2 1er und der Packmeister wurden mehr oder
1 schwer verletzt, andere Beamte leicht; die Passa⸗ 0 giere sind, soviel bis jetzt bekannt, mit dem Schreck und Contusionen davongekommen. Verlust an Menschenleben 4 ist glücklicherweise nicht zu beklagen. Der Zug, der Nachts gegen 3 Uhr hier eintreffen muß, kam erst zwischen 4 und 5 Uyr hier an, die Post blieb zurück.“
1 1 14 4
Landwirthschaftliches.
Centeergebnisse, Die sich jetzt kläglich mehrenden Slpoecialberichte über den Ausfall der Ernte in den ver⸗ 1 schledenen Ländern und Gegenden lassen es zweiffellos er⸗ um scheinen, daß die Gesammterträge dieses Jahres als sehr Jlsͤiufriedenstellend bezeichnet werden können! In den süd— * westlichen Ländern und Provinzen Deutschlands gehört das Körneverträgniß der Winterfrüchte zu den hervorragendsten Ergebnissen, die seit langen Jahren beobachtet worden sind. Fast einstimmig sind in dieser Hinsicht die Urtheile über den Roggen, der in Quantität und Qualität seit vielen Jahren nicht mehr so vorzüglich gekörnt hat, als heuer. Der Waizen hat im Allgemeinen weniger Gebinde geliefert, als es erwartet worden war, allein das Körner— erträgniß ist vollig befriedigend und die Qualität sehr gut, namentlich wird aus der Provinz Rheinhessen, Rhein⸗ preußen, der Bayrischen Pfalz und dem Elsaß die Qualität als sehr hervorragend bezeichnet. Nicht minder günstig sprechen sich die Specialberichte aus Baden, Württemberg und Franken über die Fruchterträgnisse aus; nur bezüglich!
der Gerste sind dort die Hoffnungen unerfüllt geblieben,
indem dieselbe nicht allein geringeren Massenertrag lieferte, als es erwartet worden war, sondern auch in der Qua— lität zu wünschen übrig läßt. Aus Franken, Mähren und Böhmen taugen nur vereinzelte Klagen auf, im Ganzen aber ist man auch dort durch die Ergebnisse befriedigt. Trüb hingegen lauten die Mittheilungen aus Ungarn, wo theils durch die starken und andauernden Ueberschwem— mungen, theils durch massenhafte Hagelschläge fast eine völlige Mißernte zu verzeichnen ist. Auch in den unteren Donauländern sind die Hoffnungen der Landwirthe unerfüllt geblieben, indem sich die Körnung der Halmfrüchte schlecht vollzogen hat. In den nordöstlichen Districten Deutsch⸗ lanoͤs und in den westlichen Provinzen Rußlands wird die Körnerfruchternte als von mittlerem Ergebnisse ge— schildert, nur die Breslauer Berichte bezeichnen die Erträge in Roggen und Weizen als eine Vollernte, bedauern aber zugleich, daß der Ertrag in Gerste im Allgemeinen nicht befriedige. Aus Thüringen, Sachsen(Königreich und Provinz), laufen Berichte ein, denen zufolge die Ernte als völlig befriedigend angesehen werden muß, namentlich wird hervorgehoben, daß die Qualität des Waizens die gehegten Erwartungen weitaus übertreffe. Von den Ostseehafen⸗ plätzen her wird der Verkehr in Winterfrüchten bereits als so belebt geschildert, wie es seit einer ganzen Reihe der Vorjahre nicht mehr beobachtet worden sei.— Die Nach- richten aus England sind noch zu sehr widersprechend und gestatten ein sicheres Urtheil nicht, doch neigen die Ansichten mehr dahin, daß die Qualität des englischen Weizens in
diesem Jahre nicht die beste sei. Mit Sicherheit weiß man dagegen, daß in Belglen die Körnerfruchternte reichlich und gut ausgefallen ist. Amerikanische Berichte sind erst so spärlich vorhanden, daß eine Zurückhaltung im Urtheile geboten erscheint.
Die diesjährige Futterernte ist, wie man von allen Seilen hört, recht reichlich ausgefallen. Die Vieh⸗ preise zeigen daher eine feste Heltung und die Lust zur Nachzucht ist besonders stark; allein bezüglich der Futter⸗ mischungen wird eine besondere Aufmerksamkeit erforderlich sein, denn die Qualität des Futters ist gering, theils weil es bei der Heuwendung mitunter eine starke Beregnung erfahren hat, theils weil es in einzelnen Perioden zu naß gewachsen ist. So soll die Luzerne in ihrem schnittfähigen Zustande im Mittel nahe 25 Proc. Trockensystem enthalten, allein 14 in verschiedenen Gegenden und Bodenlagen ge— wachsene Luzerneproben ergaben bet ihrer Untersuchung im Laboratorium der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms im Mittel nur 19,4 Proc. Trockensubstanz und die ebendaselbst ausgeführten Untersuchungen über Werths⸗ verminderung des beregneten Futters, ebenfalls Luzerne, zeigen bei 9 Versuchen eine Trockensubstanzverminderung von 3,4 Proc. im Mittel und zwar trifft dieselbe am stärksten die werthvolleren Nährstoffe. Die Landwirthe haben diesen Erscheinungen die gebührende Rechnung zu tragen und dürfen nicht denken, daß ihnen im Hinblicke auf die großen Vorräthe die Zuhilfenahme von Kleien und Oelkuchen erspart sei.
Bekanntmachung.
2124 Der als Frucht- und Viehhändler in das Firmen⸗ regißer eingetragene Löb Fröhlich von Fauerbach v. d. H. hat die feinen beiden Söhnen Herz Fröhlich und Salomon Fröhlich ertheilte Procura vom 1. Sep— tember d. J. an zurückgenommen. Butzbach den 24. Auguft 1871. Großherzogliches Landgericht Butzbach Dr. Gilmer.
Ber s il iteferun g. 2127 Mittwoch den 6. Sepfember 1871, Vormittags 11 Ahr, soll die Lieferung des Brodbedarfs pro 4. Quar- tal 1871 für die Schwadronen zu Bußbach auf dem Büreau der Garnisonsverwaltung nach den daselbst zur Einsicht offen liegenden Bedingungen auf dem Wege der Summission vergeben werden. Butzbach den 26. August 1871. Becker, Major und Schwadronschef.
Arbeits ⸗Versteigerung. 2128 Donnerstag den 31. August l. J., Nachmittags 2 Ubr, soll in dem Gemeindehause zu Fauerbach v. d. H. Glaserarbest und Schreinerarbeit, zusammen veranschlagt zu 32 fl., unter den vor der Versseigerung bekannt ge⸗ macht werdenden Bedingungen versteigert und in Accord gegeben werden.
Butz bach am 26. August 1871. Der Bezirks- Bauausseher Bur k.
Grummetgras⸗Versteigerung.
2129 Donnesftag den 31. August, Morgens um 10 Uhr, soll das der biesigen Gemeinde gehörige Grummetgras auf biesigem Rathhause öffentlich meistbietend verstelgert rden. Fauerbach b. Fr. den 28. August 1871. Großherzogliche Bürgermelsteiei Fauerbach b. F. Helfrich.
2 2 & 2 2 8 8 8. 2 52 88 45 — 2 —— 2 8 2 g 8 8. 2 Die soeben erschienene Nummer 48—— 22 enthält: E 8 3
Der Daheimkalender ist da!— Der Münzthurm. Ein vaterländischer Roman von Georg Diltl.(Forts.) — Sonntagsmorgen. Nach dem Gemälde von Siegert. — Eine Characterfigur aus dem Berliner Maurerftrike, Mit Illustration von p. Lüders.— Aus der Welt der Börse. IV. Die Dessau'schen Bankkalastrophen.— Moderne Gesellschaftsreisen. Am Familientische: Giftige ßliegen.— Todtenstarr!— Aus der Nachlassen⸗ schaft der franzöfischen Gefangenen in Deutschland.— Kinderarbeit im Kriege. Zu dem Bilde von Nikutowski: Alles für's Vaterland!— Die Verwesung. Marmor⸗ gruppe von Schlüter. Illußratson zu Hlltl's Roman: „Der Münzthurm.
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