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April, 7 Uhr Morgens: Alles scheint beendigt. Die Nacht war schrecklich, ununterbrochener Kampf seit 10 Uhr Abends. Das Fort Vanvres hat einen heftigen feindlichen Angriff ausgehalten. Große Verluste auf der ganzen Linie. Die Com- mune bat einen Sieg zu verzeichnen“ Ein An- schlagzettel des Centralcomites vom Heutigen ver— ordnet die Auflösung des 18., 19. und 20. Bataillons der Nationalgarde. Die Mannschaften
haben ihre Waffen innerhalb 24 Stunden auf
dem Hauptquartier abzuliefern.
— 15. April, Abends. Der Artilleriekampf, welcher diesen Nachmittag auf der ganzen Linie erneuert wurde, nimmt nach und nach an Heftig— keit zu. Die Batterie am Trocadero feuert un— unterbrochen, zwischen den Vorposten entwickelt sich ein heftiges Gewehrfeuer. Man sagt, Fort Issy dabe durch das Feuer der Bersailler sehr gelitten.
— Der„Goulois“ schreibt: Es ist das Schreckenssystem, das scheußlichste Schreckenssystem, welches hier in Paris herrscht. Die unglücklichen Leute sind dahin gebracht, daß sie sich, in Folge der Angebereien, gegenseitig Alle mißtrauen. Die
meisten waffenfähigen Männer versteckten sich, aus
Furcht„gepreßt“ zu werden. Die Frauen laufen durch die Straßen hin und her und suchen einen Ort, wo sie ihre Sachen von Werth in Sicherheit bringen können, oder suchen nach diplomatischen Protectionen, um Paris verlassen oder ihre Briefe befördern zu können. Da alle Bankiers ihre Zahlungen eingestellt haben, so fehlt es überall an Geld. Die Leihbäuser sind angefüllt, aber man erhält nur halbe Vorschüsse, da es dem Mont-de-Pieté(so heißen die französischen Leih- häuser) an Fonds mangelt. Schaaren von wilden Nationalgarden durch die Straßen und halten die Vorübergehenden an, die sie unter den wüthendsten Drohungen zwingen, ihnen in ein Depot zu folgen, um als National- gardist eingeschrieben zu werden. Nachts sind die Patrouillen durch Banden von Plünderern ersetzt, unter denen die Weiber in großer Anzahl ver— treten sind; diese Horden brechen in die Wohnungen ein und räumen dieselben aus. geradezu eine Hölle geworden, eine Räuberhöhle, wie sie im Buche steht. Damenhüte sieht man auf der Straße gar keine mehr, da dieses zu aristokratisch ist. Die Frauen tragen Kapuzen oder Kopftücher.
— Man schreibt der„N. Pr. Ztg.“ aus Frankreich:„Eine Person, welche aus Paris kommt, erzählt, daß der Erzbischof von Paris aus dem Bette gerissen und zu Fuß in das Ge— fängniß geschleppt wurde. Auf dem ganzen Wege wurde er nicht bloß verhöhnt, sondern auch in der schleußlichsten Weise besudelt. Alle Klöster wurden durchsucht und die dort Vorgefundenen verhaftet. An den Straßenecken war angeschlagen, daß morgen(Charfreitag) ein großes Banket stattfinden werde, mit der Bemerkung: man wird dort Priesterfleisch essen. Preis 3 Fr. Die Frauenklöster wurden bei Nacht überfallen; die meisten der Damen hatten glücklicher Weise schon die Flucht ergriffen.“
Versailles, 13. April. In der heutigen Sitzung der Nationasversammlung verlangte der Deputirte Brunet die Regierung darüber zu inter— pelliren, ob sie Paris, der hundertjährigen Haupt— stadt Frankreichs, gegenüber Frieden oder Krieg wolle. Die Kammer vertagte die Interpellation auf einen Monat.
— 14. April. Das heutige Gefecht bei Asnieres hat keine weiteren Folgen gehabt. Die bedeutenden Streitkräfte, welche gegenwärtig auf dem Kampfplatz vor Paris vereinigt werden, lassen eine Enscheidungsschlacht als nahe bevorstehend erscheinen. Die Truppen sind voll Feuer. Nach-
richten aus Paris besagen, daß die wahre Sach-
lage dort anfange, bekannt zu werden; die In— surgenten seien entmuthigt. — Die Behauptung der Pariser Journale,
die Jnsurgenten hätten das Dorf Neuilly, sowie die Brücke baselbst genommen, wird officiell
dementirt. Bei Clamart verschwenden die Jusur— genten erfolglos Munition.
Am Tage ziehen
Kurz, Paris ist
15. April. Eine Circulardepesche Thiers an die Präfekten sagt: Die Kanonade der feind— lichen Forts ist höchst unbedeutend, der Ausfall wurde zurückgeschlagen. Die Verbindung zwischen Juvisy und Choisy ist durch Cavalerie unter— brochen. Zwischen den Insurgenten in der Pro— vinz besteht keine Verbindung mehr. Bei Neuilly erlitten die Insurgenten starke Verluste. Der Angriff auf Asnieres wird vorbereitet.
— 15. April. Das„Journal officiel“ ver— öffentlicht ein Circularschreiben, welches besagt: Ein Ausfall der Insurgenten in der Richtung der Forts wurde entschieden zurückgewiesen. General Wolff nahm mehrere Häuser von Neuilly, wobei er den Insurgenten beträchtliche Verluste beibrachte. Die Regierung beabsichtigt jetzt, sich auf di Fest— haltung unserer Positlonen zu beschränken, bis zu dem Tage, an dem wir durch eine entscheidende Action versachen werden, diesem beklagenswerthen Bruderkriege ein Ziel zu setzen.
Italien. Florenz. Einer Anordnung des Kriegs ministeriums zufolge soll die Wieder— herstellung und Armirung der französisch-italienischen
Petersburg. Der„Schl. Ztg.“ wird Folgendes aus dem russischen Hofleben berichtet: Der Großfürst⸗ Thronfolger, der bekanntlich kein Freund der Deutschen ist, hat schon seit längerer Zeit den Gebrauch ber deutschen Sprache in seiner Behausung verboten. Jeder dem Zu⸗ widerhandelnde hat eine Strafe von 25 Rubel zu erlegen. Vor Kurzem nun war Gesellschaft beim Thronfolger, und als schon längst alle Gäste sich in traulicher Unterhaltung befanden, tritt plötzlich der Kaiser ein, wünscht„Guten Abend“ und führt einige Stunden lang das Gespräch in deutscher Sprache fort, natürlich die Antworten nur in deutscher Sprache enigegennehmend. Endlich erhebt sich der Kaiser, wünscht„Gute Nacht“ und will scheinbar den Saal verlassen. Ungefähr die Hälfte des Saales hat der Monarch durchschritten, als er plötzlich, wie sich besinnend, umwendet:„Ah! meine Herren, hier darf ja wohl, wie mir jetzt beifällt, nicht deutsch gesprochen werden? Ich habe ont eine Strase von 25 Nubel zu erlegen!“ Und indem sich der Kaiser zu einem höberen Beamken wendet und diesem die 25 Rubel einbändigt, fährt er fort:„Ich zahle diese Strafe bier an Sie und beauftrage Sie, dafür zu sorgen, daß alle hier Anwesenden die gleiche Strafsumme entrichten, denn ein Jeder sprach deutsch. Der Gesammt⸗ betrag wird sofort dem preußischen Generalstab zur Ver⸗ wendung für die deutschen Verwundeten überwiesen.“ Sprach's und verließ schalkhaft lächelnd den Salon.
Bescheinigung.
Grenzfestung Susa in 40 Tagen erfolgen.
Donaufürstenthümer. Bukarest. Die Nachrichten Wiener Blätter über angebliche Be. drohungen der Persoa des deutschen General— Consuls und der Deutschen überbaupt beruhen auf Mystification. Seit dem 22. März ist nichts vorgekommen, was hierzu hätte Veranlassung geben können.
— Die Regierung des Fürsten von Rumänien hegt die Hoffnung, die Pacificirung des Landes allein vollenden zu können. Eine Besetzung desselben durch fremde Truppen wird vorläufig nicht stattfinden. Rußland. Petersburg. Der Regie- rungsanzeiger bestätigt, daß in Odessa am Montag, Dienstag und Mittwoch heftige Excesse gegen die Juden von Seiten der Griechen stattfanden. Die Ordnung wurde durch Militärmacht unter An- wendung der Bajonnette hergestellt. Es wurden dabei viele Personen verwundet. Etwa 1000 Indi— viduen, welche die Läden und Häuser der Juden plünderten, wurden verhaftet.
Gießen. Nachbemerkte Anklagesachen werden vor dem Schwurgericht vom II. Quartal l. J. zur Verhandlung, beziehungsweise Aburtheilung kommen: Montag den
7. April, Vormittags 9 Uhr, gegen Werner Hedrich von Lauterbach, wegen Diebstahls; Verth.: Gr. Hofg.-Adv. Hensler.— Denselben, Vormeettags 11 Uhr, gegen Konrad Kehr von Kirch-Göns, wegen Diebstahls: Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Thorwart.— Dienstag, den 18. April, Mor⸗ gens 8 Uhr, gegen Konrad Klos von Nieder-Weisel, wegen Diebstahls; Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Labroisse.— Den⸗ selben, Vormittags 11 Uhr, gegen Conrad Albus von Michelnau, wegen Meineids; Verth.: Gr. Hofg.-Adv. Stein- berger.— Mittwoch den 19. April, Morgens 8 Uhr, gegen Joyanacs Adolph III. von Burkharos, wegen Raubo; Verth.: Gr. Hofg.⸗Adv. Dr. Rea.— Donnerstag den 20. April, Morgens 8 Uhr, gegen Georg Heinrich Döring von Alsfeld, wegen Brandstiftung; Berth.: Gr. Hofg.⸗ Adv. Kraft.— Freitag den 21. April, Morgens 8 Uhr, gegen Adam Schäfer von Hutzdorf, wegen Meineids;(Ver— theidiger z. 3. noch nicht bestellt).
Darmstadt. Aerariscee Sendungen zur hessischen Division gehen dermalen wöchentlich von bier ab und ge— langen in Folge direrier Bahnverbindung binnen 4 Tagen zu derselben. Ende Februar erschien ein Erlaß des Großh. Kriegsministeriums, wonach das Mitsenden von Privat— päckereien gestattet ist.— Obgleich in erster Linie die Ersatz— Abiheilungen zur Annahme der Packete verpflichtet sind, 5 können selbe aber auch ebensowohl bei dem„Großh. Elappen⸗Commando Darmstabt“ abgegeben werden. Mögen die Herren Geistlichen und Bürgermeister die Eltern ihrer ortsangehörigen Soldaten darauf aufmerksam machen. Heidelberg, Die reichhaltige rechtswissenschastliche Bibliothek des verstorbenen Professors Geh. Rath v. Vangerow soll für Strasburg erworben werden oder bereits gekauft sein, indem eine Neugestaltung und Wiederbelebung der dortigen Universität nächstens erfolgen soll.
In Schriesheim am Neckar wurden am 28. März vier in Lumpen gehüllte, wild aussehende Gestalten im Walde gefangen und auf das dortige Rath haus gebracht. Im Wachezimmer entpuppten sie sich: nachdem sie ihre alten Kleider ausgezogen, standen auf einmal flotte fran— zösische Soldaten in noch schön aussehender Uniform da, ein Husat, zwei Liniensoldasen und ein Schneiderlein in Civil. Sie wollen, von Coblenz kommend, bei Darmstadt entsprungen sein, um den kͤrzesten Weg in ihre Heimath, Thionville und St. Elienne zu suchen, haben aber die ver⸗ kehrte Richtung eingeschlagen und kamen so in die Berge des Odenwalds. Nachdem man sie mit warmen Speisen, Wein ꝛc. erquickt hatte, wurden die Flüchtlinge Mann—
heimer Dragonern, die gerade da waren, um Fichtenreiser zur Verzierung threr Kaserne zu holen, übergeben, welche sie auf ihren Wagen mit nach Mannheim nahmen.
Bei dem Rechner des Comités für die Unterstützung der verwundeten und erkrankten Soldasen sind vom 12. März bis heute eingegangen unb werden dankbar be⸗
scheinigr: fl. kr. durch Herrn Regierungsratb Trapp:
1) gesammelt von Hrn. Geometer Schneider gelegentlich einer Versammlung der land⸗ wirthschaftlichen Section in Gambach 3 16
2) Kirchenopfer aus Gambach 24 45
durch Herrn Pfarrer Breidenstein Kirchenopfer
aus Södel 148 durch Herrn Pfarrer Heßler in Assenheim
Kirchenopfer 25— durch denselben Kreuzersammlungen der Schule— 57 Zeugengebühr von Hrn. F. Billasch in Fauerbach— 20 von Herrn Direkior Dr. Schwabe hier 5— durch Herrn Kirchenrath Görtz Kirchenopfer aus
Nieder- und Ober⸗Florstadt 11 13½ von den monallichen Spendern Friedbergs pro
März(Schluß) 97 30 für Knochen 1 36 von Frau Medieinalrath Möller hier 1 45 durch Herrn Lehrer F. Bapst gesammelt bei der
geselligen Vereinigung nach dem Setzen einer
Friedenslinde in der Gemeinde Böustadt 8 durch Herrn Pfarrer Urich Kirchenopfer aus
Beienheim 5 30 Kirchenopfer aus der Stadikirche hier 12 33
von der Verwaltung des Ludwigbrunnens mehrere hundert Krüge Ludwigsbrunnenwasser. Friedberg den 6. April 1871. 8 Für das Comits: J. Huber, Rechner.
Erfrischung der durchpassirenden Truppen und zurückkommenden Verwundeten im biesigen Bahnhofe. 24. Liste der Gaben aus hiesiger Stadt und Umgegend:
An Geld: N. N. 1 fl., N N. 10 fl., N. N. durch Jean Huber 2 fl 30 kr., Fil. Oeser bier 30 kr., Fritz Horn hier 2 fl., Gemeinde Lindbeim 8 fl. 15 kr., Ge- meinde Altensadt 20 fl. 18 kr., Gemeinde Staden 9 fl., Forstmeister Herpel hier 5 fl., Kirchenrath Görtz N. Flor⸗ stadt 6 fl. N. N. 1 fl., Professor Thurn hier 1 fl., Pro⸗ sessor Roth 5 fl. 15 kr., Lebrer Kitz Langenhain 1 fl., Gemeinde Unterschmitten 6 fl. 33 ke., Frauenverein in Nidda 10 fl. 6 kt., Stadt Nidda 65 fl. 6 kr., von einem Verein in Nidda 25 fl., N. N. I fl., Maibildenstift 283 fl. 51 kr., von der Freimaurerloge dahier 50 fl., Ertrag einer Expertise 2 fl. 15 kr., Gemeinde Bönstadt 2 fl. 36 kr., Gemeinde Stammheim 7 fl., Justizrath Geiger in Assen— beim 20 fl., F. R. 1 fl. Professor Diegel hier 5 fl. Ueber⸗ schuß einer durch Dr. Weber veranstalteten Festmusik in Bönstadt 3 fl. Baumeister Ruths hier 4 fl. 45 kr., Ge⸗ meinde N. Roßbach 7 fl. 24 kr., durch eine Verloosung der Schulkinder bier 6 fl. 36 kr., Adam Engel hier 1 fl. 10 ke., Fr. St. hier 1 fl. C. St. hier 1 fl., Baron v. Harnier in Echzell 27 fl. 30 kr., Büchsengeld 1 fl. 33 ke., Gemeinde Assenheim gesammelt durch die Frl. Krick und Schäfer 41 fl. 50 kr. Summa 648 fl. 9 kr. Hierzu von voriger Liste den Betrag von 2263 fl. 58 kr. ergibt im Ganzen 2912 fl. 7 kr.
Wir sagen den freundlichen Gebern unsern besten Dank und bitten um weitere Gaben,
Das Comits.
An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden
585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich wickende Dr. med. Doecks' sche Hellmittel empfohlen. Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel ist nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeceks in Harpstedt b. Bremen(wohin derselde einen Wohnsitz von Barnstorf verlegt hat),


