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* Belgien 1 el. Pariser Ballon-Nach⸗ * und dan richten dom 20. e 1 das Bom⸗ a mee bardement zugefügten Verluste auf 86 Todte und Sa 215 Verwundete an. Das„Journal officiel“ a% dom 19 d. veröffentlicht eine neue Proklamation 2 15 der Regierung, worin die Aufforderung zum
et)* ußersten Widelstande wiederbolt wird. 13— 24. Jan Das bier eingetroffene 0 „ e aal pour leg Absents“ meldet; Paris, 20. Jan. „„ General Lesto ist isterimistischer Gouverneur don egen b. Paris wäbrend der Abwesenheit des Generals % ba Trochu.(2) Derselbe übernimmt gleichzeitig den % Oberbefehl über die gesammten Streitkräfte, ein- — n chließlich der in den Forts und den vergeschobenen — Werken befindlichen Truppen. Ein Decret der 6 2 Regierung ordnet an, daß alle Personen, die noch 1 An. GBetreide in den Häusern aufbt wahren, Lahe 8 dieses der Regierung zu melden baben, widrigen * f alls das Getreide consistirt und die betreffenden 1 personen mit Geld- und Gefäpgnißstrafe belegt eue perden. i f r— Die„Independance“ meldet aus Paris — Feen dom 21. d. Abends:„Drochu bat seine Sa, Demisson gegeben. Seine Collegen baten een ihn, die Prasidentschaft des Conseils und die eien Gouvernturswürte beizubehalten. Mit der Ver- Laue e beidigung det Stadt soll ein General betraut de perden, alle aber refusiren diese Berantwortlich- ken, keit. Dorian refufirt gleichfalls das durch den Rück. tu Rensch⸗ ritt Leflo's erledigte Kriegsportefeuille. Delescluze
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SGambetta noch weiter folgen wolle und könne.
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droponirt mittelst Affiche, es sollten 200 Volks- repräsentanten gewählt werden.“
— Die„Invepeadante“ sagt: Aus unseren dis zum 21. Jan. reichenden Ballonnachrichten geht hervor, daß in Paris wegen des Mißglückens des blutigen Ausfalls vom 19. d., der eine Aeberrumpelung von Versallles zum Zwecke batte, eine sehr gedrückte Stimmung berrscht. Gegen Trochu wachsen täglich die ungerechtfertigsten An- schuldigungen, weil er gegen Unmögliches nicht inzukämpfen vermag.
— Dasselbe Blatt demerkt zu der Ansprache Bambetta's in Lille, es sei fraglich, ob die Be— völkerung Frankreichs, insbesondert die des Nordens,
Aus Lille liegen hierüber sebr widersprechende Mittheilungen vor. Großbritannien. London. In der
ersten Sitzung der Conferenz gaben die Vertreter der Pforte, Rußlands, Deutschlands, Oesterreichs Italiens in dieser Reihe Erklärungen ab, welche den lebhaften Wunsch der betreffenden Eabinette, den Frieden im Orient erhalten zu sehen, ausdrückten.
AStalien. Florenz. Der Vertheidigungs— zusschuß hat in der Kammer den Kostenauschlag für die Vorlage, betreffend die Errichtung von Befestigungen in Italien, eingereicht. Die Gesammtaus gabe beläuft sich auf 80 Millionen. Nach der Vorlage soll auch Rom befestigt werden.
— Im Senat hat die Discussion bezüglich 17 Verlegung der Hauptstadt begonnen.
— Dem Vernehmen nach ist eine Depesche Garibaldi's hier eingetroffen, worin derselbe mittheilt, daß er eine Niederlage erlitten habe. Rom, Prinz Humbert ist mit der Kron⸗ prinzeß Margaretha hier eingetroffen. Die- selben wurden enthusiastisch empfangen.
Turin. Das Nizzardische Comite bereitet die Publikation eines Memorandums an die —9 K vor, welches 32 Seiten stark, unedirte Briefe Cavour's enthält, wonach die Annexion von Nizza gegen den Willen desselben erfolgte.
h. Friedberg, 24. Januar. Die Gegenstände tesp. Geschenke opferwillig gesinnter Menschen hiesiger Stabt und Umgegend, welche nächstens zum Besten der e hier dürchkommender verwundeter und kranker
oldaten zur Ausspiclung kommen sollen, find in dem on Frau Theobald beteitwilligst Uberlassenen Saale 4 Hotel Trapp zur Beschauung der sich süe diese Sache mlekessirenden ausgestellt worden und heute um 2 Uhr biese Maeselung im Bessein des Herrn Reglerungsrath app und anderer Eingelabenen, des leltenbden Damen KGomie'e und des Comites für Verpflegung durchziehender Truppen erkssnet worden. Die jungen Damen, welche und mit gt Batet und anzuerkennender Rührlg⸗
elt alle Weschäste besorgt, die eine solche Sache erheischt,
uschen nur, baß recht viele Bewohner hiesiger Stadt nd Umgegend die Ausstellung besuchen möchten. Wlr
heilen.— 1 denn wir sind überzeugt, daß Nie; mand dies edigt verlassen wird. Die in dem sceundlichst decorirten Saale ausgestellten, zur Verloosung kommenden Gewinnste gewähren einzeln und in ihrer Gruppirung einen prächtigen Anblick und rufen dadurch, und weil diese ganze Sache wiederum einen schönen Beweis von der unter uns allgemein bestehenden Vaterlandsliebe liefert, edle Empfindungen, reine geistige Freuden in uns hervor. Unterstützen wir nach Kräften die Vertheidigung unseres geliebten Vaterlandes bis das Wort unseres Schiller zur vollen Wahrheit wird:
O schöner Tag, wenn endlich der Soldat
In's Leben heimkebrt, in die Menschlichkelt,
Zum frohen Zug die Fahnen sich entfalten
Und beimwärts schlägt der sanfte Friedensmarsch!
Fraukfurt, In der Nacht vom Samstag zum Sonntag passitten eine Menge Gefangenenzüge mit den verschiedensien Bestimmungsokten bier durch. als Kassel, Sproltau, Melsungen c. Verwundete und Rranke kamen gestern in mehreren Zügen, einmal 80 von Velsort, J0 et
und Zaer, dann 400; beim ersteren Zuge waren auch
circa 70 Gefangene, welche mit der Weserbahn weiter de⸗ sördert wurden. Sie bildelen einen gigenthümlichen Aus⸗ zug, indem die meisten auf Holzschuhen einherklappecten, zum Theil unter'm Arm tragend, neben halben und ganzen Broden, Wein- und Bierflaschen und allerlei Gepäck, die an der Spitze marschirenden Offiziere nicht ausgenommen. Es war meist Mobilgarde, kleine Leute, alt und jung, zum Theil in Cipilkleidung, von zwei Priestern begleitet. Mangel an Lebensmitteln schienen sie unterwegs nicht ge⸗ litten zu haben, denn sie ließen beim Aussteigen eine Menge Brod und legte Flaschen in den Waggons zurück
Frankfurt. Die Wohnungsnotb sieigert sich bier von Woche zu Woche. Wie wir vernetzmen, baben einige
Männer den Plan angeregt, die seiner Zett vom Verein
zur Förderung daulicher Interessen ausgegangene Oe sellschaft, welche wegen der Zeitumstände im Jahre 1866 nicht zur Thätigkeit gelangen konnte und den Zweck hatte, dillige Wohnungen, kleine und mütlere, in der Nähe den Danauer Bahn zu erbauen, zu reconstitultren, was gewiß tine, große Wohlthat sein würde. Manche Familien fine in bet letzten Zeit gezwungen worden auf's Laut zu ziehen und Morgens in die Siadt zu kommen.— Die Garuisonsbalaillone, welche hier zusammengestellt werden, erhalten eine gemischte Ausrüstung. Das Gewehr ist das pieußische Zündnadelgewebr, das Seitengewehr den Fran- zosen abgenommen, das Centraldepot in Mainz liefert die Armaturstülcke.
Aus Thüringen. In Erfurt sind auch die In⸗ haber von Mietb wohnungen zur Aufnahme militäzischer Einquartierung verpichtei. Ein dasclbst keiegsgesangenen sranzssischer Offizier bat sich seine Familie kommen lassen und mit derselven eine Mtoswohnung bezogen. Nach einer Notiz der„Tbüt. Zig.“ val dieser gefangene Fran zose dieser Tage zwei stramme Landwehrmänner als Ein⸗ guartierung erbalten. Das ist wohl der erste Fall, daß ein icanz. Gefangenen mit deutscher Einquat erung beebrt wird
Leipzig, 14. Jan. Wie sehr die Gartenlaube⸗ die Gunft, welche ihr das Publikum fortwährend ent gegendringt, zu verdienen sucht, geht daraus hervor, daß sie angesichts der sich vorbereitenden großen Ereiguisse neuerdings die beiden bekannten Schrifistellet F„ Gersftäcker und Fr. Hofmann auf den Kriegs chauplatz gesendet bat. Da sie berells in Georg Horn, O. v. Corvin und L. Pieisch drei namhafte Berichterstalter del den deutschen Oteten bat so dürfen wit in nächster Zeit eine Reihe bet intetessantesten Schilderungen erwarten.
Pat s. G. de Melisari, Milardeiter an den „Ocbats“, bat folgendes Schreiben an sasue Freunde in Brüssel gerichlel;„Meine lieben Freunde! Ich sende Jynen meine Glückwünsche zum neuen Jahr, und wie entzückt würde ich sein, wenn ich mit Jynen geben könnte! Abet u es gibt da Leult, die behaupien, daß die Eisenbahnen zwischen Paris und Brüssel nicht mehr functiontten, daß man von bier nur noch per Ballon abreist. Das klingt seht unwahrscheinlich, gestehen Sie es zu! Judeß würde ich gern den Ballon riekiten, aber ich babe einen surchl— baren Schnupfen. Nichts Ernstliches, aber sehr langweilig. Ich lebe immer so langsam fort. Alles ist verteufelt sheuer; dieses verhinderte aber nicht, daß ich am 1. Jan. ein glänzendes Diner bei den Demoiselles Guillaumin einnahm. Speisezettel: Elephantenbrühe und Fleisch; gebralener Fasan; geröstetes Löwenfleisch mit Sardellen⸗ sauce; weiße Bohnen und Chester Käse. Abgesehen davon daß mir der Löwe Magenbrilllen verschaffte, war es ein wahres sardanapal'sches Fest, und ich verbiete Ihnen, ein gleiches zu feiern. Freilich haben Sie Rind- und Hammel⸗ fleisch. Es scheint, daß wir noch bis zum 1. Febeuar Lebensmittel haben, und bis zum 1. März, wenn wir die Czwalerie- und Arlillerie-Pferde mit ihrem Hafer auf— issen. Wenn wir die Munitsenswagen und die Kanonen mliftessen, so kann es sogar bis zum 1. Mal dauern.— kurz, wir befinden uns am Beginn des Endes. Aber welchen Endes? Ich weiß es nicht, oder ich bin vielmehr desselben zu sicher; aber die Bevölkerung ist leider noch nicht am Ende ihrer Illustonen, wenn auch am Ende ihrer, Leben I. Sie beträgt sich Übrigens vollkommen gut, und wenn wir die Unannehmlichkeit haben, von den Preußen bombardirt zu werden, so haben wir doch nicht die, von den Rothen guillotinirt zu werden. Das ist immerhin ein Trost?
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„„ In dem Briese eines Garde Landwehr Olficiers aus Hagen, datirt aus La Ferie Bernbard Ein der, Nähe von Le Mans) vom 22. Dec., wied zur Charakleristeung des furchtbaren Stadiums, in das der Krieg eingetreten ist, folgende Episode mitgetheilt:... Eiwas Anderes ißt
8 In einem eine Meile von hier, lagen Cüra e, bier von einem Bauer gestern Abend Wein haben wollten. Er sagte, er wolle welchen holen, 1 fährt mit einem Wagen ab zu den Franzosen, die kaum zwei Mellen abstehen, berichtet dort, und in der Nacht kommt auf Schleichwegen eine Compagnie heran von hinten, gehn in die Ställe und ermöglicht es, 32 Pferde und 25, Mann wegzunehmen, von denen sich nur ein paar, glaube ich, gerettet haben. Strafe solgt aber. Wir wurden naffürlich bier allarmirt, eine Compagnie rückt in das Dorf, die Bewohner(das heißt Männer) der Ge— hoͤfto, wo der Ueberfall ausgeführt, sind jetzt bereits er⸗ schossen und das Dorf brennt nech an allen Ecken. So ist das Leben ein wüstes und theilweise rohes, aber wir können nicht anders, wenn wir nur einigermaßen sicher sein wollenz die Hälste jeder Compagnje i Nacht für Nacht auf, so daß wir immer nut den zweiten Tag etwas schlasen können.
bente Morgen passirt.
Cingesandt.
I. Friedberg. Angeregt durch einen im„Oberh⸗ Anz.“ enthaltenen Artikel aus Gießen, die durch die jetzigen Berbälinisse hervorgerufene Verkebrsstockung und deren bülje betreffend, mochte hlermit die ergebene Anftage machen: Was aus dem seiner Zeit durch viele hiesige Bürger ge⸗ gründeten Handelsvetein geworden ist, und wann dessen Statuten, die bis beute noch unbeendigt liegen geblieben, wohl endlich vollendet werden? Wäre der hiesige Handels⸗ vetreim so weit gedieben, um mit dem Gießen gemein⸗ schaftlich handeln zu können, so würde Friedberg, das durch die anhaltende Stockung des Güterverkehrs ebenfalls großen Nachtbeil erleidet, zu denjenigen Städten gezählt worden sein, die ihre Interessen durch sich selbst und ohne vor⸗ bergegengene Anregung Anderer zu fördern suchen, denn durch vereintes Handeln kann soschen Mängeln cher ab⸗ geholfen werden, als durch Schritte Einzelner.
As-
Literari sches
Griesinger, Th., 1820! Der große Eutschei⸗ dungskampf zwischen Deutschland und Frank reich. Wir nahmen Beranlassung kürzlich aus der Fluth kriegs geschichtlicher Produkle Griesingers 1870, als eint der populäcsten und am teichhaltigsten ausge⸗ staueten, zudem vollständigen Geschichte dieses Riesen⸗ kampfes desonders dervorzubeben. Heute liegt die Fort⸗ setzung dieses Geschichtswerkes bis zum 9. Heft vor uns und freut es uns, unser Urtheil don damals in vollem Maße destäligt zu finden. Das schöne Unternehmen ver⸗ dient es in der That, seinen Weg durch alle Schichten des deuischen Volkes zu finden. Wie wir bören, ist eine weite Auflage bereits unter der Presse. Wir steben daher deute nicht an, Allen, die eine vollständige und warm patriotisch geschriebene Geschichte des ftanzösisch ⸗deuischen Krieges, ein Jamilienduch im wabrsten Sinne des Wortes haben wollen, Griesingers 1870 aus voller Ueber⸗ zeugung zu empfehlen. Dasselde ift durch alle Buchband⸗ zungen zu bezieben.
Verloosung.
Madrider Loose von 1858. Ziehung am 1. Jan. Auszahlung 1. Juli. Nr. 140,373 zu Frs, 100,500. Nr. 91438 96034 zu Frs. 2000. Nr. 133975 160649
79012 378261 zu Fre. 1000. Nr. 41691 79328 82475 193173 237893 252935 260822 270679 305328 314741 zu Fr. 300. Nr. 81252 83174 111783 122280 127854 145286 145492 162720 165547 196700 211850 222844 272083 284636 296285 306770 328683 367444 367604 382066 383346 392135 399826 zu Frs. 200
Erfrischung
der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im hiesigen Bahnhofe.
Siebenzehnte Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend:
a)] An Naturalien: Von Friedberg 40 Brödchen, 12 Laibe Brod; von Wölferobeim 59 Laibe Brod, 10 Pfund Fleisch, Eier, Butter, 79 Pfund Dörrobst, Aepfel; von der Görbelheimer Mühle 30 Laibe Brod; von Dor⸗ heim 12 Maß Branntwein,
b) Au Geld: Alles in Florstadt 5 fl., Gemeinde Södel 35 fl. 57 kr., Oberpfarrer Fuhr in Ober-Rosbach 2 fl., Kirchenopfer in Altenstadt durch Pfarrer Hofmann 13 f. 39 ke., Pfarrer Buchbold in Ossenheim 3 fl., Ge⸗ meinde Wölferobeim 5 fl. 32 kr., aus Friedberg 11 fl. 12 tr., zusammen 78 fl. 20 kr., dazu von voriger Liste 163 fl. 3 ke. im Ganzen 241 fl. 23 kr.
Unter bestem Danke für diese reichen Spenden, blttet um weitere gültige Gaben.
Friedberg, 24. Januar 1871.
Das Comits. Geld Oo urs.
Frankfurt am 24. Jaunar 1871.
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Preussisebhe Kassenscheine,
fl. 1 44% 45%
Preuss, Frledrichsd'or 1„ 90 8-59 Pistolen Soden„ 9 46— 48 Holländische fl. 10 Stacke„9 8438 Opeste e d ase ö„ 0 47-39
5 al mare. 1830„ 8 388 40 20 Franch-Stückõe„ 9 41-32 Euglische Sovereigns, 511 655-59 Russ. Impertales 15 9 47—49 Dollars in Gold E


