Ausgabe 
6.6.1872
 
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habenden Classe und den Feinschmeckern ein neues delikates Gericht zur Verfügung gestellt; es wird

endlich durch die Verbreitung der Kaninchenzucht ein fühlbarer und segensreicher Einfluß auf den nationalen Wohlstand ausgeübt werden, denn das

Kaninchen ist in noch größerem Maße im Thier

teich dasselbe, was die Kartoffel im Pflanzenreich

ist, eines der kostbarsten Geschenke der Vorsehung.

Alex. Reinecke in Dresden.

D. Frankfurt a. M., 4. Juni 1872. Die Hausse datte gestern Mittag vorläufig ihren Gipfelpunkt erreicht, denn schen im Abend⸗Privawerkehr machte sich eine leichte Ntaction bemerkbar, die beute noch an Stärke gewann. rund davon ist die matte Haltung Berlins, wo sich die

eculation seyr weit vorgewagt hatte und plötzlich aus

calisitren ging. Der Umsatz in Arbitrage ⸗Effecten war daher auch hier heute ein beschränkter und den Creditaclien wurde stark der Rücken gekehrt, so daß sie bis 352¼ berabgingen. Staatsbahn war zwar etwas lebhafter, büßte aber doch auch 2 fl. ein. Nur Lom barden bielten sich relativ fest bei 215½ und Nationalbank fand bei 879 Käufer. Oesterreich, Renten blieben von dieser Reaction unberührt und österreich. Bahnen büßten zwar am Anfang des Verkehrs ein, hielten sich aber gur im Preise. Bex⸗ vacher wurden dei 203 ½ um gesetzt. Oberhessen waren gefragt. Prioritäten, namentlich Staatsbahn, gern gekauft. Für Banken war bei der ohndies matteren Haltung der

Börse noch weniger Nachfrage als in den letzten Tagen. In Frankfurter Wechslerbank und deutscher Vereinsbank ging indeß Mehreres zu gestrigen Coursen um. Der Loos, markt blieb ziemlich still, dafür waten süddeutsche Staats⸗ papiere recht beliebt. Amerikanet 82. Staatenbonds in gutem Verkehr. Von amerikanischen Prioritäten wurden heute Oregon wesentlich höher als gestern bezahlt, da fich die ungünstigen Gerüchte über die ahn, von benen auch an dieser Stelle Akt genommen war, als vollständig un⸗ begründet erweisen. Die forcirten Verkäufe, die vorige Woche staltsanden, dürsten lediglich auf die jetzt schon er⸗ folgende vorzenige Einlösung des Octobertoupons zurück⸗ zuführen sein, stan das Publikum, wie die Emittenien glaubten, zu beruhigen, war diese außergewöhnliche Maß⸗ . nur dazu geeignet, Mißtrauen zu erwecken. a

Zur Abwehr.)

Indem der Einsender in einemSchlußwort die ⸗Schlußerklärung seines Gegnerslächerlich petsönlich findet, und meint derselbe sei flüchtig geworden, zwingt et denselben, ihm zu zeigen, daß er sich geirrt, und viel⸗ leicht zu früh gelacht haben dürste.

) Nachdem wir hiermit auch der Gegenpartei noch⸗ mals das Wort ertheilt haben, eiklären wir die Ange⸗ legenheit für die Spalten unseres Blattes als geschlossen und verweisen weitere Artikel c. in den Annoncentheil des Anzeigers. Die Red.

Seinem Vorbringen, daß lautvorliegender amt⸗ licher Besoldungsnote mit der ersten Stelle an hiesiger Stadischule eine Besoldung von 596 fl. 40 kr. verbunden sei, wird hiermit die positive Thatsache entgegen gestellt, daß laut dem zu Jedermanns Ein⸗ sicht auf dem RNathhause offen liegenden Voranschlage des flädtischen Augustiner⸗Schulfonds das wirkliche Ein⸗ kommen der am höchsten dotirten Stadischullehrerstelle an Wohnungsvergülung, Besoldung 14 Malter Korn nach der Kammertaxe und verschiedenen Nebenbezügen zu⸗ sammen 722 fl. 40 kr. und wenn das Korn nach seinem wahren Werthe gerechnet wird ca. 775 fl. beträgt, hiernach also die betreffenden Angaben der Schlußerklärung der Wahrheit entsprechend sind.

Sollie der Einsender vielleicht enigegnen wollen, daß diejenigen Gehalisbezüge, welche einzelnen Lehrern für Stunden an der Realschule ꝛc. zugewiesen find, nicht directe Besoldung seien und er dieselben darum mit Still⸗ schweigen übergangen habe, so wäre dieß nur Woriklauberei, denn es kommt doch wehl weniger darauf an, wie viel in der von ihm cilittenamtlichen Besoldungsnote? sieht, als vielmehr darauf, wie viel der betreffende Lehrer in Wirklichkeit zu beziehen dat und bezieht und da ergibt sich ein sehr wesentlicher Unterschied zwischen den in der Be⸗ soldungsnose verzeichneten 596 und den in Wirklichkeit das jährliche Einkommen bildenden 775 Gulden.

In gleichet Weise betragen bei noch drei weiteren Lehrerstellen die wirklichen Einkommen bis zu 75 fl. mehr, als der Einsender mit seineramtlichen Besoldungsnote beweisen will, und nur bei den dret letzten Stellen ist

das wirkliche Einkommen nach der Besoldungsnote bemessen.

Heugras⸗Versteigerungen.

1513 Das 1872er Heugras von den Großherzoglichen Domanialwlesen des Rentamts Nidda kommt unter den vorher bekannt gemacht werdenden Bedingungen in folgenden Terminen zur öffentlichen Versieigerung.

* Größe der 2 1 Wlesen in Versteigerungstermine b 8 GenenT eisen 18 Versteigerung 5 dee Mor- 1872. beginnt bei taren. gen. n ö 0 1 unter⸗Schmitten 6½¼ J Dienflag den 11. Juni, Vormittags 9 Uhr,] der Bruchmühle. 2 Salzhausen(Kohden) 3%[1511. Nachmittags 4am Gesundbrunnen. 3 Biofeld 7/& 30[Mittwoch, 12. Vormittags 9.der Brühlmwlese. 4 Heuchelheim 20 912. Mittags 12im Ried. 5 Dingenbeim 9 36 12. Vormittage 11der Brüßlwiese. 6 Bisses und Echzedler Markt 4[Donnerstag d. 13. Juni, Vormittags 10 Uhr,] der Kindswitse. 7 Leidbecken 6, d. 13. Nachmittags 4 am Sauerdbrunnen. 8 34 955 i 95 Samstag d. 15.* 3der Ober⸗Weitwiese. 9 Echzel 20% 83[Montag 17. Vormittags 9dem Echzeller Teich. 10 Lisberg 22½ 89[Dienstag 18. 5 10 Wirt. Kd. Mann in Lißberg. 11 Gettenau 5[Mittwoch 19. 17 10 aroße Korbische Wiese. 12 Cchzell 450 19 19 Nachmitags 4] Wehrwiese. 13 Nidra 21% 87 I Donnerstag d. 20. Juni, Vormittags 9der Seecwiese.

Zu Nidda werden nach beendigter Orasversteigerung vier Abtheilungen der Johannitter-Scheuer auf ein

Jabt verpachtet.

Solche, welche noch mit Grasgeld aus dem Jahr 1871 zutückftehen, werden zum Mitbieten nicht zu⸗

gelassen. a Bingenheim am 28. Mat 1872.

Großberzogliches Rentamt Niddo. Rude.

Aufforderung.

Betreffend: Das Schuldenwesen des Johann Jakceb Schuch

90 in Ilbenstadt. 1522 Die Johann Jalod Schuch Eheleute von Ilben⸗ fadt haben mit der Mehrheit ihrer gerichtsbekannten Bläubiger am 30. April 1. J. Arrangement, dessen Eln⸗

Acht in biesiger Registtatur genommen werden kann,

abgeschlossen. Unbekannte Gläubiger derselben werden aufgefordert, gegen das Arrangement binnen vier Wochen, vom Tage des Erscheinens in öffentlichen Blättern an gerechnet, Einwendungen so gewiß dabier vorzubringen, als sie sonst damit ausgeschlossen und dasselbe gericht⸗ lich bestätigt werden wird. Friedberg am 30. Mai 1872. Groß herzogliches Landgericht Friedberg. Reitz, Allwohn, Landrichter. Landgerichts-Assessor.

Oeffentliche Aufforderung.

4531 Alle Diesenigen, welche an den Nachlaß des ver⸗ norbenen Louls Cheltus zu Butzbach Forderungen uellend zu machen haben, werden aufgefordert, solche o gewiß innerhalb 3 Wochen, vom Erschelnen dieser Hufforderung in der Darmstädter Zeitung an bei dem

Matte bg den Gericht anzumelden, als sonst ihre An⸗

küge bel der Regullrung dieser Nachlaßsache unberück. üchtigt bleiben würden. Butzbach den 31. Mai 1872.

Groß herzogliches Landgericht Butzbach. 5 KM

nd ger, Landgerichts ⸗Assessor.

23 In elnen kleinen. Hausbalt wird ein braves Mädchen gegen gusen Lohn gesucht. Näheres bel der Expedition d. Bl.

Jourage⸗ Lieferung. 1537 Freitag den 7. d. M., Nachmittags 2 Uhr, soll in biesigem Rathhause die für die in nächster Zeit dahier einquartirt werdenden deuischen Truppen erforderliche Lieferung an Hafer, deu und Roggenstroh öffentlich an den Wenigftfordernden in Accord gegeben werden. Friedberg am 4. Juni 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Friedberg. JZou car.

Scheuer ⸗Versteigerung. 1536 Freitag den 19. Juli d. J., Vormittags 11 Uhr, sollen in biesigem Raßhhause die zur Concutsmasse des Karl Friedrich Walz dahier gehörenden deiden Scheuern, nämlich:

Gemarkung Friedberg. Flur. NI. Klftr. 2. 613. 10,8. Scheuer in der Stadt, 2. 613. 10,8. desgleichen daseldff öffentlich meistbietend verffetgert werden. Irtedberg am 4. Juni 1872. In Auftrag Großberzoglichen Landgerichts Friedberg. Großberzogliches Ortsgericht Friedberg. e

Ver Ne enn

1525 Nächsten Donnerstag den 6. Junt, Vormittags

10 Uhr, sollen auf Antrag der Erben des Peturich Ex uf

in der Bebausung des Konrad Lack 1 vollständiges Bett, 3 Beltstellen, 2 Kleiderschränke, Haus- und Küchengerälbschasten, Weihzeug und Kleidungsstücke aller Art

oͤffenilich an den Melftbletenden versteigert werden, Fauerbach b. Fr. den 4. Junt 1872.

Großberzogliches Ortsgericht Fauerbach b. Fr.

Helfer lch.

Holz ⸗Versteigerung. 1527 Dienstag den 11. l. M., Morgens 8 Uhr an⸗ faugend, soll im biesigen Stadtwald, Distrikt Jung⸗ wald, folgendes Holz im Müllerköpschen meistbietend verfleigert werden, als: 41.2 Raummeter Buchen- und Eichen Scheiltdolz,

48,9 Buchen-, Eichen u. Nadel⸗Prügel⸗ holz 220 4 desgleichen Stockholz,

11350 Wellen Buchen:, Eichen- u. Kiefern⸗Reisholz und 150 Stück Kiesern⸗Stangen. 5 Die Zusammenkunst ift im Müllerköpschen. Butzbach den 3. Juni 1872. Großherzogliche Bürgermeisterel Butzbach. Küche l.

im Domanialwald der Oberförsterei Hoch- Weisel. 1528 Dit auf beule angekündigte, des schlechten Wettert wegen aber ausgesetzte Holzversteigerung soll nunmehr Dienstag den 11. d. M., von Morgens präcis 9 Ubr an, abgehalten werden. Buß bach den 4. Juni 1872.

Großherzogliche Oderförflerei Doch ⸗Weisel. Dit mis.

Bekanntmachung.

1529 Die am 31. und 1. Junt d. J. in den Disrikten Lohwald und Rabertsbäuserhang abgehaltene Holz⸗ versteigerung wird mit dem Anfügen genehmigt, daß die Abfubtscheine don Freitag dem 14. d. M. an dei Groß⸗ derzoglichem Rentamte zu Bingenheim in Empfang genommen werden können. 8

Die Uederweisung des Holzes erfolgt Montag den 17. Juni d. J., Morgens 6 ÜUht.

Nidda am 4. Jun 1872.

W* Nidda. o ber

Grassamen-Versteigerung.

1530 Montag den 10. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll die Grassamen Erndte aus dem Schlag Nr. 17 im Nieder Mötler Gemeindewald auf dem Büreau des Unterzeichneten verffeigert werden. Nleder Mörlen den 4. Junt 1872. Großherzogliche Bürgermeisteret Nieder⸗Mörlen.

Dennie M 8 des.

7 Glacé-MHandschuhe sowie Rauhleder- und Fil-d'Fcosse-Handschuhe

61 dintas bei K. Friedrich neden der Poff.

Lekhrlings⸗Gesuch.

1233 Ein mit tüchtigen Vorkenntnissen(aus einer Realschule) versebener junger Mensch don guser Familie kann bet dem Unterzeichneten die Handlung erlernen. Einttut zu Anfang Junk d. J.

Wilh. Fertsch.

Strohhüte

in großer Auswabl und neuester Fegon billigst Heinrich Diehl, Ufagasse.

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