Ausgabe 
27.7.1871
 
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gelen 1871.

Donnerstag den 27. Juli.

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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberger Intelligenzblatt.

Oberhessischer Anzeiger.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Auf dieses Blatt können für das zweite Halbjahr noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden.

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Um vorgekommenen unangenehmen Mißzverständnissen und Irrungen, entsteben können, für die Folge vorzubeugen,

welche bei mündlichen Bestellungen von Inseraten leicht bitten wir Inserat⸗ Aufträge nur schriftlich aufgeben zu wollen.

Die Expedition.

Landwebrmannschasten.

Ersatzreserve · und

Amtlicher Theil.

Betreffend: Unterfsützungen der Familien der zum Oienst einberufenen Neserve⸗

Friedberg den 25. Juli 1871.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Die Erledigung unserer Auflage vom

6. d. M., Oberhess. Anzeiger Nr. 79, bringen J. B. d. K.: Haas, Kreis⸗Assessor.

wir in Erinnerung.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Groß berzoglicher Schichtmeister Steinberger zu Beienheim ist als Gemeinde-Einnehmer für diese Gemeinde ernannt und in

Pflichten genommen worden.

Bekanntmachung.

Mit den direkten Steuern für Auguft l. J. werden auch die Brandentschädigungsbeiträge aus 1870 Vorschriften des Art. 8 im Gesetze vom 24. Dezember 1857 Regierungsblatt Nr. 5 5

bier für größere Summen Scheidemünze keine Verwendung mehr baden.

Friedberg am 24. Juli 1871.

erboben. Bezüglich der Geldsorten müssen wir auf die 2 für 1858 aufmerksam machen, da wir durch Weglegung der Garnison von

⸗Einnehmerei Friedberg.

Großherzogliche Distrikts t i

Deutsches Reich.

Darmstadt. Wie verlautet, soll in den

nächsten Tagen wieder eine Abschlagszahlung auf

die dem Großherzogthum gutkommende Rate der Kriegsentschädigung dahier eintreffen und zwar die Summe von etwas über fünf Millionen Gulden.

Kaiser Wilhelm kam am 24. d. Abends um 6 Uhr auf der Rückreise von Jugenheim nach Ems per Extrazug hier durch. Da die Reise in strengstem Incognito erfolgte und auch nur Wenigen bekannt war, so hatte sich nur ein kleines Publi- kum an der Bahn eingefunden, welches den Kaiser bei seiner Ankunst mit kräftigen Hochs begrüßte.

Gießen. Nach dem amtlichen Personalbe- stande studiren auf unserer Universität in gegen⸗ wärtigem Sommersemester: Theologie 21, Rechts- wissenschaft 47, Medicin 58, Thierarzneikunde 4, Cameralwissenschaft 3, Architektur 11, Forstwissen; schaft 14, Mathematik 13, Philosophie und Phi- lologie 40, Pharmacie und Chemie 22, und 4 immatriculirte Zuhörer, so daß die Gesammtzahl 310 beträgt.

Berlin. Im Reichskanzleramt ist man be. tits mit den Vorarbeiten für die nächste Reichs⸗ sesston beschäftigt. Die Arbeiten der Session dürften sich vorwiegend auf Erledigung finanzieller Vorlagen erstrecken und deren Abkürzung überhaupt nur möglich werden, wenn man sich über den Hauptpunct, den der Weiterbewilligung des ge sorderten Pauschquantums für den Militäretat, geeinigt haben wird.

In hohen militärischen Kreisen verlautet derBank- und Handelsztg. zufolge, daß zwischen tem König von Bayern und dem Kronprinzen den Preußen Abmachungen gepflogen wurden, welche bezüglich der Armee bedeutende Aenderungen der Verträge zur Folge haben werden und von einer energischen Resignation des Königs zu Gunsten des Gesammtreichs Zeugniß geben.

Von dem Cultusminister sind, wie die Voss. Z. meldet, Berichte über die klerikalen

Bestrebungen in den einzelnen preußischen Provinzen

eingefordert: auch die einzelnen e denten haben den Auftrag erhalten, über die Um- triebe der Ultramontanen in denjenigen Bezirken, in denen das katholische Element das weit über wiegende ist, genau zu berichten.

Wie nach 1866 mit den Zündnadel⸗ gewehren, so scheint Deutschland nach dem letzten Feldzuge die Anregung zu einer allgemeinen Ein führung der deutschen Hinterladungsgeschütze ge geben zu haben. In England, Italien und Belgien stellt man eifrige Versuche mit dieser Geschütz gattung an, während Frankreich noch während des Krieges selbst das Hinterladungssystem aceeptirt hat. In Rußland und der Türkei ist das preu ßisch⸗deutsche Geschützsystem schon seit mehreren Jahren eingeführt. Trotzdem ist das Urtheil über die Art, wie sich die Hinterladungs-Feldgeschütze auf deutscher Seite bewährt haben, noch keines- wegs abgeschlossen. Es ergibt sich vielmehr aus einzelnen officiellen Schlachtberichten, daß der Ver schluß dieser Geschütze bei heftigem und anhal tendem Feuer vielfach schadhaft geworden ist. Ems. Der Kaiser begab sich am 24. d. über Mainz und Darmstadt nach Jugenheim zum Besuch des Kaisers und der Kaiserin von Ruß- land und kehrte am Abend nach Ems zurück.

Hannover. Ueber den traurigen Eisenbahn unfall bei Forbach hat General v. Voigts⸗-Rhetz heute durch die hiesigen Blätter bekannt machen lassen, daß vom Regiment 73 sechs, vom Regi- ment 74 ein Mann getödtet, außerdem 65 Ver wundete dem Lazareth in Forbach übergeben sind.

Kassel. Von dem hier liegenden Ersatz bataillon des hessischen Infanterieregiments Nr. 83 sind 800 Mann und von der hier liegen den Ersatz-Escadron des hessischen Husarenregi ments Nr, 14 50 Mann nach Frankreich abge- gangen, wofür dort nach Ankunft derselben eine gleiche Zahl älterer gedienter Leute in die Heimath entlassen werden soll.

Fulda. Por einigen Tagen passirten unseren

Bahnhof 1 Ossizier und 26 Mann vem 74 In-

fanterie-Regiment, welche 8,999,000 Frs. Kriegs contribution nach Berlin überbrachten. Dieses Geld war in Beuteln à 10,000 Frs.= 1 Ctr. schwer verpackt; es waren lauter italienische Sil⸗ bermünzen à Stück 5 Frs.

München. Für die Vorversammlung, welche zu Heidelberg am 5. August in Betreff des auf Ende September angesetzten Altkatholiken⸗Congresses stattfinden wird, sind vom hiesigen Actionscomite die Herren Prof. Dr. Joh. Huber, Staatsanwalt Streng und Dr. Zirngiebl delegirt. Auch werden sich Stiftsprobst v. Döllinger und Prof. Cornelius dorthin begeben. a

Graf Bray hat heute die nachgesuchte Entlassung als Ministerpräsident, Minister des Aeußern und Minister des königlichen Hauses er- halten. Staatsrath Daxenberger ist mit der pro⸗ visorischen Leitung des Ministeriums des Aeußern und des Ministeriums des königlichen Hauses be⸗ auftragt worden.

Karlsruhe. Die letzten Personalverände⸗ rungen in dem badischen Officierscorps ergeben folgendes Verhältniß: Die Zahl der in den sechs Infanterie-Regimentern verbleibenden Officiere ist 268; die Zahl der in dieselben versetzten preußi⸗ schen Ossiziere 51. Bei der Cavallerie stellt sich das Verhältniß anders: da sind der verbleiben⸗ den Offiziere 50, der eintretenden preußischen 25. Bei der Artillerie haben bis jetzt keine Veränderungen stattgefunden, eben so nicht bei dem Pionier- und Train⸗Bataillon, jedoch stehen bei der Artillerie jedenfalls noch solche bevor. Die Gesammtzahl der in nicht badische Regimenter versetzten Offiziere ist 53. Die Gagen sind, na⸗ mentlich in den höheren Chargen, gegen früher bedeutend höher.

In Betreff der bei einer der letzten Sen- dungen französischer Kriegscontributions-Gelder abhanden gekommenen Summe von 12,000 Frs., die nach dem Einen in Frankfurt, nach dem An- dern im Badischen verloren gegangen sein soll,

schreibt man derKarlsr. Ztg. aus Straßburg,