Ausgabe 
30.9.1871
 
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Samstag den 30. September.

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Oberhessischer!

zeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Sam statz

4

beginnt

dreimal erscheinen wird.

Am f Bei der Verlags ⸗Ex 1 8 ctober 30 kr. Auswärtige Abonnent Postboten baldigst zu machen,

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den Poststellen oder Die Expedition.

Deutsches Reich. Darmstadt, 27. Sept. Die I. Kammer bat in ihrer heutigen Sitzung den ihr vorliegenden

Beschlüssen der zweiten Kammer mit wenigen un

wesentlichen Modisicationen zugestimmt. Mainz. Man klagt von hier aus sehr über

den Mangel an deutscher Courant- und Scheide⸗

münze und daß dieser noch durch die Ansuhr, von Massen holländischer Silbermünze ausgebeutet wird, welche ein hiesiges Bankhaus durch seine Agenten und Wechsler mit 5 pro Mille Aufgeld allen Cassenbeamten der verschiedenen Verkehrsinstitute c. ꝛc. anbietet und in Umlauf setzt. Nach der Natur unserer Handelsbeziehungen zu Holland ist on einen Zurückfluß dieser Metallmasse nicht zu renken und es drohen daher den mittleren Ge schäftsleuten die empfindlichsten Verluste.

Berlin. DemReichsanzeiger zufolge wird die Eisenbahnbetriebs⸗Commission zu Straßburg vom 1. October ab dem Reichskanzleramte unter- stellt. Ferner veröffentlicht dasselbe Blatt eine Verordnung des Reichskanzlers, nach welcher be⸗ bufs Erleichterung des Geldverkehrs vom 15. Oct. ab die Einziehung von Geldern bis 50 Thaler einschließlich durch Postmandat erfolgen kann.

Der Bundesrath hat dem Antrage Bayerns, ein Gesetz zu erlassen, durch welches die Todes erklärung der im letzten Kriege Verschollenen ge⸗ regelt werde, keine Folge gegeben, sondern die Angelegenheit den Einzelstaaten überlassen.

Die Gesetze, betreffend das Postwesen und das Posttaxwesen des deutschen Reiches, welche der Reichstag in der letzter Session erledigt hatte, sind bisher weder sanctionirt noch publicirt worden, nach derVoss. Z. aus dem einfachen Grunde nicht etwa, weil dieselben erst am 1. October in Kraft treten sollen, sondern weil der Bundes- rath sich nicht hat sofort entschließen können, auf das Votum des Reichstages bezüglich der Beseiti gung des Landbriesbestellgeldes einzugehen.

In dem Etat für das Reichs⸗Oberhandels- gericht sind die persönlichen Ausgaben für 1872 auf 65,400 Thlr. veranschlagt und zwar kommen auf das richterliche Personal 58,000 Thlr., näm; lich auf den Prasidenten 6000 Thaler, auf den Vicepräsidenten 4000 Thaler und auf 16 Räthe je 3000 Thaler.

Laut Privatnachrichten aus Baden-Baden soll der Kaiser die Absicht haben, in Begleitung des Kronprinzen und mehrerer andern fürstlichen Personen in nächster Zeit einen Besuch in Straß⸗ burg, Metz u. s. w. zu machen.

Nach dem neuesten Cholera Rapport sind bis zum 26. d. Mts. in der Provinz Preußen 3301 Erkrankungen unter dem Civil und 108 unter dem Militär vorgekommen. Davon partizipiren Königsberg mit 2686 Civil- und 87 Militärpersonen, Meblau mit 192 Civil⸗ und 3 Militärpersonen, Elbing mit 155 Civil⸗ und 2 Militärpersonen, Tilsit mit 110 Civil⸗ und 2 Militärpersonen, Pillau mit 106 Civil- und 5 Militärpersonen, Danzig mit 49 Civil- und 1 Militäpersonen und Gumbinnen mit 3 Civil- und 5 Militärpersonen. Es sind von den Erkrankten 1724 Civil- und

33 Militärpersonen gestorben. Der Zugang an neueren Erkrankungen vom 10. 20. d. betrug 709.

Berliner Blätter erinnern daran, daß die französische Regierung immer roch keinen Schritt gethan habe, die von dem früberen Kriegsminister General Leflo in Aussicht gestellte große Kriegs- jury zur Aburtheilung der 142 franz. Offiziere zu berufen, welche während des Krieges trotz ihres Ehrenwortes aus der Gefangenschaft entflohen, oder in die active Armee wieder eingetreten sind.

In Königsberg scheint die Cholera im Erlöschen. Am 23. erkrankten 12 und starben 5 Personen, am 24. erkrankten nur noch 3 und starb 1 Person.

Hamburg. In der letzten Woche erkrankten an Durchfall 148 Personen gegen 304 in der vorigen Woche, an Brechdurchfall 108 Personen gegen 220 der vorigen Woche; an der Cholera sind 31 gegen 68 der vorigen Woche erkrankt. Im Ganzen sind in der letzten Woche an Durch- fall, Brechdurchfall und Cholera gestorben: 38 Per⸗ sonen, gegen 69 Personen in der vorigen Woche.

Dresden. Freiherr v. Falkenstein ist von der Leitung des Cultusministeriums entbunden und dem Prof. Gerber das Cultusministerium unter Ernennung zum Staatsminister übertragen. Gerber, ein hervorragender Jurist, fungirte bei der un längst abgehaltenen Synode als Präsident und erwies sich dabei als Gegner der Liberalen.

München. Der Landtag wurde durch den Prinzen Luitpold im Auftrage des Königs er öffnet. Eine Thronrede wurde nicht verlesen. Der Minister des Innern verlas die Einberufungsordre.

Der Erzbischof von München hat den ministeriellen Erlaß vom 27. August beantwortet. In der Antwort wird der Vorwurf, daß das Un⸗ fehlbarkeitsdogma eine Neuerung der Kirchenlehre und staatsgefährlich sei, sowie der Vorwurf der Verfassungsverletzung durch die Bischöse zurückge wiesen und der der katholischen Kirche durch die Verfassung zugesicherte landesherrliche Schutz be ansprucht.

Der König hat die bayerischen Gesandten Graf Quapt(Paris), Graf Hompesch(London), Baron Thüngen(Darmstadt), Baron Riederer (Karlsruhe) und v. Niethammer(Brüssel) abbe⸗ rufen und vorbehaltlich der Wiederverwendung und unter Anerkennung der geleisteten Dienste in zeitlichen Ruhestand versetzt.

Die von den Herren Michelis, Pater Hyacinthe, Reinkens und Friedrich vorzugsweise für Frauen aus allen Ständen veranstalteten Vor⸗ träge haben allgemeines Interesse auf sich gezogen. Der Saal war überfüllt; tausende von Eintritts- karten waren verlangt worden; die Rücksicht auf den Raum erlaubte aber nur die Abgabe von etwa 800 Karten. Am Montag Vormittag wurden in einer letzten geheimen Sitzung des Bureaus des Katholikencongresses die umfassendsten Organisationsmaßregeln für die Fortführung der Bewegung festgestellt.

Aus Straßburg wird derTimes ge schrieben, daß unter dem Einfluß der Verhand. lungen über den Handels vertrag gegenwärtig dort

die Stimmung den Deutschen günstiger und den Franzosen abgeneigter sei, als man es noch vor 14 Tagen kaum hätte für möglich halten können.

Ausland.

Oesterreich. Wien. Fortwährend tauchen hier Nachrichten von Ministerkrisen auf und selbst der Reichskanzler von Beust ist bei diesen Combi⸗ nationen mit einbegriffen. Der einmüthige ge⸗ schlossene Widerstand der Deutschen gegen die Aus- gleichspolitik des Ministeriums Hohenwart hat die Dinge bereits so weit gereift, daß die Entschei⸗ dung des obschwebenden Conflictes noch vor Zu⸗ sammentritt des Reichstages erfolgen dürfte.

Schweiz. In Lausanne hat die Friedens und Freiheitsliga getagt, welcher Nationalrath Egtel präsidirte. Anwesend waren Lembunier und Bellanger aus Paris, Sonnemann aus Frank- furt, Goegg aus Baden, Simon aus Trier, Maure Macchi aus Italien. Mazzini, Louis Blanc, Edgar Quinet billigen brieflich das Con⸗ greßprogramm und entsckuldigen ihre Abwesenheit. Gambetta sandte gleichfalls ein Schreiben, das hervorhebt, Frankreich müsse zuerst wieder zu nationaler Kraft und zu Einfluß kommen, bevor es an kosmopolitischen Bestrebungen sich bethei⸗ ligen könne. In der zweiten Sitzung kam die sociale Frage zur Besprechung. Leo vertheidigte in seiner Rede die Commune, was lebhafte Auf⸗ tritte veranlaßte. Sekretan, Redacteur derEsta⸗ fette, welcher Leo unterstützte, wurde gewaltsam aus dem Sitzungssaale entfernt. Mehrere Redner, welche Leo zu rechtfertigen suchten, mußten die Rednerbühne verlassen.

Frankreich. Paris. DerPatrie zu⸗ folge hat das hiesige Arbeiter- und Gehülfencomitk beschlossen, an die Arbeiter die Aufforderung zu richten, daß sie sich von derInternationale lossagen, von dem System der Arbeitseinstellung absehen und die Regierung durch friedliche Wieder- aufnahme der Arbeit, sowie durch Aufrechterhaltung der Ordnung unterstützen möchten.

Nachdem die Nationalversammlung sich trennte ohne den Belagerungszustand in Paris aufzuheben oder Herrn Thiers die deßfallsige Er⸗ mächtigung zu hinterlassen, wird der Präsident der Republik im Einverständniß mit den Militär- behörden einstweilen einige Erleichterungen wegen Veröffentlichung von Journalen eintreten lassen und den Restaurants und Café's gestatten, wie früher bis 1 Uhr Nachts offen zu bleiben.

DieAgenee Havas erfährt, daß Graf Arnim bei seiner jüngsten Zusammenkunft mit dem Präsidenten der Republik demselben mitge- theilt habe, daß er die Verhandlungen wieder aufnehmen werde, sobald der endgültige Entwurf der Zollconvention, welchen er nach Berlin ge schickt habe, zurückgekommen sein werde.

Der Jardin d'Aeclimation, eine der in⸗ teressantesten Sehenswürdigkeiten von Paris, dürfte eingehen, da die Stadt ihm eine für sein Fort⸗ bestehen unentbehrliche Subvention von 50,000 Fr. jährlich nicht gewähren kann.

DerGaulois erwähnt der vomSidele