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30.3.1871
 
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1871.

Donnerstag den 30. März.

M38.

Darmstadt.

Oberhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

denen, Auf den wöchentlich dreimal erscheinendenOberhessischen Anzeiger

kann man für das zweite Quartal l. J. bei allen Poststellen für

38 kr., mit Bestellgeld für 47 kr. abonniren.

Bei der Verlags⸗

Expedition kostet das Blatt für das zweite Quartal 30 kr.

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en für den nächsterscheinendenAnzeiger ist

2 9 3 uhr.

fe müssen für eine andere Nummer zurückgelegt werden.

Beiteffend: Die Vertilgung der Raupennester.

Amtlicher Theil.

Friedberg am 28. Marz 1871.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg un die Großh. Polizeiverwaltung Bad-Nauheim, Großh. Polizei-Commissär in Wickstadt und die Großh. Bürgermeistereien des Kreises. Die Erledigung unserer Auflage rom 7. d. Mis., Nr. 29 des Oberhessischen Anzeigers, bringen wir in Ermnerung.

Trapp.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. Stadtdiener Philipp Aletter zu Bad- Nauheim ist auf den Polizeischutz verpflichtet worden.

Deutsches Reich. S. K. H. der Großherzog st am Samstag Abend um halb 10 Uhr von Zerlin wieder hier eingetroffen.

Der Zusammentritt der ersten Kammer, er insbesondere die Erledigung der durch die Sinführung des Bundesstrafgesetzes bedingten Ab mderung unseres Polizeistrafgesetzes obliegt, wird orauc sichtlich gleich nach Ostern, also Mitte April folgen.

Der mit der Verwaltung des Kreises Zrünberg beauftragte Kreisassessor Dr. Wilhelm udwig Georg Dietzsch wurde zum Kreisrath es Kreises Grünberg ernannt.

DieDarmst. Ztg. vom 27. d. schreibt: Das Verbot der Rückkehr der Kriegsgefangenen it, dem Vernehmen nach, seit zwei Tagen insofern ieder aufgehoben, als Offizieren und den Mann haften aus Elsaß und Lothringen abzureisen tostattet ist.

Wie Felvppostbricse melden, hat die hessische Division am 22. d. M. vorläufig Standquartier in Vassy und Umgegend(Departement Haute- Narne, Arrondissement Vire) bezogen.

S. K. H. der Großherzog hat am 12. Febr. ten Vicefeldwebel Schorlemmer im 3. Inf.-Reg. zum Lieutenant der Reserve dieses Regiments und

ten Gefreiten Walter in demselben Regiment zum % Lortepeefähnrich ernannt; am 20. Febr. den Ritt-

weister à la suite Freih. von Zwierlein unter

Helassung in seiner seitherigen Stellung und unter ewährung der Competenzen eines Oberlicutenants

zaum Commandeur der 1. Art.⸗Munit.⸗Col. er- tannt; am 22. Februar im 1. Reiter-Reg. die (orporäle Hans Schwerin und Otto Freiherrn Gemmingen, sowie den Gefreiten Richard Parish zu Portepetfähnrichen, im 2. Reiter-Regiment den befreiten Eduard Wilhelm Schön zum Portepee fihnrich, im 1. Inf.-Reg. den Viee-Feldwebel Franz Müller zum Lieutenant der Reserve, den Garbisten Gustav Koch zum Portepeefähnrich, im Inf.-Reg. den Vicefeldwebel Reinhard Hessig

zum Lieutenant der Reserve, im 3. Inf.-Reg. die Corporäle Georg Leuthner, Hans Freiherrn von Schenk zu Schweinsberg, Georg Brodrück, Ludwig von Wachter, den Gefreiten Ludwig von Siebold, die Musketiere Friedrich Külp, Theodor Melior, Julius von Lyncker zu Portepeefähnrichen, im 4. Inf.-Reg. die Corporäle Eduard von Ochsenstein und Wilhelm Küchler zu Portepeefähnrichen er nannt; sodann den Lieutenant von Ritgen vom 2. Inf.⸗Reg. in das 1. Jäger-Bataillon versetzt; am 24. Februar die Corporäle Schmidt und Wegner vom 1. Reiter-Reg. zu Portepeefähnrichen ernannt; am 27. Febr. den Lieutenant der Reserve Röder vom 4. Inf. Reg. zur Trainabtheilung versetzt und den Vicewachtmeister Jahn zum Lieute nant in derselben ernannt, sowie dem Oberzeug wart Daub bei dem Artilleriedepot den Charakter als Zeuglieutenant ertheilt; am 6. März den Vicefeldwebel Hahn vom 4. Inf.-Reg. zum Lieute nant der Reserve dieses Regiments ernannt; am 18. März den Vicefeldwebel Pfeil vom Großh. Artilleriecorps zum Lieutenant der Reserve ernannt.

Mainz. Zum Gouverneur der Festung ist der bisherige Generalgouverneur des Bezirks des 3. und 4. Armeecorps, General v. Bonin, er nannt worden. a

Berlin, 26. März. DerStaatsanzeiger veröffentlicht folgende Ordre des Kaiser- Königs an den Minister des Innern:Nach dem nunmehr glücklich beendigten Kriege in die Heimath zurückgekehrt, sind mir an meinem Ge burtstage nicht nur aus sämmtlichen Provinzen der Monarchie, sondern auch aus allen übrigen Theilen des deutschen Vaterlandes von Gemeinden, Corporationen, Vereinen, Festversammlungen und einzelnen Personen zahlreiche Glückwünsche schrist lich wie telegraphisch zugekommen. Diese Kund

Liebe und Anhänglichkeit gelten, haben mich mit freudiger Bewegung und Genugthuung erfüllt. Mein Herz drängt mich, Allen meinen aufrichtig

gebungen, welche mir als einen Beweis treuer

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Ich beauftrage Sie, dies zur öffentlichen Kennt- niß zu bringen. Berlin, den 24. März 1871. Wilhelm.

Der Kaiser empfing in außerordentlicher Audienz die Vertreter Oesterceichs, Spanjens und Italiens, welche Glückwunschschreiben ihrer Sou veräne zur Annahme der Kaiserwürde überreichten.

27. März. In der beutigen Sitzung des Reichstages folgt nach Erledigung mehrerer Wahl prüfungen die erste Berathung über die Reichs- verfassung. Minister Delbrück bemerkt, daß die Vorlage, deren Inhalt im norddeutschen Reichs tage und in den süddeutschen Landtagen bereits eingehend erörtert sei, nur eine zusammengefaßte Redaktion der gefaßten Beschlüsse wäre. Noch nicht berathen sei nur die Bestimmung, daß der Ausschuß des Bundesrathes für die auswärtigen Angelegenheiten nur durch zwei Mitglieder ver stärkt werde. Nach einer Bemerkung des Abg. Schultze(Berlin), welcher sich weitere Verbesserungs anträge vorbehält, wird die erste Lesung geschlossen. Hierauf wird der Handelsvertrag mit San Sal vador in erster und zweiter Lesung angenommen.

28. März. Sitzung des Reichstages. Erste Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die anderweite Feststellung der Matricularbeiträge zur Deckung der Gesammt- Ausgaben pro 1869. Bundescommissär Michaelis leitet die Debatte mit einer kurzen Auseinandersetzung ein, gibt eine Uebersicht über das Ergebniß der Finanzverwal tung pro 1870 und erklärt, daß trotz des Krieges Ausfälle in den Einnahmen nicht zu erwarten seien, sich vielmehr, soweit bis jetzt zu übersehen sei, Ueberschüsse herausstellen würden. Auf eine Anfrage Benda's erklärt Staatsminister Delbrück, die Bundesregierung werde auch in Zukunft dem Reichstage besondere Vorlagen über die Etats überschreitungen behufs verfassungsmäßiger Ge- nehmigung machen. Was die verlangte Vorlage wegen Errichtung eines Bundesrechnungsbofes anbelange, so könne er(der Minister) diese Frage

sten und tiesgefühltesten Dank dafür auszusprechen. jetzt nicht bestimmt beantworten, da dieselbe mit