Ausgabe 
21.12.1871
 
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Frankfurt.

Rußland. Petersburg. Prinz Reuß überreichte am 14. d. dem Kaiser sein Beglaubi- gungeschreiben als Botschafter, worauf das ge⸗ sammte Personal der deutschen Botschaft dem Kaiser und der Kaiserin vorgestellt wurde.

Die preußischen Gäste sind zurückgereist. Der Kaiser, der Thronfolger sowie die anderen bier weilenden Prinzen waren in preußischer Uniform auf dem Bahnhöfe anwesend. Die Aka demie der Wissenschaften hat den Feldmarschall Grafen Molke zum Ebrenmitglied gewählt.

Amerika. Newpork. Die von Mitgliedern der Internationale angekündigte Prozession hat unter schwacher Betheiligung stattgefunden und verlief ohne die geringste Störung. Berichten aus Mexico zufolge hat die Rebellion daselbst an Terrain verloren. Eine zahlreiche japanesische Gesandtschaft, welche Amerika und Europa be suchen soll, wird hier erwartet.

Gießen. Nach einer Mittbeilung derSüdd. Rchop. soll sich bei Beginn des jetzigen Wintersemesters kein einziger Theologe zur Immatticulation dahier gemeldet haben, so daß die Facultät nur 16 Studirende zählt.

Frankfurt. In Sachen der hier zu etablirenden Pulverfabrik soll demnächst eine große Volksversamm lung, an welcher auch die durch die Fabrik gleichfalls bedrohten Orte Bornheim, Seckbach, Oberrad, Ofsenbach participfren, abgehalten werden. Auch verlautet, daß der Magistrat Schrtite bei dem Kaiser direct zu thun beabsichtige. Der Palmengarten wurde in der Zeit vom März d. J. bis zum Sonntag von 130,200 Personen gegen Zahlung des Eintrittsgeldes von 30 kr. besucht.

Der dieser Tage auf dem Ginnheimer Weg gesebene Wolf, den man für einen Bären zu halten sofort geneigt war, ist ein großer Hund gewesen.

Offenbach. Das Ergebniß der jüngsten Volks- zählung ist für unsere Stadt folgendes: Am 1. Dez. waren darin anwesend 11,673 männliche, und 11,018 weibliche Personen, zusammen also 22.691 Seelen, darunter 405 Militärpersonen. Nach einer Zählung ven 1867 batte unsere Stadt 20,308 Einwohner; Zunahme mithin: 2383 oder 11½ Procent.

Lampertheim. In unserem Orte gibt es gegen⸗ wärlig nur wenige Familien, welche nicht in Trauer ver⸗ setzt sind. Seit dem zu Anfang Oktobers erfolgten Auf⸗ treten der Masern sind dieser Krankheit nahezu 70 Kinder,

vom frühesten Alter bis zum 7. Lebensjahre erlegen. Im Oktober raffte der Tod 39, im November 27 Kinder hin⸗ weg, und bis auf den heutigen Tag haben wir fortgesetzt, wenn auch in vermindertem Grade, Todesfälle an der Masern⸗Epidemie zu beklagen.

Höchst i. O. Am 15. December wurde die Strecke der Odenwaldbahn von Wiebelsbach bis Erbach befahren und übernommen. Ein Festessen fand in Michelstadt siatt. Die Bahn soll noch vor den Feiertagen dem Publikum eröffnet werden.

Mainz. Die festliche Eröffnung der Eisenbahn nach Alzey fand am 17. d., nachdem ein Extrazug von Darm stadt die Mitglieder der Regierung und der Oberbau direction u. s. w. hierher befördert hatte, mit einem von zwei mit Kränzen und Fahnen geschmückten Maschinen gezogenen Zuge staft. In der Bahnhofrestauration zu Alzey wurde das Frübstück eingenommen und nach einem Ausenthalt von zwei Stunden fand die Rückfahrt statt. Der regelmäßige Dienst bat mit je 5 Zügen täglich in beiden Richtungen begonnen.

Köln. Vor einigen Tagen sah man in der Mitte des Rheins eine große Eisscholle, von welcher aus zwei Knaben die am Ufer Stehenden um Hülfe anflehten. Kaum hatle man vom Hafen aus die kriiische Lage der beiden Kinder bemerkt, so lösten zwei Männer einen Nachen und steuerten durch den nur mäßig mit Eis⸗ schollen bedeckten Strom auf die beiden Knaben zu. Da jedoch manche Scholle aus dem Weg zu räumen oder zu umschiffen war, gelang es ihnen erst unterhalb der Stelle, wo die Schiffbrücke sonst stebt, die betreffende Scholle ein zuholen und die Knaben in den Nachen zu retten.

Diedenhofen. Privalnachrichten zufolge hat sich in der Nähe unserer Stadt ein gräßliches Unglück ereignet. Ein Handwerker, welcher in trunkenem Zuftande mit seinem Kinde nach der Stadt zurückkehrte, stürzte in ge ringer Enisernung an den Festungswerken nieder und verfiel, rotz allen Anstrengungen des Kindes, ihn zum Weitergehen zu bringen, in einen festen Schlaf. Durch das Geschrei des Kindes wurden in der Näbe herum schwärmende Wölfe herbeigelockt, welche, da sie nur ge ringen Widerstand fanden, über die beiden Unglücklichen berfielen und dieselben in Stücke rissen.

Schweden. Am 2. d. Abends erhob sich über das ganze südliche Schweden ein Schneesturm, wie er nur selten erhört ist, hielt den ganzen Sonntag an und unter⸗ brach alle Communication auf den Eisenbahnen. Noch war der Schnee nicht vollkommen hinweggeschafft und die Communication wieder eröffnet, so brach am Nachmittage des Dienstags ein noch weit schrecklicheres Unwelter aus, während dessen 1516 stündiger Dauer der Schnee nicht vom Himmel fiel, sondern berabstürzte, so daß er nach dem Aufbören des Unwetters auf langen Strecken die

Eisenbahnen 8 bis 12 Fuß bedeckte, ja auf der Ebene Upsala au vielen Stellen 15 Fuß und darüber hoch sein soll. Erst am 7. d. war nach fünftägiger Unerbrechung durch Aufbieten aller Arbeiter, die nur zu haben waren, und nach den größten Anstrengungen die Communication wieder hergestellt. Einen so reichlichen Schneefall, schreibt man denH. N. aus Stockholm, hat hier kaum irgend Einer der jetzt Lebenden gesehen.

Frankfurt a. M., 18. Dezember 1871. Börsen⸗ bericht. Wir erwähnten bereits in unserem Wochen⸗ bericht, daß Silberrense in Aubetracht der jetzigen Ver bältnisse noch steigerungsfähig und wurden dieselben auch heute mit nabezu 1% besser bezahlt, als an der Sonn- tagsbörse. Für Staatsbahn und Lombarden lagen viele Berliner Kufordres vor und schließen erstere à 3933 4, letztere 204½. Für ungarische Eisenbahn-Priortiäten zeigten sich viele Abgeber, da der Gesetzentlwurf wegen Besteuerung der ungarischen industriellen Unternehmungen zu der Befürchtung Anlaß gibt, daß die ungar. Priori⸗ täten, denen zwar Steuerfreiheit garantirt, dennoch einem Coursabzug von 10% unterworfen werden können und sind in erster Linie davon berührt: ungar.⸗galizische, ungar. Ost⸗, Nordost⸗ und Alföld-Prioritäten. Sollte die beabsichtigte Einführung dieser Steuer durch den ungar. Reichstag angenommen werden, so erleiden nicht nur die Prioritäten, sondern auch die Actien einen gleichen Abzug. i888 2er Amerikaner sebr offerirt, verlooste Stück 95/8. Coupons fl. 2. 23 ½ kr.

Die Christbescheerung

für die Kinder der Kleinkinderschule findet Donnerstag den 21. d. M. Punkt 5 Uhr Abends im Rath- haussaale statt. Für gehörige Heizung des- selben soll gesorgt werden. Zur Bestreitung der Kosten wird ein Eintrittsgeld von 6 Kreuzer für Erwachsene, von 3 Kreuzer für Kinder erhoben. Höhere Beiträge werden mit Dank angenommen. Sollte jemand noch eine Gabe für die Bescheerung in Bereitschaft haben, so wird um baldige Ab⸗ lieferung gebeten, um so mehr, da noch Geld mangelt. Wir ersuchen die Eltern der die Klein⸗ kinderschule besuchenden Kinder dafür zu sorgen, daß letztere um ½5 Ubr zur Stelle sind, da auf zu spät Kemmende nicht gewartet werden kann.

Der Vorstand.

Persteigerung 5 1872r Eichen- Lohrinden zu Friedberg.

012 Alle Waldbesitzer, welche sich on einer gemein u Mittwoch den 27. Marz 1872 dahter abzu⸗ haltenden Rindenversteigerung betheiligen wollen, werden ersucht, dieses längstens bis zum 15. Januar 1872 der unterzeichneten Stelle anzuzeigen und dabei anzugeben: 1) Namen und Nummer der Walddifirikte. 20, Mulb. maß liches Rindenergebniß daselbst und zwax besonders von Stockausschlag, von Kernwuchs und von mehr als 30 Jabre altem Holz, mit Angabe des speziellen Holzallers bel jedem solchen Rindenquantum. 3) Nächße Eisenbabustation, 1 des betreffenden alddistrictes von detselben. 1 Friedberg den 5. Dezember 1871. Großberzogliches Forftamt Friedberg. Herpel.

Alle,

esche aus dem Jabre 1871 noch eine Forderung 2 oder einen ihrer Zöglinge baben, wollen ihre Rechnungen soweti es noch nicht ge⸗ scheben in bis längstens zum Schlusse dieses Jahres tel uns einreichen, indem wir für Bezahlung später abgegebener Rechnungen nicht mitwirken können. griedberg den 18. Dezember 1871.

erzogliche Direktion des Taubstummen-Justituts. een Dr. Matthias.

dem blesigen Holzhof kann soweit der Vorrath 2 Suchen eee neuester Källung 1.5625 Raum meter= einem Stecken zu 7 fl. gegen gleich baare Zahlung bezogen werden; bet Abnahme von 10 Stecken == 1,5625 Raummeter und mebr kann unter Vorlegung einer genü enden Mürgschaftourkande Zahlungsfrist bis 1. Juli 1872 bewilligt werden. i Laubach den 18. Dezember 1871. Die Verwaltung des Gräflichen Holzhofs.

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