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uchte den General Manteuffel, sich direct an den Kaiser zu wenden, welcher daraufhin den sofor— tigen Abmarsch der Truppen, welche die genann—
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ten drei Departements besetzt hielten, anordnete, ohne abzuwarten, bis die fälligen Zahlungen voll— dändig geleistet seien. Das„Journal officiel“ zügt hinzu, daß bis zum 15. Juli den deutschen Behörden die Summe von 500,957,000 Fr. in Baar und Wechseln abgeliefert worden sei. Be— fehle zur Räumung seien bereits nach Amiens, Rouen und Peronne ergangen.— Man verfolgt dier in officiellen Kreisen die Beziehungen Deutsch— lands zu Oesterreich mit sehr bedenklichen Mie— Ueber die Unmöglichkeit, das gute Ein— dernehmen beider Staaten zu stören, macht sich die französische Diplomatie längst keine Illusionen mehr. Man befürchtet jetzt nichts Geringeres, als ein förmliches austro-germanisches Schutz- und Trutzbündniß.
— Am 15. Juli erschien in Bordeaux ein Jour- nal mit schwarzem Rande, weil es der Tag war, un dem Frankreich im vorigen Jahre Preußen den Krieg erklärte. Es forderte das Volk auf, den Exkaiser, die Olliviers und die Leboeufs zu
verfluchen, welche so viel Elend über Frankreich
kebracht haben. — Tas Journal officiell kann melden, daß
vie deutsche Autorität in die Räumung des Bade—
ortes Luxeuil durch die Truppen gewilligt hat, um den Patienten den Gebrauch der dortigen Kur zu ermöglichen.
— Nach ofsiciellen Angaben starben in Paris vom 18. September 1870 bis zum 24. Februar 4971, 64,154 Personen, gegen 21,978 Pers. im leichen Zeitraume des vorherigen Jahres. Jetzt sst, besagen die officiellen Mittheilungen, der Ge— undheitsstand ein befriedigender. Dennoch fehlt is nicht nur an Fremden, sondern selbst die aus— zewanderten begüterten Pariser kommen nur, um
dach Hab und Gut zu sehen und dann dem Hort
er Civilisation baldigst wieder den Rücken zu ehren.
— Mehrere Abgeordnete dringen in Thiers, daß ie Regierung einen Gesetzvorschlag einbringen nöge, wodurch die Lasten und Verluste der occu— sirten Landestheile auf das ganze Land über—
wommen würden. Bis jetzt hat Thiers die Drängen⸗
sen hinzuhalten gewußt.— Der Times wird aus Bersailles vom 19. telegraphirt: Das Gerücht on dem Bestehen einer chwörung im Süden ist unbegründet. Es ist leichfalls unwahr, daß die Regierung beabsich— ige, Spielhöllen zu coneessioniren.
— Die Vorbereitungsarbeiten für die Reorgani— sution der französischen Armee werden nach einer Nariser Corespondenz des„Daily Telegraph“ nit großer Energie betrieben. Die Gesammt— ahl der thatsächlich unter Waffen befindlichen Nannschaften wird 245,000 betragen. Von diesen sollen 50,000 Mann nebst den für den Dienst in der Hauptstadt eigens organisirten 15,000 Gendarmen die Garnison von Paris bilden— Algier wird eine Besatzung von 70,000 Mann erhalten; in Lyon und Sartory sollen 30,000, 1 Versailles und den umliegenden Dörfern 30,000, und in anderen Lagern und Garnisonsorten drankreichs 50,000 Mann Unterkunft finden.
— Aus Algier meldet die„Corr. Hav.“: In der Provinz Constantine wurde einer der Häupt— linge der Aufständischen, Bu Mezag, ein Enkel des Bey von Hitesti, welcher die Unterwerfung n rückwies, vollkommen bei Dra-el-Aiba durch die Colonne des Generals Saussier geschlagen,
Versailles. Sitzung der Nationalversamm- lung. Schölcher verlangte neuerdings die Auf habung des Belagerungszustandes von Paris. inister Lambrecht erwiderte, die Regierung wünsche sebst den Belagerungszustand beendigt zu sehen. Sie glaube, daß Paris ruhig sei, allein die Pa— ner Polizei sei noch nicht hinreichend reorgani— it, um Sicherheit zu gewähren, daß sie ohne anderweitigen Beistand die Ordnung aufrecht zu halten vermöge,
Großbritannien. London. Im Unter- eus machte Gladstone die Mittheilung, daß die fegierung der Königin gerathen habe, den Stellen—
kauf mittelst Deerets abzuschaffen und die Königin eingewilligt habe; das Stellenkaufsystem werde vom 1. Nov. 1871 beseitigt sein. Hierüber erhob sich eine lange Debatte, bei der Disraeli den Schritt der Regierung für inconstitutionell und gesetzwidrig erklärte, da die Regierung die Frage durch die Prärogative der Krone zu lösen suche, Gladstone vertheidigte die Regierung, welche be— müht gewesen sei, den gegenwärtigen, die Armee beschimpfenden Zustand zu beseitigen, und stellte der Opposition die Einbringung eines Mißtrauens— votums anheim.— Im Oberhaus machte Lord Granville die gleiche Mittheilung. Der Herzog v. Richmond erklärte, sich seine Ansicht vorbehalten zu wollen.
Spanien. Madrid. Die„Correspon⸗ dencia“ schreibt: Der König hat den Marschall Serrano mit der Bildung eines neuen Ministe— riums beauftragt. Serrano hat, bevor er den Auftrag annahm, dem Könige ein Programm vorgelegt, nach welchem das neue Ministerium
ein Cabinet der Versöhnung und der Fusion der
Parteien sein wird. Die Antwort des Königs ist noch nicht erfolgt. Sagasta empfiehlt, Zorilla und Martos bekämpfen die Versöhnug.
Frankfurt. Die Geschichte mit dem in der Stelzen— gasse aufgefundenen, angeblich weiblichen Gerippe ist nun vollständig aufgeklärt. Die zwischen zwei Wänden, d. h. einer überdeckten Almei aufgefundenen Knochen, waren Knochen von Haasen, Schweinen, Ochsen und der Schädel war der eines Menschen, und wurde derselbe wie so manches Andere, wahrscheinlich von einem Chirurgen, der daselbst gewohnt hat, um es schnell aus dem Weg zu schaffen, in den Ort, wo er gefunden wurde, geworfen. Ueber die beiden in der Nähe der Verbindungsbahn jüngst aufgefundenen Gerippe ist noch keine Aufklärung vorhanden. Darmstadt. Die„H. V.“ berichten: Unter dem als Ehrenwache des Kaisers von Rußland nach Jugen⸗ heim commandirten Detachement des 1. Inf-Regiments befinden sich verschiedene während des letzten Feldzugs decorirte Soldaten, für welche der Kaiser besonderes Inte— resse an den Tag legt. So erkundigte sich der Kaiset bei einem mit dem eisernen Kreuze decorirten Unterofftzier, bei welcher Gelegenheit sich derselbe diese Auszeichnung erworben, und ließ sich ausführlich über die verschiedenen Schlachten und Gefechte, an welchem das Regiment Tbeil genommen, berichten. Der Kaiser hestete darauf eigen— händig dem tapferen Unteroffizier einen russischen Orden auf die Brust, wobei S. M. wiederholt seine Aner—
communistischen Ver⸗
kennung für die tapfere hess. Division aussprach.
. Das Baden im Mittelalter.
Wir befinden uns gegenwärtig in den Juli— und Augusttagen, in der Hochfluth der Badezeit. Wer Geld hat und zu Hause abkömmlich ist, be— ucht für einige Zeit ein Bad. Ganze Völker- panderungen wälzen sich den Badeorten zu. Wer licht zu den Bevorzugten gehört, die zu den Heil— qucllen pilgern, sucht sich zu Hause zu entschä— digen. Wo irgend Wellen rauschen, werden sie zim Baden benutzt. Und das mit Recht. Es ligt eine wunderbar heilende oder doch die Lebens- funktionen anregende, stärkende Kraft im Wasser. Dis wußten schon die Alten, und Adam und Eta haben gewiß schon in den Flüssen des Paca— dises gebadet. Die egyptische Königstochter ging, um zu baden, an den Nil und fand den Knaben Mies; Agamemnon wurde im Bade getödtet; bei den vornehmen Römerinnen bildete das Baden einc wesentlichen Theil ihrer Tagesordnung. Nicht minser liebten unsere Vorfahren das Bad, sowohl das kalte, wie das warme. Schon Tacitus be— „daß die Germanen sich jeden Morgen ba— Interessant ist, was Dr. Kriegk in„Deut— Bürgerthum im Mittelalter“ über das Ba— i den Deutschen sagt. Neben den gewöhn— Bädern gab es damals schon Mineralbä— n welchen manche, ganz wie bei uns, als Vergiigungsort für Gesunde galten, wo es nach Dr. ec mitunter recht toll herging. Diese Bäder hießen„natürliche Bäder“,„Badbrunnen“, „Weilsäder“ und Wildbäder“.„Ins Wildbad will en reiten, wo heiß ein Quell entspringt, der Sieche heilt und kräftigt, der Greise wieder jüngt.“ Vermutlich dachte man, diese Wirkung müßte um so clatanter sich zeigen, je länger man im
Badewalne. In Ems badete man bei einer 14
Bade 9 5 Man blieb stundenlang in der
tägigen kur jeden Tag eine Stunde länger bis
zu dem Maximum von 10 Stunden. Man aß, trank und sang im Bad.„Außlig Wasser, inne Wein, laßt uns Alle fröhlich sein!“ Die sogenann— ten Johannisbäder, denen man ganz besondere Wirkungen beimaß, dauerten sogar 24 Stunden, von Nachts 12 bis wieder Mitternacht. 1602 wurden sie in Württemberg als etwas Abergläu— biges verboten. Selbst Dörfer hatten ihre Bade— stuben. Daß sie häufig und von Jedermann be— nutzt wurden, beweist der Ausdruck„Badegeld“ für unser heutiges„Trinkgeld“.„Jeder Hand— werksmann pflegte am Samstag Abend ein Bad zu nehmen. Dies war so durchaus gebräuchlich, daß z. B. auf einem Wandgemälde, welches die Verrichtungen eines Leinewebers darstellt, als die letzte derselben das Baden erscheint.“ Selbst einem Schuldgefangenen mußte auf Kosten seines Gläubigers alle 4 Wochen ein Bad bereitet wer— den. Viele Privathäuser hatten ihre Badestuben. Man lud förmlich„zum Baden“ ein, und badete in Gesellschaft mit guten Freunden.
Auch den Armen wurden an gewissen Tagen in öffentlichen Badstuben Bäder verabreicht. Die Kosten dafür wurden von milden Stiftungen be— stritten. Man hieß solche Bäder Seelbäder, weil sie das Werk von Privaten waren, welche sie als„Seelgerätbe“ d. h. für das Heil ihrer Seele gestiftet hatten.
Außer den Wasserbädern kannte man auch Schweiß⸗ und Dampfbäder. Die Schweißbäder kamen zur Zeit der Kreuzzüge in Gebrauch, da sie als ein Präservativ gegen den durch die zurück⸗ gekehrten Kreuzfahrer in's Land gebrachten Aus— satz betrachtet wurden. Die Dampfbäder lernte man wohl von den Russen kennen.
Zugleich mit dem Bade wurde häufig das Scheeren(Barbieren) und Schröpfen vorgenom- men. Vielfach waren die Bartscheerer und Schröpfer zugleich Besitzer der Badstuben. Dann war die— selbe die Stube für alle möglichen Operationen der niederen Chirurgie, Aderlassen, Nägelschnei— den, Zahnausziehen ꝛc. Daher der Name Bader. Bis übrigens das Verhältniß zwischen Scheerer und Bader geregelt war, kamen oft zwi— schen den Vertretern der beiden Gewerbe Streitigkeiten vor. Im 16 Jahrhundert schmol— zen beide Zünfte in Eins zusammen. An manchen Orten stand das Badergewerbe in üblem Geruch, und schloß von dem Tragen der Waffen und an— deren Rechten aus. Der Grund davon lag da— rin, daß seit den Kreuzzügen der Verkehr in den Badestuben oft ein anstößiger war.
Mit Rücksicht auf die öffentlichen Gesundbeits— verhältnisse ist es zu beklagen, daß die Badestuben aus mancherlei Ursachen mit dem Ende des Mittel- alters eingingen. Jeder Ort, auch das kleinste Dorf sollte sein Badestübchen haben, nicht als Vergnügungslokal, sondern ausschließlich zum Baden und zwar auf Gemeindekosten, wie den Ge— meindebackofen, damit für wenige Kreuzer nach guter alter Sitte Jedermann am Ende der Woche ein reinigendes, kräftigendes Bad nehmen könnte. „Wer die Seife spart, muß die Salbe kaufen.“ Wie viel Krankheitsursachen würden mit solch' öfteren Schweiß und Schmutz hinwegschwemmen— den, die Haut erfrischenden Bädern hinweg— geschwemmt werden!
1867 Frankfurt a. M. Nachdem jetzt der neunte Jahresbericht der Dr. Steffan' schen Augenbeil Anflalt dahier erschienen ist, haben wir zugleich mit dem Referat über diesen letzterschienenen Bericht auch noch des achten Jahresberichtes zu gedenken, dessen Veröffentlichung in den Beginn des vorigjäbrigen Krieges fiel, daher der allgemeinen Beachtung entging. Vom 1. April 1869 bis 1. April 1870 betrug die Zahl der Hülfesuchenden Augenkranken 3110(gegen 2854 im Vorjadre) und stieg im letzten Jahre, d. b. vom 1. April 1870 bis 1. April 1871, trotz der durch den Krieg vielfach gestörten Ver⸗ kehrsverhältnisse auf 32913 das wären also ein 2 Jahren 6401 zur Behandlung gekommene Augenpatienten. Davon kommen 3558 auf die Privat- Anstalt(Krögerstraße 8 in Frankfurt, Sprechzeit 3—5 Uhr Nachmittags), wahrend die übrigen 2813 in der Armen-Augenklinik(Dreiköntgs⸗ straße, Bäckergasse 2 in Sachsenhausen, Sprechzeit halb 12 bis hald 1 Uhr Mittags) vollkommen freie Be— handlung und wo nöthig auch freie Verpflegung und Verköstigung fanden.— Operattonen wurden in dem zweijährigen Zeitraum(vom 1. April 1869 bis 1. April 1871) 475 ausgeführt, 460 mit vollkommenem Erfolg,
9 mit haldem Erfolg und nur 6 obne allen Erfolg.


