Donnerstag den 30. November.
141.
berhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
Fur den Monat Dezember kann auf den„Oberhessischen Anzeiger“ bei der Verlags-Expedition mit 10 kr., bei den Poststellen mit 16 kr. abonnitt werden.
Amtlicher Theil.
Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: Nr. 36. Bekanntmachung, die Außercourssetzung Großherzoglich Sächfischer Kassenanwetsungen betreffend. eee Kreisamt Friedberg. ra p p.
Frledberg am 2. November 1871.
Betreffend: Die Einsendung der Grundrentenscheine.
Friedberg den 27. November 1871.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur Kenntniß der Kreisangehörigen.
Bekannt machun
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die nachträgliche Einlösung der Grundrentenscheine betreffend.
Auf Antrag der Stände haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog genehmigt, daß die Einlösung der Grundrentenscheine bei Großherzoglicher Staatsschulden-Tilgungskasse, welche nach Ab⸗ lauf der in der Bekanntmachung vom 8. März 1870 festgesetzten Präclusivfrist gemäß Art. 4 des Gesetzes vom 26. April 1864, die Einziehung der Grundrentenscheine und die Ausgabe eines neuen Staatspapiergeldes betreffend, seit dem 1. Januar 1871 nicht mehr stattfinden konnte, noch nachträglich binnen einer zu bestimmenden
Frist gestattet werde.
1 Demgemäß ist die Großherzogliche Staatsschulden⸗Tilgungskasse ermächtigt und beauftragt worden, Großherzoglich Hessische Grund⸗
Betreffend: Die Vertilgung der Feldmäuse.
rentenscheine, welche bis zum Schlusse des Monats Februar 1872 bei ihr präsentirt werden, nachträglich einzulösen, was hier⸗ mit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird.
Vom 1. März 1872 an hört diese Ermächtigung auf, und ver⸗ bleibt es bei der Bestimmung des gedachten Gesetzes, wonach eine Einlösung jener werthlos gewordenen Scheine nicht mehr zulässig ist.
Darmstadt den 10. November 1871.
Aus Allerhöchstem Auftrage: Großherzogliches Ministerium der Finanzen.
Hahn.
Friedberg am 28. November 1871.
v. Biegeleben.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Die Säumigen werden an Erledigung unserer Verfügu
Trapp.
ng vom 19. d. M., Oberhessischer Anzeiger Nr. 137, erinnert.
Deutsches Reich. Darmstadt. Das Großherzogliche Regie⸗ rungsblatt Nr. 37 enthält:(Schluß.)
VI. Namens veränderungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 16. Oct.
dem Johannes Daniel Wicht zu Leeheim zu gestalten, daß
derselde in Zukunft statt des bisherigen den Familien⸗ namen Sturm, und am 1. Nov. der Caroline Pauline Häußler zu Petter weil zu gestatien, daß dieselbe statt ihres bisherigen den Familiennamen Will führe.
VII. Dienstnachrichten. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 19. October dem tesormtrien Pfarrer zu Neu- Isenburg, im Dekanate Offenbach, Philipp Weyell, die evangelische Pfarrstelle zu Hamm, im Dekanate Osthosen, dem Pfarramts⸗Candidaten Heinrich Prätorius aus Ober⸗Breidenbach, im Kreise Als⸗ feld, die evangelische Pfarrstelle zu Nieber⸗Gemünden, im Detanate Kirtorf, zu übertragen; am 20. October den Musikmeister beim 4. Infanterie ⸗ Regiment Heinrich Gehbauer zum Hausbeschließer und Portier im Jufliz⸗ Gebäude zu Mainz, am 24. October den Finanzaspitanten Wilhelm Leopold aus Darmstadt und den Sergeanten im 1. Jägerbataillon, Friedrich Bolbach aus Nauheim zu Zollaussehern zu ernennen; an demselben Tage den Ober⸗ sörster der Oberförsterei Hainbach, Christlan Pückel, in gleicher Diensteigenschaft in die Oberförsterei Altenstabt zu versetzen; am 2. November den Sergeanten im 3. In⸗ santerie-Regiment, Georg Scheld aus Holzhausen zum Steueraufseher zu ernennen; an demselben Tage dem evangelischen Pfarrer zu Ober-Mossau, im Dekanate Erbach, Friebrich Fischer die evangelische Pfarrstelle zu Spachbrücken, im Dekanate Reinheim, zu übertragen; am 4. November den von dem Herrn Grafen zu Solms⸗ Laubach auf die evangelische Pfarrstelle zu Freienseen, im Dekanate Laubach, präsentirten 2. cvangesischen Pfarrer zu Laubach, im Dekanate Laubach, Carl Christian Wilhelm Heinrich Traudt für biese Stelle zu beslätigen; an dem⸗ selben Tage dem evangelischen Pfarrer zu Selters, im Ockanate Gebern, Auguft Rückert, die evangelische Pfarr⸗ stelle zu Langstadt, im Dekanate Groß ⸗Umslabt, au dem⸗ selben Tage dem Pfarramts-Candidaten Balthasar Schaub aus Büdes heim, im Kreise Vilbel, die 1. evangelische
Schulstelle zu Bad⸗Nauheim, im Kreise Friedberg, an
demselben Tage dem Schullehrer an der evangelischen
Schule zu Haarhausen, im Kreise Alsfeld, Johann Friedrich
Ludwig Brusius die 1. evangelische Schulstelle zu Erz⸗ hausen, im Kreise Darmstadt, zu übertragen.
VIII. Charakterertheilungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 30. Oct. dem vormaligen Großherzoglichen Generalconsul zu Wien Friedrich Freiherrn Schey, Ritter von Koromla, den Charakter als Geheimraih,— sowie dem vormaligen Großherzoglichen Generalconsul zu St. Petersburg, Horatius Freiherrn von Grünzberg, den Charakter als Geheimer Commerzienrath, am 4. November dem Lehrer an der 1. evangelischen Schule zu Bad-Nauheim, im Kreise Friedberg, Balthasar Schaub, den Charakter als Miiprediger.
IX. Dienstentlassungen: am 28. October die Groß⸗ herzoglichen Generalconsuln Georg Freiherrn von Worms zu London, Horatius Freiherrn von Günzberg zu St. Petersburg, Heinrich Lämmert zu Rio de Janeiro, Friedrich Freiherrn Schey Ritter von Koromla zu Wien, sowie die Großherzoglichen Consuln Carl Becker zu Amsterdam, August Heim zu Antwerpen, Werner Dresel zu Baltimore, Gregor von Castrisiones zu Cadix, August Beck zu Chicago, Carl Adolf Gottlieb Adge zu Cincinnati, Carl Schmitz zu Florenz, Carl August Christian Duisen⸗ berg zu San Francisco, Johannes Wilhelm Jockusch zu
Galveston, Ferdinand Schott zu Gibraltar, Carl Stöß zu
Liverpool, Robert Bartb zu St. Louis, Ludwig Freiherrn von Baumbach zu Milwaukee, Johannes Krultschnitt zu New⸗ Orleans, Friedrich Wilhelm Kreutgen zu NewYork, Georg Kellner zu Odessa, August von Iseghem-Duclos zu Ostende, Heinrich Möser zu Pittsburg, Domingos Ribeiro dos Santos zu Porto, Johannes Wilhelm Bunge zu Rotterdam unter Anerkennung der von denselben ge⸗ leisteten Dienste von ihren seitherigen Stellungen zu entheben.
X. Versetzungen in den Ruhestand. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. Ociober den Schullehrer an der 1. evangelischen Schule zu Klein⸗Karben, im Kreise Vilbel, Peter Ruckelshausen auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. Januar 1872, am 19. October den Schullehrer an
der 2. evangelischen Schule zu Eberstadt, im Kreise Darmstadt, Valentin Schaffner auf sein Nachsuchen, an demselben Tage den Conducteur bei der Main ⸗Neckar⸗ Eisenbahn, Peter Schneider, bis zur Herstellung seiner angegriffenen Gesundheit, am 20. Ockober den Ober⸗ rechnungs-Revisor bei der Justiftcatur I. Abtheilung der Ober⸗Rechnungskammer, Conrad Scharch, am 4. November ben Schullehrer an der evangelischen Schule zu Hoch⸗ Weisel, im Kreise Friedberg, Friedrich Prätorius, auf sein⸗ Nachsuchen, am 7. November den Schullehrer an der 1. evangelischen Schule zu Berstadt, im Kreise Nidda, Wilhelm Veith, mit Wirkung vom 1. Januar 1872 an, auf sein Nachsuchen— in den Ruhestand zu versetzen. XI. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die evangelische Pfarrstelle zu Dorheim, im Dekanate Fried⸗ berg, mit einem zu 1656 fl. 25 kr. veranschlagten, in Folge günstiger Verpachtung zur Zeit aber beträchtlich höheren Einkommen, auf welchem bis auf Weiteres eine Abgabe von 100 fl. ruht; die evangelische Diakonatsstelle zu Groß-Bieberau, im Dekanate Reinheim, mit einem Gehalte von 935 fl. 28 kr.; die 2. evangelische Schul⸗ stelle zu Vielbrunn, im Kreise Neustadt, mit einem Gehalt von 300 fl.; dem Herrn Fürsten zu Löwenstein⸗Wertheim⸗ Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach Schönberg sieht das Präsentationsrecht zu derselben zu; die 7. (katholische) Schulstelle zu Offenbach, mit einem jährlichen Gehalt von 600 fl.; dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗ Birstein steyl das Präsentationsrecht zu derselben zu; die 3.(katholische) Schulstelle zu Offenbach, im Kreise Offen⸗ bach, mit einem jährlichen Gehalt von 600 fl.; das Pra⸗ sentationsrecht zu derselben steht dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Birstein zu; die 19.(evangelische) Schulstelle zu Offenbach, mit einem jährlichen Gehalt von 600 fl.; dem Herrn Fürsten zu Isenburg⸗Birstein stebt das Präsentations⸗ recht zu derselben zu; die mit einem Philologen oder Theologen zu besetzende 1. evangelische Schulstelle(Jort⸗ bildungsklasse) zu Lich, im Kreise Gießen, mit einem jährlichen Gehalt von 740 fl.; die katholische Schulstelle zu Wickstadt, im Kreise Friedberg, mit einem Gehalt von 300 fl.; dem Herrn Grasen zu Solms Mödelheim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zuz die 1. evan⸗ gelische Schulstelle zu Büdesheim, im Kreise Vilbel, mit einem Gehalt von 399 fl. 36 kr.; die 5, evangelische
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