Ausgabe 
5.10.1872
 
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unbemittelten Einwohner aus Landessonds ange

wiesen. Nach den angestellten Erbebungen ist die

Zabl der Personen, welche in Folge der Be⸗ schießung beschädigt wurden und hierdurch einen

sleibenden Nachtheil an ihrem Körper erlitten, ziemlich groß.

Straßburg. Wie man derK. Z. schreibt, waren bis zum 1. Oktober Erklärungen für die französische Nationalität abgegeben worden für 4750 Personen, was circa 5 pCt. der Ge- sammtbevölkerung ausmacht. So weit man es aber heute berechnen kann, wird die Zahl der thatsächlichen Auswanderer nur 1, höchstens Für Metz nimmt man 5, für Mühlhausen 4, für die andern Städte ½2 und für das Land im Durchschnitt ½(Elsaß) dis 1(Lothringen) pCt. der Auswanderung an.

Ausland.

Frankreich. Graf Arnim kehrt nächsten Sonntag nach Deutschland zurück, um dort den Rest seines Urlaubs zu verbringen. Am Tage zuvor wird, der Botschafterath Wesdehlen auf feinem Posten in Paris wieder eintreffen, um die Vertretung des Botschafters zu übernehmen. DasJourn. officiel veröffentlicht ein Dekret, durch welches die in Straßburg bestandene nedieinische Facultät sowie die höbere pharmaceu⸗ ische Schule nach Nanch verlegt werden. Thiers soll zu einem hervorragenden Mitgliede der Finanzwelt geäußert haben:Ich kann mich Ihnen dafür verbürgen, daß unsere diplomatischen Beziehungen mit aller Welt ausgezeichnet sind. besonders aber mit Deutschland und Italien.

Großbritannien. London. DerTimes pird aus Konstantinopel vom 30. September ge⸗ neldet: 3000 Montenegriner griffen am 27. Sept. vas türkische Dorf Rolaschini an und tödteten 18 Muselmänner. Die Pforte verlangt telegraphisch von dem Fürsten von Montenegro die Bestrafung der Schuldigen sowie die Vorkehrung von Maß- segeln, welche geeignet wären, die Wiederholung ves Angriffs zu verhindern, widrigenfalls die tür⸗ ischen Truppen vorgehen würden.

D. Bad⸗Nauheim. Am 2. Oct. fand im Fritz'schen Saale dahier eine sehr zahlreich besuchte Versammlung des siesigen Kur⸗ und Verschönerungsvereins statt, in welcher ne Liste aufgelegt wurde zu einer Petition an das Ge⸗ ummtstaatsministerium um endliche Aufklärung über die Ebsichten, welche die Regierung mit Nauheim vom Jahre 873 ab eigentlich hat. Die Petilion wurde sofort von arca 80 Anwesenden unterzeichnet und wird bei allen Ein⸗ wohnern circuliren, um als wirksame Unterstützung unserem Ubgeordneten Curtman zu dienen bei der Verhandlung über seine bereits bekannte Interpellation.

Frankfurt. Ein von den Stadtverordneten be⸗ hlossener Antrag, in Berlin Schritte zur Erhaltung der

lfiesigen Lotterie zu thun, wurde von dem Magistrat abge⸗

lehnt, weil ein solcher Antrag vollständig aussichtslos sei.

Frankfurt. Am Samsiag Morgen kam ein Mädchen tom Lande mit einem Kinde auf dem Arm nach Frankfurt. Luf dem Wollgraben traf sie einen müßig dastehenden auer, trat auf ihn zu und bat ihn, das Kleine einige Lugenblicke zu hallen, während es in einem näher bezeich⸗ neten Hause eine Commission besorgen wollte. Der gul⸗ wüthige Alte ging auf die Bilte ein und harrte bis 11 Uhr auf die Wiederkehr der Mutter. Jetzt wurde es ihm lange; er fing an unruhig zu werden und begab sich in ins Haus, die Mutter suchend. Dieselbe war jeboch nir⸗ tends zu finden; sie war durch eine Hinterthüre in eine andere Straße verschwunden. Der Bauer schleppte nun ius mutter⸗ und elternlose Würmchen auf die Polizei, velche einstweilen den Findling in Verwahr nahm. Die Elabtgemeinde Frankfurt aber hat, wenn die Mutter nicht euldeckt werden sollte, für die Erziehung des Kindes zu urgen. e b Offenbach. Die hiesige Maschinenfabtik der Herren Gebrüder Heim erhielt auf der Moskauer Industrie⸗Aus⸗ sellung für ibre Dampf-, Hobel- und Schneidmaschinen, Aressen und Wagenachsen bie goldene Medaille.

Aus dem Rheingau. In Winkel bat das als Echwester im Mutterhaus zu Moselweiß weilende, Fräulein Gergens Morgen imDachsberg, eine der besten Weinbergslagen dasiger Gemarkung, für 31,500 Gulden verkauft. Durch den Eintritt genannter Dame in jenes baus sind nach derElbf. Zig. demselben eiwa 350,000 Culden zugeflossen.Solche Schwestern müssen wir aben ꝛc.

ö Ems. Am letzten Samsiag ttat in Bad Ems der g oße traurige Moment ein, in welchem die Spielbank, er Gewalt wichend für immer ihrem Dasein ein Ende

Agachte. Viele Ltute waren herbeigeströmt, um den gierigen

Jachen zum letzen Male nach Gold schnappen zu sehen, velleicht auch aus treuer Anhänglichkeit ihm einen Obulus nit auf den letzten Weg zu geben. Man harrte gespannt br Dinge, die da kommen sollien. Die Erwartung war

um so größer, als die vorhergehenden Tage ein Schau⸗

Fa Knalleffecten in sichere Aussicht stellten. Am

onnerstag hatte nämlich ein Spieler Geld weggenommen, welches ein anderer Spieler gesetzt zu haben behauptete, der dem Eisteren deßhalb einige Ausdrücke, wie Dieb, Schurke ꝛc. ins Gesicht warf. Dieser wird rasend, will ihn ohrfeigen, was wegen des großen Gebdränges nicht geht, und ruft wüthend:Mein Herr, wie können Sie wagen ꝛc. Darauf sagt der Beleidiger ganz ruhig:Von Herten ist hier überhaupt keine Rede, worauf allgemeine Heiterkeit. Am folgenden Tage betrug sich ein Employs unanständig gegen den Fürsten Galliziu, worauf dleser ihm eine tüchtige Ohrfeige applicirte. Nach diesen Vorspielen ließ sich allerdings etwas Außerordentliches für den Schluß krwarten. Die Neugierde wurde aber schmählich getäuscht. Es ging Alles ganz ruhig her und nachdemle dernier coup gemacht war, fetzte einer der Spieler seinen Cylinderhut auf die Drehscheibe und der weltgeschichtliche Act war vorüber. Karlsruhe. Ein seit vielen Jahren hier lebender, sehr wohlhabender russischer Schriftsteller, von nahe 80 Jahren, wurde bei Tagesgrauen angekleidet in nächster Nähe seines Hauses erschlagen gefunden. Die alsbald au⸗ gestellten Recherchen ergaben sosort, daß es sich um einen Mord handelt. Man fand, daß derselbe in seinem Bert getödtet, dann entkleidet, neu angekleidet und auf die Straße geschafft worden war, wahrscheinlich um die Ver⸗ muthung zu erwecken, daß er spät heimkommend von einem Schlaganfall getroffen worden sei und beim Niederfallen sich schwer verletzt habe, oder auch, daß er dort von irgend wem ermordet worden sei. Als der That dringend ver dächtig wurde alsbald der Bediente des Ermordeten ver⸗ haftet und bat derselbe die That bereits eingestanden.

Aus Baden. In dem zu dem Amtsbezirke Karls⸗ ruhe gehöcigen Ort Liedolsheim sind in der Nacht vom 30. Sepiember auf den 1. October 40 Gebäulichkeiten abgebrannt.

Berlin. Die Zahl der bei dem jetzigen Quartal wechsel umgezogenen Wohnungsinhaber wird von maß⸗ gebender Seite auf 22 25,000 geschätzt. Der Umzug erfolgte in der größten Ordnung. Die Baracken wurden dis auf wenige, welche bis zum 7. d. Frist erhielten, von den Bewohnern derselben selbst eingerissen.

Landwirthschaftliches.

Zur Vertilgung der Mäuse. Da auf Grund irtiger Ansichten über die Mäufe wenig oder gar nichts zu ihrer Vertilgung gethan wird, so dürfte es nicht über⸗ flüssig sein, an der Hand der Nalurgeschichte und Er⸗ fahrung jenen zu begegnen. Die Maͤuse wandern nicht zu. Die Thatsache, daß, obschon im Frühjahr nur einzelne Mäuse vorkommen, aber bei oder nach der Ernte sich plötzlich Millionen zeigen, erklärt sich einfach aus der großen Vermehrungs fähigkeit. Unter jeder Mäuseschaar sind nach vielseitiger Ermittelung 75 pCt. weiblichen Ge⸗ schlechts. In der Regel wirft die Muttermaus von März ab alle 46 Wochen durchschnittlich je 10 Junge; die Weibchen dieser Erstgeburt gebären im Alter von 8 Wochen je 10 Junge. Diese Vermehrung schließt beim Eintritt des Winters, Ende October ab. Die gesammte Nach kommenschaft einer Muttermaus vom Frühjahr ab ist sonach auf jährlich 10,000 Stück anzuschlagen. Die Ver⸗ tilgung dieser schädlichen Nachkommenschaft in dem Laufe des Sommers durch Raubthiere, durch plötzliche heflige Regen güsse und durch andere Zufälligkeiten ist in dem Vergleich zu der immensen Vermehrung unbedeutend, so daß es nicht auffallend sein kann, wenn plötzlich auf einer Flur nach der Aberntung Schaaren von Mäusen sichtbar werden und nun mit Heißhunger über Klee- und Saatfelder her fallen. Die Raubvögel vertilgen sie nicht in der Art, daß dieses durchgteisend wäre. Heftiger und starker Regen, der die Erde sätligt und die Höhlen füllt, kann sie tödlen; aber selbst langanhaltender Regen, der dlese Bedingungen nicht bat, schadet ihnen nichts. Wenn lrotzdem Mäuse ihre Höhlen verlassen haben, so ist's gescheben, weil der

Regen ihre vor dem Eingange lagernden Excremenie er 15 weicht und in die Höhle geflößt hat, welche Unxeinlichkeit]

sie nicht vertragen können. Der schärssse Frost oder lieser Schnee können diesen Wühlern wenig anthun. Bei tiefem Schnee bauen sie sich aus Gras und Gerreidestoppeln warme Nester und wohnen darin bis zum Frühjahr recht gemüthlich. Bleibt der Schnee zu lange liegen, so graben sie bis an die Ufer Tunnel. Bei nicht allzu tiefem Frost aber finden sie ihte Nahrung an den Kleewurzeln. Nur in dem Fall, wo reichlicher Schnee plötzlich schmilzt, das Wasser in die Höhlen dringt und dann starker Frost durch Eisbildung und Glatteis die Mäusegänge derart ver⸗ schließt, daß den Bewohnern der Zutritt der Lebensluft abgeschniten ist, kann die Winterkätte sie verheeren. Zur Vettigung der Mäuse ist also die Thätigken der Menschen hauptsächlich geboien.

Literarisches.

Das October⸗Heft derMusikalischen Welt(viertel⸗ jährlich 54 kr.) enthält: Ausgabe A. Clapierstücke. Theodor Giese, Stilles Sehnen. Nocturne. Carl Oberthür, Abschied. Albert Jungmann, Husaren⸗Abschied. Reiterlied. Renaud de Vilbac, Pompadour. Gavotte. Joseph Rheinländer, La Coquette. Mazurka de Salon. Franz Behr, Par Force. Galop slsganl. Musikallsche Rundschau. Ausgabe B. und 0. Lieder für bohe resp. liefe Stimme. Rich. Gence, Auf Nimmerwiedersehn. Heinrich Neeb, Der Flüchtling. Ballade. Wilhelm Taubert, Schön Margot. F. X. Chwatal, Testament. A. Schulz, An Dich. Heinr. Stiehl, Ungestilltes

Sehnen. Musikalische Rundschau.

Preisen bel

Landwirthschaftliche Ausstellung

zu Friedberg.

So möchten wir diefelbe nennen, denn sie umfaßt alle Produkte und Fabrikate der Land⸗ wirthschaft. Das Comite jenes Unternehmens hat in seinen Bekanntmachungen eine Aus⸗ stellung versprochen, dieinteressant, lehrreich und schön sein solle.

Diese drei Aufgaben sind äußerst raschend gelöst. Schon heute, am letzten bereitungstage, konnte man sich davon über zeugen. Männer, welche die Mainzer Aus⸗ stellung gesehen und dort sehr befriedigt waren, meinen, es sei in der Friedberger Ausstellung auf einem kleinen Raume verhältnißmäßig mehr geboten. Es haben in der Friedberger Ausstellung geschickte Hände und kunstverstän diger Sinn gewaltet. Unser Mitbürger, Herr Supp, insbesondere hat sich in Decorationen und Gruppirungen wahrhaft übertroffen. Und welch ein Reichthum an Produkten der Wetterau zeigt uns die Friedberger Ausstellung! Das Getreide aller Art ist herrlich, die Wurzelge wächse sind kolossal und die vielen schöͤnen und guten Sorten Aepfel und Birnen lachen einen wahrhaft an. Am Eingange zur Ausstellung stehen zwei Kornhaufen, wie um die Wacht zu halten über alle diese Herrlichkeiten. Die Aus- stellung gibt uns eine vortreffliche Gelegenheit, den Reichthum an Gute und Mannigfaltigkeit der Wetterauer Landwirthschaft zu sehen, Ju beurtheilen und zu bewundern. 0

Auch auf das Grasherbarium des Schul⸗ lehrerseminars ist hervorhebend aufmerksam zu machen. Dasselbe gefällt allgemein. Ferner wird die ausgestellte plastische Obstsammlung der Ackerbauschule viel Beifall finden. Kurz, das Ganze ist eine großartige Ueberraschung. Wer es doch nur einigermaßen möglich machen kann, der versäume nicht, die Ausstellung zu besuchen! Hoffentlich wird uns künftig eine solche jedes Jahr geboten. Denn nicht nur interessant, lehrreich und schön, sondern noch etwas Anderes sind Ausstellungen von Pro⸗ dukten der Landwirthschaft. Und dieses Andere wird durch die in der diesmaligen Ausstellung sinnig angebrachten Worte nach Schiller au⸗ gedeutet:

Von der Stirne heiß

Rinnen muß der Schweiß,

Soll das Feld den Landmann loben! Doch der Segen kommt von oben.

über Vor⸗

Verloosungen.

Wien, 1. Oct. Sei der beute stattgehabten Ziehung der Crediiloose fielen auf Serie 2093 Nr. 58 200,000 fl.; auf Serie 1033 Nr. 33 40,000 fl.; auf Serie 2856 Nr. 8 20,000 fl. Es wurden ferner gezogen die Serien: 463 560 2052 2111 2634 2915 2999 3374 3422 3859 4001 4064.

n- und Verkauf

1744 von Staats Papieren, Aulehens⸗ lobsen, Coupons zc. ꝛc. unter Zusicherung

rreller Gedienung. zriedderg. J. A. Nauheim.

Gelid Cours. Frankfurt am 3. October 1872.

Preußische Friedrichsd'or. fl. 9 5859 Piet een. 9 4042 Holländische fl. 10⸗ Stücke9.5355 Ducaten. 5384-36 Ducaten al marco. nn 20⸗Frankenstücke 9 2122 Englische Sovereigns% 11 47 49 Russische Imperiales.. 9 4244 Dollars in Gold.. i 2 25 26

Ein einspaͤnniger Wagen 2723 steht zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.

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67 in Seide, Alpaka und Baumwolle, zu sehr billigen

K. Friedrich neden der Post.