Ausgabe 
21.2.1871
 
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1871.

Dienstag den 21. Februar.

22.

berhessischer Anzeiger.

Enthält die amtlichen Exlasse für den Kreis Friedberg.

Fricdberger Zntelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Vereinbarung von Aversionalvergütungen mit den Gemeinden des Kreises Frledberg

für Benutzung der Landvost.

Friedberg den 17. Februar 1871.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Nach pos. 1 unseres Ausschreibens vom 18. Februar 1864(in nach obiger Vereinbarung porto- und gebührenfrei zu befördernden

Nr. 15. des Friedberger Intelligenzblattes von 1864) müssen die Sendungen, wenn solche von Gemeindebeamten, Ortsgerichtsvorstehern

und Gemeindebediensteten ausgehen, auf der Adresse mit der BezeichnungGemeinde- Dienstsachen und dem Namen des Absenders

oder dem Dienstsiegel versehen sein.

durch mancherlei belastigende und zeitraubende Festslellungen nöthig werden, die zu vermeiden sind, zur pünktlichsten Nachachtung mit dem Anfügen bei Ihnen in Erinnerung, persönlich zur Zahlung des in solchen Fällen angesetzt werdenden Portos für verpflichtet angesehen werden müssen.

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Betreffend: Reichstagswahlen.

*

Zur Leitung der Wahlen der Abgeordneten zum Reichstage hat durch Verfügung 14. d. M. zu Nr. M. d. J. 1256, 1300 und 1301 zu Wahleom⸗

Großherzogliches Ministerium des Innern

missären ernannt:

1) für den ersten Wahlkreis den Großherzoglichen Provinzial⸗

direktor Freiherrn v. Stark zu Gießen,

2) für den zweiten Wahlkreis den Großherzoglichen Regierungs-

rath Trapp zu Friedberg,

rath Frölich zu Alsfeld, 4) für den vierten Wahlkreis(früherrn

3) für den deitten Wahlkreis den Großherzoglichen Regierungs 1

wahlkreis) den Großherzoglichen Proviuztaldirektor Dr. Gold-

mann zu Darmstadt,

5) für den fünften Wahlkreis(früheren zwelten Zollparlaments-

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6) fuͤr den sechste

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Da hiergegen oft gefehlt, die Correspondenz in Folge dessen mit Porto belastet wird und hier⸗

so bringen wir die erwähnte Vorschrift

daß Sie ee sich in Zukunft selbst zuzuschreiben haben, wenn Sie

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n Wahlkreis(früheren dritten Zollparlaments⸗

wahlkreis) den Großherzoglichen Kreisrath Knorr zu Bensheim, 7) für den ftebenten Wahlkreis(früheren vierten Zollparla⸗

mentswahlkreis) den Großherzoglichen Kreisrath Gräff zu

Heppenheim,

ersten Zollparlaments- Den

8) für den achten Wahlkreis(früheren sechsten Zollparlamentswahl⸗ kreis) den Großherzoglichen Kreisrath Parcus zu Bingen und 9) für den neunten Wahlkreis(früheren fünften Zollparlaments⸗ wahlkreis und außerdem den Orten Kastel und Kostheim) den Großh. Provinzialdirektor Geheimerath Schmitt

was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Wahlvorstehern wird

zu Mainz,

die pünktlichste Ausführung des

pos. 8 unseres Ausschreibens vom 8. l. M. nochmals anempfohlen.

wahlkreis) den Großherzoglichen Kreisassessor v. Grolman

zu Offenbach,

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Betreffend: Die Errichtung eines Faselmarkts zu Bad⸗Naupelm.

Auf Anregung des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Friedberg wird die Einrichtung eines Faselmarkts zu Bad⸗Nauheim beabsichtigt. Derselbe soll im Laufe des Monats Marz abgehalten werden und haben der genannte Verein sowie der Gemeinderath zu Bad⸗Nauheim

Indem wir uns

die Ortsvorstände auf

zur Förderung der Frequenz des Markts entsprechende Summen für

Prämtirung schöner Thiere verwilligt.

Es steht zu erwarten, daß die Abhaltüng dieses Markts höheren Orts genehmigt werden wird.

Friedberg den 18. Februar 1871.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Ter a p p.

n g.

weitere Bekanntmachung vorbehalten, wollen

wir nicht verfehlen, das Landwirthschaft treibende Publicum, sowie

Vorstehendes schon jetzt aufmerksam zu machen.

Friedberg den 18. Februar 1871.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Nenn.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Johannes Sauer von Friedberg ist als Feldschütze fur die dasige Gemeinde ernannt und verpflichtet worden.

5 Kriegsnachrichten.

Aus Versailles wird derBad. Ldsztg. vom 14. Febr, geschrieben:Graf Bismarck hat einen Brief an den Marschall Mac- Mahon als Antwort auf dessen Schreiben, welches die Au- wendung explostbler Geschosse Seitens seiner Truppen bestritt, gerichtet. Der Kanzler schlaͤgt Mac⸗ Mahons Behauptung mit der Anführung des Protokolls, welches der von einer Sprengkugel an drei Stellen verwundete Oberst v. Beckedorf nach der Schlacht von Wörth gezeichnet hat und in welchem das Zeugniß des Dr. Stephani in Mannheim angeboten wird. Auch Lieutenant von Oertzen(vom 2. pommer'schen Uhlanenregiment) ist durch eine Sprengkugel verwundet worden. In demselben Briefe findet auch die lächerliche Behauptung des Grafen Chaudordywenn

Sprenggeschosse gesunden worden sind, so können sie nur aus deutschen Büchsen herkommen durch Anführung der amtlich gemeldeten Thatsache seine Widerlegung, daß die garde nationale mo- billsee bei ihrem letzten Ausstandeversuche sich explosibler Geschosse bedient habe.

Aus Versailles wird der Independance

Belge berichtet: Menotti Garibaldi schrieb an

den General v. Manteuffel, die Fahne des 61.

Nat.-Ztg. geschrieben: Die bis gestern aus 42

Regiments sei unter Leichenhaufen gefunden, die Departements vorliegenden Wahlergebnisse bestäti⸗

Fahne demnach mit der äußersten Tapferkeit ver-

theidigt worden. Dieser Schritt Garibaldi's machte im Hauptquartier einen angenehmen Eindruck.

Aus Versailles wird gemeldet: Nach der Uebereinkunft vom 15. Febr. bezüglich des Waffen- stillstandes läuft die Demarcationslinie südlich von Lons le Saunier; Besangonz Auxonne und Um- kreis bleiben von den Franzosen besetzt. Jules Favre ist nach Bordeaux gegangen und wird am

Montag mit den Bevollmächtigten der National- damit er versammlung zurückkehren, um bezüglich der Frie⸗

densbedingungen zu unterhandeln.

gen, daß die Majorität der Nationalversammlung den gemäßigten Parteien angehören wird. Die Radicalen aller Farben dürften in der aus 753

Abgeordneten bestehenden Versammlung nur über 100 bis 120 Stimmen zu verfügen haben. Trotz seiner Verzichtleistung hat General Ducrot im Departement Nievre die Mehrheit der Stimmen erhalten; es ist jedoch sehr zweifelhaft, ob unsere Behörden ihm ein laisser passer ertheilen werden, seinen Sitz in Bordeaux einnehmen kann. Ueber Belfort's Capitulation hat die Strasb. Ztg. noch folgende Angabe:Die

1

Ein Correspondent meldet derN. Z. Z. Besatzung ziebt ab, 4000 Mann am 17., 8000

aus Versailles u. A.:Rothschild war hier und verhandelte im Bundeskanzleramte. Wie ich höre, wollte der Börsenkönig, daß auch deutsche Firmen sich an der Anleihe der Stadt Paris betheiligen

dürften, da das Geld nicht den Franzosen, son- falles in Bestürzung gesetzt worden. So sehr portschiff des Staats, la Epre, das nach St.

dern den Deutschen zu Gute komme.

Mann am 18. Das Festungsmaterfal bleibt in der Festung.

Man schreibt von St. Malo: Unsere Stadt ist durch die Nachricht eines erschrecklichen Unglücks⸗ Das Trans-

freundlich der Bundeskanzler auch Rothschild auf- Malo kam um einen Theil des zu Rennes ge

nahm, so ging er doch nicht, wie ich vernehme,

auf das Gesuch ein.

Aus Versailles, 14. Febr.,

wird der

räumten Kriegsmatertals zu laden, und mit einem Werthe von, so sagt man, 3 Millionen belastet war, ist mit der zahlreichen Schiffs mannschaft,