Ausgabe 
31.1.1871
 
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f Kriegs nachrichten. Offieielte mititärische Nachrichten. Versailles, 26. Jan. Die Armee Bour⸗ akt's zieht sich auf Besangon am linken Doubs- er zurück, verfolgt von einzelnen Corps der üdarmee. Der Verlust des Feindes wird bei ner mißglückten Offensive gegen General von erder auf mindestens 10,000 Mann geschätzt. as Elend unter den zurückgebliedenen französi⸗ en Verwundeten und Kranken, welche ohne ülse und Verpflegung zurückgelassen wurden, ist beraus groß. Die übrigen Corps der vom Ge⸗ ral von Manteuffel commandirten Südarmee ben die rückwärtigen Verbindungen der Bour⸗ li'schen Armee durch Besetzung von St. Vit d Quingey, sowie des Eisenbahnknotens von onchard unterbrochen. Vor Paris nichts Neues. 8 v. Podbielsky.

Bersailles, 27. Jan. General Kettler eldet, daß er am 23. einen Vorstoß in der sichtung auf Dijon gemacht und 5 Offiziere, 50 Mann gesangen genommen babe. Der ahnenträger des 2. Bataillons Regiment Nr. 1 ist dabei wahrend eines nächtlichen Waldgefechtes Fschossen worden. Die Fahne wird vermißt. In er Gegend zwischen Chatillon und Monterau saben sich feindliche Abtheilungen gezeigt.

Vor Paris schweigt gemäß Ver⸗ bredung seit 12 Uhr in der Nacht om 26. zum 27. Januar vorläufig seidetseitig das Geschützfeuer.

v. Podbielsky.

London, 28. Jan. DieTimes mel- set;Zwischen dem Gtafen Bismarck und Favre sind die wesentlichsten Bedingungen

t ser Capitulation am Freitag festgestellt worden. 1: Die militärischen Details der Capitulation ens e find gestern zwischen General Moltke und einem ae, faanzösischen General vereinbart worden. . DieTimes veröffentlicht ferner Folgende Depesche: Versailles, 27. Jan. Jules Favre ist mit General Beaufort hierher . urückgekehrt. Für das gesammte Frankreich 2st ein Waffenstillstand abgeschlossen. den J kr. Aus Versailles meldet eine Depesche der 1Times vom 25. d.: Jules Favre ist aus Paris ran 9 u Versailles wieder angelangt und hat daselbst * 10 A e Heute hatte Favre mit dem Grafen W Bismarck eine lange Unterredung. Trochu hat abgedankt. An Stelle desselben commandirt Vinoy. % Ein Ausstand des Pöbels, welcher unter dem 2120Ruf:Nach Berlin! mehr Ausfälle verlangte, N 1 ist von den Truppen unterdrückt worden. Aue Versailles enthält dieKreuzztg. eine Correspondenz vom 24. Januar, welche be. sltäligt, daß Jules Favre am 23. Januar, Nach, anuitiags 5 Uhr, in Versailles eingetroffen ist. Derselbe hatte eine lange Conferenz mit dem Grafen Bismarck, nahm am Diner Theil und %%% wude dann am Boulevard du Rol einquartiert. 70 Sraf Bismarck conferirte Abends 11 Uhr noch 1 mit dem Kaiser. bin e Ver sailles, 25. Januar. Gestern stattete ee een Graf Bismarck Jules Favre in dessen Quartier f 4 einen halbstündigen Besuch ab. Hierauf fand ein An, Kriegsrath bei dem Kaiser statt, welchem der Kron⸗ 1e 47% prinz, Moltke, Bopen und Roon beiwohnten. Um e 2 ubr war Conserenz bei Bismarck mit Favre. 1 59. 43 Um Uhr kehrte Letzterer mit seinem ihn be⸗ * glweitenden Schwiegersohne über die Sdpresbrücke nach Paris zurück. Die Nachrichten über die dbl. Uuaruhen in Paris sind von Favre bestätigt worden. B 5 a 441 7 799. 6 1 7

Heute, am 25., traf derselbe aus Paris hier wieder ein und hat die Verhandlungen mit dem Grafen Bismarck fortgesetzt.

Aus Versailles wird vom 27. d. nach London berichtet: Jules Favre ist gestern wiederum nach Paris zurückgekehrt. Heute wird derselbe mit einem Militär hier wieder eintreffen, um die Bedingungen der Capitulation festzustellen. Seit Mitternacht kein ferneres Schießen. 27. Jan., Abends. Aus Versailles wird weiter telegraphisch gemeldet, daß die Unterhandlungen bezüglich der Capitulation von Paris so weit gediehen sind, daß heute noch ein Abschluß der Stipulationen erwartet wird.

Die ersten Notizen, die in Berichten deutscher Blätter über die factische Einleitung der Capftu- lationsverhandlungen von Paris vorliegen, bringt dieKoln. Ztg. Eine derselben, aus Versaelles vom 24. d. datirt, unter dem Zeichen H. Wachen busen's, lautet:Heute den ganzen Morgen bin⸗ durch ist Versailles voll von Erzählungen über die Capitulation der Hauptstadt. Jules Favre ist seit gestern Abend hier und hat mit dem Neichs- kanzler lange Stunden der Nacht conferirt. Heute Morgen ist Letzterer zu Favre gefahren. Dieser soll u. A. schon früher dem Grafen Bismarck die Zumutbung gestellt haben, ihn mit seiner ganzen Familie, Frau und Kindern, Schwieger findern ꝛc. aus der Stadt zu lassen. Die Capitulations- Verhandlungen sind allerdings seit gestern Abend zwischen dem Reichskanzler und Jules Favre im Gange, und eben jetzt, Mittags, ist der Letztere beim Grafen Bismarck. verlangt aber nicht nur die Capitulation von Paris, sondern den Friedensschluß mit Frankreich, als Bedingungen, wie ich höre, zwei Provinzen (ich kann's nicht verbürgen, übrigens ließe sich um einen Theil davon wohl handeln), eine Colonie, zwanzig Schiffe und viel sehr, sehr viel Geld! Die Post geht ab; wann sie eintrifft, ist aller⸗ dings der gesprengten Brücke wegen eine Frage. Genaues über die Capitulations- Angelegenheit ist heute bis Mittag kaum zu sagen.

Der Aufstandsversuch in Paris am 22. Jan., worüber dieIndependance nach Ballonbriefen berichtet, ist von den Nationalgarden von Belleville und Montmartre ausgegangen, die nach Trochu's Ersetzung durch Vinoy unter den RufenNieder mit Trochu! Die Commune! Massenausfall! nach dem Gefängniß Mazas zogen und Flourens heraus- holten. Der dortige Posten ließ sich durch eine Scheinpatrouille überraschen, ohne nach der Parole zu fragen. Milliere wurde gleichfalls befreit. Sapia, einer der Insurgenten, wurde getödtet. Auf Mégy, Flourens, Blanqui, Pypat, Delescluze, Millière wird gefahndet.

Aus Lothringen wird über die Sprengung der Moselbrücke bei dem Dorfe Fontenoi zwischen Nanch und Toul durch französische Streifscharen berichtet: Das Dorf Fontenoi war von 50 Mann vom Landwehrbataillon Geldern besetzt, welche die Brücke bewachten. Am Morgen des 22., um 5 Uhr, drang plötzlich eine Schaar von 400 uni formirten französischen Soldaten, die wahrschein- lich von Langres kamen, in das Dorf ein, über- sielen die Wachtposten und tödteten, verwundeten oder zersprengten das ganze Commando. Fran- zösische Ingenieure, die mit 2 Wagen gekommen waren, hingen dann ganz kunstverständig Pulver- säcke an den obersten Brückenbogen und sprengten solchen in die Luft, worauf die ganze feindliche Schaar wieder mit Fortnahme einiger preußischer Gefangenen, den Rückzug antrat, ohne weiter verfolgt zu werden. Das ganze Dorf Fontendi ist auf Befehl des General-Gouverneurs von Lothringen vollständig niedergebrannt worden, und

soll dieß fortan mil allen französischen Dörfern

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und Städten geschehen, auf deren Feldmark fran⸗ zösische Truppen Eisenbahnen zerstören. Die Brücke wird wohl in 8 Tagen wieder hergestellt sein.

Aus Baden. Nach ftanzösischen Berichten sollten am 18. d. in Lyon 200 deutsche Gefangene mit 8 Ossizieren aus den Gefechten am Doubs eingetroffen sein. Wenn diese ganze Notiz nicht eine baare Aufschneiderei ist, so werden wir in jenen Gefangenen höchst wahrscheinlich die deutschen Verwundeten zu erblicken haben, die man, wie bereits mitgetheilt, von Dijon weggeschafft haben soll.

Bern, 26. Jan. Von der französischen Grenze wird berichtet: Ein französisches Corps von etwa 20,000 Mann ist von Russey auf Maiche im Anmarsch.(Beide Orte im Depar tement Doubs, Arrondissement Montbeliard.) Die schweizerische Grenzwache wird veistärkt.

Bern, 27. Jan. DerBund enthält fol- gendes Telegramm:Pruntrut, 26. Jan. Aus Roirmont ist die Meldung von starken französischen Truppenmärschen auf der Straße von Morteau nach Maiche eingetroffen. Es wird ein Angriff auf die preußische Stellung vor St. Delle von St. Hypolite und Pont de Roide aus erwartet. HBeneral Bossak ist bei Dijon gefallen.

Hessen Darmstadt. Ueber die letzten Patrouillen- Gefechte von Truppentheilen der Großherzoglichen Armee-Division veröffentlicht die Darmst. Ztg. solgende Verluste:

1. Reiter⸗Regiment. (Bei La Guide am 19. Januar.)

Gardechev. Joh. Py. Müller, Leibschw., Langenhain, l. v., Streissch. a. r. Unlerschenkel, ist beim Regiment. (Bei Sennely am 20. Januar.)

Corporal Hans Schwerin, Leibschw., Burg bei Magdeburg

in Preußen, vermißt.

Gardechev. Valentin Hook, Leibschw., Viernheim, schw. v., Sch. d. d. r. Oberarm und Fleischschuß d. d. r. Hand, Laz. Orleans.

1. Jäger⸗ Bataillon. (Bei La Motte am 20. Januar.)

Gardejäger Johs. Naumann, 2. Comp., Lehnheim, l. v., Fleischsch. i. r. Bein, Laz. Orleans.

Die Großfürstin Marie Alexandrowna von Rußland, Tochter des Kafsers Alexander, hat eine große Sendung warmer Kleidungsstücke (Socken, Hemden, Jacken u. s. w.), bestimmt zu Geschenken an Verwundete, hierher gelangen lassen. Die Vertheilung dieser Gaben wird durch die Prinzessin Marie von Battenberg im Namen der hohen Geberin alsbald stattfinden.

Nach derDarmst. 31g. wurde, wie die Mannschaft, so auch der Offizier der Begleitung der in Chambord erbeuteten Kanonen, Lieutenant Neßling, mehrfach ausgezeichnet. Derselbe wurde als Erster mit dem neu gestifteten Militär- Verdienstkreuz decorirt und empfing gleichzeitig von S. K. H. dem Großherzog dessen Photo- graphie in großem und kleinem Format zum Ge- schenk. J. K. H. die Frau Prinzessin Karl gab dem wackeren Offizier eine schwere goldene Kette mit Medaillon, worauf der Tag der Einnahme von Chambord eingravirt ist, zum Andenken.

Mainz. Die Begleitungsmannschaft unseres Lazarethzugs, welcher bis Amiens vorgedrungen war, schildert die Zustände der Bevölkerung in diesen Gegenden als wahrhaft entsetzlich. Hunger und Noth sei aller Orten und auch die Vor- räthe des Lazarethzuges dienten so weit als mög lich zur Abhülfe des Elendes Einzelner. Die Fabrikation von Patronen wird nach neueren Befehlen wieder in solcher Ausdehnung wie zu Beginn des Krieges betrieben, und es ist deß

halb Arbeitspersonal(Frauen und Madchen) sehr gesucht. Preußen. Berlin. DerStaats-Anz.

veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung vom 23. Januar, wodurch die Vornahme der Wahlen zum

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