Ausgabe 
21.9.1871
 
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sie sehr stark, daß die Franzosen gegen Deutschland an keine Revanche mit 5 Waffen, sondern an eine solche mit Bildung und freiheit lichen Institutionen denken möchten. Frankreich. Paris. DieAgenee Havas meldet: Briefen aus Versailles zufolge hat in Folge einer Indisposition des Grafen Arnim gestern keine Zusammenkunft mit dem Präsidenten Thiers statt gefunden. Dieselben werden heute eine Besprechung haben, um die Details des Vertrags zu regeln. Hier behauptet man, daß über alle wesentlichen Punkte Einverständniß berrsche, und daß der defi⸗ nitive Abschluaß noch im Laufe dieser Woche er folgen werde. Die Entwaffnung der National- garde in den Departements geht ohne Störung vor sich. Ueberall herrscht Ruhe. Die Ueber- gabe der Forts an die französischen Truppen wird nach demJournal officiel morgen Vor mittag stattfinden und die Räumung der benach- barten vier Departements am 25. d. beendigt sein. Holland. Die Generalstaaten wurden am 18. d. eröffnet. Die Thronrede hebt hervor, daß die Beziehungen zu den auswärtigen Mächten vortrefflich seien; ferner wird in derselben eine

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wohnhaften Prof. Dr. Anton Schmitt, burch Berleihung eines Ehrenpreises für diese wichtige Erfindung Seitens seiner Vaterstadt auszuzeichnen.

Mainz. Am Samstag Abend wurde zu Castel in einem Gasthause ein Gauner unter dem Bette eines Fremdenzimmers entdeckt; berselbe befand sich im Besitze von 13 Hauptschlüsseln.

om Rhein. Ueber ein auf dem Rheine zwischen Rheinhausen und Bleersbeim ausgebrochenen Schiffsbrand meldet dieCref. Ztg. Folgendes:Gegen 8 Uhr früh fuhr ein Schraubendampfer mit Petroleum, Oel und Kaffee beladen, stromaufwärts. Auf dem Verdeck lagen 200 Fässer Petroleum, nach Köln bestimmt. Als das Schiff eben Rheinhausen passirt halle, sah man plötzlich zwischen den Fässern Feuer, das sich mit ungeheurer Schnelligkeit über das ganze Fahrzeug ausbreitete. So⸗ fort ließ der Steuermann dasselbe auf den Sand laufen und kaum hatte die Mannschaft das nackte Leben gerettet, da stand schon das Schiff in hellen Flammen. Alsbald platzte ein Faß nach dem andern, und es stieg von dem brennenden Petroleum ein dichter, schwarzer Rauch auf. Das brennende Oel floß vom Verdeck in den Rhein, brannte aber, abwärts treibend, bis auf 200 Schritte ruhig weiter, und während der dichte Qualm das Schiff einige Zeit unsichtbar machte, war es, als wenn der Rhein in hellen Flammen aufgehen wolle. Gegen Abend, nach Yflündigem Brande, stand das Schiff noch in voller Gluth; die eisernen Seitenwände desselben waren über dem Wasserspiegel glühend. Schiff und Ladung sollen nicht versicher! gewesen sein. Bamberg. Der frühere Regimentsbüchsenmacher

Reorganisation der Armee als nothwendig be

zeichnet und eine Vorlage, betreffend Reformen im

Steuersystem, angekündigt.

Frankfurt. Das Klagelied über die unerhörte Theue rung aller Lebensmittel wird von Tag zu Tag lauter und allgemeiner. So liest man in den localen Nachrichten hiesiger Blätter: Die Obstpreise wollen, zum Hauptbe⸗ dauern der Jugend, durchaus hier nicht sinken, trotzdem manche Händler von Auswärts her das Obst verhäliniß⸗ mäßig sehr billig bekommen sollen. Die Verkäufer ver abreden sich eben, daß Niemand billiger verkaufe. Es ist doch arg, daß man z. B. für eine gewöhnliche Birne 2, für eine bessere 4 6 Kreuzer, für 3 gewöhnliche Zweischen 1 Kreuzer, für einen gewöhnlichen Apfel 2 3 Kreuzer bezahlen soll. Auch die massenhaft vorhandenen Trauben hält man unverhälinißmäßig hoch im Preise, so daß man für großbecrige grüne Trauben 1520 Kreuzer, für groß beetige blaue 20 24 Kreuzer per Pfund geben muß. Für die Butter verlangte man 51 54 Kreuzer. Und es ist doch eine höchst günstiges Grünfutterjahr. Aber freilich, die Zahl der schnell reichgewordenen Leute, welche bis in allen Winkeldörfern die Butter aufkaufen und in's Ausland versenden, mehrt sich auffallend.

Mainz. Im Schooße der Bürgschaft ist eine Agitation im Werke, welche bezweckt, den eigentlichen Erfinder der pneumatischen Brief- und Packelbesörderung, den hier

Scheinlein dahier soll eine wichtige Erfindung gemacht haben. Dieselbe besteht in einer ganz einfachen Aenderung er seitherigen Chassepot- und Zündnadelpatrone, welche geöffnet und dann eine Guttaperchakapsel, mit Talg ge⸗ füllt, hinter dem Zündstoff angebracht wird, durch welche die Nadel sticht, und wodurch, wie der Erfinder behauptet, die seitherigen vielgerügten Uebelftände dieser Feuerwaffen als vollständig beseitigt betrachtet werden dürfen.

München. Dieser Tage kam ein Engländer, welcher in Augsburg den Courterzug versäumt hatte, mit einem Extrazug, der ihn 198 fl. kostete, an, um noch rechtzeitig nach Oberammergau zur Passionsvorstellung zu kommen.

Leipzig. Die Redaction derAllgem. Deuischen Lehrerzeitung hat, obne ein besonderes Thema zu stellen, sieben Preise für die sieben besten ihr zugehenden Original⸗ aufsätze im Betrage von 40 Thlr., 30 Thlr., zwei Mal 20 Thlr., drei Mal 10 Tolr. ausgesetzt. Die zu dieser Preisbewerbung eingehenden Arbeiten werden in der ge⸗ dachten Zeitung nach beliebiger Auswahl der Redaction im Laufe des Jahres 1872 abgedruckt. Berlin. Das Kutschke-Lied ist(wie in denLiedern zu Schutz und Trutz von Fr. Lipperbeide nachgewiesen wird) am 16. August 1870 vom Pasior Herrn Alex. Pistorius zu Basedow bei Malchin in Mecklenburg ge dichtet worden.

Aus Ostpreußen wird gemeldet, daß in Gumbinnen sich am 18. d. vollständiges winterliches Schneegestöber ein gestellt hatte.

zu der Grabschändung, welche französische Einwohner, wie

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Aus St. Maur bei Paris wird im Gegensaß

neulich berichtet, an den Ruhestätten deutscher Krieger im occupirten Gebiet vorgenommen haben, demNbg. Corr. gemeldet, daß in Boissy St. Leger das für Be⸗ erdigung gestorbener deutschen Soldaten Seitens der dortigen Gemeindeverwaltung hergegebene Terrain von derseiben mit einer ca. 240 Fuß langen, 9 Fuß hohen und Fuß dicken,sehr hübsch gearbeiteten Mauer eingefriedigt worden ist, ein Act, zu dessen Vollziehung für die französische Communalbehörde des genannten Ortes lediglich eine moralische Verpflichtung, nämlich ein seiner Zeit gegebenes diesbezügliches Versprechen, maß⸗ gebend war.

Aus Lüttich meldet man: Auf der hiesigen Stadikasse harrt der am 31. August v. J. gezogene Hauptgewinn von 50.000 Frs. der Lütticher Stadtloose immer nech seines glücklichen Besitzers. Das Gewinnloos trägt die Nummer 42,250.

Paris. Als neuen Beitrag zur Gemeinheit der Pariser Journale diene folgende wörtliche Notiz aus dem Paris⸗Journal:Eine seht gute Idee des Blitzes! Der elektrische Funke tödtete kürzlich zu Chenneviere bei St. Maur den bayerischen Infanterie-Lieutenant Schöffer. Die Einwohner schulden dem heiligen Donner eine ge⸗ weihte Kerze.

Paris. Auf der Lyon-Bahn ist zwischen Pont⸗sur⸗ Yonne Champigy ein Personenzug verunglückt, wobei es 9 Todte und mehrere Verwundete gab.

Amerika. Das Censurbürcau in Washington hat nunmehr die revidirte Liste der Volkszählung von 1870 veröffentlicht. Demzufolge batten die Ver. Staaten im vorigen Jahre 38,555,983 Einwohner gegen 31,445,080 im Jahre 1860; die erstere Zahl umfaßt 33,586,989 Weiße, 4.880.009 Farbige, 25,731 Indianer und 63254 Cyinesen. Die letzteren kommen haupfsächlich auf Cali⸗ fornien, dessen chinesische Bevölkerung in den letzten zehn Jahren um 14,347 gestiegen ist. Was die Indianer⸗ devölkerung angeht, so sind die Stämme in Alaska, welche auf 75,000 Mann geschätzt werden, sowie mehrere feind⸗ liche Indianerstämme in diesem Ausweise nicht mit ein⸗ geschlossen. Von der Gesammibevölkerung sind 32,989,437 Eingeborene und 5,566,466 Eingewanderte.

Verloosungen.

Petersburg, 13. Sept. Bei der heutigen Ziehung der Prämienanleihe von 1866 fielen 200,000 Rb. auf Nr. 24 Ser. 11822; 75 000 Ro. auf Nr. 26 Sec. 17,4503 40,000 Rb. auf Nr. 44 Ser. 10097; 25,000 Rb. auf Nr. 25 Ser. 5904; je 10,000 Ro. auf Nr. 15 Ser. 5336 und Nr. 23 Ser. 18,140; je 8000 Rb. auf Nr. 45 Ser. 19664, Nr. 35 Ser. 9063, Nr. 35 Ser. 3012, Nr. 5 Ser. 3012, Nr. 50 Ser. 14607, Nr. 2 Ser. 12009 und Nr. 11 Ser. 8610; je 5000 Rb. auf Nr. 42 Ser. 12246, Nr. 43 Ser. 18952, Nr. 9 Ser. 14553, Nr. 32 Ser. 4186. Nr. 29 Ser. 6004, Nr. 38 Ser. 766, Nr. 4 Ser. 11709 und Nr. 6 Ser. 1487.

Obligations-Petloosung

der Kreisstadt Friedberg.

2313 Es wird bierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß von den Putial- Obligattonen der Krels⸗ fladt Friedberg des Anlehns von 1863 bei der heute vorgenommenen öffentlichen Verloosung

aus Serie A. Nr. 16 8 und 13

7 B. zur Nüdzablung beftimmt worden find. Die Inhaber dieser Obligationen werden hierdurch aufgefordert, am

ihre Kapitalbeträge gegen Rückgabe en bei der hilesigen Stadtkasse da mit diesem Tage deren Ver⸗

1. Januar 1872 der Original- Obligation in Empfang zu gehmen, zinsung aufhört. 25 Frledberg am 16. September 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Stein häu ßer, Beigeordneter.

Faselochs⸗Versteigerung. 2312 Dienstag den 28. September l. J., des Mittags 1 Ubr, soll zu Nieder Weisel auf dem Groß berzog⸗ lichen Bürgermelsteret-Büreau ein der Gemein Weisel angehöriger schwerer Faselochs, gut gehalten zum Schlachten, einer öffentlichen Versteigerung aus- gesetzt werden.

Nieder Welsel den 19. September.

Großherzogliche Kürgermeisterei Nleder⸗Weisel. Rt ute r.

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2316 sowohl bochstämmig, als in Zwergform letztere theilweise für künstliche Formen vorgebildet für be⸗ vorflehende Herbfipflanzung in den Baumschulen von

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Specerei-Geschäft wird ein Lehrling gesucht. Frucht preise.

per Malter.

Friedberg, 19. September. Waizen 15 fl. fu; cor 9 fl. kr.; Gerste 7 fl. 20 kr.; Hafer 5 fl. 15 kr.

Frankfurt, 18. Sept.(200 Zollpfund.) Wafzen 15½15½; Kor! 10½10/; Brauergerste 1010½; Hafer 8; Rübzl(100 Zollpfd.) ohne Faß 26¾ 27; Branntwein(50% Tr. per 160 Lit.) ohne Faß. Grünberg, 16. September. Waizen 15 fl. 12 fe. Korn 10 fl. 5 kr.; Gerste 7 fl. 1 kr.; Hafer 4 fl. ke. z Molter 9 fl. 50 kr.; Erbsen 9 fl. 51 kr.; Wicken fl. kr.; Saamen fl. kr.; Kartoffeln fl. kr. Mainz, 15. Speiember. Waizen 15 fl. 49 kr.; Korn

9 fl. 46 kr.; Gerste fl. kr.; Hafer 5 fl. 12 ke.; Ae 3 fl. 20 kr.; Reggenstroh per 100 Gebund