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Mann starken wohleingeschulten Chor gebildet. Die
te des Reingewinns ist für das Nationaldenkmal auf de Niederwald bestimmt. Mainz. Die am letzten Sonntag Nachmittag in del Rheingegend sich entladenen Gewitter haben in gen Orten des sog. Gaues und weiter hinauf erheb⸗ un Schaden angerichtet. In Guntersblum fiel der
gen wolkenbruchartig, und es mußte ein Damm durch⸗ been werden, um dem Wasser Abfluß zu verschaffen. ue Stunde hierher zu, in Oppenheim und Dienheim, brickten die Wassermassen Mauern ein; Weinberge wurden hhweggeschwemmt und von dem Hagel die Trauben und heren abgeschlagen. Kleinvieh und Geflügel kam viel nder Wasserfluth um. In Ebersheim und Gaubischofs⸗ hein hausten Hagel und Wasser; in letzterem Orte wurden
h Kirchenfenster zerstört, während die Gemeinde gerade
* Goltesdienst versammelt war. Auch die naheliegen⸗
1 Orte Zornheim und Harxheim litten sehr. An den
Ottäumen, den Weinbergen und der los und in Haufen dem Felde liegenden Frucht that der in großen Eis- en follende Hagel großen Schaden. Das Wettergebiet
cent den großen Bogen von Caub über Offenbach, Darm⸗
a, Oppenheim bis Niederolm gehabt zu baben. In
leherem Orte wie hier fiel nur Regen, eine halbe Stunde
och unserer Stadt und nordwestwärts jenes Striches tn nur wenige Tropfen. Wiesbaden. Der Droschkenkutscherstrike ist zur all⸗ einen Zufriedenheit erledigt. Es hat sich ein„Droschken— ber⸗Verein“ gebildet. Herr Salomons tritt seine Con- on ab, erhält für seine Vorlagen 1000 Thaler und silbernen Pokal. Die k. Polizeidirection ist mit diesem ngement einverstanden und wird die Concession dem oschkenkutscher⸗Verein“ ertheilen, unter denselben Be— zungen, wie dieselben Hr. Salomons eingegangen war. Bonn. Wie weit Bosheit und Rache gehen, schreibt „Bonner Ztg.“, davon liefert ein Vorfall, der sich vor paigen Tagen am Rheinufer hier ereignete, den Beweis. eh Vergnügungsreisender aus Dresden, der in Bonn e Dampfschiff verließ, hatte über einen der Schiffs⸗ eher, welcher ihn übervortheilt hatte, bet dem Dampf⸗ es Conducteur Klage geführt. Litzterer batte die Be⸗ erde begründet befunden und den Kellner nach der Aanft in Bonn von dem Schiffe entfernt. Während nn ie Reisende am Rheinufer die Weiterfahrt des Dampf— i uffes und die Umgebung unserer Stadt betrachtete, nah te ig ihm der entlassene Kellner, umarmte ihn, indem er a. als wenn er ihm etwas zuflüstern wollte, biß ihm i Ohr ab und spie dasselbe auf die Erde. Der er⸗ ckene Reisende nahm sein Ohr von der Erde auf,
dite es sorgfältig in Papier und begab sich in die nik, um es sich wieder annähen zu lassen. Diese wratlon und der Heilungsproceß gingen trefflich von cten, denn schon ist der Reisende, dem die Vergnügungs⸗
en natürlich sehr verleidet wurde, nach Dresden zurück— ört, um zu Hause die gänzliche Heilung abzuwarten. Bösewicht siebt seiner Bestrasung entgegen.
Metz. Am Sonntag Morgen vier Uhr ist in hiesigem
Bünbofe, in der Eilgüterhalle, aus noch unbekannten
lichen Feuer ausgebrochen, das trotz der bald geleisteten
5 und der Mitwirkung des Militärs doch die linke
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lle mit den Billeischaltern, Gepäckbureau und sämmt⸗ 1 Wartesälen verzebrte. Ein Theil der Einsteighalle vude ebenfalls stark beschädigt, so daß sie durch Pioniere et hiesigen Garnison gestützt werden mußte. i ö Paris. Der„Petit Moniteur“ veröffentlichte in 20 einn Nummer vom 23. Juli 1870 57 4 „ Hrn. Thomas, Präsidenten der Notariatskamme 0 5 in Walen ber bie Wette anbot, 200,000 gegen oo Francs zu setzen, daß die Franzosen am nächsten l August in Berlin sein würden. Schon in der Nummer ieh folgenden Tages erschien in der nämlichen Zeitung ih Schreiben, mit dem ein Kaufmann Namens Mouillac, uhnhaft in der Ravignanstraße, die Wette hielt. Letzterer die Wette gewonnen und reclamirt nun auf dem en ch tswege die Summe von 200,000 Francs von Herrn 1 Denas. Das Resultat dieses Processes ist adzuwarten.
leber Auswanderung nach Brasilien.
Herr Dr. F. A. Finger, Vorsitzender des Fienkfurter„Vereins zum Schutze deutscher Aus, e derer“, gibt Nachstehendes zur Veröffentlichung: f neuesten Jahresberichte des hiesigen Vereins
iin Schutze der Auswanderer steht S. 6, nach- dm die Aufhebung der Sklaverei angeführt und 6% Isugefügt ist, es scheine der kalserlichen Regie · , ing mit der Ueberführung der Sklaverei in freie leit Ernst zu sein, Folgendes:„Zu 1 . 70 nur, daß ihre(der Regierung) jedenfalle ae i milenden Absichten nicht durch den.
e dn Artstokratie vereitelt werden mögen, weß halb ür Deutsche immer nicht gerathen wäre, 1 0 bis sich die Sklaverei Emarcipation bewähr Au nach Brasilien auszuwandern.“ Jene Aristo⸗ lun nun, die großen Grundbesitzer, i der faulen ehemaligen Sklaven fleißige 1 ler zu haben, und sie glauben besonders so 0
Deutschen zu finden. Vor längerer 30
nden Deutsche und Schweizer in großer Anzah 0 Versprechungen in das Land gelockt, dann 0 durch die sogenannten Parceria-Verträ
äge, Ortsbehörden wenden,
nach welchen sie als Pächter den Landeigenthümern die Hälfte des Ertrags abgeben mußten, in solche Abhängigkeit gebracht, daß sie niemals zu freier Bewirthschaftung eigenen Besitzes gelangen konnten. Solche Verträge zwar dürfen in Europa nicht mehr geschlossen werden. Daß aber die Versuche der brastlianischen Großgrundbesitzer, Arbeiter zu bekommen, die fast wie Sklaven von ihnen ab— hängig sind, noch immer, wenn auch in veränderter Form, fortdauern, das ergibt sich z. B. aus einem mir vorliegenden Briefe eines in Brasilien leben— den glaubwürdigen gebildeten Deutschen. Es heißt in diesem:„Es ist eine bekannte Thatsache, daß die Einwanderung nach Brasilien, im Vergleich zu der nach den Vereinigten Staaten, Australien oder selbst den La-Plata-Staaten, wenig bedeuten will, und doch beruht die Zukunft des Landes lediglich auf einem Zustrom neuer Bevölkerung aus Europa. Darüber sind sich selbst die ver— blendetsten Brasilianer klar, daß das Land nur durch Einwanderung auf die Höhe eines modernen civilisirten Staates gebracht werden kann; und wirklich hat auch die Regierung seit vielen Jahren die verschiedensten Mittel versucht, den Zug der Einwanderer hierher zu lenken.— Von allen Einwanderern würden wohl dem Brasilianer die Deutschen am willkommensten sein; er hat sie als fleißige Landbauer und geschickte Handwerker, auch als fügsam und geduldig kennen gelernt; sie scheinen ihm die geeignetsten, den schwarzen Neger— sklaven bei seiner Arbeit abzulösen. So sehen wir schon seit vielen Jahren ein förmliches Werbe— system in Deutschland für brasilianische Colonisten in reicher Blüthe stehen, und wenn auch ver— schiedene Regierungen die strengsten Verbote gegen die Abschließung von sogenannten Parceriaver— trägen erlassen haben, so hat man doch geglaubt, bei verschiedenen als gut ausgeschrieenen brasili— anischen Landbesitzern hier und da eine Ausnahme von der Regel machen zu dürfen. Man hätte dies nicht thun sollen.— Auch hat man Wege gefunden, das Verbot zu umgeben, und so sehen wir noch täg— lich Hunderte einem Loose verfallen, das nur dem der Kulis in China zu vergleichen ist. Um den Leuten die Ueberfahrt hierher zu ermöglichen, gibt man ihnen freie Passage, macht denselben auch gern sonstige Vorschüsse, und läßt sich von ihnen einen einfachen Schuldschein ausstellen, eine dem Anscheine nach ganz unverfängliche Sache. Bei ihrer Ankunft in Santos läßt man sie jedoch einen Contract unterschreiben, durch welchen sie sich verpflichten, ihre Passage nebst sonstigen Vor- schüssen auf einer Fazenda(Besitzung) eines bra- silianischen Grundbesitzers durch Arbeit abzuver— dienen. Hierdurch unterwerfen sie sich einem Gesetzt aus dem Ende der dreißiger Jahre durch welches der Grundbesitzer vollständig Herr über die Freiheit seines Colonisten wird. Wer sich ver— leiten läßt, einen solchen Diensteontract zu unter- schreiben, hat sich der Willkühr eines andern Menschen anheim gegeben; die Gesetze des Landes schützen ihn nicht, und selbst der deutsche Consul kann es nicht, denn das eben erwähnte Gesetz ist noch in Kraft.— Auch sind diese Fazendas so weit entlegen, daß bei den schlechten Verkehrs- mitteln so ein deutscher Bauer mitten unter Brasi⸗ lianern, deren Sprache er nicht versteht, an und für sich schon verrathen und verkauft ist. Es liegt in dem Interesse des Brodherrn, zu sorgen, daß ihre Arbeiter gar nicht aus den Schulden heraus- kommen, da diese, ohne solche abzuzahlen, ihren Arbeitsplatz nicht verlassen dürfen, sich also in einer Art von Leibeigenschast befinden. Vor einigen Monaten hat sich hier eine Gesellschaft reicher Gutsbesitzer gebildet, und diese hat sich der Regierung gegenüber verpflichtet, in drei Jahren fünfzehntausend Colonisten in die Pro- vinz San Paolo einzuführen, und davon sollen die meisten Deutsche sein. Man will also Deutsche die Neger ersetzen lassen, wie die Kulis aus Aslen nach der Wesiküste von Amerika geschafft werden. Eine solche Schändung des deutschen Namens darf aber nicht geduldet werden; die deutsche Presse sollte laut ihre Stimme erheben und sich vorzugsweise an die Prediger, Schullehrer und daß diese den Landmann
darauf aufmerksam machen, welches Loos seiner wartet, wenn er den brastlianischen Werbern Glauben schenkt und mit seinem Namen ein Acten⸗ stück unterschreibt, dessen Tragweite er nicht be— messen kann, da er das Gesetz von der Ver— miethung des Dienstes in Brasilien nicht kennt. Einsichtsvolle Brasilianer sagen freilich, dieses Gesetz müsse abgeschafft werden, aber es ist noch nicht abgeschafft.— Wer als freier Arbeiter hierher kommen will, dem ist schon eher zuzurathen, obgleich auch hierüber die Meinungen sehr getheilt sind; wer aber einen Contract als Colonist unter- zeichnet, hat, wenn nicht für immer, doch sicher auf viele Jahre seine Sklaverei mit eigener Hand unterzeichnet.“ Es scheint mir wichtig, daß diese Stimme aus der neuesten Zeit, so manchen schmeicheln⸗ den Locktönen gegenüber, gehört und beachtet werde.
D. Frankfurt a. M., 1, August. Der erste Tag des neuen Monats brachte uns eine Hausse, die im Gegen⸗ satz zu der Stagnation und Geschäftslosigkeit des abge⸗ laufenen Monats eine ähnliche Wirkung hervorbrachte wie der erste frische Luftzug nach langanhaltender niederdrückender Hitze. Die geschäftslustige und animirte Stimmung, welche durch die letzten Nachrichten über den Ausfall der franzö⸗ sischen Anleihe noch gesteigert wurde, findet eine weitert Vermehrung in den Semesterabschlüssen verschiedener Insti⸗ tule, deren Resultate als günstig bezeichnet werden. In erster Reihe stehen hier Bank- und Creditinstitute, und wurden die Actien der österreich. Creditanstalt heute bis 354⅝ bezahlt bei großen Umsätzen. Besonders bezablt und mitunter colossal war aber der Verkehr in jungen Bankwerthen. Obenan steht deutsche Effectenbank bei 130 und Basler Bankverein, welche deide in enormen Be⸗ trägen abgenommen wurden. Sehr gesucht und höher waren auch junge Meininger bei 150 und Frankfurter Bankverein bei 144. Oesterreich-Deutsche ging ebenfalls 1% höher. Alte Bankactien sehr fest. Von Bahnwerthen wurde österreich. Staatsbahn trotz einer abermaligen Minder⸗ einnahme von 219.000 fl. durch„höhere Mächte“ dennoch vorübergehend bis 354 getrieben, also 1½ fl. höher als gestern Abend. In Lombarden war das Geschäft ein sehr limitirtes und blieb der Cours unverändert. Elisabethbahn ging in Folge mehrerer kleineren Kaufaufträge etwas in die Höhe, während in andern österreich. Bahnen äußerst wenig resp. gar kein Geschäft war. Deutsche Bahnen leb⸗ los aber fest. Nächst den Banken beschäftigte sich die Börse vorwiegend mit österreich. Renten, die in sehr großen Be⸗ trägen umgesetzt und wesentlich höher bezahlt wurden, eine Folge der französ. Anleihe, denn ein Vergleich mit letzterer, läßt österreich. Rente weitaus besser erscheinen. Was franz. Anleihe selbst betrifft, so waren die Umsätze heute weniger umfangreich und stellte sich der Cours auf 88/8. Sub⸗ scripnonsresultate waren bei 3 Fres. 70 zu haben. Von sonstigen Staatspapieren waren namentlich süddeutsche Fonds begehrt. Türken gingen bei 51½ um und ver⸗ danken sie diese kleine Ausbesserung der guten Meinung der Berliner Börse für das kommende neue Türkenanlehen Loose still.
Att est. Breslau den 13. April 1872.
Sehr geehrter Herr Höhenberger! Ihnen hiermit die außerordentliche Heilsamkeit
60 1* 8* eon, Tannin⸗Terpentins“ im Interesse ähnlich Leidender zu bestätigen, beeile sch mich, Ihnen den so überaus raschen und glücklichen
Verlauf meines Gichtleidens, das mich schon
seit vielen Jahren periodisch wiederkehrend quält, mit⸗ zutheilen. Ich rieb nach Vorschrift die kranken, be⸗ deutend schmerzhaften und geschwollenen Stellen an Arm und Bein täglich Amal stark ein, der Schmerz ließ zu meiner großen Freude in 2 Tagen vollkommen und dle Geschwulst in 3 dis 4 Tagen ganz nach, so daß ich nach 6lägigem Gebrauch im vollsftändigen Befitz meiner Gesundheit war, was ich sonft durch alle möglichen Heilmittel in so vielen Wochen nicht bewerkstelligen konnte. Ihnen, geehrter Herr, hiermit herzlich dankend, habe ich zu sein die Ehre Ihr ergebener F. M. Kammer, Lederhändler, Oderstraße 19. ) Zu haben in der Apotheke zu Reichelsheim in Original-Flaschen d 45 kr. und à 1 fl. 45 kr.
Foulardsa,
119 seidene Umknöpftücher, schwarze seidene Halstücher und Halsbinden bet K. Friedrich neben der Post.
Ein Zimmer für eine einzelne Person bat zu vermtethen
Martin Mondigler II.
2116 Brave Jungen werden zur Dreherei und Holzschnitzerei gesucht. N. Grillenberger, Meßtzgergasse Nr. 316.
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