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1871.
Donnerstag den 26. October.
126.
berhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
Itiedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag
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Auf das vierte Quartal dieses Blattes können noch Abonnements angenommen und vollständige Exemplare desselben geliefert werden.
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Amtlicher Theil.
Betreffend: Die Verwendung der eingehenden Feldstrafendritttheile zur Besoldung bes Aussichtspersonals.
Friedberg am 19. October 1871.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
g Wir ermächtigen Sie die überwiesenen Strafdritttheile von Anzeigen der angestellten Feldschützen und der auf den Feldschutz ver⸗ pflichteten Ehrenfeldschützen vom Jahre 1870 und 1. Periode l. J. an zur Auszahlung an diejenigen Feldschützen und auf den Feldschutz noch besonders verpflichteten Personen, die sich durch ihre Thätigkeit bei Entdeckung oder Verhütung von Feldfreveln und gewissenhaften Dienstführung einer Anerkennung würdig gemacht baben, anzuweisen und dafür zu sorgen, daß die Zahlung daldigst erfolgt.
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5 Die mir von dem Vorstande des Ausschusses des Kongresses deutscher Landwirthe in Berlin zugekommene Einladung der Mitglieder unseres landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins bringe ich mit dem Wunsche zu deren Kenutniß, daß eine zahlreiche Betheiligung an dem mit
dem 20. Februar k. J. beginnenden Kongresse recht erwünscht wäre.
Friedberg den 21. Oktober 1871. Der
Direktor des landwirthschaftlichen Bezirkvereins Friedberg
Ar e.
Einem verehrlichen Vorstande des landwirthschaftlichen Vereins
überreichen wir den aus unserm Bureau hervorgegangenen Korrespondenz⸗Artikel über die Sitzung unseres Aussschusses vom 1. September d. J. und das Programm des nächsten im Februar k. J. stattfindenden Kongresses Deutscher Landwirthe und bitten, denselben zur Kenntniß der
Vereins mitglieder bringen zu wollen.
Indem wir dortseits auf eine lebhafte Betheiligung an dem Kongresse rechnen, und noch besonders hervorheben, daß es uns sehr erwünscht sein würde, wenn einige Mitglieder aus Suͤddeutschland sich zur Betbeiligung an den Referaten melden möchten, bitten wir den verehrlichen Vorstand um freundliche Unterstützung zur Förderung der Zwecke des Kongresses.
Berlin den 16. September 1871.
Mit Ergebenheit
Der Vorstand vom Ausschusse des Kongresses Deutscher Landwirthe.
v.
d. No o dt.
Bericht über die am 1. Sept. d. J. im Lokale des Klub der Landwirthe zu Berlin gehaltene Sitzung des Ausschusses.
Der Ausschuß des Kongresses Deutscher Landwirthe hielt unter dem Vorsitze des Herrn von Benda⸗Rudow am 1. Seplember d. J. eine Sitzung, um über die Einberufung des nächsten(IV.) Kongresses zu entscheiden. Es wurde beschlossen, den IV. Kongreß Deulscher Landwirthe im Februar 1872 abzuhalten, denselben am 20. Februar zu eröffnen, und die Dauer desselben, vielfach geäußerten Wünschen ge— mäß, auf 4 Tage zu veschränken. Die 4. allgemeine Versammlung wird für die sernere Wirksamkeit des Kongresses von entscheidender Bedeutung sein. Einestheils ist es der erste Kongreß, welcher die Gesammtheit der Deuischen Landwirthe umfassen und, wie es zu hossen sieht, auch aus Süddeutschland zahlreich besucht werden wird. Dann handelt es sich nech dem Hinscheiden des Herrn von Saenger-Grabowo um dle neue Koystituirung des Präsidii, worauf wir die Aufmerksamkeit aller Theilnehmer des Kongresses jetzt schon hinlenken wollen.
In das Programm bes nächsten Kongresses hat der Ausschuß sich bemüht, aus dem reichen vorliegenden Materiale diejenigen Gegenstände auszuwählen, welche für die ganze Deutsche Landwirthschaft von Interesse, und mit Rücksicht auf die bevor stehende Gesetzgebung von besonderer Dringlichkeit sind.
Der erste Tag wird durch die Berichterstattung über die zweijährige Thätigkeit des Ausschusses und die Wahl des Bureau's zum großen Theil hinweggenommen werben. Den Hauptbericht, auch über das Ergebniß der Kokurrenzschriften über die Kredit- und Steuerfrage wird der Herr Graf zur Lippe aus Sachsen, erstatten; es reihen sich daran: Kassenbericht, der Rechenschastsbericht über die Sammlungen für Elsaß⸗Lothringen; dann die Wahl des Präsidti. Als weiterer und einziger Gegenstand der Berathung an diesem Tage folgt dann den Beschlüssen des III. Kongresses ge— mäß die Wegebaufrage.
Der zweite Tag ist für die Steuerfrage bestimmt und zwar sollen a) die nötbigen Steuerreformen im Deutschen Reiche(Beseitigung und Exsatz der Matrikular⸗ beiträge); bd) die Stellung der Grund- und Gebäudesteuer im Staate, im Kreise und in der Gemeinde besprochen werden.
Auf die Tagesordnung des dritten Tages sind gestellt: 1) Die Bank⸗ und Münzfrage in ihrer Bedeutung für den Grundbesitz und die Landwirthschaft. 2) Die fachgemäße Ausbildung der landwirthschaftlichen Jugend, namentlich zur Erreichung des einjährigen Freiwilligen⸗Rechtes, die Verleihung dieses Rechtes an die landwirthschaftlichen Schulen höherer Ordnung.
Der vierte Tag endlich ist für die Frage der Differentialtarife der Eifenbahnen, für die sonstigen aus der Mitte des Kongresses etwa angeregten Anträge, sowie für die Neuwahl des Auschusses bestimmt.(Verschiedene anderweit eingegangene Anträge finden durch die festgestellte Tagesordnung ihre Erledigung.)
Alle diese Gegenstände sind gewiß von hervorragender Wichtigkeit und Dring⸗ lichkeit. Bemerkt wird dabei, daß zwar vorläufig mehrere Mitglieder des Ausschusses Referate übernommen haben, daß es aber überaus wünschenswerth wäre, wenn noch andere Kongreß-Theilnehmer, namentlich aus Süddeutschland sich zur Uebernahme solcher Arbeit bereit erklären, und dem Büteau des Ausschusses dem entsprechende Wunsche zugehen lassen wollten. Beschlossen wurde ferner, daß mit dem Einladungs⸗ schreiben für den nächsten Kongreß zugleich der Jahresbeitrag der ständigen Mitglieder pro 1872 mit 5 Thlr. erhoden werden soll. Die Auswahl des Versammlungslokales wie alle sonstigen äußeren Anordnungen wurden dem Vorstande des Ausschusses übertragen. Der Aus schuß rechnet für die wichtige Thätigkeit des nächsten Kongresses auf die allgemeinste Berheiligung der Deutschen Landwirthe und der landwirthschaftlichen Vereine.
Deutsches Reich. Berlin, 23. Oct.
„Friedberg, 25. Oct.
Reichstagssitzung. Erste namentlich die Anleihe von 1859 getilgt. Bundes-
Gestern Abend Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend die rath für Bayern, von Pretzschner, widerlegt die
schon trafen dahier telegraphische Nachrichten ein, Bildung eines Reichskriegsschatzes. Löwe und Bedenken Greil's und hebt namentlich berver, daß
daß das Hoftheater in Darmstadt in Flam- Greil bekämpfen die Vorlage vom volkswirthschaft- men stehe und wohl vollständig ausbrennen werde, lichen Standpunkte. Greil findet durch die Bildung
die Bildung eines Reichsschatzes mit den Ver⸗ trägen nicht im Widerspruche stehe, die Betheili-
da man schwerlich Herr des mächtigen Feuers eines Reichelriegsschatzes auch das verfassungs⸗[gung Bayerns an dem Reichsschatze sei im Bundes- werden könne. Das nahe, von den Flammen be— mäßige Recht Bayerns auf selbstständige Kriegs- rath ausreichend festgestellt worden. Nachdem noch
drohte Zeughaus, das durch Militär eiligst aus- verwaltung beeinträchtigt.
Finanzminister Camp⸗ Gumbrecht, Bethusp-Huc, Hirschberg und Miquel
gräumt wurde, soll keinen erheblichen Schaden] bausen betont die eminent friedliche Bedeutung für die Vorlage gesprochen, wird der Antrag auf
gelitten haben. „Aus Darmstadt“ unter„Neuestes“.
Mainz.
am verflossenen Sonntag zusammenberufene, von Erfahrung des letzten Jahres die Nützlichkeit eines
(Siehe Näheres in dem Art. des Kriegsschatzes, sagt, je mehr Deutschland Verweisung derselben an die Budgetcommission gerüstet sei, desto größere Bedenken würde man angenommen. Hierauf folgt die erste Berathung
Eine von den Social- Demokraten] tragen, es anzugreifen, und hebt hervor, daß die des Gesetzes, betreffend die Zurückzablung der
oprocentigen Anleihe vom 21. Juli 1870. Auf
wa 1000 Theilnehmern besuchte Volksversamm— Kriegsschatzes bewiesen habe. Der Finanzminister] verschiedene Bemerkungen Richter's erklärt Staats-
lung machte zum Gegenstand ihrer Berathung die erklärt auf das Bestimmteste, daß der preußische des Staatsschatz nach der Bildung eines Reichsschatzes schusses von 30 Millionen sei rechnungsmäßig noch
aufgelöst werden würde, mit den frei werdenden nicht erfolgt, dagegen seien die an die Darlehens 30 Millionen würden die drückendsten Schulden, kasse schuldigen 17 Millionen Thaler zurückerstattet
Wohnungsnoth und einigte sich zu einem an den Gemeinderath zu richtenden Antrage wegen Erbauung von Arbeiterwohnungen.
minister Delbrück, die Wiedererstattung des Vor⸗


