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geheiligten Boden Frankreichs zu betreten und zu sprechen: Du hast's absolut so gewollt, da wir nun doch einmal daran sind, so mag auch klare Abrechnung zwischen uns gehalten werden.„Keinen Fuß breit Erde vom heiligen Frankreich und keinen Stein einer Festung“ wollten sie hergeben: man würde mit Recht für ewige Zeiten die Deutschen ein Volk von Träumern pennen, hätten sie nicht das einst frech geraubte Elsaß und Lothringen zurückgenommen.— Einstweilen sucht Frankreich
Allianzen. Mit Italien ging's nicht gut wegen der kirchlichen Frage; bei Oesterreich verderben Da
wohl hauptsächlich die Ungarn das Spiel. wurde wieder mit Rußland anzufädeln versucht, namentlich als man wegen der ostensiblen Kaiser⸗ zusammenkunft in Gastein dort eine Verstimmung gegen Preußen annehmen zu dürfen meinte, und gestützt auf das Mährchen von der deutschfeind⸗ lichen Gesinnung des russischen Thronfolgers.
Neuerdings haben sich nun die Gesichter in Versailles bedeutend in die Länge gezogen bei der Kunde von dem ausgezeichneten Empfang der Repräsentanten der preußischen Armee bei dem Georgenordensfest in Petersburg. In der That müßte es verwunderlich zugehen, wenn die rück⸗ haltslose Freundschaft, die Rußland für Deutsch⸗ land während des Krieges bewiesen und Ange⸗ sichts der Thatsache, daß die beiderseitigen Ver⸗ hältnisse kaum erhebliche Differenzen hervorzurufen geeignet sind, dagegen viel Veranlassung zum Einiggehen bieten, so rasch in das Gegentheil umscklüge. Sei dem, wie ihm wolle, Frankreich sucht, und wer sucht, kann unter Umständen sin⸗ den. Für Deutschland ergibt sich daraus die Nothwendigkeit, Frankreich gegenüber, das seine Finanzen zu ordnen und eine durchgreifende Armee⸗ Reorganisation in's Werk zu setzen sucht, und bei welchem Parteiherrschaft und Regierungsform und Alles unberechenbar und nur Eins feststehend ist: wahnwitziger Haß gegen Deutschland, in voller Rüstung zu verharren.
Dies führt auf den deutschen Militäretat. Die 90 Millionen mit der Aussicht auf künftige mögliche Erhöhung und die dreijährige Präsenz zeit liegen dem deutschen Volke schwer im Magen. Die diesbezügliche Abstimmung im Reichstag hat darum in der Presse theilweise herbe Verurthei⸗ lung erfahren. Wer nicht nach der Pfeife der Varteidressur tanzt, wird vielleicht nicht so unbe⸗ dingt beiflimmen. Er wird es beklagen, daß ganz Europa ein einziges Kriegslager geworden, aber er kann nicht umhin, die thatsächlichen Verhält⸗ nisse anzuerkennen, und die lassen sich mit zwei Worten bezeichnen: Frankreich wird nur dann keinen Rachekrieg gegen Deutschland beginnen, wenn es schlechterdings keine Aussicht auf Sieg hat.
Daher denn wohl die Scheu, an der Stärke der Heeres verfassung zu rütteln, die sich eben o großartig bewährt hat und die so sehr nöthig erscheint, und den Männern ein Halt entgegen⸗ zurusen, deren Umficht und Scharfsinn wir so viel bewundert haben.
Welche Dauer aber dieser unselige Zustand haben und in wie weit er die Volkswohlfahrt und Volksfreiheit beeinträchtigen wird, das gehört eben auch in das Kapitel von den Besorgnissen, mit denen wir heute in die Zukunft schauen.
Bedenklicher noch erscheint die sotiale Frage. Man weiß, wie wüst es da gährt und tobt, welche Begriffsverwirrung einreißt, welche Hoffnungen genährt und welche Mittel theilweise gepredigt werden, um die vorgefaßten Ziele zu erreichen. Paris wurde ein Flammenmeer, und im deutschen Reichstag erklärte Ehren⸗Bebel, daß dies nur das erste schwache Wetterleuchten gewesen des Ge⸗ wittersturmes, der heranbrausen werde.
Hat die sogenannte arbeitende Klasse Recht, wenn sie ihre Lage zu verbessern firebt? Gewiß. Es muß noch Vieles anders und besser, viel Nohheit und Unwissenheit getilot, gegen viel Selbst⸗ sucht, Genußsucht und Lasterhaftigkeit gekämpft, viel Noth und Elend gemildert werden, damit allen fleißigen braven Menschen ein menschen⸗ würdiges Dasein gesichert sei. Haben aber die Socialisten Unrecht, wenn sie dies erreichen wollen
Beseitigung des Schlimmeres?
über die Folgen ihres Thuns. Consequenzen derselben wären entweder die Ver
Restes persönlicher Freiheit in einem starren Staats angehörigen als Sklavenaufseher die andere Hälft
eines Karl Vogt ist aber gar zu heil⸗ und gottlo⸗
Aller bei Rulturvölkern günstiger ist als bei den Wilden Amerika's und Afrika's, so auch inner⸗ halb unserer Kultur ein allmählicher, aber sicherer Fortschritt nicht verkannt werden kann. Es braucht in dieser Beziehung nur erinnert zu werden an die oft wiedergekehrten, langjährigen Hungers nöthen, Seuchen und Pestilenzen früherer Jahr⸗ hunderte mit Schrecken menschlichen Elends, für deren Größe uns heutzutage absolut jeder Maaß ⸗ stab abgeht. N Doch genug der Bedenken. Freuen wir uns der glücklichen Beendigung eines furchtbaren Krieges; freuen wir uns der damit bestegelten Einigung der Fürsten und Stämme Deutschlands zu einer großen Volksfamilie mit ihrem Helden⸗ kaiser an der Spitze. Das Einigungswerk war eine Lebensbedingung für das deutsche Volk. Seint Machtstellung, die glückliche Entfaltung seines nationalen Lebens und die Erfüllung seiner civili⸗ satorischen Aufgabe unter den Völkern hing davon ab. Darum haben die Besten der Nation, wenn auch auf verschiedenen Wegen, nach Einheit Deutschlands gestrebt. Was sie gehofft und er⸗ sehnt, unserer Zeit ist es geworden! Das deuesche Vaterhaus ist aufgebaut. Lassen wir es uns nicht allzu bange werden, daß man demselben von Außen mit der Brandfackel des Krieges nahen oder im Innern ihm mit Unterwühlung drohen möchte, oder Manche etwa aus kirchlich⸗politischen Gründen vielleicht nur mit Widerstreben darin sich zurechtfinden. Gott verläßt keinen Deutschen, also auch nicht die Gesammtheit derselben. Seien wir darum ächte Deutsche, und thun wir ab von uns alles undeutsche Wesen.
Undeutsch aber ist Gott und Sittenlosigkeit; mögen wahre Gottesfurcht und fromme Sitte immer treue Pflege unter uns finden. Undeutsch ist Unwissenheit und Volksverdummung; pflegt darum der Wissenschast, fördert die Schulen, helft insbesondere der Volksschule energisch auf. Un⸗ deutsch ist Müßiggang, Bummelei und Schlem⸗ merei; der ächte Deutsche zeichnet sich überall durch Fleiß und Rührigkeit, Sparsamkeit und Genügsamkeit aus. Er freut sich seines erworbenen Besitzes und sucht ihn auf seine Kinder zu bringen. Undeutsch ist Eitelkeit und Hoffart und zuchtloses Auftzeten; weg darum mit Stutzermanieren und frivolem, den französischen Cocotten nachgeahmtem Kleiderschnitt und verunzierender Haartracht. Un⸗ deutsch ist Unwabrhastigkeit und Ungerechtigkeit; die Franzosen, denen der Sinn für die Wahrheit abhanden gekommen zu sein scheint und bei denen freche Mörder vor den Schwurgerichten freige⸗ sprochen, ja als Patrioten gepriesen werden, mögen uns zum warnenden Exempel dienen. Undeutsch ist der Schwindelgeist und die„Gründungssucht“ auf commerciellem Gebiet; die Stroußberg und Ihres- gleichen, mögen sie orientalische oder nichtorienta⸗ lische Physiegnomien tragen, sind keine Deutschen.
Eigenthums und goch viel
Ganz gewiß! Gelänge es ihnen, die Ideen ihrer Führer zu verwirklichen, sie würden erschrecken Denn die letzten
mechanismus, in welchem die Hälfte der Staats- zur Arbeit kommandirte. Die„göttliche Anarchie“
und chinesische Zustände würden am allerwenigsten nach deutschem Geschmacke sein.— Es steht zu be⸗ fürchten, es möge Kampf kosten, bis die Einsicht bei Allen zum Durchbruch kommt, daß die sociale Frage so alt ist wie die Menschheit selbst, daß ihre Lösung nur allmählich und nur Hand in Hand mit der gesammten d Kultur- und fittlichen Ent- wickelung der Völker sich vollzieht, daß persön⸗ liches Eigenthum Grundbedingung alles mensch⸗ lichen Fortschritts, also in des Wortes erustester Bedeutung„beilig“ ist und daß, wie die Lage
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veranlaßt; Deutschlands Völker werden zwar d die zum lebenskräftigen Gedeihen der einzeln keit, der ächte Deutsche liebt sein Vaterland
bringt ihm auch heute „besten Wünsche dar.
e Deutsches Reich. Darmstadt. „rungsblatt Nr. 42 enthält:
I. Gesetz, die Erhebung der Staatsauflagen in ersten drei Monaten des Jahres 1872 betreffend.
II. Bekanntmachung Gr. Ministeriums der Finanze den Ausschlag der directen Steuern und der Beiträge den Kosten der Staats⸗ und Provinzial⸗Straßen für h Jahr 1872 betreffend. 1
III. Ermächtigungen eines fremden Ordens.
Württemberg verliehenen Ritterkreuzes des Friedrich; Ordens und des ihm von Seiner Königlichen Hoheit den Großherzoge von Baden verliehenen Ritterkreuzes bes
Leopoldordens, zu ertheilen. 5 IV. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit det Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Nov, dem
Hungen, Friedrich Jacob Ludwig Henkelmann, die evang. Pfarrstelle zu Frischborn, im Dekanate Lauterbach, zu übertragen; am 11. Dezember dem Schulamtsaspirantem Johann Ludwig Albert aus Undenheim, im Kreise Qppen⸗ heim, die katholische Schulstelle zu Wörrstadt, im Kreise Oppenheim, zu übertragen.
der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 10. Nov. dem Hauptzollamtsconfroleur bei dem Hauptzollamle Worms, Eugen von Buri, den Character als Zollinspec⸗ tor, und am 5. Dezember dem Dr. Wilhelm Fahn aus Mainz, dermalen zu Paris, die Erlaubniß den ihm vom Seiner Majestät dem Könige von Bayern verliehenen Charakter als Königlicher wirklicher Rath führen zu. dürfen, zu ertheilen. g VI. Dienstentlassungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 5. Dezember den Schullehrer an der ka tholischen Schulstelle zu Wimpfen am Berg, im Kreise Wimpfen, Ignaz Adolph Rady, auf sein Nachsuchen, aus dem Schuldienste, und am 12. Dez. den Hofgartenwärter in der Hofgärtnerei Darmstadt, Carl Ewald, auf sein Nachsuchen des Dtenstes zu entlassen. VII. Versetzungen in den Ruhe stand. Seine Köͤnig⸗ liche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. November den Forstwart der Forstwartei Gehe⸗ spitz, Franz Adam, auf sein Nachsuchen und unter Aner⸗ kennung seiner langjährigen treuen Dienste, den Forstwart der Forstwartel Köntgstädter Forsthaus, Förster Leonhard Habermehl auf sein Nachsuchen, und am 5. Dezember den Schullehrer an der katholischen Schule zu Weinsheim, im Kreise Worms, Johann Jett, auf sein Nachsuchen in den Ruhestand zu versetzen. b VIII. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evangelische Pfarrstelle zu Selters, im Dekanate Gedern, mit einem Gehalt von 743 fl. 30 kr.; die 2. evangelische
einem Gehalt von 300 fl.; die katholische Schulstelle zu Groß Umstadt, im Kr. Dieburg, mit einem Gehalt von 301 fl. 45 kr.; die evang. Pfarrstelle zu Ober⸗Mossau, im Dek. Erbach, mit einem Gehalt von 760 fl. 39 kr.; dem Herrn Grafen zu Erbach Fürstenau steht das Präsen⸗ tationsrecht zu dieser Selle zu; die 1. evang. Elemenlar⸗ Schulstelle zu Schlitz im Kreise Lauterbach, mit einem Gehalt von 329 fl. 19 k., wovon 29 fl. jährlich vorerst abzugeben sind. Dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt non Görtz, steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle
Undeutsch ist auf staatlichem Gebiet starre Con- centration; alles Leben drängt sich dabei nach
durch Zerstörung der gesellschaftlichen Ordnung,
dem Centrum, während die Glieder verkommen.
zu; die 2. evangeltsche Schulstelle zu Lang⸗Göus, im Kr. Gießen, mit einem Gehalt von 443 fl.; die evangelische Schulstelle zu Knoden⸗Schannenbach, im Kreise Lindenfels,
Die Verderbniß in Frankreich ist mit dadur
Reichseinheit als ein Klefnod hegen, dabel al,
als Neujahrsgruß f i g
Das Großherzogliche Reg
zweiten evangelischen Pfarrer zu Münzenberg, im Dekanakt i
. Characterertheilungen. Seine Königliche Hohein
Schulstelle zu Nieder-Obmen, im Kreise Grünberg, mit
Stämme nöthige Selbstständigkeit mit Sorge.
„wabren. Undeutsch ist gäszliche Vaterlandslossl nichtung aller Kultur im grausen Kampfe Aller
gegen Alle, oder Vernichtung auch des winzigsten
Deutst


