M138.
ebbetg 1871. Donnerstag den 23. November.
Oberhessischer Anzeiger.
2
Exmus Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg. Friedberger Intelligenzblatt. Erscheint jeden Dienstag, Donnerstaß und Samstag. 5 gs! Amtlicher Theil. — Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte ist zu publieiren: 1 — Nr. 35. Gesetz, betr. den Uebergang zu dem Strafgesetzbuch für das deutsche Reich, insbesondere bezüglich der Poltzeistrafgesetzgebung und der Preßpollzei,
8—
Jagd-, Fischerel⸗, Forst⸗ und Feld polizeigeseze vom 10. Oklober 1871.
Ni. 36. sub 1. Bekanntmachung, die Bücherbestellzettel der.— sub 2. Bekanntmachung, die Erwetterung der Drucksachenbesörderung mit der Post betr.—
sub 3. Bekanntmachung, die nachträgliche Einlösung der Grundrentenscheine betr. Friedberg den 20. November 1871.
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.
Nachverzeichnete Gesetze zc. sind im Bundesgesetzblatt des Deutschen Reiches publieirt worden: Nr. 43. Nr. 720. Zusötze zu dem Friedensvertrag zwischen Deutschland und Frankreich. Vom 12. Oktober 1871.— Nr. 721. Separatconvenlion. Vom 12. Oktober 1871.— Nr. 722. Gesetz über die Einführung des Norddeutschen Bundesgesetzes, Maßregel gegen die Rinderpest vom 7. April 1869 in Bapern und
Würtemberg. Vom 2. November 1871.— Nr. 723725. Die Bestellung von Consuln betr. e Nr. 44. Nr. 726. Gesetz, betr. die St. Gotthards⸗Eisenbahn. Vom 2. November 1871.— Nr. 727. Uebereinkunft zwischen Deutschland, Italien und
der Schweiz wegen Herstellung und Subventiontrung einer Eisenbabn über den St. Gottbard. Vom 28. Ottober 1871.— Nr. 728. Uebeteinkunft zwischen Italien und der Schweiz wegen Herßsellung und Subvenuonirung einer Eisenbahn über den St. Gotthard. Vom 15. Oktober 1859.— Nr. 729. Die Bestellung von Corsuln betr.
9——
Betteffend: Die Verwendung der eingebenden Feldstrasdritttbelle zur Besoldung des Aufsichtspersonals. Friedberg am 20. November 1871. 1
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Wir ermächtigen Sie, die überwiesenen Strafdritttheile von Anzeigen der angestellten Feldschützen und auf den Feldschutz verpflichteten 1 Ehrenfeldschützen von der 2. Periode d. J. zur Auszahlung an diejenigen Feldschützen und auf den Feldschutz noch besonders verpflichteten K Personen, die sich durch ihre Thätigkeit bei Entdeckung oder Verhütung von Feldfreveln und gewissenhafte Dienstführung einer Anerkennung 5 würdig gemacht haben, anzuweisen und dafür zu sorgen, daß die Zahlung baldigst erfolgt. 1
Trapp. 5
0. ibrli ö 10 Betreffend: eee te der Bevölkerung, bler an den Bundesrat zu Berlin alljährlich ein Friedberg am 20. November 1871. f — 529 Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg 5 au die Pfarrämter, die Großhetzoglichen Bürgermeistereien und den Großherzoglichen Polizei⸗Commissär zu Wickstadt. ö elbe Nachstehendes Schreiben Großherzoglicher Centralstelle für die Landesstatistik vom 18. v. M. zur Nr. C. L. St. 389 lassen wir 1 5 7 Ihnen zur genauen Beachtung bezüglich der wegen Führung und Einsendung der Register über die Bewegung der Bevölkerung bestehenden 5 Frbsen Bestimmungen zugehen. ö ee e. Die Großberzogliche Centralstelle für die Landesstatistik an die Großherzoglichen Kreisämter. b Andreas Nach Beschluß des Bundesraths des Zollvereins vom 23. Mai 1870; der Justruktion vom 31. Oktober 1862, betreffend die Führung der 5 —(S. 91 des Protokolls der 7. Sitzung) sollen für jedes Kalenderjahr Register über die Bewegung der Bevölkerung im Großherzogthum 1 Sattel in den Zollvereinsstaaten nach vorgeschriebenem Schema Uebersichten[Hessen, für die Einsendung der Register festgesetzte Frist von 8 Wochen 1 — über die Zahl der Eheschließungen, der Geborenen und der Gestorbenen nach Jahresschluß eingehalten wird, nachdem die Register selbst in Bezug g nr aufgestellt und von den Vereinsregierungen an den Vorsitzenden des auf Vollständigkeit und Richtigkeit(S. 7 der Instruktion) von Ihnen 1 — Bundesraths Behufs deren Zusammenstellung und zwar spätestens geprüft worden sind. 8 e g 9 5 bis zum 1. Oktober jedes folgenden Kalenderjahres eingesendet Hiernach erlauben wir uns für die Jahre 1871 ff. die genaue ö lüchel werden. Beachtung der im Groß herzogthum Hessen bezüglich der Führung, Ans bet Wir vermögen die nach diesem Beschlusse im nächsten Jahre[Prüfung und Einsendung der Register über die Bewegung der Be⸗ A zum ersten Male von uns zu bearbeitenden Uebersichten bis zu jenem völkerung bestehenden Bestimmungen ergebenst anzuempfehlen. — Termine nur dann aufzustellen und einzusenden, wenn die in§. 9 Maurer. Fertsch.
. K 9 g. Deutsches Reich. in Folge der Aufhebung der Gesandischaften zu g 4 Gali: Darmstadt. Der Abschluß des Budgets- Paris und Wien und Wegfall der früher hier beauftragt worden. Zu Postseeretären sind er⸗ 1 * entwurfss für 1872 weist eine Einnahme von verrechneten Bundeslasten mit einer d worden: Die Postpracticanten Henricy und 9 118 lich 11,387,759 fl. gegenüber einer Ausgabe von gabe von 123,637 fl. gegen das frühere Budget Siebler hier, Kißseberth und Jungmann in Mainz, 0 * 9,783,468 fl. auf, daher ein Ueberschuß von ab. Dagegen weist das Ministerium des Innern Lipke in Bensheim, Bernhard in Gießen, Koch⸗ 9 187¹ 1,004,291 fl. erscheint. Da jedoch unter den Ein- einen Mehrbedarf von 224,632 fl., das der Fi⸗ lovius in Vilbel und Kriegbaum in Dieburg. 1 „t Juist. nahmen pie Ueberschüsse aus den früheren Finanz- nanzen um 375,536 fl. und das der Justiz einen Die Posteleven Weihl und Kretschmann in Worms 3 perloden mit 2,713,000 fl. mitinb⸗griffen sind, so solchen von 98,314 fl. auf, welcher hauplsächlich sind zu Postpracticanten ernannt worden. Zu 1. ——— stellt sich ein Deficit von 1,108,709 fl. heraus, auf den beantragten Gehaltsaufbesserungen beruht.] Postexpediteuren wurden ernannt: der Kaufmann 5 IU welches lediglich durch die auf 1,280,000 fl. ver- Bezüglich derselben wird im Allgemeinen der Grund- Brandt in Nieder ⸗Olm und der Stationsver- anschlagten Ausgaben für Eisenbahngarantien ent- satz aufgestellt, daß die dermaligen eff'etiven Be- walter Schaffner in Lengfeld. Zu Postagenten 9 steht, welcher Posten sich indeß voraussichtlich von soldungen(d. h. incl. der sog.„Naturalvergütung“) sind angenommen worden: die Postexpediteure Harb 0 4% Nahe Jahr zu Jahr mindern wird. Wie bekannt, wird bei Gehalten bis zu 1000 fl. um etwa 5 bei in Allendorf a. d. L. und Lorey in Sprendlingen, ö ant ane keine Steuererhöhung vorgesehen, da der Staat Gehalten von mehr als 1000 fl. für weitere sowie der Orteeinnehmer Albrecht in Düdelsheim,. * 40 über anderweitige Mittel, insbesondere den auf 1000 fl. gleichfalls um /, der Restbetrag aber der bisherige Stadtpostbote Grebe ist zum Brief- 1: unseren Anibeil enisallenden Betrag der sranzösi⸗ um ¼ zu erhöhen sei. f träger und die bisherigen Postillone Menges und 0 „60 schen Kriegskosten, auf welchen bertits 5, 284, 160 fl.— Wie biesige Blätter melden, soll in dem Reinschild sind zu Stadtpostboten bei dem Kaiser N an bezahlt sind, zu verfügen hat. In Folge der s neuen Budgetentwurf wieder der von den Ständen lichen Postamte hier ernannt worden. Die Post⸗ 5 — 9710 saltunt der Verhältnisse sind die Einnahmen abgelehnte Betrag von 58,000 fl. Zuschuß für expeditionsgehilfen für den Ort Rettig in Eber 170%* aus Zöllen 5. w. aus dem Budget verschwun⸗ das hiesige Polytechnikum enthalten sein. Die stadt und Lauber in Wolfskehlen, sowie die den, desgleichen auch der Etat des Kriegsministe⸗ seitherige Bewilligung betrug nur etwa 44,000 fl. Stadtpostboten Stützer in Mainz und Köhler ge riums an dessen Stelle die auf 1,150,000 fl.— Der Ober- Postrommissarius Schwarz ist bierselbst sind freiwillig aus dem, Pofidiensit ge- 4 00 veranschla ten Matricularumlagen des Reichs ge- zum Poftcasstrer bei dem Kaiserlichen Postamte in schieden. Der Posteleve Weisel in Alzey ist un- . treten 5 Die Rubrik:„Ministerium des Groß-] Mainz ernannt und der Ober ⸗Postsecretär Schmeller freiwillig entlassen worden. 2 * herzoglichen Hauses und des Aeußeren“ schließt mit der commissarischen Verwaltung der Post Berlin, 20. Nov. Reichstag. Staats minister
Kassirer⸗Stelle bei dem Kaiserlichen Postamte hier


