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weniger als zu gleicher Zeit an der Erdoberfläche. Der Ballon ist bereits unversehrt bier wieder eingetroffen.
Amerika. Ein entsetzliches Ereigniß, das sich in einer Stadt in Illinois zugetragen, meldet ein ameri⸗ kanisches Blatt. Ein riesiger Luftballon, der eben auf⸗ sleigen sollte, gerietb in Brand und flog mit einem Ar⸗ beiter, welcher beschäftigt war, den Ballon zu füllen, nach⸗ dem das Ankertbau verbrannt war, in die Luft. Da der Arbeiter in der Nähe des Korbes war, verstrickte er sich und stieg, einen Fuß nur im Korbe, und sich an den Seiten festhaltend, bis zu einer Höhe von 100 Fuß. Bald derlor er auch die Stütze im Korbe und, nur noch auf die Kraft seiner Hände angewiesen, stieg er bis zu einer Döhe von 300 Fuß. Jetzt verließen den Unglücklichen Kräfte und Geistesgegenwact und er fiel zum Entisetzen der versammeltien 4—500 Zuschauer vor ihnen zu Boden. So lange der Körper in der Luft war, war er fast auf⸗ recht, fiel aber rückwärts, als er in die Nähe des Erd⸗ dodens war und schlug mit solcher Wucht zu Boden, daß die Erschütterung in ziemlicher Entfernung noch gespürt vurde. Der Körper war ganz zerschmettert und blutete zus Mund und Nase. Der Ballon fiel nicht weit davon benfalls zu Boden und war bald verbrannt.
Productenbörse zu Friedberg N am 3. Dezember. Heuliger Preis loco Waizen, gute Qualität, fl. 14. 40—50. Korn, fl. 10. Gerste, fl. 10 5—10. Hafer, fl. 7. 15. Kartoffeln, fl. 2. 30—45. Alle Preise verstehen sich 200 Pfund= 100 Kilo. Nächste Börse Donnerstag den 12. December
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3377 Donnerstag den 12. d. Mis, Vormittags 9 Ubr anfangend, soll in der Bebausung des Herrn Car! Preuß er dabtler eine große Partte gut erhaltene hessische Nilltär⸗Mäntel, Betl⸗ und Pferde- Decken, Rlemen⸗ zeuge u. s. w. öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Friedberg den 6. December 1872. In Auftrag: Jos. Butzbach, Auctionator.
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W 9 7
Das G n= 3385 stinkt wieder trotz aler Klage in un verantwortlicher Weise. Appellationen an den Fabrikanten, selbst an die Behörden, blieben vollständig wirkungslos. N Wahr, aber kaum glaublich ll. Sind sie wirklich denn solchem Unfug gegehüber gänzlich machtlos? Warum lassen sich die hiesigen Einwohner in dieser Weise maltrait en e Selbsthülfe thut hier noth! Wer stellt sich an die Spitze, um den—— Fabrikanten durch alle exlaubten Mittel zu zwingen, die Gesundheit seiner Nebenmenschen nicht mehr zu schädigen? Können Sie dies Gebahren mit Ihrer christlichen Nächstenliede in Fin⸗ klang bringen, Herr Schwarz?! 4 Mehrere Arbeiter, die in einem mit Gas erhellten Raume arbeiten müũssen.
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Erinnerung zu bringen. Wilh. May.
Abgenöthigte Erklarung.
3373 Soeben wird mir von einem Freunde aus der Wetterau die Nummer 143 des „Wetterauer Boten“ vom 4. l. Mts. zugesendet, worin in einer Correspondenz von Fried- berg bei der Besprechung der Wahl„für den Landwahlbezirk Friedberg ⸗Nauheim“ gesagt wird, daß im Geheimen Versuche gemacht würden, für einen Herrn in Darmstadt zu wirken, der keine reichsfreundliche, überale Gesinnung habe und vor dem gewarnt wird, als einem „Streber, dem es weit mehr um's Carriere machen, als um das Wohl des Volkes und Landes zu thun sei. Da aus dem erwähnten Wahlbezirke vielfache An⸗ fragen an mich in dem Sinne ergangen sind, ob ich geneigt sei, die auf mich etwa fallende Wahl eines Abgeordneten anzunehmen und da mir bekannt ist, daß dieserhalb in verschiedenen Kreisen des Bezurks von mir die Rede war, da ich auch genugsam von der Gehässtgke ite des „Wetterauer Boten“ in Bezug auf Alle, die sich erlaugen, and 5 litische Ansichten zu haben, unterrichtet bin, so wäre 48 Dodd zu 19 66 daß jene gehässige, böswillige Isinuationen auf mich gemünzt seien. So schwer es einem Manne, der friedlicher Natur ist und gerne dem Parteileben fremd bleibt, ankommt, ordinäre persönliche Angriffe abzuwehren, so, kann ich doch im Hinblick auf, die mir durch meine vieljährige Wirksamkeit in jenem Bezirke gewonnenen Freunde und Bekaanten es nicht unterlassen, öffentlich die Erklärung abzugeben, daß jene Insinuation eben so beshaft als verläumderisch ist und derselben lediglich die Absicht zu Grunde liegt, meine Gesinnungen und Adsichten zu verdächtigen.
Ich habe viel zu lange in jenem Bezirk gelebt und gewirkt, als daß es„dem Frieb⸗ berger Correspondenten des Wetterauer Boten“ gelingen koͤnnte, seinen Zweck zu erreichen. Ich habe, wenn auch nicht mit leeren Worten, so doch mit der That um das Wohl der Bevölkerung mich bekümmert, ich habe die Beduüͤrfnisse des Volkes nach allen Richtungen hin kennen gelernt und bin bereit auch fernerhin mit meinen besten Kräften zu helfen. Deshalb empört mich tief im Innersten die schmachvolle Aeußerung, als ob es mir um's Carciere machen zu thun sei. Es ist mir das Wohl des Volkes und des Landes zu heilig und steht mir viel zu hoch, als daß nur einen Augenblick mein persönliches Interesse in Betracht kommen könnte.
Ich hatte trotz vielfacher Anfragen nicht die Absicht, in der Wahlangelegenheit öffent⸗ lich ein Wort zu verlieren. Dazu herausgefordert sage ich nicht zu viel, daß ich, was wirkliche Liberalität und Reichs freundlichkeit anlangt, dem besagten Correspondenten keinen Schritt aus dem Wege zu gehen nöthig habe, und daß das Wohl des Landes mir mindestens eben so sehr am Herzen liegt, als ihm.
Ich kenne den Bezirk und weiß, daß ohne Bevormundung von Parteiagitatoren der gesunde Sinn der Bevölkerung das Richtige treffen wird und deshalb habe ich das Ver⸗ trauen, nunmehr zu erklären, daß ich eine etwa auf mich fallende Wahl annehmen werde. Soll ich aber nun noch mein politisches Glaubensbekenntniß ablegen? Es besteht mit ein paar Worten darin, daß ich eine bundesfreundliche Haltung und ein entschiedenes Vorschreiten zur Hebung der geistigen und materiellen Interessen des Landes verlange. Ich weiß ins⸗ besondere, daß im Jateresse der durch die Grundsteuer belasteten Landwirthschaft bei der Wahl eines Abgeordneten für eine gehoͤrige Vertretung der landwirtschaftlichen Juteressen gesorgt werden muß, und ich glaube sowohl die Fähigkeit, als auch den guten Willen zu haben, denselben gerecht zu werden. ö
Wahle jeder nach seiner Ueberzeugung und lasse sich durch Unwahrheiten und nichts⸗ sagende Redensarten nicht in das Bockshorn jagen. Sollten aber die Bewohner des Wahl⸗ bezirks der enischiedenen Meinung seia, daß einem in Oberhessen wohnenden Candidaten für die Wahl der Vorzug zu geben wäre, so benutze ich die Gelegenheit den Herrn Hofge⸗ richts⸗Advocaten Curtman zu empfehlen. Es genügt, nur auf seine Thätigkeit din letzten Landtage zu verweisen und daran zu erinnern, wie sehr er befähigt ist, die Interessen seines Wahlbezirks zu vertreten.
Darmstadt am 5. December 1872.
Staatsanwalt Steinberger.


