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gibt man sich der frohen Erwartung hin, daß der „Generalfeldmarschall der Süddeutschen“ mit seinem Stabe in der bayerischen Hauptstadt erscheinen werde.
— In der Nacht vom 14. auf den 15. d. M. versuchten die französischen Kriegsgefangenen auf dem Lechfelde einen Ausbruch, der durch eiligst aus Augsburg herbeigekommenen Succurs von Cavalleriemannschaft verhindert wurde.
— Die Nachricht verschiedener Blätter, Graf Bray habe seine Entlassung eingereicht, ist un— richtig. Die schwebende Ministerkrisis findet erst im vollzähligen Ministerrath ihre definitive Erledigung.
Ausland
Oesterreich. Wien. Mitebeilungen in diplomatischen Kreisen zufolge ist es der Ver mittelung des englischen Gesandten in Alexandria gelungen, die noch schwebenden Differenzen zwischen der Pforte und Aegypten beizulegen.
Pest. An die ungarischen Bischöfe ist neuerlich ein päpstliches Monitorium ergangen, das Unfehl— barkeitsdogma zu publieiren. Der weitaus größte Theil des ungarischen Episcopats wird bei der Weigerung beharren.
Schweiz Bern. Der Rhein ist zwischen Wartau und Haag mehrfach ausgetreten. Der Bezirk Werdenberg steht beinahe gänzlich unter Wasser. Abhülfe ist bereits im Gange.
Frankreich. Paris. Die Pariser Section der Internationale, das sogenannte Centralcomite dieser Gesellschaft, hat, wie„Paris- Journal“ versichert, keinen Anstand genommen, gestern in Paris selbst eine Sitzung zu halten und ein Wahl— manifest auszuarbeiten. In diesem Manisfest werden die Arbeiter aufgefordert, sich um die internationale Gesellschaft zu schaaren, sie allein könne zur Befreiung führen und das Joch des Capitals und der Priester abnehmen. Die In— ternationale, heißt es weiter, ist in diesem Angen— blick der große Verbrecher. Alle Capitulards, alle unfähigen Persönlichkeiten der Hauptstadt machen sie für das Unglück Frankreichs, für den Brand von Paris verantwortlich. Das Unglück Frank— reichs, wir legen es den Trochu, Jules Favre und Genossen zur Last. Der Brand von Paris, für den nehmen wir die Verantwortung auf uns. Die alte Gesellschaft muß untergehenz sie wird unter— gehen. Ein riesiger Angriff bat sie bereits er— schüttert, eine letzte Anstrengung wird sie zu Boden werfen.
Facta an's Licht ziehen. Untersuchung die genaue Anzahl der Mitglieder
— Vor einigen Tagen sah man 28 Mann Nationalgarde unter Bedeckung über den Boule: vard de Magenta ziehen; sie waren in der Krypta der Peterskirche von Montmartre, wo sie sich ver— borgen gehalten hatten, entdeckt und gefangen ge ⸗ nommen worden. Sie waren halb verhungert und konnten sich kaum auf den Beinen halten; eine Anzahl von Leidensgefährten folgte ihnen in noch kläglicherem Zustande auf einem Wagen. Weiber und Kinder begleiteten unter Wehegeschrei iesen traurigen Zug, der sich nach dem Luxem-
bourg bewegte, wo über die weitere Bestimmung
der Gefangenen verfügt werden soll.
— Der„Constitutionnel“ sagt: schäftigt sich gegenwärtig mit einer gründlichen Nachforschung über die Internationale. Ste wird mit großer Sorgfalt, Klugheit und großem Scharf— sinn geleitet. Mehrere unserer Vertreter im Aus lande haben schon merkwürdige Nachrichten über die Verzweigungen dieser berüchtigten Gesellschaft in ganz Europa geliefert. Andere ähnliche Docu— mente werden noch erwartet. Man versichert, der Nationalversammlung werde, nach Beendigung dieser Untersuchung, ein specialer Gesetzentwurf vorgelegt werden, welcher strenge Strafen gegen die Association und ihre Mitglieder aufstellt. Die Auslegung der Motive, welche dem Entwurfe vor— ausgehen wird, soll sehr wichtige und unbekannte Man wird durch die
der Internationale, welche 3 Millionen übersteigen soll, erfahren.“
Belgien. Brüssel. Bei der Feier des Papstjubiläums versuckten Blousenmänner und Studenten ein Local zu stürmen, wo die italienische Flagge wehte. Die Polizei berief die Bürger— garde, die nach großem Getümmel und Handge— menge, wobei es mehrere Verwundete gab, die Straßen energisch säuberte. Unter den Verhafteten befindet fich ein kirchlicher Beamter der St. Gu— dulakirche. Später erfolgten tumultuarische Mani— festationen vor dem italienischen Gesandschaftshotel und demjenigen des päpstl. Nuntivs. Die„Etoile belge“ sagt, die Internationale habe mit Eifer mit den Päpstlichen gemeinschaftliche Sache gemacht.
— Nach dem„Etoile belge“ beträgt die Zahl der in der Nacht vom 18. Juni vorgenommenen Verhaftungen 68; eine große Anzahl Schneider— gesellen, welche der Internationale angehören, befinden sich unter den Verhasteten.
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— Die„Indépendante“ meldet aus Paris: „Jules Favre hat mit allen europäischen Cabi⸗ netten Unterhandlung behufs Bildung einer Allianz gegen die„Internationale“ eingeleitet.“
Großbritannien. London. Einer Brüsseler Depesche des Londoner„Echo“ zufolge, hat der päpstliche Nuntius in Brüssel erklärt, daß wenn König Victor Emanuel in Rom einziehe, der Papst unverzüglich die Stadt verlassen und eine Zuflucht in Corsika suchen werde.*
Italien. Rom. Thiers hat dem Papste ein Schreiben übersandt, worin er denselben zu seinem 25jährigen Jubiläum beglückwünscht. Ebenso
„Man be- bat der engl. Geschäftsträger dem Papste ein Glück—
wunschschreiben der Königin überreicht. Auch die sämmtlichen übrigen Vertceter der auswärtigen Mächte waren von ihren Souveränen beauflragt, entweder dem Papste Glückwunschschreiben zu über⸗ geben, oder ihn mündlich zu beglückwünschen.
* Friedberg. Vom 22. Juni bis einschließlich den 4. Juli fallen wegen Truppentransporte folgende Personen⸗ züge der Main-Weserbahn aus:
Frankfurt⸗Marburg 540 Morg. und Marburg⸗Frankfurt 615 Nachm.
Frankfurt. Der definitive Friede ist zu Frank⸗ furt a. M. im Hotel„zum Schwan“, wie die„Thür. Ztg.“ berichtet, uicht mit der goldenen Feder unterzeichnet worden, die ein Pforzheimer Fabrikant dem Fürsten Bismarck vor längerer Zeit zu diesem Zwecke verehrte. Eine einfache Gänsefeder, die der doctige Oberkellner nebst dazu gehörigem Tintenfaß kaufte, hat den Sieg über die goldene Feder davongetragen. Doch das Spaßhafte kommt noch. Ein Sohn Albious, welcher Kunde hievon erbielt, bot dem besagten Kellner flugs 10 fl. für die Glücksfeder, reussirte jedoch wider Erwarten nicht mit seinem Gebote; er wendete sich alsbald an dessen Principal und glaubte nun ganz sicher Herr der famosen Feder zu werden, wenn er diesem 500 fl. dafür biete. Doch— fehlgeschossen! Der böse Oberkellner verweigerte die Herausgabe derselben, weil sie, wie schon erwähnt, sein Eigenthum sei, und ließ sich selbst dadurch nicht abschrecken, daß ihm sein Principal mit einer Klage drohte.
Berlin. Als Miethpreis für eine Front von fünf Fenstern und einem Erker, zwei Treppen hoch in einem Hause der Königgrätzerstraße belegen, sind— für die Dauer des Einzuges— am verflossenen Freitag fünf⸗ zehnhundert Thaler geboten und bezahlt worden.
Verloosung.
Ansbach⸗Gunzenhausener Eisenbah-An⸗ lehen. Bei der am 15. Junt stattgefundenen Gewinn⸗ ziehung fielen auf folgende Nummern die beigesetzten größeren Gewinne: Serie 1360 Nr. 25 16,000 fl., Serie 1889 Nr. 36 2000 fl., Serie 431 Nr. 16 500 fl., Serie 511 Nr. 2, Serie 1032 Nr. 15, Serie 1763 Nr. 47, Serie 2272 Nr. 2 und Serie 2272 Nr. 32 je 100 fl.
Oeffentliche Bekanntmachung. Betreffend: Anordnung einer Curatel über Leonhard Bruder von Reichelsheim. 1483 Nachdem Rubrikat unter Curatel gefellt worden ist, so wird dies hiermit mit dem Anfügen zur öffent— lichen Kenntniß gebracht, daß Rechtegeschäfte jeglicher Art gültig nur mit dessen Curator Phitipp Wilhelm Vogt von Reichelsheim abgeschlossen werden können. Zugleich werden etwaige Gläubiger aufgefordert ibre Forderungen binnen 14 Tagen a dato dem Curator an⸗ zumelden. Zahlungen find, dei Meidung doppelter Zahlung, nur an den Curator zu leisten. Friedberg den 6. Juni 1871. Großherzogliches Landgericht Friedberg. .
Heugras⸗Versteigerung. 1586 Montag den 26. d. M., Vormittags 10 Uhr, soll das der Gemeinde gehörige Heugras in Abtheilungen im biesigen Gemeindehause öffentlich versteigert werden.
Ober⸗Wöllstadt den 20. Jum 1871.
Großherzogliche Bürgermeisterei Ober Wöllftadt.
Feuerbach,
Holz ⸗Versteigerung. 1576 Freitag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr sollen in dem Nieder⸗Mörler Gemeindewald, Schlag Nr. 17, dem Hof Hasselheck gegenüber, nachverzeichnete Holz sortimente versteigert werden;
5 Stecken Scheitholz Eichen-Lohholz,
19 ¼„ Prügelbolz desgleichen, 11767 Wellen Eichen Lobholz,
58 Läst Späne desgleichen.
Die Zusammenkunft ist im Schlag selbst und das Holz guter Qualltät. Nieder- Mörlen den 19. Juni 1871. Großherzogliche eece Nieder-Mörlen. b
300 Gulden
1592 liegen in der kath. Kirchenkasse zu Friedberg zum Ausleihen bereit. Kempf, Kirchenrechner.
5 0 Holzversteigerung. 1579 In den Gräflich Solms-Rödelheim'schen Wal— dungen sollen versteigert werden: 1) Donnerstag den 29. I. M., von Vormittags 9 Uhr ar, in der kleinen Dtebseiche: 10 Stecken Eichen-Prügelholz, 10700 Wellen„ Reisoholz, Schälholz, Stangen,
75 67 2) Freitag den 30. I. M., von Vormittags 9 Uhr an, im Untetbainhards: 1 Stecken Buchen⸗Scheitholz,
4 1 Eichen⸗Prügelholz, 6 9„ Stockholz, 20„ Reisoholz,
54 77 Nadelholz— 77
175 Wellen 7 0 6 Stecken Eichen Prügelholz, 10500 Wellen„ Reisholz, 6 Haufen Allexleibolz, 108 Cubikfuß diverses Stammholz, 80 1 7 Stangenholz. i Zusamenkunft am erssen Tag im Lobschlag bei den ersten Holznummern und am zweiten Tag am Forft⸗ haus Bainhards. Wickstadt den 19. Juni 1871. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schal las.
Schälholz,
soll das der hirsigen Gemeinde gehörige Heugras öffent⸗ lich meistbietend verkauft werden. Bruchenbrücken den 19. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermeisteret Bruchenbrücken. Wagner.
r Liehrlingsgesuch.
1473 Ein mit tüchtigen Schulkennintssen versehener junger Mensch aus guter Familte kann in eine hiesige Handlung als Lehrling eintreten. Näheres bei der
Expedition d. Bl.
Arbeits- Versteigerung. 1575 Die zur Erbauung eines neuen Wehtes oberhalb der Laupus'schen Mühle zu RNieder-Eschbach erforder⸗ lichen Arbeiten und Materiallieferungen, veranschlagt:
Alk. Maurerarbeit 912 14 Steinhauerarbeit 837 12 Zimmerarbdeit 169 46 Schlosser⸗ und Schmiedearbeit 155— Lieferung von 50 Tonnen Cement 325— Liefe ung von 73 Cubikmeter Steindrocken 73—
Lieferung von 190 Cubikmeter Mauersteinen 570 Beifubhr von 2400 Center Schlackensand von der Station Bonames zur Bauftelle 90 Lieferung von 80 Bütten Wasserkalk 120 sollen Montag den 26. d. M., Vormittags 11 Ubr, auf dem Gemeindehause zu Nieder-Eschbach öffentlich an den Wenigstnebmenden versteigert werden. Plan, Vor ⸗ anschlag und Versteigerungsbedingungen liegen dis dadin auf dem Büreau des Großberzoglichen Kretsbauamts Friedberg, sowie auch auf Großberzoglicher Bürger- meifteret Nieder⸗Eschbach zur Einsicht offen Nieder⸗Eschbdach den 16. Juni 1871. Großherzogliche Bürgermetsterei Nieder Eschbach. A. Fendt.
Heugras-Versteigerung. 1578 Freitag den 23. d. M., Nachmittags 1 Uhr, soll das der biesigen Gemeinde zustebende Heugras in ein⸗ zelnen Abtheilungen auf diesigem Rathhpause veisteigert werden.
Ossenbeim den 19. Junt 1871. 0 Grobprrzoppfcof, Düften eien Ossenheim. „ e
Heugras-Versteigerung.
Samflag den 24. d. M., des Vormittags um 10 Uhr, soll das der hiefsigen Gemeinde zustebende diessährige Heugras in einzelnen Abtheilungen bei Gastwirth Doͤres dahter öffentlich meistotetend verfleigert werden.
Bauernheim am 20. Juni 1871.
Großherzogliche Burgermeisteret Bauernbeim.
1591 en


