Ausgabe 
6.4.1872
 
Einzelbild herunterladen

2

erg

apf , Nurck.

dertscubnn, dir dea tt Zusyrreth.

gehe. I ertsch.

U.

em Dient

Justiz und der Finanzen, den Urlaub der Civildiener be⸗

durch die Bestimmung der Bekanntmachung vom 17. Juli

wagen dees

N. 3. u

ahn,

5 Fer.

4

t

ausschlägen und Gemeindeumlagen betreffend.

Hberhessischer

Beilage.

Anzeiger.

1 40.

r

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ rungsblatt Nr. 16 enthält:

J. Bekanntmachung der Großh. Ministerien des Groß⸗ herzoglichen Hauses und des Aeußern, des Innern, der

im Gr. Hess. 3. Inf.⸗Reg., als charakt. Oberstl. zur Diep. mit der Uniform des 3. Gr. Hess. Juf. Reg.(Leibregiment) Nr. 117, Frank, Gr. Hess. Major zur Disp., zuletzt Hauptmann im Gr. Hess. 3. Inf. Reg., als charakt. Major zur Disp. mit der Uniform des 3. Ge. Hess. Jnaf. Reg. Nr. 117, sämmtlich in den Verband der Preuß. Armee aufgenommen.

Berlin. Der Kaiser ist von seinem letzten Unwohlsein völlig genesen und unternimmt jetzt täglich im offenen Wagen Spazierfahrten. Allen Staatsarbeiten widmet sich der Kaiser in vollstem Umfange nach wie vor, und soweit es bis fetzt bestimmt ist, wird er am 8. April in Person den Reichstag eröffnen.

In der letzten Plenarsitzung des Bundes- raths wurde u. A. der Gesetzentwurf über die amtliche Geschäftssprache in den Reichslanden, der Gesctzentwurf über den Waffengebrauch des Mili tärs im Friedens dienste daselbst und die Vorlage, Großherzog haben allergnädigst geruht: am 7. März den betreffend N sür die Uaiversität Straßburg im Schullebrer an der evangelischen Schule zu Hergershausen, Jahre 1872 zu verwendenden Mittel, angenemmen. e e eee auf sein Nachsuchen Der Cultusminister beabsichtigt derSp. au em Schu 11 u e assen. 1 0 9 f

V. Versetzung 9 Ruhestand. Seine Königliche J. zufolge, 1 Posen, Westfalen und der Rhtin⸗ Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht? am provinz katholische Lehrerinnen- Seminare zu etab 4* e 5 dem e lane Mer. Es sind Seitens der Regierung bereits Main istian el unter nertennun einer lang⸗ N 1762 5 sahrigen treuen Dlense in den Ruhestandee e entsprechender Lokalitelen 3

VI. Sterbefälle. Gestorben sind: am 20. Januar ommunalbehör* mehrerer Tiadig ergangen.

Dort, wo sich nicht entsprechende Räumlichkeiten

der Schullehrer Adam Schreiber in Osthofen; am 23. Feb. der evangelische Pfarrer Karl Hanstein zu Rumpenheim; vorfinden, werden eigene Häuser zu diesem Zwecke gebaut.

8 Februar der hene e Franz Budde zu Heppenheim; am 2. ärz der pensionir 81 1. Oberförster Achte daa barg zu Mainz;. 40 1 DieProv.-Corresp. schreibt: Der Plan der Schullehrer Philipp Veß zu Bensheim; am 5. März einer außerordentlichen Schulrevision ist der Aus- der pensionirte Hofgerichts⸗Seeretär Justizrath Balser zu führung näher gerückt. Das Cultus ministerium Gießen. hat die Oberbebörden der Provinzen Preußen, Das Großh. Regierungsblatt Nr. 17 enthält: Posen und Schlesien angewiesen, die erforderlichen I. Gesetz, den Steuersuß bei außerordentlichen Steuer- Einleitungen zu treffen. Die zu berufenden Com- I. Bekanntmachung Gloßb. Kreisamis Bensbeim, misstionen sollen die Schulverbältnisse einer genauen die Erhebung einer Umlage zur Sestrestung der Bedürse Prüfung unterziehen, um in die Ursachen der 7 2 174 Flriedhofverbands zu Alsbach Mee 2 in die 155 zu deren Abhülfe f N 4 4 Einsicht zu erlangen. Die Fürsorge für den deutschen Darmstadt. Die vorläufigen Resultate der Sprachunterricht in Oberschlesen bildet die 170 n 100 1 1 3 10 nun- gabe einer außerordentlichen Conserenz. mehr zusammengeste un at da roßherzog⸗ 2 1 1 thum innerhalb der 4jährigen Aalener 2 Nach 11105 151Corr. St. ist die eine im Verhältniß zu früheren Zäblungsergeb. Annan 10 le- nissen sehr beträchtliche Vermehrung seiner Volkszahl ias auge fh er 1 W* 1 816 erfahren. Dieselbe stellte sich auf 846,300 Köpfe, nem 6. A orrathe 771 Vat. 15 was eine Vermehrung von 23200 Köpfen oder zum 1inen Pe. e 11 um 2,82 pCt. entspricht. Die vurchschnittliche Reiches in Zwanzigmarkstücken 55,913,480 Mart jährliche Zunahme berechnet sich hiernach auf zur enn gelangt. In der Zeit vom 17. 5800 Röpfe odcr 0, 70 t. Die Volkszäblang pig 28, 1e te e 40 decken Studen ge⸗ in Baden ergab eine Vermebrung um 1,84 pCt., prägt. 8 0 19271 5 N diejenige in Würtemberg um 2,25 pCt., wonach 1,408, 5 11 9 d sich Hessen mit 2,82 pCt. am günstigsten ssellt. 380. 5 5 n Starkenburg participirt an dem Zuwachs mit 173, K 1 ub 1 98 340 17 1 15 2.300 Köpfen, Rhein been mit 8,600 und Ober- 1970 060 Mart Pi. dean mau prdan la an dessen mit 2,200 Köpfen, 10,670,060 ark. Die esammtaueprägung stellt Da die seithetigen Taxen der Geometer sich daher bu 28. März auf 60,583,540 Mark. für Katasterarbeiten den jetzigen Zeitperhältnissen Es 0 273. Nie ee 95 nicht mehr entsprechen und deshalb ein Stillstand in den Cassen 11 ehalten wir 4 Nn doe in dem so ungemein wichtigen, auch im staatlichen aussleht, 1 3. Interesse liegenden Geschäfte der Parzellen Ver- marktes das 05 ö 85 10 8 Eise 5* nessung wegen Mangel an Geomctern, welche diesem Sanre ürste 9 115 47 9 g 1 1 ziese Arbeit übernehmen wollen, zu befürchten ist, neuen Münzgesetzes, nach jetzig iab ede e Vilnze »eabsichtigt die Regierung eine angemessene Er also noch über Jahr Ib. Kas, 25 ba An lekden. zöhung jener Taxen eintreten zu lassen. Nach der DieBresl. Zeitung glaubt eine dem. vestebenden Gesetzgebung würde der Gesammtbe⸗ nächstige weitere Portoermäßigung in Aussicht tag jener auf elwa 120,000 fl. veranschlagten stellen zu können. Es halte vor einigen Tagen Mehrkosten zum grö ten Theil den betheitigten die Breslauer Handelskammer gemeinschaftlich mit Vemeinden zur Last fallen, allein die Regierung der Liegnitzer eine Eingabe an den General-Post⸗ glaubt für die Zukunft den Betrag jener Mehr- director gerichtet, in welcher mit Hinweis auf die vosten aus Billigkettegründen auf die Staatskasse günstige Finanzlage der Reichspost um Herab übernehmen zu sollen und erwartet dieserhalb die setzung des Portos für, Packete, Sendungen mit Zustimmung der Stände. deklarirtem Werth und Correspondenzkarten gebeten Nach rem Reichs anzeiger wurden folgende wurde. Darauf ist mit kemerkenswerther Schyellig⸗ Ossialere: Kraus, Gr. Hess. Oberst zur Diep., keit der Bescheid eingetroffen, daß die Resorm der uletzt Commantdeur des Wr. Hess. 2. Inf.-Reg., Packet. und Werth ⸗Tare, sowie die Ermäßigung ils Oberst zur Diep. mit der Unisorm des 2. Gr. der Gebühr für Corkespondenzkarten und Ver- Oess. Ins.⸗Reg.(Großherzog) Nr. 116, v. Herff, kleinerung des Formats derselben bereits der Er- Ir. Hess. Obersilieut. zur Diep., zuletzt Major wägung im General-Postamte unterliegen.

treffend. Dieselbe lautet; Mit Allerhöchster Ermächtigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wird hier

1820 bezüglich der Beurlaubung der Civildiener dahin abgeändert, daß bei Urlaub zum Zwecke von Reisen außerhalb der Grenzen des Deutschen Reichs, oder wenn derselbe für innerhalb der Greuzen des deutschen Reichs, aber für länger als vier Wochen begehrt wird, mini sterielle Genehmigung einzuholen ist, daß dagegen zum Urlaub innerhalb der Grenzen des deutschen Reichs und auf die Dauer von vier Wochen oder weniger die Ein⸗ holung desselben bei der vorgesetzten Behörde genügt.

11. Veröffentlichung eines Auszugs aus der Admini⸗ strationsrechnung der Schulunterstügungs- Stiftung des Regierungsraths May von 1870 betreffend.

111. Uedbersicht der für das Jahr 1872 genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürfnisse der israelitischen Religionsgemeinden des Kreises Bensheim.

IV. Dienstentlassung. Seine Königliche Hoheit der

Insterburg. Der excommunieirte Pfarrer Grunert, der Aufforderung vieler Altkatholiken entsprechend, hielt in der Insterburger Gymnastal⸗ kapelle einen Sonntagsgottesdienst ab. Derselbe benachrichtigte hiervon den Bischof von Ermeland, Herrn Krementz, in einer offenen Erklärung. Der zum Pfarrnachfolger Grunert's bestellte Geistliche Herr Blaschy, hat die Abhaltung des Militär- gottesdienstes beansprucht, ist jedoch von der Militär- behörde mit dem Hinweis auf Grunert's Militär⸗ seelsorgeramt abgewiesen worden.

Dresden. Die Abgeordnetenkammer beschloß mit mehr als Zweidrittel-Majorität im Gegen- satze zu dem Beschlusse der ersten Kammer end gültig, die Auslagen für den Posten eines sächsischen Gesandten in Wien vom Etat zu streichen.

Straßburg. DieStraßburger Zeitung bringt eine Verordnung, wonach die Ersatz- In- struction vom 26. März 1868 im Reichslande eingeführt ist. Für die nächsten Jahre findet eine große Erleichterung in den Anferderungen an die Einjährigen und eine große Rücksichtnahme auf besondere persönliche Verhältnisse in Betreff der Befreiung vom Dienste statt. Ganz frei von dem⸗ selben sind auch Diejenigen, welche bis zum 17. Dezember 1870 in der französischen regulären Armee gedient haben.

Ausland.

Schweiz. Bern. Der Verwaltungsrath der Gotthardbahn wählte den Director der Central⸗ bahn, Sulger, zum Mitglied der Verwaltung, und zum Oberingenieur den Oberbaurath Gerwig in Karlsruhe mit einem Jahresgehalt von 40,000 Frs. und einer Gratification von 100,000 Frs. nach Vollendung des Bahnbaues, sowie einer Berech- tigung auf Pension im Falle einer Schädigung während der Bauzeit.

Frankreich. Paris. In dem vom General Trochu gegen denFigaro angestrengten Processe hat die Jury dahin erkannt, daß keine Verleumdung, sondern nur eine gröbliche Beleidi gung des Generals Trochu vorliege. Die Ange klagten Villemessant und Vitu wurden demgemäß zu einem Monat Gefängniß und 3000 Frs. Geld- buße verurtheilt.

Versaillee, 30. März. Nationalversamm- lung. Thiers erklärt, an die Versammlung, bevor sie in die Ferien gehe, noch einige Bemerkungen richten zu wollen. Derselbe gibt sodann eine Darlegung der Situation, welche besagt:Die Bestrebungen der Fractionen sind immer darauf gerichtet, zu alarmiren. Die Ordnung läuft indeß keine Ge fahr, sie ist gesichert, Dank der Tüchtigkeit der Armee, welche eine Armee des Gesetzes ist. Die Armee ist bereit, die Vollziehung des Gesetzes zu bewirken. Die Regierung wird Alles thun, um mit der Majorität ia Eintracht zu leben. Der Friede Europas ist nicht bedroht. Frankreich ist nicht isolirt und nicht ohne Allianz. Europa ver- langt nicht, daß wir diese oder jene Regierungs- sorm annehmen. Es weiß, daß wir uns recon⸗ stituiren; es weiß. daß wir die Armee wieder in Stand setzen. Die wahre Revanche besteht darin, Frankreich wiederherzustellen und es dazu zu machen, was es sein soll. Niemand will den Frieden stören. Ueberall herrscht Zurückhaltung. Niemand denkt daran, sich mit Jemanden oder gegen Jemanden zu verbinden. Sie haben nichts zu fürchten, weder für die Ordnung, noch für den Frieden.

Amerika. In Süd-Californien singen am 28. März Erobeben an, dauerten mit abnehmen- der Heftigkeit zwei Tage lang fort, und über 1000 Stöße wurden gezählt. Inpo, die beimgesuchte Gepend, ist ein früher vulkanischer Bezirk, und nur spärlich bewohnt. Mehrere Flecken wurden bedeutend beschädigt, und den Verlust an Menschen- leben schätzt man auf 30 Todte und 100 Ver- letzte. Gerüchtweise verlautet, ein ausbrechender Vulkan sei sichtbar geworden.