, Landgerichts Assessor.

Faselochs⸗Versteigerung. 2142 Mittwoch den 14. August, Vormittags 10 Ubr, soll auf dem Büreagu des Unteczeichneten ein der hiesigen Gemeinde zustehender zu schwer gewordener Faselochs oͤffentlich metstdietend versteigert werden.

Berstadt den 4. August 1872.

Großherzogliche n Berstadt. 1

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