Ausgabe 
7.5.1872
 
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1872.

Dienstag den 7. Mai.

M 53.

berhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samflag.

Für die Monate Mai und Juni kann auf denOberhessischen Anzeiger bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kt. abonnirt werden.

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Die Mitglieder des landwirtbschaftlichen Bezirksvereins Friedberg, Section Butzbach, und sonstige Freunde der Landwirthschaft werden zuf Samstag den 11. Mai, Nachmittags 4 Uhr, zu einer Besprechung ach Nieder- Weisel(Gasthaus zum Hirsch) ergebenst eingeladen.

Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1) Die Zusammenlegung der Grundstücke mit Weganlagen und Ge wann Regulirungen; deren große Bedeutung für jede gründliche

Be wirthschaftung und Darlegung der Erfolge, welche gerade in

der hiesigen Gegend damit erzielt werden können.

Herr Rentamtmann Mengel wird dieses wichtige Thema wieder telt einleiten.

2) Die Verbesserung der Wiesen, namentlich in Bezug auf Be- und

Entwässerung.

Herr Bürgermeister Fenchel von Griedel wird sich im Allge⸗ veinen darüber aussprechen und für naheliegende Wiesengründe be

Amtlicher Theil. t m ann g.

Herr Bürgermeister Krämer wird diese Frage zu beantworten suchen.

4) Wird Herr Lehrer Aubel einen weiteren Vortrag über die Frage: Welche Mittel sind zur Hebung der Obstbaumzucht anzuwenden? halten.

Butzbach den 1. Mai 1872. Hech ler.

Vorstehendem fuͤge ich bei, daß bei dieser Gelegenheit der Docent der Landwirthschaft, Herr Dr. Buchheim von Gießen, einen Vor⸗ trag über einen noch näher zu bestimmenden Gegenstand halten wird und vor Beginn der Versammlung um ½ 4 Uhr Versuche mit einem Juͤlich'schen Dampfofen zur Vertilgung der Feldmäuse gemacht werden sollen.

Friedberg den 2. Mai 1872.

ndere Vorschläge machen.

3) Wann ist im Allgemeinen die geeignete Zeit zur Heuerndte?

beraubt.

Wer den Thäter bei Gericht angibt, so daß er überfuͤhrt werden

lein, erhält eine Belohnung von g 25 fl. und dabei wird ihm die Geheimhaltung seines Signalement der Thäter. ) Der Eine ca. 5 Fuß 6 Zoll groß.

Gesichtsfarbe frisch Haare

mit ganz kleinem

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Namens zugesichert.

Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg.

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Def fentliche Aufforderung.

Am 25. April d. J. gegen Abend wurde in der Gemarkung Atenstadt im Walde zwischen diesem Orte und Hainchen, Distrikt Eichwald, der Schmiedmeister Johs. Claus von Windecken von zwei ihm unbekannten Manns personen angefallen und seiner Baarschaft

und Vollbart hellblond, bekleidet mit schwarzen Hosen, grünem abgewaschenem Kittel mit Taschen und einer dunkelfarbenen Kappe

Schilde Statur untersetzt.

Der Andere etwas kleiner, jedoch ebenfalls untersetzter Statur Haare und Vollbart(wahrscheinlich falsch) schwarz Gesichts farbe ebenfalls frisch, bekleidet mit grauen Hosen, blau gestricktem an dem Ellendogen defectem Wamse, schwarzen Weste mit breitem Umlegkragen und Kappe wie der Andre. Altenstadt den 3. Mai 1872.

Großherzogliches Landgericht Altenstadt.

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Deutsches Reich.

Berln, 3. Mai. Der Reichstag trat in die te Lesung des Reichshaushaltsetat ein, welche Saatsminister Delbrück mit dem Bemerken ein iet, daß die große Mehrausgabe in den fort zuernden Ausgaben nur scheinbar sei, da von e betreffenden 13,469,703 Thaler mehr als 2 Millionen aus der französischen Kriegscontribution gpeckt würden. Im Uebrigen seien die Einnahmen ind Ausgaben besser als früher entsprechend. Auf i Bemängelung der in den einzelnen Positionen,

die der französischen Kriegs contribution und Ma-

ne herrschenden Unklarheit durch Richter und zach weiterer von Gumbrecht, Kardorff und Benda seührter Debatte, erklärte der Staatsminister:

tber die Kriegscontribution werde in der nächsten

Coche ein Bundesgesetz eingebracht und der ge zauere Bericht über die Marine verwaltung schon der nächsten Woche vorgelegt werden.

Aus Rom wird mitgetheilt, Cardinal An onelli habe auf die Anzeige von der Wahl Hohen ohe's zum deutschen Botschafter und auf die An- age, ob eine solche Wahl dem Papste angenehm geantwortet: der Papst könne einem Cardinal icht gestatten, ein solches Amt zu übernehmen.

Die Adresse, welche der Präsident Dr. Simson dumens des deutschen Reichstages zur Eröffnung u die Universität Straßburg gesendet hat, lautet: Ter versammelle deulsche Reichstag, von leb- huter Theilnahme für die Geschicke des wieder wonnenen Reichslandes Elsaß Lothringen und N

von der festen Zuversicht erfüllt, daß die Univer sität Straßburg, ihres alten Ruhmes eingedenk, von Neuem an der Grenzscheide zweier großer Völker edler Bildung und freier Wissenschaft eine sichere Stätte bereiten werde, sendet der wieder eröffneten Hochschule seine Glückwünsche.

Das Gerücht, es sei die Absicht der Reichs- verwaltung, bei dem jetzt versammelten deutschen Reichstage eine Nachforderung für den Militäretat einzubringen, entbehrt, offiziösen Versicherungen zufolge, jedweder Begründung. Auch zu einem späteren Termin soll eine solche Nachforderung nicht in Aussicht stehen.

Nach der letzten Notiz über die Ausprägung

von Reichsgoldmünzen waren bis zum 13. April in Zwanzig-Markstücken 89,107,320 Mark aus- geprägt worden. In der Zeit vom 14. bis 20. April sind ferner in solchen Stücken geprägt worden: in Berlin 5,032,040 Mark, in Hannover 1,244,960 Mark, in Frankfurt a. M. 1,839,940 Mark, in Dresden 993,480 Mark, in 435,360 Mark, in Karleruhe 300,000 Mark und in Darmstabt 302,000 Mark, zusammen 10,995,380 Mark. Die Gesammtausprägung stellt sich daher auf 100,102,700 Mark.

Im Generalpostamte beschäftigt man sich zur Zeit mit Vorermittelungen in Bezug auf die Anwendung der Luftschifffahrt für die Be förderung der Post.

DerGermania wird aus Brauneberg geschrieben, daß an der durch den Telegraphen ge

Stultgart

meldeten Nachricht, der Bischof von Ermland habe angeoednet, eine vom apostasirten Pfarrer Grunert vollzogene Taufe solle vom jetzigen Pfarrer Blaschy in das Taufbuch der katholischen Missionsgemeinde zu Insterburg eingetragen werden,kein wahres Wort sei.

Die Kosten des Krieges gegen Frankreich, soweit sie im Jahre 1871 zur definitiven Verrechnung gelangt sind, belaufen sich auf 195,124,199 Thlr. bei der Landarmee, 3,737,746 Thlr. bei der Marine, 1,273,558 Thlr. bei der Postverwaltung, 887,995 Thlr. bei der Telegraphenverwaltung, 895,224 Thlr. an Verwaltungen für Kriegs leistungen, 9,889,874 Thlr. Verzinsung der Kriegs- schuld des Norddeutschen Bundes, 556,082 Thlr. sonstige Ausgaben, theils für Rechnung des nord deutschen Bundes, theils für Rechnung des deutschen Reiches, 2,642,584 Thlr. zur Entschädigung der deutschen Rhederei, 12,083,472 Thlr. zum Ersatz von Kriegsschäden und Kriegsleistungen, 4.000,000 Thlr. Dotationen; zusammen 231,091,334 Thlr. Diesen Ausgaben stehen Einnahmen gegenüber: 97,654,930 Thlr. aus Kriegsanleihen, vom nord deutschen Bund contrahirt, 112,813,775 Thlr. Antheil des Norddeutschen Bundes an den Ein nahmen aus der Kriegführung, 907,247 Thlr. Zinserträge aus den Contributionsgeldern, 311,795 Thlr. Ueberschuß der Darlehnskassen, 106,612,108 Thlr. aus der Kriegführung(Kriegsentschaͤdi⸗ gung) ꝛc.; zusammen 319,367,275 Thlr.

Das Resultat der Volkszählung vom