28. Juni 1865 tagen, diest gi,
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führten Thatsachen auf unbedeutende Vorgänge zurückzuführen seien, die keineswegs eine diploma⸗ tische Intervention erheischten. Die französischen Journale rathen, sich aller Gewaltthätigkeiten oder Reibereien zu enthalten und sich den Deutschen gegenüber nur darauf zu beschränken, keine deut- schen Erzeugnisse zu kaufen und keine Deutschen zu beschäftigen.
Die vierte halbe Milliarde soll, nach Briefen der„Agance Havas“ aus Versailles, mittelst Schatzscheinen, adossirt von den ersten Bank— häusern Europas, zablbar zu London im April und Mai nächsten Jahres, bezahlt werden.
— Die indirecten Einnahmen, wie die Er— trägnisse des Octroi, soken sich überall den Ergeb- nissen der früheren Jahre gleichstellen, dieselben sogar theilweise übertreffen.
Versailles. Am nächsten Donnerstag soll die permanente Commisston der Nationalversamm⸗ lung sich mit den bonapartistischen Umtrieben in der Armee beschäftigen. Sie wird, wie man glaubt, eine Untersuchung beantragen.
— Das erste Kriegsgericht von Versailles verurtbeilte unter dem Vorsitz des Obersten Pittié den Soldaten Louis Boyeux vom 69. Linien- regiment, welcher nach dem 18. März mit seinem Regiment im Luxembourg-Garten lag, sich selbst zum Abfall verleiten ließ und auch seine Came— raden zu überreden suchte, mit den Föderirten zu fraternistren, wobei er dieselben sogar mit Gewalt zurückhalten wollte, zum Tode. Auch das vierte Kriegsgericht fällte ein über Erwarten strenges Urtheil. Die 41 jäbrige Wittwe Marie Moussu war ergriffen worden, wie sie das Haus Nr. 22
der Avenue d'Italie mit einem in Oel getränkten
Stoffe in Brand zu stecken suchte. Dieselbe wurde, nachdem der öffentliche Ankläger, Hauptmann Jouenne, darauf gedrungen hatte, ein Exempel zu statuiren, zum Tode verurtheilt.
Aus Besangon wird gemeldet, daß in verschiedenen Departemente wiederholt Attentate auf Militärs der Occupationsarmee verübt worden sind und daß sich hierdurch der commandirende General der 4. Division veranlaßt gesehen hat, den Be- lagerungszustand für die betreffenden Departements zu verfügen und die alsbaldige Ablieferung aller Waffen zu befehlen.
Rußland. Zum Zwecke der Feststellung all⸗ gemeiner Grundsätze für die Gründung und Ein- richtung der Volksschulen in Rußland soll im
Spätherbst eine Delegirten- Versammlung sämmt⸗ licher ständischen Gubernial-Landtage in Moskau abgehalten werden, zu der schon jetzt umfassende Vorbereitungen getroffen werden.
Amerika. Newpork. Nachrichten aus Tortola(Stadt auf der Insel gleichen Namens) melden, daß daselbst 7000 Personen durch ein Erdbeben obdachlos geworden sind.
— Aus Cuba wird gemeldet, daß ein spanisches Kriegsschiff auf ein britisches Schiff geschossen und dasselbe angelegt hat. Der britische Consul und die Regierung von Hayti suchen die Sache aus— zugleichen.
— Nach den offiziellen Berichten über die Getreideernte in den Vereinigten Staaten ist die Waizenernte günstiger, die Roggenernte weniger befriedigend ausgefallen, die Ernte in Gerste ist mittelmäßig.
— Die„Illinois Staatszeitung“ schreibt: „Von Newyork aus sendet ein„General-Agent“ John C. Jacobsohn Circuläre an die Presse mit dem Programm einer„Süd-Carolina-Land- und Einwanderungs-Association“. Es soll nach dem- selben das Land fast verschenkt, und überdies noch eine halbe Million Dollars in großen, bereits in Charleston errichteten Gebäuden ausgelboost werden. Bei dieser Gelegenheit ist es ganz besonders auf deutsche Gimpel abgesehen.“
Darmstadt. Die Arbeiten zum hiesigen„Saalbau? sind in Angriff genommen, und zwar mit Abholzen des Terrains. München. Der vierte Congreß deutscher Landwirthe soll nach den Beschlüssen des Ausschusses am 20. Februar 1872 in Berlin zusammentreten und vier Tage dauern. Hauptgegenstände der Berathung sind die Wegebau- und Steuerfrage, Bank- und Münzwesen, fachgemäße Ausbil dung der landwirthschaftlichen Jugend, namentlich zur Erlangung des Rechts auf den einjihrigen freiwilligen Militärdienst, Frage der Differential-Tarife der Eisenbahnen. Berlin. Eine Vergleichung der gegenwärtigen Ber⸗ liner Fleischpreise ꝛc. mit den Preisen der Lebensmittel in anderen Städten, namentlich Miiteldeuischlands, muß zu mancherlei Betrachtungen Veranlassung bieten. Es kostete nämlich am 22. d. in Berlin nach den Mittheilungen des„Staatsanzeigers“ das Rindfleisch 3 Pfd. 4 Sgr. (Suppenfleisch) und 6 Sgr. 6 Pf. das Filet, während der Preis für Bratenfleisch 5 Sgr. 5 Pf. stand. In Kreuzer übertragen galt also das Pfund 14—23 ke., wo⸗ bei zu bemerken ist, daß in Berlin die anderwärts übliche Zugabe nicht existirt. Man erhält in Berlin Fleisch für sein Geld, nicht Knochen. Schweinefleisch galt 5 Sgr. — 6 Sgr. 6 Pf. oder 18—23 kr., Hammelfleisch 4 Sgr. 6 Pf.— 5 Sgr. 6 Pf. oder 16— 20 kr., Kalbfleisch 3 Sgr. 6 Pf.— 6 Sgr. oder 12— 21 kr., Butter per Pfd. 9 Sgr.— 12 Sgr. oder 31— 42 kr., Eier per
Mandel(16 Stück) 7 Sgr.— 7 Sgr. 6 Pf. ober 24— 26 kr., Kartoffeln per Metze(nahezu 1 Kumpf) 1 Sgr. 3 Pf.— 1 Sgr. 9 Pf. ober 4—6 ke., Bohnen per Metze 8—10 Sgr. oder 28—35 ke., Linsen per Metze 7 Sgr. oder 25 kr., Erbsen per Metze 6 Sgr. ober 21 kr.
Breslau. In einem Waggon des am 13. Abends von Breslau nach Berlin abgelassenen Schnellzuges ist ein frecher Raubanfall ausgeübt worden. In Liegnitz stieg auf der dem Perron entgegengesetzten Seite, das Dunkel der Nacht benutzend, ein Mann in dem Moment, als sich der Zug in Bewegung setzte, in das Damen⸗Coups zweiter Classe und forderte dort unter den rohesten Drohungen das Geld und Geschmeide von sämmtlichen mitreisenden Damen. Nachdem diese, vom Schrecken über⸗ wälligt und das Unmögliche einer augenblicklichen Hülfe einsehend, ihm all ihr Hab und Gut überlassen, entfernte sich der Freche wieder in dem Augenblick, als der Zug in Bunzlau anhielt. Den Recherchen der Bahnhofs verwal⸗ tung zu Bunzlau gelang es jedoch, den Verbrecher zu er⸗
wischen und in sicheres Gewahrsam zu bringen. Das ge⸗ raubte Gut wurde noch bei ihm vorgefunden. Bern. Der„Bund“ meldet: Der Postdampfer
„Bruenig“ ist auf dem Vierwaldstädter⸗See in den Grund gebohrt worden. Von 20 Passagieren sind 15 gerettet, die andern werden vermißt.
Im Gouvernement Moskau im Kreise Podol wurden mebrere Leichen von Kindern und Frauen aufge⸗ funden, die von einem wilden Thiere angefressen und theilweise zerrissen waren. Bald darauf wurde die Auf⸗ findung einer größeren Anzahl auf gleiche Weise zuge⸗ richteter und verstümmelter Leichen aus anderen benach⸗ barten Kreisen desselben Gouvernements, namentlich aus den Kreisen Moskau, Carycyn, Sierpuchowo und Dmitrowo gemeldet. Etwa 2 Meilen von Moskau fand man an verschiedenen Stellen 13 menschliche Skelette, die vom Fleisch sast ganz entblößt waren und nur hin und wieder frische Blutspuren zeigten. Anfangs vermuthete man, daß Wölfe plötzliche Hetzjagden auf Menschen unternom⸗ men hätten, bis endlich aus der Stadt Carycyn die Nachricht eintraf, daß der blutgierige Feind dort gesehen worden sei. Der Beschreibung nach mußte man denselben für einen Tiger halten. Inzwischen wurde das schreckliche ligerähnliche Thier auch im Kreise Podol gesehen, und es wurde bald darauf festgestelt, daß es wirklich ein Tiger war. Nähere polizeiliche Nachforschungen ergaben nun, daß dieser Tiger ein Zögling des zoologischen Gartens in Krakau war, den die Direction an die Besitzerin einer Menagerie, Frau Heidenreich verkauft hatte, welcher noch auf der Reise nach Nischney⸗Nowgorod unweit Moskau aus dem Käfig enisprungen war. Frau Heidenreich hatte sich vor Strase gefürchtet und deßhalb unterlassen, der Polizei von der Flucht des Tigers Anzeige zu machen. Im Kreise Podol wurde bald darauf auch eine Hyäne gesehen, die aus dem Tbiergarten des Fürsten Wiaziemski entsprungen war. Zum Glück wurde das gefährliche Raub thier schnell erlegt, noch ehe es Schaden angerichtet hatte.
Havre. Der von Newyork hier eingetroffene Post⸗ dampfer„Lafayette“ ist(nach einem Telegramm der „Hamb. Nachr.“) mit ganzer Ladung verbrannt. Der Dampfer hatte Getreide, Baumwolle ꝛc. im Werth von 4—6 Millionen in Ladung; die Ursache des Brandes ist unbekannt. Die Mannschaft rettete sich.
Obligations-Verloosung. 2134 Bei der am Heutigen statigefundenen Verloosung det Altensfädter Partial⸗Obligationen find die folgenden Nr. zur Rückzahlung auf den 31. Dezember d. J. ge⸗ zogen worden:
Nr. 82, 4 905 jede über 200 fl.= 600 fl. „ 90,
Den Inhabern dieser Obligationen wird solches hier⸗ durch mit dem Anfügen mitgetheilt, daß diese Kapitalien bis längstens zum Ende d. J. bei der hiesigen Ge⸗ meindekasse erhoben werden müssen, indem von da ab davon keine weiteren Zinsen mehr vergütet werden.
Altenfladt den 26. Auquft 1871.
Großherzogliche Bürgermeisterei Altenstadt. Kreuder.
Obligations ⸗Verloosung.
2367 Den Inhabern der Nummern 47 und 50 der Obligationen der Gemeinde Ober Saulheim 3 100 fl. diene hiermit zur Nachricht, daß dieselden zur Rück⸗ zahlung ausgeloost worden sind und sie daher vom 1. Januar 1872 an nicht mehr verziast werden. Bis zum 15. Dezember l. J. kann deren Betrag bei unserm Wemeinde⸗Elnnehmer, von dort an aber bet dem Hand⸗ lungshause S. Lindheimer und Söhne zu Frank⸗ furt a. M. empfangen werden. Ober⸗Saulhelm den 22. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Ober⸗Saul heim.
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Vergebung von Bauarbeiten. 2364 Ote bei Erbauung eines zweistöckigen Wobnhauses auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk„Lud⸗
wigshoffnung“ bei Melbach vorkommenden Arbeiten
und Baumaterialtenlieferungen, nämlich: kr. Maurerarbett, veranschlagt zu 1340 53 Steinhauetarbeit 972 12 Zimmerarbeit 1648 23 Dachdeckerarbeit 615 49 Schreinerarbeit 1164 57 Schlosserarbelt 413 9 Glaserarbeit 428 42 Weiß binderarbeit 1321 26 Spenglerarbeit 79 42
Materialten, als: Bruchfteine 284 Kublkmeter, Mauersand 120 N Kalk 42 05 Russensteine 87000 Stück sollen auf dem Soumisfionsweg in Accord gegeben werden. Pläne, Voranschläge und Bedingungen konnen in dem Büreau des Unterzeichneten in Bad-Nauheim vom 26. September bis zum 4. Oktober d. J., Vor⸗ mittags von 8 bis 12 Uhr, eingesehen werden. Die Soumissionen find verschlossen an Großberzogliches Bergamt Dorbheim mit der Aufschrift:„Soumission⸗ versehen bis zum 5. Oktober c., Vormittags 10 Uhr, einzusenden. Bergwerk Dorheim den 24. September 1871. OGroßherzogliches Bergamt Dorheim. Tecklenburg.
Obstbaͤume,
2377 finden in einer hlesigen Bürgersfamilie bei fteund⸗ licher Aufnahme Logis und Kost. Näheres bei der Exp.
Jaselochs⸗Versteigerung. 2383 Dienftag den 3. Oktober d. J., des Mittags 12 Uhr, soll in biesigem Rathbause ein der Gemeinde zustehender Faselochs, zum Schlachten geeignet, öffent⸗ lich versteigert werden.
Dorheim den 26. September 1871.
Großberzogliche 1 Dorheim. e u 6.
Bekanntmachung.
2374 Die am 1. l. M. fällig gewesenen Holzgelder sind binnen 14 Tagen, von heute an zu dezahien, gegen⸗ falle das gerichtliche Verfahren eingelettet werden wird. Wickstadt den 22. September 1871. Gräfliche Forftkasse daselbft.
1500 Gulden
2371 werden im Ganzen oder getrennt von der Ge⸗ meinde Wisselsheim zu leihen gesucht. Anmeldungen müssen binnen 8 Tagen auf dem Lureau des Uuter⸗ zeichneten eingereicht sein. Wisselsbeim den 27. September 1871. eee eee Wissels heim. u*
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