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Die Berluste des Detachements find verhältniß ⸗
unbedeutend. Major dan der Hoop von der N. wadron 2. Reiter- Regiments ist todt, Lieutenant Weimar von unserem Regimente leicht derwundet. Im Ganzen soll der Verlust unseres Regiments an Todten und Verwundeten 19 Mann betragen. Der Verlust des Feindes ist sicherlich viel stärker.
Hessen. Darmstadt. Das 2. Infanterie- Regiment und das 1. Reiter-Regiment hatten bei nachverzeichneten Patrouillen Gefechten die beibe— merkten Verluste: 2. Infanterie-Rgiement beim Patrouillengang nach Gien am 11. Jan.
Sergeant Wilh. Meltor, v. d. 7. Comp., Großen⸗Buseck, . v., Schuß d. d. r. Seite; liegt in Gien. Musk. Balth. Friedr. Fauerbach v. d. 7. Compagnse, Büldesbeim, I. v., Schuß d. d. I. Oberschenkel; liegt in Gien.
Bei gleicher Veranlassung am 20. Jan., sind Musk. Georg Brod, v. d. Leibcompagnie, Fauerkach,
Musk. Theodor Frenzel, v. ders. Comp., Hayerswer de in Preußen,
Musk. Job. Gebhardt, v. Lers. Comp., Lauterbach, in Gesangenschaft geratben.
1. Reiter⸗Regiment, Leidschwadron
dei La Ferte Beauharnais am 22. Januar Geftr. Carl Ludw. Schambach, Worms, G.⸗Chev. Carl Schmidt, Großen⸗Buseck, vermißt.
Bei la Molte Beuvron am 23. Jan.
G.⸗Cbev. Leonhard Lulep aus Bensheim vermißt. G.⸗Chev. Martin Cömmer, Rinderbürgen, l. v. Sch. 63 Nase und Quetschung der Sürne und d. l. Backen⸗ ens; liegt im Lazareth zu Orleans.
— Nach Feldpostbriefen vom 22. hat die hessische Division sich wieder nahe um Orleans toncentrirt, wo zur Zeit des Abgangs der Briefe das 1. und 4. Jufanterie-Regiment und . Batterien cantonniren. Das Detachement Rantzau hat sich nach den Gefechten von Gien tach Orleans zurückgezogen. Es wurde ver⸗ kärkt durch ein Detachement unter der Führung don Oberst v. Lynker, das aus dem 3. In⸗ santerieregiment, dem 2. Jägerbataillon und 1 Batterien besteht. Das 1. Jägerbataillon und das 1. Reiterregiment stehen noch bei da Ferte, in dessen Nähe vorgeschobene Ab⸗ theilungen am 20. ein glückliches Gefecht gegen 2— 300 Franctireurs hatten. Der diesseitige
Berlust betrug 5 Mann.
„Friedberg. Die diesjährige Entlassungs⸗ früfung am Schullebrer⸗ Seminar findet am 20. Is 23. März, die Aufnahmeprüfung neuer Zög⸗ lunge am 27. März und die selgenden Tage statt.
Mainz. Der Bestand unseres Gefangenen⸗ Depots wird noch mehr vermindert, um füt etwa 8,000 Mann neuen Zuzug Raum zu erhalten. Unter jenen werden sich über 1000 Offiziere 1 welche der milderen Gefangenschaft auf
hrenwort die gewöhnliche strengert der Soldaten torgezopen haben und hier casernirt werden soller.
Preußen. Berlin. Die königl. Regierung u Düsseldorf hat eine Bekanntgachung erlassen, durch welche sie die genaue Befolgung ihrer Vor⸗ shriften in Betreff der Fremdenpolizei einschärft. Im Eingange der Bekanntmachung sagt die Re- derung: Es ist festgestellt, daß Agenten der jetzigen stanzösischen Regierung, mit bed tutenden Geld- mitteln versehen, mit falschen Pässen und unter din verschiedensten Gestalten im Lande umberreisen,
ut dem Auftrage, die Kriegsgefangenen zur Nassendesertion und zum gewaltsamen Ausbruche zu bewegen. Die Regierung richtet zugleich an
2 jeden Patrioten die Aufforderung, zur Handhabung
ur gedachten Vorschristen und eventuell zur Ver⸗
e e ftung solcher Agenten behülflich zu sein.— Da
tg, 1 ig politische Rücksichten wünschenswerth erscheinen 0 13„ hussen, die Lage der französischen Kriegsgefangenen , as dem Glsaß und Deutsch- Lothringen möglich 2500 deri u verbessern, so hat der Minister des Innern 287 4 erm 12. d. M. dahin gehende Verfügung er⸗ e—.5 wonach selbige, so weit nes angeht, zu „e, ldlichen Arbeiten und zwar, da veiwanct werden „, pellen, wo für Wohnung und Beköstigung gut . un u kesorgt ist und auch höherer Lohn gezahlt wird. 1 ttt k. Elen so soll es den in Rede stehenden Gefangenen ee, aubt sein, auf ibren Wunsch bei stärtischen 1 a Handwerkern u. s. w. in Arbeit zu treten. 7 15„ Urter den bisher erschienenen 159 Ver- 2 un blisten befinden sich, schreibt die„Voss. Ztg.“, n f 14
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28, welche Berichtigungen früherer Mittheilungen enthalten. Es sind darin alle Ossiziere und Mann ⸗ schaften aufgeführt, welche später an ihren Wunden gestorben sind, oder welche geheilt zum Regiment zurückgekehrt resp. dem Ersatzbataillon überwiesen worden sigd, ober endlich, welche ursprünglich ale „Bermißt“ aufgeführt waren und spaͤter in Laza⸗ rethen oder auf dem Schlachtfelde vorgefunden wurden resp. beim Regiment wieder eintrafen. Diese Berichtigungen umfassen etwa 14,000 Mann; dit Kategorie der nachträglich Gestorbenen ist sehr wenig vertreten, ¾ Aller sind geheilt.— Die nach Abzug dieser 28 Listen verbleibenden 131 Verlustlisten führen auf: An Todten: 2 Generäle, 67 Stabsoffiziere, 724 Subalternoffiziere, 217 Fähnriche, Feldwebel, Wachtmeister, Vicefeldwebel, Vicewachtmeister, Stabstrompeter, 1177 Ser— geanten, Oberfäͤger, Unteroffiziere, Hautboisten ꝛc., 10,622 Gefreite, Spielleute und Gemeine, 14 Aerzte ꝛc., 1 Geistlichen; an Verwundeten? 13 Generäle, 177 Stabsoffiziere, 2375 Subaltern— offigiere, 874 Fähnriche 10., 5042 Unteroffiziere ꝛc., 51,152, Gefreite 1c., 1 Büchsenmacher, 87 Aerzte, Lazarethgebülfen, 1 Geistlichen, 16 Krankenträger; Summa der Todten und Verwundeten: 3358 Offiziere und 109,204 Mann. An Vermißten: 35 Offiziere, 12 Aerzte, 1 Zahlmeister, 1 Roß⸗ arzt, 21 Lazapethgethülfen, 31 Verbandzeug⸗- resp. Krankenträger, 6 Fähnriche, 11 Feldwebel, 4 Vice⸗ feldwebel, 1 Wachtmeister, 1 Regiments-, 1 Ba- taillonstambour, 250 Unteroffiziere, 6875 Gemeine. Summa des Abgangs: 3393 Offiziere, 76,409 Mann, für die vorddeutschen Truppen und die badische Division, aber excluside des sächsischen (12.) Armee Corps und der sächsischen Diviston. An diesen Verlusten participirt das Garde- Corps, einschließlich der 4 Garde-Landwehr⸗Regimenter, mit 386 Offizieren, 26 Fähnrichen und 9536 Mann an Tooten und Verwundeten und 335 Mann an Vermißten.
Aus Mecklenburg. Mit dem neuen Jahre ist endlich auch der Schandfleck mecklen— burgischer Zustände, die Prügelstrafe, abgeschafft; unsere Regierung und Stände haben sich nicht bewogen gefühlt, sie selbsiständig früher zu be⸗ seitigen, erst das deutsche Strafgesetzbuch bat fie vertilgt. Auch die Gefaͤngnißstrafe bei Wasser und Brod, die zuweilen in furchtbarer Weise an— gewendet wurde, ist nun gesallen.
Oesterreich. Pest, 26. Jan. In der Sitzung des Unterhauses erklärte in Beantwortung der Interpellation des Abgeordneten Stratimirovic bezüglich der Stellung der ungarischen Regierung
zu der neuesten österrtichisch-yreußischen AN
der Ministerpräsident Graf Andrassy: Die Ant- wort auf die Depesche, welche die Neugestaltung Deutschlands notisicirt, kam mit vollstäudiger Zu— stimmung der ungarischen Regierung zu Stande. Die Tragweite der Antwort besteht in der rück— haltlosen Anerkennung des neugebildeten deutschen Bundes und der Wiederherstellung des freund— nachbarlichen Verhältnisses mit demselben.(Allge- meirer Beifall.) Die Regierung vermag weder in der Nengestaltung Dentschlands, noch darin, daß dasselbe ein gut nachbarliches Verhaͤltniß mit uns aufrecht halten will, noch darin, daß Oester— reich Ungarn auf die Erhaltung des gutnach— barlichen Verhältnisses ein natürliches Gewicht legt, eine bedrohliche Gefahr der Germanisirung zu sehen.(Allgemeiner Beifall.) Die Regierung habe nach ersolglosen Bestrebungen zur Erhaltung des Friedens den Standpunkt entschiedener Neu— tralität angenommen. Diese verhindere, daß eine der kriegführenden Parteien mit der Forderung auftrete, wir möchten eine illopale Pression auf die andere Partei ausüben.
Frankreich. In Bordeaux hat am 15. d. eine öffentliche Versammlung stattgefunden, in welcher unter anderen Beschlüssen auch die folgenden gefaßt worden sind: Aufgebot in Masse bis zum 60. Jahre. Die Bürger welche in 8 Tagen dem Aufruf nicht entsprochen haben, werden als Verräther und Feigliage am Vater— land erklärt. Die, welche geflohen sind, verlieren ihre Eigenschaft als Franzosen; ihr Besitzthum und ihre Güter werden natürlich consiscirt zu
Gunsten der Republik.— Jedes Inditiduum, welches die nachfolgenetn Personen töten wird, erhält die nachfolgenden Prämien, nämlich: für den Kopf König Wilhelm's 5 Mill. Fre., Bis- mard's 4 Mill. Frs., des Großherzogs von Mecklenburg 3 Mill. Frs., für jeden Prinzen 2 Million Frs., für jeden kleinen Prinzen (prineipule) 1 Mill. Fre.— Die Kriegs⸗ und Handelsflotte soll von heute in einem Monat 200,000 Mann einschiffen.
— Am 22. Jan. erschien ein Parlamentär vor Douai und forderte den Commandanten der Festung zut Uebergabe auf. Der Commandant verweigerte dieselbe. Bis jetzt wurde die Stadt noch nicht beschossen. In Bapaume haben die Preußen eine große Menge Belagerungsgeschütz aufgebäuft; dasselbe kann von bier aus leicht gegen Arras, Douati oder Cambrai in Posttion gebracht werden.
— 28. Jauuar, Mittags. Die Anfregung über die Unterbandlungen wegen der Uebergabe von Paris wird genährt durch Exttablätter der oppositlonellen Journale. Die„Liberte“ sagt, Gambetta habe seinen Rücktritt von der Regierung
Vor dem Regierungsgebäude wogt eine
erklärt. nach Tausenden zählende Menge, die unter Schrtien und Pfeifen Rachrichten begehrt. Der„Moniteur“ druckt nur die, Depeschen der„Times? aus Ver⸗ sailles ab, mit der hinzugefügten Bemerkung, er sei ohne Nachricht.
— 28. Jau. Einer Mittheilung der Regierung zufolge ist General Clinchamps an Stelle Bourbaki's zum Commanditenden der ersten Armee ernannt worden. Bourbaki, durch einen Unfall behindert, empfahl selbst Clinchamps zu seinem Nachfolger. — Wie aus Lyon vom 23. d. gemeldet wird, ist französischerseits die Brücke von St. Jean de Losne gesprengt worden, weit man einen kräftigen Vorstoß des Feindes auf die Haute Bourgogne befürchtet.— Das„Journal Cber“ meldet:„Der Lehrer des kaiserlichen Prinzen Filon ist in Angers verhaftet worden; bei demselben fand man chiffrirte Depeschen“.— Aus Lille wird vom 27. d. berichtet, daß der Feind seine Stellungen bei Cagaitourt und Crosilles verschanzt.
Großbritannien London. Aus Chisle⸗ burst wird den Mitdeilungen der„Times“ betreffs der Verhandlungen der Kaiserin Eugenie mit Preußen bezüglich der Friedensbedingungen wider⸗ sprochen.— Lord Granville hat an den Grafen Bismarck das Ersuchen gerichtet, für Paris be⸗ stimmten Transporten eine möglichst schnelle Be- förderung zu sichern.
— Die sntue Emission der Schatzanweisungen des norddeulschen Bundes bat eine vollständige Ueber⸗ leichnung erzielt, Bei Schluß der Zeichnung wurde s Pramie gezahlt. Die alie Emission schloß mit 2½.
Frankfurt. Der Landwirthschaftliche Monatsclud bali am 6. Febr. d. J. Nachmittags 2½ Udr eine Zu⸗ sammenkunft im Hotel Drexel dabier. Auf der Tages⸗ ordnung stehen: 1) Geschäftliche Muthetlungen. 2) Fort⸗ setzung der Besprechung über die Richtung und Entwicklung der landwirihschastlichen Cluds. 3) Commissionsbericht über die landwirthschastliche Creditfrage. In seiner Ein⸗ ladung zu recht zahlreichem Erscheinen in der Clubder⸗ sammlung bemerkt nder Vorstand zu 2 der Tagesordnung: Die in hohem Grade gefährdete Stellung des Landwirth⸗ schaftsbetriebes innerhalb des modernen Staates fordert alle Landwirthe auf, ihre nach dieser Seite gehenden volkswirthschastlichen Interessen desser als disver zu wahren und solche zum öffentlichen Ausdruck zu bringen. Es entsteht daher die Frage, ob der landwirthschaftliche Clnd diese Agitation aufnebmen, und als seine wesentliche Aufgabe, die Enifesselung des landwirthschaftlichen Ge⸗ schäftes von dem Druck einer schädigenden Gesetzgebung, oder dem Ackerbau ungünstiger Staatseinrichtungen auzu⸗ streben, fortan erachten soll? Oiese wichtigen Bestrebungen würden durch eine rege Theilnahme und thalkräftige Unterstützung der füdwestdeuischen Landwirthe auf er⸗ wünschte Weise an Bedeutung gewinnen.
Virton, 25. Januar. Verflossene Nacht fand ein schreckliches Eisenbahn-Unglück im Tunnel bei Montmedy stalt. Ein Zug mit Ersatztruppen für die Garden und ein Zug mit franzöͤsischen Gefangenen stießen zusammen, Der Militairzug wurde wenig beschädigt, dagegen wurden fünf Waggons mit Gesangenen tetal zertrümmert, viele Franzosen gelödtet und verletzt. Die franzöͤsischen Geiseln von Sedan enikamen, aber die Ursache des Unglücks war nicht von Franzosen veranlaßt. Die Bahn wird beute Morgen wleder frei sein.


