Donnerstag den 1. August.
N 89.
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her Anzeiger.
u S thalt die amtlichen Erlasse für den Kreis Frledberg.
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titdberger Intelligenzblall.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Für die Monate August und September kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 20 kr., bei den Poststellen mit 32 kr. abonnirt werden.
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Amtlicher Theil.
Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 23. Nr. 857. Gesetz, betr. die Controle des Reichshaushaltes für das Jahr 1872. Vom 5. Juli 1872 betr.— Nr. 858. Specialconvention zwischen
ischland und Frankteich, die Zahlung des Restes der französischen Kriegskosten-Entschädigung betr. Vom 29. Juni 1872.— Nr. 859. Bekanntmachung die Schiffsver⸗
sungsordnung vom 5. Juli 1872.— Nr. 860 und 861.
Consularernennung betr.— Nr. 24. Nr. 862.
Gesetz, betr. die französische Kriegskosten-Entschädigung.
Vom
uli 1872 beir.— Nr. 863. Bekanntmachung, betr. den mit der Regierung der vereinigten Königreiche Schweden und Norwegen vereinbarten gegenseitigen Schutz der
renbezeichnungen.
Vom 11. Juli 1872.— Nr. 864. Bekanntmachung, betr. die Umrechnung der Uebergangsabgaben von Bier, Branntwein und geschrotem Malz,
(hungsweise die Steuervergütungen bei der Ausfuhr der genannten Erzeugnisse nach Maßgabe der durch die Maß? und Gewichlsordnung vom 17. August 1868 ein⸗
Jibiten metrischen Maße. Vom 18. Juli 1872.
1 brteffend: 4 Schulvorstandemitglieder.
Die Bildung der Ortsschulvorstände im Kreise Friedberg, hier die Wahl neuer
Friedberg den 28. Juli 1872.
f Die Großherzogliche Kreisschuleommission Friedberg n die Ortsschulvorstände Bodenrod, Dorheim, Fauerbach v. d. H., Hausen, Hoch-Weisel, Ilbenstadt, Maibach, Bad-Rauheim,
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Nieder- Weisel, Ockstadt, Reichelsheim, Rockenberg, Rödgen, Schwalheim, Weckesheim, Wickstadt und Wölfersheim. Wir erwarten die verlangte Vorlage(Oberh. Anzeiger Nr. 66 und 80) nunmehr unfehlbar binnen 8 Tagen.
Deutsches Reich. beg, Die„Darmstädter Zeitung“ det: Die Kronprinzessin von Italien ist am d. zum Besuche bei der Prinzessin Ludwig Hessen in Kranichstein eingetroffen und kehrte nds nach Schwalbach zurück.
Mainz. Man schreibt dem„Fr. J.“ von K. Die Verlegung des 118. Regiments nach de mstadt, Worms und Offenbach wird nun doch a Beendigung der Manöver stattfinden. Als Jnanlassung zu dem Garnisonswechsel wird das hresse einer strammeren Dieciplin bezeichnet.
ii seiner Stelle rückt das 117. Regiment hier ein.
— Eine Correspondenz der„Fr. Pr.“ enthält kAzendes: Wegen öfter vorgekommener Militär- egereien wurde Seitens unseres Festungs⸗ e die Verlegung des hier garniso- tenden Gr. hessischen 4. Infanterie Regiments b. 118 beantragt. Laut einem Befehl Sr. Mestat des deutschen Kaisers, welcher vorgestern Amizeichnet wurde, wird dieselbe nunmehr am „October dieses Jahres erfolgen und tritt das hess. 3. Infant.⸗ Regiment Nr. 117. an die Sele des zu verlegenden Regiments, dessen 1. Aiaillon nebst Stab nach Darmstadt in Garnison ennen wird. Das 2. Bataillon kommt nach ge me und das 3. nach Offenbach. Die Anmeldungen auf die franzö⸗
Berlin.
sißd Anleihe sind so bedeutend, daß der gesammte
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Jag annäherungsweise allein in Deutschland n Zeichnung gelangen dürfte. Allein die bei m Bankhause S. Bleichröder eingehenden Zeich⸗ nnen werden auf zwei Milliarden geschätzt.
— Die Zeichnungen auf die französische An⸗ 4½ Milliarden, Milliarden auf Berlin kommen.
Die württembergische M litär⸗ Zeit vom 1. August bis imo December 1871 gegen 450,000 fl. an laufenden Verwaltung erspart. Diese Er- urvisse sollen zu Kasernenbauten verwandt werden. Straßburg. Betreff; der anzubahnenden So ffffahrts verbindung zwischen Straßburg und
n Mittelrhein meldet die„Straßb. Zeitung“:
i Unter handlungen mit der Central Actien- Maaschaft für Tauerel in Köln, die bereits im
Stuttgart.
uber dis vorigen Jahres für den Betrieb auf *
der preußischen Rheinstrecke concessionirt worden, sind jetzt zum Abschluß gediehen, so daß schon in der nächsten Zeit eine einheitliche Concessionirung der Gesellschaft Seitens sämmtlicher Rheinufer staaten zu erwarten ist, unter der Bedingung, daß dieselbe innerhalb dreier Jahre vom vorigen Oc⸗ tober ab ihr Unternehmen auf der ganzen Strecke bis Straßburg in Gang setze.“
Hagenau. In einem an die Matres des Kreises gerichteten Circularschreiben macht der Kreisdirector dieselben darauf aufmerksam, daß die Vorschrift, laut welcher in den Unterklassen der Elementarschulen kein Französisch mehr ge⸗— lernt werden soll, häufig dadurch umgangen wird, daß außer den Schulstunden das Französische in der Schule gelehrt wird. Es wird daher somit den Lehrern und Lehrerinnen untersagt, die Schul— zeit in den Unterklassen zum Zwecke der Unter- richtung in der französischen Sprache zu verlängern oder überhaupt die Schule zur Ertheilung der fruͤnzösischen Sprache an ganze Schulklassen zu benutzen.
Metz. Die„Zeitung für Deutsch⸗Lothringen“ plaidirt für die Errichtung einer neuen Eisenbahn⸗ linie, welche in direktester Weise und auf dem kürzesten Wege Metz mit Mainz und über Frank- furt mit Berlin und Leipzig verbinden soll.
Ausland.
Schweiz. Genf. Nach zuverlässigen In⸗ formationen werden die Sitzungen des Schieds· gerichts temporäre Unterbrechungen erleiden, da die Nothwendigkeit hervorgetreten ist, die englischen Gesetze und Verordnungen noch aufs Gründlichste zu prüfen, um festzustellen, ob England sein Mög⸗ lichsles that, um die Ausrüstungen der Kaperschiffe zu verhindern. Von vier vorliegenden Fällen be⸗ hauptei England Solches für drei gethan zu haben. Im vierten Falle wurden die rechtzeitig erlassenen Weisungen durch die Vollzugsbehörden nicht sofort ausgeführt, wodurch es der„Alabama“ zu ent schlüpfen gelang. Man glaubt, das Schiedsgericht werde für die„Alabama“ eine runde Enschädi⸗ gungssumme von 7 Millionen, für die„Florida“ von 3 Millionen Dollars festsetzen. Die Sitzungen des Schiedsgerichts dürften noch die Zeit von zwei Monaten in Anspruch nehmen.
Bern. Der Staatsrath von Genf ersucht den Bundesrath, von dem päpstlichen Nuntius in Luzern Aufklärung über ein angeblich päpst⸗ liches Breve, betreffend die Errichtung eines Bis⸗ thums in Genf mit Mermillod als Bischof, zu verlangen.
Frankreich. Paris. Thiers hat der Ver⸗ tagungscommission die von ihm verlangten Erklä⸗ rungen über die innere Lage abgegeben, und, wie es heißt, die feste Hoffnung ausgesprochen, daß spaͤ⸗ testens in einem Jahre das Gebiet vollständig von den Deutschen geräumt sein werde; im Monate Februar würden vier Departements und die beiden anderen einige Monate später erlöst werden. Rattazzi, der in Paris angekommen ist, wird von Thiers empfangen.
— Der„Rappel“ verzeichnet mit allem Vor⸗ behalt das in Abgeordnetenkreisen verbreitete Ge⸗ rücht, daß die vier neulichen Hinrichtungen die letzten gewesen seien, indem die Gnadencommission beschlossen habe, alle ihr noch vorliegenden Todes⸗ urtheile in Freiheitsstrafen umzuwandeln. Be⸗ stätigung ist abzuwarten.
— Ueber das Resultot der Drei-Milliarden⸗ Anleihe bringt der Telegraph die nachstehenden Berichte: 29. Juli. Die Resultate der Zeich— nungen sind ganz enorm. Die Anleihe wurde acht- bis zehnmal überzeichnet. Das Haus Roth⸗ schild und die Pariser Bank zeichneten allein die Anleihe 1½ mal.— Die Subscription auf die Drei⸗Milliarden-Anleihe wird alle Erwartungen übertreffen. Die drei Börsenagenten Lecomte, Legrand, Dreux haben allein 3½ Milliarde ge- zeichnet.— Die„Agence Havas“ meldet: Das Ausland subscribirte 142 Millionen Francs Rente, Paris 11, Departements 75 Millionen Francs Rente. Details: Kopenhagen 4, Rouen 2, Nord- Departements 3, Brüssel 5, die Bank für Elsaß⸗ Lothringen in Straßburg 8 ½ͤ von 4692 Zeichnern, Metz 2/ von 2780 Zeichnern, Marseille 6 ½, Bordeaux 10½, das Bankhaus Bleichröder in Berlin 25 und Lyon 1½ Millionen Frs. Rente.
— 30. Juli. Subseriptions-Resultate, soweit sie bis Mitternacht bekannt waren: Paris zeichnete 12 Milliarden, die Departements 2 Milliarden, das Ausland mehr als 12 Milliarden.
— 30. Juli. Die bis 10 Uhr heute Morgen bekannten Zeichnungsresultate ergaben die Summe


