Ausgabe 
19.12.1871
 
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Coblenz.

dem Milttärbezirksgericht Würzburg verhandelter Fall waligetgeilt: Der der dritten Feldverpflegungs⸗Abiheilüng inden verheiratheie Landwehr⸗Corporal S. war be⸗ chuldigt, am 10. Nov. v. J. in seinem Quartiere zu Biövres durch Fahrlässigkeit den Tod des Gärtners Aubry in Bisores dadurch verursacht zu haben, daß er, nachdem Beide in angetrunkenem Zustande scherzweise mit Säbeln gesochten baten, ohne die Absicht zu tödten oder zu ver⸗ letzen, ein Pistol gegen den Franzosen abfeuerte, denselben in den linken inneren Augenwinkel und durch den Kopf schoß und dadurch den augenblicklichen Tod des Aubry verursachte. Durch Urtheil des Getichshoses wurde S., der sich nach den Grundlisten eines vorzüglichen Leumunds erfreut, wegen des gemeinen Vergehens der Tödtung aus Fabrlässigkett zu einer sechs monatlichen Gefängniß⸗ in verur theilt. Der Verurtheilte hal nun bei dem nige ein Begnadigungsgesuch eingereicht, worin u. A. angeführt wird, daß die Cbefrau des Getödieten, die jeden Abend von ibrem betrunkenen Mann mit Schlägen tractirt wurde, ausdrücklich beim tribunal de justice et- Härte, sie wünsche eine Strafverfolgung des S. nicht. . Die strenge Kälte bat abgenommen, boch haben sich dereits einige unheimliche Gäste, ziemlich stare gewachsene Wölfe, an dem Saume des Waldes gezeigt.

Verloosung.

Ansbach, 15. Dez. Bei der heutigen Gewinnziehung des Ans dach⸗Gunzenbausener Eisenbahn-Aulehens sind auf nachstebende Nummern die deigesetzten größeren Ge⸗ winne a. allen: Serte 631 Nr. 6 8000 fl., S. 4053 Nr. 5 1000 fl., S. 247 Nr. 26 500 fl., S. 536 Nr. 34, S. 631 Nr. 18, S. 2199 Nr. 47, S. 4053 Nr. 15, S. 4053 Nr. 34 je 100 fl.

Frankfurt a. M., 17. Dezor. Wochenbericht. Während der ganzen Woche herrschie fortgesetzte Verkaufs⸗ lust, nicht allein die Speculalion, sondern auch das Prival⸗ publicum ließ sich von den Geräͤchten, die an der Vörse circulirten, zu Nealisationen veranlassen. Es hat sich durch die verschiedenen Schwankungen, denen die Course unter⸗ worsen waren, im allgemeinen die Posilion der Börse ge⸗ bessert, denn es bildete sich nach und nach wieder eine Contte⸗Mine⸗ Partei, was bei der Medio Liquidation am ersichtlichsten, da die Speculationspapiere am Schlusse noch für die Prolongalion gesucht waren. Lombardische Eisen⸗ bahnactien, während der ganzen Woche ohne Leben, wurden an der Samslagsvörse wesentlich besser bezahlt. Staais⸗ bahn⸗Actien variirten zwischen 391 und 93, die geringen Minder⸗ Einnahmen üben ihren Einfluß, indem sich die Kaufluft für diese Actien bedeutend abgeschwächt hat. Elisabeth⸗ bahn, Böhmen, Galizier, Franz⸗Josepb, mußten alle, der matten Tendenz der Bötse ihren Tribut zahlen. Die neu eingeführten Voralb. Prioritäten bebaupteten den Cours 84½. Die 50% ungarantirten Ebensee- Ischl⸗Prioriäten fanden beim Courts von 72 wohl auch Abnehmer, doch sind Käufer dieser denannten Prioritäten seltener. Die angekündigte Rückzahlung eines Theils der II. Serie 18261 Bends veranlaßt viele Tauschgeschäste in Söder, Srer und Ster Russen waren matier auf bie Nachricht von London, daß wegen einer neuen russischen Anleihe man dort unterhandele. Silberrente war gleichfalls etwas matter, sollit sich jedoch die Nachricht bewahrheiten, daß der östr. Siaatshausbhalt ein Steuer⸗Plus von 12 Mill.

ro 1871 gegen den Voranschlag erzielt babe und hier⸗ urch eine Ausgabe von neuen Renten vermieden wird, se werden Rente wohl in Bälde den Cours von 60 seben.

Literarisches.

ederDaheimkalender für 1872 von der Redaclion des weitverbreiteten BlattesDaheim gut und praktisch abgefaßt und hübsch ausgestaltet, enthält außer einem vollständigen Kalendarium Kriegsdepeschen von 1866 und 1870/71, ergötzliche Kriegsanekdoten, zwei Novellen von Ottilie Wildermuth und Hans Tharau c. Besonders zeigemäß und praklisch sind darin eine Er⸗ klärung des neuen Maß- unv Gewichtssystems und eine statistische Zusammenstellung aller möglichen Zahlen über Bestand, Haushalt und Einwohnerschaft des deulschen Reiches. Ein Kalender ist zum Nachschlagen: imDaheim⸗ kalender findet sich Auekunst üder hundert Frogen, worüber im politischen Gespräch täglich diskutirt wird. Die zahlreichen Illustrationen(gegen 70), worunter namentlich reizende Handzeichnungen zu dem schönen VolkeliedeKönig Wilhelm saß ganz heiter, sind bübsch.

Landwirthschaftliches. Mitgetheilt von der höheren landw. Lehranstalt in Worms.

Holzasche und Knochenmehl als Wiesen⸗ dünger. Herr Dr. J. Tiegel hat im Frühlahre eine Wiese in der Art düngen lassen, daß auf den einen Theil derselben Ctr. Knochenmehl und auf den andern in gleichem Gelowerthe nämlich für 13 fl. Holz⸗ asche kam. Kaum 4 Wochen nach dem Ausbringen des Düngers, was Ende März geschah, zeigte sich der sonst verarmte Nasen in schönem üppigem Grün, doch auf⸗ fallend stärker da, wo die Asche bin kkommen war, als da, wo man Knochenmehl in Anwendung gebracht hatte. Die Holzasche baue im Sommer desselden Jahres eine Erlragsvermebrung von 23 Cir. Dörrsutter zur Folge, während die Ertragsvermehrung, die durch das Knochen⸗ mehl erzielt wurde, nur 17 Ceniner betrug; dazu kam, daß auf dem mit Holzasche gedsüngten Theile sich eine starke vorher nicht beodachtete Kleewüchsigkeit zeigte, wärend nach der Düngung mii Knochenmehl nur bessere Gräser zum Vorschein kamen. Im folgenden Jahre hat die Knochenmehldüngung zwar einen Kleewuchs zur Folge gehabt, doch nicht in dem Grade, wie die Düngung mit Holzasche. Besondere Verhältnisse nöthigten mich, in diesem Jahre von der Wiegung des Dörrfutterertrages Abstand zu nehmen, doch schienen die Erträge ziemlich gleich ge⸗ wesen zu sein. Auf einigen Klaftern der betreffenden Wieze wendete ich Knochenmehl und Holzasche mit einander gemischt an, und ich muß gestehen, daß an dieser Stelle das Gras noch am besten zu sein schien.

Aufforderung und dringende Bitte an alle edlen Menschenfreunde um Hülfe. Am 2. l. M. starb der Lehrer Kost in Frechen⸗

18. Dienstjahre. Für ein Gehalt von jährlich 270 Gulden mußte der Verstorbene ca. 15 Jahre 150 Kinder in getrennten Schulen unterrichten und war hierdurch genöthigt, täglich nach großer Anstrengung, bei jeder Witterung, bedeutende Wegstrecken zurüctzulegen. Das Vermögen seiner Frau mußte er zusetzen, und nun binterläßt er eine arme lränkliche arbeitsunfähig Wittwe mit 8 unerzogenen Kindern, von welchen das älteste kaum 13 Jahre zäblt. Eine Aussicht auf eine Wittwenpension ist nicht vorhanden, da

der Verstorhene in 1866 aus der hess. Wittwen⸗

hausen, Kreis Biedenkopf, 38 Jahre alt, im

kasse ausgeschieden wurde und scither keine Mög · lichkeit hatte sich derartige Rechte zu erwerben. Wir wenden uns daher gewiß nicht umsonst an Euch, Ihr edlen Menschenfreunde, mit der Bitte:Wirket in Euren Kreisen, damit die Brosamen des Ueberflusses gesammelt werden zur Rettung unschuldiger Wesen vom Hungertode. Gaben nimmt für das Comite des Unterzeich⸗ nete entgegen.

Roth bei Eckelshausen, den 29. Nov. 1871. Namens des Comite's: H. Fischer, Lehrer.

Aufgefordert durch die hiesige Sektionskonferenz hatte ich eine Sammlung für die Wiltwe Kost in Frechenbausen unter den hiesigen Lehrern unter⸗ nommen, bevor der Aufruf in diesem Blatte er- schienen und sind bis jetzt bei mir eingegangen von: Director Steinberger 1 fl. 45 fr.; Dr. Wecker⸗ ling 1 fl.; Reallehrer Lang 1 fl.; Taubstummen⸗ lehrer Billasch 1 fl., Heyland 1 fl., Landau fl, Rühl 1 fl. Schneider 1 fl.; Lehrer Störger 1 fl., Bitsch 1 fl., Ramspeck 1 fl., Dörr 1 fl., Werner 1 fl., Weinel 1 fl.; Ungenannt 24 kr. Summa: 15 fl. 9 kr.

Gerne erkläre ich mich zur Annahme weiterer Gaben bereit. Weinel, Lehrer.

Der Expedition d. Bl. sind bis jetzt folgende Beträge zugekommen, für welche dieselbe mit der Bitle um weitere Gaben bestens dankt. Von: E. Hirsch, aus der Sparbüchse seiner Kinder 1 fl. 45 kr., Frau Dr. Renner 36 kr., B. in Bad Nauheim 3 fl. 30 kr., A. B. in Bed Nauheim 2 fl., Photograph Schmidt 30 kr., J. Wolf 30 kr., L. Schudt auf der Görbelheimer Mühle 2 fl., Trapp& Münch 3 fl. 30 kr., N. N. 51 ke., Rentier Pfeil in Wisselsheim 1 fl. 45 kr., zu⸗ sammen fl. 16. 57 kr. Die Expedition.

Die Christbescheerung

für die Kinder der Kleinkinderschule findet Donnerstag den 21. d. M. Punkt 5 Uhr Abends im Rath⸗ haus saale statt. Für gehörige Heizung des⸗ selben soll gesorgt werden. Zur Bestreitung der Kosten wird ein Eintrittsgeld von 6 Kreuzer für Erwachsene, von 3 Kreuzer für Kinder erhoben. Höhere Beiträge werden mit Dank angenommen. Sollte jemand noch eine Gabe für die Bescheerung in Bereitschaft haben, so wird um baldige Ab; lieferung gebeten, um so mehr, da noch Geld mangelt. Wir ersuchen die Eltern der die Klein- kinderschule besuchenden Kinder dafür zu sorgen, daß letztere um ½5 Ubr zur Stelle sind, da auf zu spät Kemmende nicht gewartet werden kann. Der Vorstand.

Bekanntmachung

Oie Lieferung des für die hiesige Garnisonderwal⸗ tung und das Hülfslazaretd erforderlichen Beltuchtungs⸗ mtatrials pro 1. Vierteljahr 1872 soll Donnerstag den 21. d. Mis., Vormittags 9 Uhr, auf dem Bürcau des Barutson-Lazare lbs durch Summission vergeben werden.

Die Bedingungen liegen daselbst zur Einsicht offen.

griedderg den 17. Dezember 1971.

Grob berzogliche Garnisonverwaltung.

3133 Sor fei d.

Bekanntmachung. 3132 Die Lieserang ver sür dae biesige Hülsslazareth ettorderlichen Bietaallen(Fleisch und Backwaaren! pro

1. Biertelahr 1872 soll Donnerfiag den 21. d. Mis.,

9 ubr, auf unserem Büreau durch Summission 0 eee Die Bedingungen liegen daselbft zur iusicht o en. Genn d den 17. Deiember 1871. Großherzogliche Lazare ib-Commisston. Strauß. Dr. Weckerling.

Betanntma chung.

3151 22. 1. Mis. Vormittags 10 Über,

soot we ie oͤffentlich an den Meifibtetenden versteigert.

8. Dezember 1871. Friedberg am! l Der Bahnmeisler

Ra u ch

. Steinkohlen⸗Ofen,

wird

ein noch wenig ne Ge denr,

Bad- Nauheim.

312 didig ab geg: ben bel

Donnerftag den 21. b. Mis., Vormittags 10 Uhr,

0 riedbeng und Freitag den werden in den Bahnbof zu n

NMiever-Wönfad! unbrauchbare Bahnschwellen(Brennbolz)

Arbeits- Versteigerung. 3149 Donnerstag den 21. Dezember, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem hlesigen Rathhause nachflehende Ardelten an die Wenigsinehmenden in Accord gegeben werden: 1) Ole Schlosserarbetten an der Wasserleltung für das Jahr 1872. 2) Die Lieferung und das Einsetzen einer gußeisernen Pumpe in den Brunnen auf dem Friedhof. 3) Die Daudarbeiten auf den Promenadewegen für das Jabr 1872. 4), Die allgemeinen Zubren für das Jahr 1872. 5) Das Arsseten resp. Messen der Steint und des Sandes für 1872. 6) Lieferung neuer Gewichts fläche auf die gädlische Hrücken waage c. dc. Friedberg den 14. Dezember 1871. Großberzogliche Bürgermeistetel Ariedberg. Fo uc ar.

400 Gulden

3134 liegen in der Kirchenkasse zu Staden zum Aus⸗ leihen bereit 5 Jäger, Kircher rechner.

3141 Oer Unterieichnete empfiebit sein Holz- und Dielen⸗, sowie Steinkohlenlager. Bad- Nauheim. Hartmann Mörler II., Jobannesffraße.

Empfehlung.

3136 Schnellwaagen nach ver neuesten Vorschrist werden

angefertigt und alte Waagen umgeändert zu möglicht

billigen Preisen bel Heinrich Numpf, Holschlosser.

Korbwaaren

1756 empfiehlt K. Friedrich neten der Post.

Mein Lager

in allen Sorten Klete und Watzenschaaien empfedle dilligm 8 L. H. Strauß.

Würfelzucker

empfieblt Wilhelm Bernbeck.

Verloren.

3150 Eis goldner Siegelttna mit grünem Stein wurde in dlesiger Stadt von der Eisenbahn nach der Surg verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselden gegen eine gute Belohnung an die Expedttien d Bl. abzugeben.

Ein Bäckerbursche,

3144 der gute Zeugn ksse desitzt, kann in Arbeit treten tu der Strauß'schen Bäckerei.

3147 Wein großes Lager in

Gypssiguren

bringe ich in empfehlende Erinnerung.

3130

Georg Groß

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