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Dienstag den 29. August.
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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Friedberger Intelligenzblatt.
1 Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Deutsches Reich. Darmstadt. Se. K. H. der Großherzog
bat die dermalen als Stations-Controleure zu Emmerich und resp. Harburg verwendeten Zoll— inspectoren F. Ch. Engisch und C. Ruckelshausen
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in den inländischen Dienst zurückberufen und Ersteren
zum Ober-⸗Zoll-Inspector des Haupt ollamts Gießen
und der damit verbundenen Orts-Einnehmerei 1. Classe ernannt und Letzterem die Stelle eines Ober-Zoll-Inspectors bei dem Hauptzollamt Mainz,
mit der Verpflichtung, bis auf Weiteres zugleich
als Ober-Zollinspector bei den Haupt-Zollämtern
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Bingen und Worms zu fungiren, übertragen. Mainz. Von hier wird gemeldet: Man
scheint in Frankreich doch rascher zur Vernunst
zu kommen, als man wollte.
Verschiedene Hand— lungsbäuser, welche die Offerten ihrer früheren deutschen Geschäftsfreunde in gerade nicht freund— licher Weise vor Kurzem zurückgewiesen, haben jetzt wieder Commissäre gesandt oder sind am Rhein selbst erschienen. Namentlich sind in der letzten Woche sowohl in der Productenbranche, wie in dem Vieh- und feineren Fleischhandel wieder namhafte Abschlüsse auf regelmäßige Lieferungen von sehr bedeutendem Belang vorzugsweise für Paris erfolgt.
Berlin. Am 18. August, dem Jahrestag der Schlacht von Gravelotte, hat der Kaiser in
Gastein ein großes Militär- Avancement vollzogen. Wir entnehmen demselben u. A. die Beförderung des Prinzen Ludwig von
Hessen und des Commandanten von Frankfurt a. M., Generalmajor von Rauch, zu General- lieutenants.
— Die„Kreuzztg.“ empfängt Wiener Mit— theilungen, welche alle Combingtionen über eine angeblich plötzlich in den Gasteiner-Verbandlungen eingetretene ungünstige Wendung als vollkommen unberechtigt bezeichnen. Der Correspondent der „Kreuzzig.“ glaubt schon jetzt nachdrücklich sagen zu können, daß die allgemeine Lage und die aus ihr abzuleitenden allgemeinen Interessen zur Sprache gebracht sind und eine erfreuliche Uebereinstimmung in den Anschauungen und Grundsätzen zu Tage getreten ist. Folgerungen in Gestalt allgemeiner oder specieller Abmachungen seien nicht in Aus-
sicht genommen worden, scharf zu rügen seien die
Meldungen über eine allmähliche Erkaltung der
beiden Kaiser.
Der deutsche Geschäftsträger bei der sranzösischen Republik, Graf Waldersee, hat am 22. Aug. eine Besprechung mit dem franzbösischen Minister des Auswärtigen gehabt, bei welcher er die Ligue de la délivrance de PAlsace et de la Lorraine zur Sprache brachte. Herr v. Remusat erklärte, daß die französische Regierung den Ver- ein für völkerrechtswidrig betrachte, auch bereits die Auflösung desselben angeordnet habe und ge— gebenen Falls gerichtlich einschreiten werde.
Aus Berlin schreibt man der„Köln. Ztg“: „Die Verhandlungen, welche in Frankfurt a. M. wischen Deutschland und Frankreich darüber ge· führt wurden, an Stelle des durch den Krieg binfällig gewordenen Postvertrags zwischen beiden
Mächten einen neuen abzuschließen, sind an den
übertriebenen Forderungen des französischen Be— vollmächtigten gescheitert. Namentlich verlangte
zerselbe die Beibehaltung des bisherigen hohen
Hortosatzes mit einem überwiegenden Theil für
Frankreich. Da seine Forderungen im Laufe der Debatte nicht ermäßigt wurden, so sah der dies— seitige Bevollmächtigte sich zu der Erklärung ge— nöthigt, daß auf solcher Grundlage nicht weiter unterhandelt werden könne. Der Postverkehr Deutschlands mit Frankreich erfolgt einstweilen noch nach den Bestimmungen des früheren Ver- trags. Das Verhältniß kann aber stiner Miß— lichkeiten wegen nicht mehr lange fortbestehen. Unter solchen Umständen ist zu erwarten, daß auf französischer Seite alsbald der Wunsch sich kund geben werde, in gemäßigter Weise den Abschluß eines neuen Postvertrags mit Deutschland herbei— zuführen.“
— Die Ermittelungen in Betreff der Wohnungs- noth haben, wie die„Voss. Ztg.“ meldet, ergeben, daß am 1. October mindestens 1600 Familien obdachlos werden.
— Nach Berliner Blättern sind daselbst be— reits vier Cholerafälle constatirt worden, von denen zwei einen tödtlichen Ausgang hatten.
— Der„Kreuzztg.“ wird aus Wien geschrie— ben, daß die Verhandlungen in Gastein den denk— bar günstigen Verlauf genommen haben.
— Mehrere Blätter enthalten übereinstimmend einen Artikel, worin hervorgehoben wird, daß die jetzige zweifelhaste Haltung der Majorität der franzöfischen Nationalversammlung die Eventualität der Erschütterung der Stellung Thiers in den Vordergrund rücken und unser Vertrauen schwächen müsse. Die Parteien, welche jetzt an der Stellung Thiers rüttelten, vermehrten die Unsicherheit der Zukunft Frankreichs.
Potsdam. Das deutsche Kronprinzenpaar ist am 24. d. hier wieder eingetroffen.
Königsberg. Vom 26. Juli bis incl. 20. August sind hier im Ganzen an der Cholera erkrankt 870 Personen, von denen 407 mit dem Tod abgingen. In Elbing hat die Cholera be— reits 11 Opfer gefordert.
Kassel. Der seitherige Oberpräsident v. Möller ist von hier nach Straßburg versetzt wor— den, um daselbst in gleiche Stellung einzutreten.
München. Am 24. d. sind in 17 Waggons 9 Millionen Gulden baar als Abschlagszahlung an dem auf Bayern treffenden Antheil der Kriegs— contribution, von Frankfurt kommend, hier einge— troffen und sofort an die Staatsschulden-Tilgungs- casse zur einstweiligen Aufbewahrung abgeliefert worden.
— Dem Vernehmen nach wird Kaiser Wil— helm auf der Rückkehr aus Gastein am 5. Sept. in München eintreffen und einen Tag hier ver— weilen.
Karlsruhe. Unter den Dotirten befinde sich— so wird hier mit großer Bestimmtheit be— hauptet— auch Staatsminister Dr. Jolly mit 150,000 Thalern.
Straßburg. Nach der„Straßb. Ztg.“ ist die Einführung des deutschen Strafgesetzbuchs in Elsaß-Lothringen bis zum 10. October zu er— warten. Die Einführung des Handelsgesetzbuches ist in Vorbereitung.
— Durch kaiserliche Ordre vom 9. d. wurde heute 8 Personen der noch übrige Rest ihrer Cor— rectionshausstrafe erlassen und sie in Freiheit ge— setzt.
— 26. Aug. Der Generalgouverneur macht bekannt, daß für das laufende Jahr eine Mil'tär-
Aushebung in Elsaß-Lothringen nicht in Aussicht genommen ist.— Die amtliche„Straßb. Ztg.“ sagt, die Regierung werde zukünftig auch auf demonstrative Aeußerlichkeiten, Bänder, Rufe ꝛc., die erfahrungsgemäß Unvernünftige zu wirklichen Ordnungsstörungen reizten, ein schärferes Auge richten.
Ausland.
Oesterreich. Wien. Wiener Telegramme an Provinzialblätter melden anscheinend officiös: Graf Beust habe die größte Befriedigung über den Erfolg der Gasteiner Begegnung und das Ent— gegenkommen des Fürsten Bismarck ausgesprochen.
— Es scheint nunmehr völlig zweifellos, daß der Kaiser von Oesterreich den deutschen Kaiser auf dessen Rückreise in Salzburg begrüßen wird. Alle Gerüchte über eine Erschütterung der Stel— lung des Grafen Beust sind völlig unbegründet.
— Aus Gastein telegraphirt man der„Presse“: Herr v. Arnim ist nach Frankfurt abgereist. Der Kaiser von Oestereich sieht den Kaiser Wilhelm erst in Salzturg und bleibt während der Wahl- periode in Wien.
— Die„Presse“ erfährt aus Gastein, daß vor der Abreise des Grafen Beust ein schriftliches Resumé über die politischen Unterredungen der beiden Reichskanzler approbirt worden ist.
Frankreich. Paris, 24. Aug. Es wird versichert, daß Deutschland und Frankreich in der Erkenntniß der Unzukömmlichkeiten, welche die [doppelten Verhandlungen in Compiegne und Frank— furt mit sich brächten, beschlossen hätten, die Un— terhandlungen nach Versailles zu verlegen.
— Wie die„Agence Havas“ meldet, wird Herr v. Arnim morgen in Versailles erwartet, um die Verhandlungen über die Zahlung der Kriegskosten und die Räumung der vier an Paris angrenzenden Departements dort wieder aufzu- nehmen. Man hofft, daß die Räumung Ende dieses Monats erfolgt.
— Die Commission für die Prüfung der Voll⸗ machtenfrage hat Vitet zum Berichterstatter ernannt und beschlossen mit 10 gegen 5 Stimmen, folgende Vorschläge zu machen: Die Dauer der Amtsge⸗ walt Thiers' ist der Dauer der Nationalversamm- lung unbedingt gleich. Die Amtsgewalt Thiers“ soll gleichzeitig mit den Functionen der Versamm⸗ lung erlöschen, welche selbst den Zeitpunkt ihres Rücktrittes festsetzen und dann eine Autorität zur Leitung der Neuwahlen einsetzen wird. Die Frage der Vicepräsidentschaft wurde von der Commission beseitigt. Thiers soll in der Versammlung nur bei ernsten Anlässen erscheinen.
— In der vergangenen Woche haben sich hier einige Cholerafalle mit tödtlichem Ausgange ereignet.
—„Sidcle“ veröffentlicht ein die Haltung der Nationalversammlung tadelndes Schreiben des Generals Faidherbe, in welchem derselbe anzeigt, daß er sein Mandat als Deputirter niederlege.
— In den eingeweibten Kreisen der Neuig- keitskrämer colportirt man die seltsame Nachricht von einer Verschwörung gegen das Leben des deutschen Kaisers, die vor Kurzem von der Ber— liner Polizei entdeckt worden sein soll. Der Kaiser hat, so heißt es, den Polizeirath Stieber direct nach Gastein befohlen, um sich über die Angelegenheit berichten zu lassen.— Dieser Tage


