8 r * ler. Sier ort de nt den
tdurgen g eder pem
—
fung
duomit liz Juri d. J ausung ven
tu, 1 Chat,
1 Dicken Sctetmiht, Kudgesain ce 30 Faber zuder St, 1 tracht
2 Nutb. stein i sertiger 181, rtrdirdtet 54nd st
408, pen preisen. —
flanzen Engel
1872.
Samstag den 1. Juni.
N 63.
berhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Krels Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
9
Für den Monat Juni kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnirt werden.
1
Amtlicher Theil.
detreffend: Den Abverdienst der unzahlbaren Feldstrafen.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien und den Gr. Polizei-Commissär zu Wickstadt.
ö Da. wie Ihnen durch unser Amtsblatt Nr. 2 von diesem Jahre bekannt geworden ist, Haft zu verbüßen sind, so erwarten wir,
Lachweis an uns eingesendet wird.
J. B. d. N.: Haas, Kreisassessor.
Friedberg am 30. Mai 1872.
die unzahlbaren Feldstrafen in Zukunft mit
daß die zum Abverdienst überwiesenen Strafen sofort zum Vollzug kommen und der vorschriftsmäßige
Deutsches Reich. Darmstadt. Am 16. Mai wurde der Land—
richts- Assessor bei dem Landgericht Michelstadt,
Johannes Baptist Werle, unter Belessung auf seiner gegenwärtigen Stelle, zum Richter bei
'm Bezirksstrafgericht Michelstadt ernannt.
— Am 14. Mai wurde das Großherzogliche (onsulat in Paris aufgehoben und der bisherige Creßh. Consul in genannter Stadt, August (wald, von dieser Stellung unter Bezeugung
dr vollsten Zufriedenheit mit den von ihm ge⸗ beteten langjährigen Diensten und unter Ver⸗ bung des Ritterkreuzes I. Classe des Großh.
kludewigsordens entlassen.
Mainz. Die Vorbereitungen für die mit
r Gene ralversammlung der landwirtb⸗ daftlichen Vereine des Großberzogthums zu vrbindende Ausstellung, welche am 25. Sep- nber l. J. bier eröffnet werden soll, sind nun i Gange. Die Bildung eines Central- und der ürsprechenden Special Comites ist ersolgt und ben in einigen berathenden Sitzungen die Auf- illungen zum Programme in Angriff genommen wrden können. Eine Hauptfrage, die wegen des Vatzes zur Gesammt- Ausstellung, ist durch das unkenswerthe Entgegenkommen Sr. Excellenz des berrn Gouverneurs, der auf desfallsiges Ansuchen i Erlaubniß zur Benutzung des Schloßplatzes dpie der in der Nähe befindlichen gedeckten Reit- hn zugesagt hat, in erfreulicher Weise gelbst. die Versammlungen werden im ehemals kurfürst⸗ soen Schlosse abgehalten werden, wozu die Ge⸗ kpmigung des Stadtvorstanoes bereits nachgesucht 1 Im Hinblick auf die Kürze der Zeit wird . Veröffentlichung des Programmes möglichst echleunigt werden. Berlin, 29. Mai. Der Reichstag erledigte i erste Lesung des Gesetzentwurfs, betreffend die ensulatsgebühren, und beschloß die zweite Lesung 1 Plenum. Es folgte hierauf die Berathung des trage Lasker, betreffend die Ausdehnung der lichscompetenz auf die Civilrechtsgesetzgebung.
Berlin. Die„Provinzial- Correspondenz“ h eibt: Das Vorgehen des Armeebischofs Nams- saowski, welcher andern Militärgeistlichen die haltung des Gottesdienstes in der den Alt- goliken zur Mitbenutzung eingeräumten Garni is kirche untersagte, welches eine Verletzung von Snatsrechten und Amtspflichten als Militärbe— wer bildet, veranlaßt die Staatsregierung, die
lsciplinaruntersuchung und eiustweilige Amts ⸗
sendirung anzuordnen, sowie gleichzeitig seinem Leralvicar die Ausübung aller Funktionen zu mersagen.
— Die Commission für das Militärstrafgesetz⸗ lich hat sich mit der Regierung geeinigt, indem betreffs des strengen Arrestes den Maltzan'schen,
von der Regierung befürworteten Antrag mit 12 gegen 9, das ganze Gesetz mit 15 gegen 6 Stim- men annahm.
— Ueber die am 28. Mai erfolgte Ankunft und den Empfang des italienischen kronprinzlichen Paares theilen hiesige Blätter folgendes Nähere mit. Die Begrüßung der hohen Gäste war eine sehr herzliche. Der Kaiser schüttelte dem Prinzen Humbert die Rechte, der Kronprinz umarmte ihn mehrmals. Der Kronprinzessin Marguerita küßten die Herren die Hand. Der Kronprinz überreichte ihr ein prachtvolles Rosen-Bouquet in den italie⸗ nischen Farben; die Honneurs für die Damen des kaiserlichen Hauses hatte die Prinzessin Karl über⸗ nommen. 0
Homburg. Die Fortführung der Homburger Eisenbahn in der Richtung nach Friedberg ist nun so weit gesichert, daß die ersten Vorarbeiten in etwa 14 Tagen beginnen werden. Hoffen wir, daß diese Vorarbeiten die mit der Rentabilität in Uebereinstimmung stehende Ausführbarkeit con- statiren und recht bald Concessionirung und Bau der Bahn folgen. Der Betrieb wird voraussicht⸗ lich von der Verwaltung der Homburger Eisen— buhn übernommen, wenn nicht etwa noch ein näheres Verhältniß zwischen beiden Unternehmen sich herstellt.
Flensburg. Die„Flensb. Nordd. Ztg.“ meldet, daß soweit sich das Ergebniß der Reichs- tagswahl bis jetzt übersehen läßt, die Wahl des Candidaten der Nationalliberalen, Professor Hinschius, gegen die Candidaten der dänischen und social-demokratischen Partei unzweifelhaft erscheint.
Leipzig. Das„Tageblatt“ meldet, daß das Ober- Appellationsgericht im Hochverraths⸗ processe gegen Bebel und Liebknecht das Erkennt- niß erster Instanz auf zwei Jahre Festungsstrase bestätigt hat.
München. Graf Hegnenberg, der Minister des Auswärtigen, scheint nun doch ernstlich er⸗ krankt zu sein, und wird jedenfalls nach seiner Wiederherstellung noch auf längere Zeit sich der Geschäste enthalten müssen. Das Leiden des schon hochbetagten Grafen wurde uns schon vor längerer Zeit als ein Herzübel bezeichnet und die jetzt ein⸗ getretene Eventualität in bestimmte Aussicht gestellt.
Gunzenhausen. Vorige Woche hat hier eine Versammlung von einhunderfünfzig„evange⸗ lischen Männern“, größtentheils aus Mittelfranken, stattgefunden, welche die Gründung eines Vereins im Sinne der evangelischen Kirche gegenüber den sich„lutberisch“ nennenden Vereinen beschlossen. Letzterer Name werde heutzutage dazu gebraucht, um die christliche Lehre auf den Inhalt der soge— nannten Bekenntnisse aus dem 16. Jahrhundert einzuschränken, während der Grundsatz, welchen Luther, und mit ihm die evangelische Kirche, auf—
stelle, dieser sei: die Wahrheit nach der heiligen Schrift zu lehren und so lange zu behaupten, bis dieselbe aus Gründen der heiligen Schrift wider⸗ legt wird. Demnach stellte die Versammlung den Grundsatz auf: daß nicht blos Das, was aus der heil. Schrift in den Symbolen des 16. Jahr- hunderts ausgezogen ist, sondern der ganze Inhalt derselben gelehrt und das Leben darnach gestaltet werden müsse. Denjenigen unter den Altkatholiken, welche dem Grundsatz huldigen, bezüglich der Lehre auf die ersten vier Jahrhunderte der Kirche zurück- zugehen, sprach die Bersammlung ihre volle Zu⸗ stimmung aus, indem sie auf diesem Grunde eine Vereinigung der Confessionen möglich hält.
Stuttgart. In dem Inseratentheil des „Schwäbischen Merkur's“ erläßt eine Anzahl würtembergischer orthodoxer Geistlicher und Laien einen Protest gegen die unbeschränkte Lehrfreiheit der Prediger, wie sie die Jenaer Erklärung verlange.
Karlsruhe. Bei Leopoldshafen ist der Rhein ausgetreten. Ein Extrazug mit Militärhülfe ist dorthin abgegangen. Bei Linkenheim werden Dammbrüche befürchtet. Das Wasser ist noch im Steigen begriffen.
Neustadt a. d. Haardt. Allen den Tausen⸗ den, die das Fest auf dem Hambacher Schlosse gefeiert, wird die Erinnerung an dasselbe dauernd verbleiben. Es war ein schöner Moment, als sich nach Auflösung der Versammlung der colossale Zug unter den Klängen der„Wacht am Rhein“ in Bewegung setzte und prozessionsartig wieder niederwärts durch die Tausende von Menschen zog, die sich rechts und linke auf der Straße gelagert hatten. In Neustadt angekommen, zog die Mehr⸗ zahl der Gäste nach dem Schießhause, wo von acht Uhr ab ein splendides Feuerwerk abgebrannt wurde. Später gruppirte sich die Mebrzahl der Gäste um die im Saale anwesenden Veteranen, welche dem jungen Volke zum Trotze tapfer bis zum frühen Morgen aus hielten. Erst der grauende Morgen sah die letzten der Gäste das Schieß⸗ haus verlassen.
Straßburg. Bis jetzt sind 227 Studenten an hiesiger Universität eingeschrieben. ö
Echternach. An der weltberühmten Spring- procession betheiligten sich am Pfingstdienstag d. J. 24 Geistliche, 10 Fahnenträger, 1245 Beter, 8938 Springer, 98 Musiker und 764 Sänger.
Ausland.
Frankreich. Paris. Das sechste Kriegs⸗ gericht verhandelte gegen Joseph Lolive, ein In- dividuum, welches, wie der dafür bereits verurtheilte und erschossene Genton, dem Exeecutions-Peloton von La Roquette angehört und also bei der Er- mordung des Erzbischofs von Paris und seiner Leidensgenossen miigewirkt hatte. Der Angeklagte


