9 1„Dtaknilt
A Cen.
sschwur er zu sich, nie wieder zu spielen, sondern arbeitete in den Goldminen. Als Ida's Vater erfuhr, daß Brown sbereits eine ansehnliche Summe erworben habe, meinte er:„Hm! ich halte mein Wort, aber ich lasse keinen Dollar nach.“— Nun begann das Mädchen sich nur auf idie nothwendigsle Nahrung zu beschränken, um ihr Gewicht herabzubringen. So gelang es ihr, ihrem Geliebten nach einiger Zeit zu melden, daß er schon 2000 Dollars weniger brauche. Darauf sendete Brown die zärtlichsten Bitten, idiese Abmagerung ja nicht fortzusetzen, und endlich kam er plötzlich mit 40,000 Dollars in New- York an. Das Mädchen wurde jetzt gegen Gold abgewogen und es stellte ssich heraus, daß sie nur 30,000 Dollars schwer war. Zu diesem Gelde legte Bischof jetzt seinerseits 30,000 Dollars Aussteuer und die Glücklichen wurden vermählt. Die Firma heißt jetzt:„Bischof und Brown? und führt das Schild:„Zum richtigen Gewicht.“ Das Gewölbe ist voll Kundschaften, welche die Neugier, das junge Paax zu sehen, binsührt.
Mirador,(Mexico). Hier starb unlängst in Folge Herzschlags der Mitgründer der Gießener Burschenschaft Carl Sartorius, genannt„der Bauer“, der dem Carl Sand, bevor dieser zur Ermordung Kotzebue's nach Mann⸗ heim ging, im Bickebacher Walde die Haare abschnitt. Sartorius war einer der hervorrggendsten Theilnehmer an der Wartburg⸗Feier und saß später in Wetzlar.
Canton(China.) Mit der chinesischen Post kommt won hier die Nachricht von einem großen Unglücke, das sich in Tschung Sing ereignet hat. Während eines Schauspieles, welches zu Ehren einer weiblichen Gottheit gegeben wurde, gerieih das Bambusgebäude in Brand.
Da eine große Anzahl von Frauenzimmern unter den Zu⸗ schauern war, so slellte sich die größte Verwirrung ein, so daß ungefähr 600 Menschen geiödtet und verwundet wurden.
D. Frankfurt a. M., 29. Juni 1872,(Börsenwoche vom 24. bis 20. Juni.) Die Ultimo⸗Liqutdation bilde ie die Wasserscheide für die dieswöchentliche Börsenstimmung. Vor der Liquidation lag es wie Blei auf den Gemüthern und auf den Coursen, die nicht leben und nicht sterben konnten und die Verzweiflung aller Börsenfreunde bildeten, die das ewig alte ed von dem„schleppenden Geschäfts— gang“ und der„Zurückhaltung oder abwartenden Stellung der Speculation“ in täglich neuen Variationen singen sollten. Die Liquidation war diesmal in der That dazu angethan einen empfindlichen Druck auf den Verkehr zu äußern. La Qulstion d'argent, die Gelöfrage, mit der die Börse zu rechnen seit Monaten fast ganz verlernt hatte, trat wieder einmal in ihre Rechte. Geld stellte sich wesentlich knapper und, was noch mehr ins Gewicht fiel, wesentlich theurer, als seither. Durch die Reports, die auf einge⸗ gebene Effecten bezahlt wurden(27 Credit. per Stück bis fl. ¼) stellte sich das Prolongationsgeschäft auf 56%, eine Rate, deren man sich in letzter Zeit hier ganz entwöhnt hatte. Zu dem waren die zu prolongirenden Stücke viel offerirt, da die schwache Contremine nur einen Rückbedarf zu erkennen gab. Am meisten verkehrten Creditactien, welche von Hamburg und Berlin poussirt wurden. Sie gewannen 6 ½ fl., Staatsbahn 3½ und nur Lombarden stagnirten bei 215½, nachdem man zur Einsicht gekommen, daß dieselben bei diesem Coutse als bezahlt erscheinen. Oesterr. Nationalbank gewann auf die günstige September⸗
Dividende von 28 fl. hin 7 fl., Meininger 2 fl. und nur Darmstäbter gaben 5 fle nach. Sehr groß war das Ge⸗ schäft in Effectenbank(L. A. Hahn), welche am 1. Juli ihre Thätigkeit beginnt und die Exträgnisse in fast sichere Aussicht stellt, welche selbst vielverlangenden Actionären entsprechen dürften. Bayr. Handelsbank 3 fl., Frankfurter Bankverein 1 fl. höher. Von Bahnwerthen profitirten Franz⸗Joseph am meisten, 4 fl., Junge Elisabeth gingen 1½, Galizier und Dniester 1 fl. höher. Deutsche Bahnen still. Prioritäten mit Ausnahme von Rudolf eher billiger. Staatspapiere ziemlich unverändert. Loose, ohne starken Verkehr, halten sich aut im Preise. Amerikaner Staaten⸗ bonds nachgebend. Von Pristitäten nut Oregon 2% höher.
Zur Notiz.
Wie wir bereits früher erklärten, beantworten wir anonyme Zusen⸗ dungen in keiner Weise. Die betreffenden Briefe oder Zettel wandern unbarmherzig in den Papierkorb. Wer uns einen Artikel zur Aufnahme sendet oder wer eine Anfrage an uns richtet, der unterzeichne seinen Namen. Es hat sich ja doch Niemand dieser Zusendungen zu schämen. Selbst⸗ verständlich bewahrt die Redaction das Geheimniß. Wir werden uns in allen folgenden Fällen einfach auf diese Erklärung beziehen. Die Red.
Oeffentliche Aufforderung.
1076 Ueber das Vermögen des Friedrich Rudolph Paas und seiner Ehefrau, Anna Maria, ged. Meiok!, von Jauerbach b. Fr. ist formeller Concurs erkannt worden. Termin zut Beschlußfassung über etwa mög⸗ liche gütliche Erledigung der Sache, beziehungswelse fonflige, durch das Concurs verfahren bedingte Maß⸗ regeln wird auf Mittwoch den 3. Juli l. J., Vormittags 9 Uhr, unberaumt und haben die Gläubiger in diesem Termin, in welchem Forderungen und Ansprüche anzumelden und rtwalge Votzugstechte geltend zu machen sind, um so gewisser zu erscheinen, ale dieselben sonss ven der Masse ausgeschlossen werden. Friedberg am 10. April 1872. Großherzogliches Landgericht Friedberg. Reiß, Zimmermann, Landrichler. Landgerichts⸗ Assessor.
Holz ⸗Versteigerung.
1783 Freitag den 5. Juli d. J., des Morgens 8 Uhr anfangend, werden im Nieder ⸗Weiseler Gemeindewald.
m Hinterwald, Disleikt Hintetstikopf, nachderzeichnete
Polzsortimente einer öffentlichen Verstrigerung ausgesetzt werden: 1) 164 Raummeter Buchen und Nadel⸗Stockbolz, 2) 22,680 Stück Buchen-, Eichen⸗Nadel⸗Reioholz⸗
PPT Resonders vortheilhafte Glücksofferte.
Glück und Segen bei Cohn.
Große vom Staate Hamburg garantirte Geld⸗Lotterie von über
Million 860,000 Thaler.
Diese vortheilhafte Geld-Lotterie ist Alesmal Wiederum dureh Gevinne gauz bedeutend vermehrt, sie enthält nur 58,000 Loose, und werden in wenigen Monaten in 6 Abtheilungen folgende Gewinne sleher gewonnen, nämlich: 1 Gewinn etent. 100,000 Thaler, speciell Thaler 60,000, 40,000, 24,000, 16,000, 12,000, 10,000, 3 mal 8000, 4 mal 6000, 4 mal 4800, mal 4400, 7 mal 4000, 9 mal 3200, 10 mal 2400, 26 mal 2000, 4 mal 1600, 53 mal 1200 103 mal 900, 5 mal 600, 2 mal 480, 205 mel 400. 255 mel 200, 5, mal 120, 340 mal 80. 14,610 mal 44, 40, 13,750 mal 20, 8, 6, 4& 2 Thaler.
Die Gewinn- Ziehung der zweiten Abtheilung ist amtlieh auf den
ten und sten Juli d. J.
festgestellt, und kostet hierzu die Renovation für das gunze Originalloos nur 4 Thlr.
wellen, 3) 40,31 Stangenho'z.
Die Zusammenlunst ist an der Haupischnese am
Pinterflenkopf. Das Holz wird gegen vorschristsmäßige Bü⸗gscheine verborgt bis Martin tag J. J. Die Herren Bürgermeistet werden ersucht, die Verfleigerung in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Nieder⸗Weisel den 29. Juni. 1872, Otoßherzogliche Bürgermetsterel Niedet⸗Weisel. Reue r.
Garten ⸗Versteigerung.
1790 Donnersiag den 15. August d. J, Vormittags 11 Uhr, soll in biesigem Rathhause ein dem Glastr.
meifler Johannes Wetzstein dahler gehötendes
Grundffück: Gemarkung Friedberg. Flur. Nr. Klftt. 5. 103. 100. Grabgarten am Moinzerthor,
öffentlich meiflbletend versteigert werden. FIrtedberg am 28. Junt 1872. Groß herzogliches Orta gericht Friedberg. FJouc ar.
Güter⸗Versteigerung. 1789 Montag den 8. Juli d. J., Vormittags 10 Ubr, sollen in blesigem Ratbhause auf freiwilligen Antrag des Johannes Zoft 11. dahier die demselben zu⸗ gehenden kauterstocke in Friedberger und Ochssädter Ge⸗ markung öffentlich meifbietend versteigert weiden. Frtedberg den 28. Jun 1872. Großherzogliches Ortsgericht Frievberg. g o uc a r.
api such. Kapitalgesuch. 1782 Die Gemeinde Ockfsadt sucht ein Kapltal von 1500 fl. zu 4½% zu leihen. Diesentgen, welche diesem Wesuch enisprechen wollen, haben sich in Zen 8 Tagen bel unterzeichneter Stelle zu melden. g Ockftant den 30. Juni 1872. Großherzogliche Burger melsserel Ockstapt. Grönlin ger.
Feftmeter Eichen⸗, Tannen⸗Stamm⸗ und
1333
das halbe lo. mur e Thlr. tlas viertel 410. mur 1 Thlr und sende ich diese Original- Loose mit Reglerungswappen(uicht von deu ver- botenen Promessen odef Privat- Lotterien) gegen rankirte Einsendungen des Betrages, oder gegen Postvorsehuss, zelbst nach den entferntesten Gegenden den ge- ehrten Auftraggebern sofort zu.
Die amtliehe Ziehunsgunssliste und
die Versendung der Gewinngelder erfolgt sofort naen der Zienunz an jeden der Betheiligten prompt und ver- schwiegen.
Mein Geschäft ist bekanntlich das Aelteste und Allerglüeckliehste, indem die heil mülr Beteiligten schon die Krössten Huunptgewinne von Thlr. 100, 000, 60, O00, 50,000, oftm s 40,000, 20, 000, schr häuffg 12000, Thaler, 10,000 Tualer ete., und Jüngst in den im Monat Mai d. J stattgehabten Ziehungen dle Gesunmmt- summe von uber SO, ooo Thaler laut amtlichen Geh innlisten hei mir gewonnen
nahen N gede Bestellung auf diese Original- N Loose kaun man eimfneh auf eine
N Posteilnzahlungskarte machen.
Laz. Sams. Cohn
in Hamburg, Haupt- Comptoir, Bank- und Wechsel- geschäft. 1786
Fußboden- Lack,
mit und ohne Farbe, em pficblt billigt Wilh. Bernbeck
Ein braves Diensimädchen
1732 wird zum soforligen Eintritt gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl.
Die Gartenlaube.
Nr. 25.
Inhalt: Die Diamanten der Großmutter. kx⸗ zählung von Levin Schücking.(Fortsetzung.)— Aus deutschen Lufischlössern. 2. Der vorletzte der fränkischen Hohenzollern. Mit Illustratton: Schloß Drossen⸗ feld dei Batreuth im Jahre 1763. Nach einem alten Kupferstich aus dem vorigen Jahrhundert.— Drei Weltverbesserer. Aus früherer Zeit. Von Arnold Ruge. — Ehrenrettung des Schmerzes. Bon Ewald Hecker.— „Sie weinet ja, wit wir, mein Kind!“ Gedicht. Mit Illustration: Zwei Wittwen. Originalzeichnung von J. Leifslen in München.— Thierstudien eines Laien. Ameisenwirthschaft. Von M. Evers.— Blätter und Blüthen: Die deutscheste Stadt Deutschlands. Von D. Beta.— Der letzte Priester don Greina Green. Von A, Ruge.
Nr. 26.
Inbalt: Die Diamanten der Großmutter. Er⸗ zählung von Levin Schücking.(Fortsetzung.)— Von Friedrich Gerftäcker. Von Herbert König. Mit Fried⸗ rich Gerfläcker's Portrait. Originalzeichnung von Adolf Neumann.— Aus deutschen Lustschlössern. 2. Der vorletzte der fränkischen Hohenzollern. Von p. S. (Schluß.)— Ein Sonntagsmahl im Thtringerwalde. Von D. S.— Bauernfängerel. Eine Warnungstafel für„Potsdamer“ und die es nicht werden wollen. Bon Julius Well.— Von drei Perlen die eine. Von H. v. C. Mit Abbildung: Der Eingang zum Schwarza⸗ th al. Nach der Natur aufgenommen von Herm. Deubner. — Das Wasser kommt. Ein Bild aus der Uederschwem⸗ mungsnoth Böhmens am 25. Mai 1872. Gedicht von C. Thomas.
Bindernagel& Schimpff in Friedberg empfehlen
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Friedr. Holl in Worms.
263
Ein möblirtes Zimmer
1656 ift zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. Ein Logis 1733 für eine kleine stille Familie oder eine einzelne
Person, sehr gesund gelegen, mit schöner Ausficht, ist zu vermielhen und kann alsbald bezogen werden. Näbere Auskunft bei der Exped. d. Bl.
n Sensen
vom feinsten Guß slahl, das Stück zu 45 kr. det drledberg. D. Grödel Söhne.
Eine gesunde Schenkamme
1760 sucht eine Stelle. Stamm beim. Margarthe RNausch, bwohndast det Chr. Schnkider.
vier gute Arbeiter
1747 finden dauernde Beschästigung bel J. M. Steitz, Herren-Kleidermacher.


