Ausgabe 
15.7.1871
 
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Exkaiserin Eugenie zu reisen, ist in Versailles ver⸗

haftet worden. In Nizza fanden bei Gelegen⸗ deit des Geburtstages von Garibaldi Demon strationen zu Gunsten Italiens Statt. Ee wurde vielfach gerufen:A bas la France! Verhaf⸗ tungen wurden vorgenommen.

Versailles. Nationalversammlung. Der Marineminister bezeichnet die(von derLiberté verbreitete) Nachricht über die Transportation mehrerer Tausend Weiber als grundlos und fügt hinzu, daß die Regierung in keiner Weise vor gehen werde, ohne der Nationalversammlung davon Mittheilung zu machen, und die Beschlüsse der Versammlung betreffs der Transportation der Rebellen abwarte. Der Minister des Aeußern sagt, das von italienischen Journalen gebrachte angebliche Schreiben Thiers' an den Papst sei unecht und unterschoben.

Tbiers ist in Folge allzu großer An strengung wieder leidend.

Großbritannien. London. Unterhaus. Monk kündigt eine Interpellation an wegen der ungenügend gastfreundlichen Aufnahme des preu ßischen Kronprinzen⸗Paares im Gegensatz zu der Seitens des Königs von Preußen bewiesenen Gast freundschaft. Im Oberhause interpellirte Redcliffe, ob es begründet sei, daß die Pforte einem rus sischen Geschwader, welches nach Odessa hätte geben wollen, die Durchfahrt durch die Darda nellen gestattet babe. Lord Granville erwiderte, daß bisher hierüber keine Mittheilung im aus wertigen Amte eingegangen sei; nach seiner(des Ministers) Ansicht würde jedoch die Pforte ein solches Ansuchen der russischen Regierung schwer lich bewilligen.

Spanien. DieGaceta veröffentlicht das vom Könige bestätigte Gesetz, welches die perma gente Armee für 1871 auf 80,000 Mann festsetzt.

Italien. Rom. Vom 11. d. wird ge meldet: Der Papst ist bedenklich unwohl. Die Aerzte haben ihm die äußerste Schonung und die größtmögliche Ruhe angeordnet.

Afrika. Aus der Capstadt wied gemeldet, daß daselbst am 10. Mai ein Telegramm mit ver Meldung dom Untergange des französischen SchiffesSouvenance eintraf. Das Schiff war don Pondichery auf dem Wege nach Martinique. Ueber 150 Leichen wurden ans Land gespült.

Gießen. Der Schwurgerichtshof der Provinz Ober⸗ hessen vom III. Quartal l. J. hat in Folge stattgehabter öffentlicher Verhandlungen die nachbemerkten Erkenntnisse erlassen: Am 3. Juli wurde Georg Kimmel aus Arnshaln wegen Otebstahls zu einer Zuchthausstrase von 1 Jahr und 3 Monaten, an welcher jedoch 2 Monate als durch die unverschuldet erlittene Untersuchungshaft bereits verbüßt in Abzug zu bringen sind, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren verurtheilt. Denselben wurde Peter Werner von Queck born wegen Fälschung von Privaturkunden mit einer Ge fängnißstrafe von 3 Wochen belegt. Am 4. Juli wurde Peter Heß aus Heldenbergen, weil er sich zur Nachtzeit in einen gehörig umschlossenen Hofraum eingeschlichen und daselbst mittelst Einsteigen aus dem unter der Scheuer be findlichen Keller circa 74 Pfund Kartoffeln entwendet, sich auch Tags darauf aus einem Wirthslocal ein Paar wasch lederne Handschuhe rechtswidrig zugeeignet hatte, in eine Gefängnißstrafe von Monaten verurtheilt. Den selben wurde gegen Werner Hedrich aus Lauterbach wegen einjachen Diebstahls im vierten Rückfall, eine Gefängniß strafe von 1 Jaht, sowie der Verlust der bürgerlichen Ehren rechte auf die Dauer von 2 Jahren erkannt. Am 5. Juli wurde Adam Rockemer aus Schotten von der gegen ihn wegen Körperverletzung erbobenen Anklage nach dem ihn die Geschwornen dieserhalb für nichtschuldig erklärt hatten, freigesprochen. Am 6. Juli wurden wegen öffentlicher Ehrenkränkung verurtheilt: 1) Eduard Lind, unehelicher Sohn der Elise Appel zu Gießen, in eine Ge fängnißstrafe von 5 Wochen, 2) Georg Lind, unehelicher Sohn der Elise Appel in Gießen, in eine solche von 3 Wochen. Am 7. Juli wurden wegen eines schweren und eines einfachen Diebstahls verurtheilt: 1) Andreae Müller von Ilbeshausen, in eine Zuchthausstrase von Jahren, zum Verlust der bürgerlichen Ebrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und zur Siellung unter Polizeiauf sicht, 2) Kaspar Flach aus Freien-Steinau, in eine gleiche Strafe von Jahren, zum Vexlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren und zur Stellung unter polizeiliche Aufsicht. Am 8. Juli wurde Ludwig Schmidt aus Friedberg wegen eines schweren und eines einfachen Diebstahls, in eine Zuchtbausstrafe don 2 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren ausgesprochen. Den 10. Juli wurde Johannes Zingenham aus Meiches wegen der an seinem Vater begangenen Körperverletzung mit tödilichem Erfolg, in eine Zuchthausstrase von 3 Jahren verurtheilt.

Gießen. DerGießener Anzeiger meldet: Ein be klagenswerther Fall ereignete sich am 12. d. in dem nahe⸗ gelegenen Dorlar. Einwohner aus Dudenhofen, welche über der Lahn, in der Nähe von Dorlar Wiesen besitzen, waren mit Heumachen beschäftigt und fubren nach Be endigung desselben mit einem Nachen über die Lahn zu rück. Ungefähr in der Mitte des noch stark angeschwol⸗ lenen Flusses schlug der Nachen plötzlich um, und nur mit Mühe retteten sich einige davon, sechs jedoch sollen ihren Tod im Wasser gefunden baben. Ein Akt bar barischer Rohheit ereignete sich am Abend des Einzugstages unweil Lollar. Der Lehrer von Salzböden nebst Frau und einer 14jäbrigen Tochter fuhren am Abend genannten

Tages auf einem Bauernfuhrwerk nach Hause. In der Nähe von Lollar gesellten sich 4 Bauernbursche von Daub⸗ ringen zu ihnen und verlangten von dem Kutscher mit⸗ gefahren zu werden. Dieser erklärte, da der Wagen schon mit sechs Personen belastet war, keine Weiteren mehr auf nehmen zu wollen und hieb auf das Pferd ein. Der eine von diesen Lümmeln hieb nun dem Kutscher mit einem Eichenstock über den Kopf, daß der Stock zersprang, während ein anderer mit dem Ausruf:Was, ihr wollt uns nicht milnehmen, einen zwer Fäuste großen Chausseestein auf⸗ raffte und mit voller Kraft nach dem Wagen warf, wo er das auf demselben sitzende Mädchen gerade auf die Slürn traf, daß der Schädel zersprengte. Die Unholde ent sernt en sich hierauf, während das arme Kind in die hiesige Klinik gebracht wurde, wo es am 11. d. Mis. in Folge der Verletzung verstarb. Die Leiche wurde am 12. d. nach Salzböden verbracht, während der Mörder hinter Schloß und Riegel sich befindet.

Frankfurt. Abermals ist hier ein bedeulender Geld diebstahl mutelst Einschleichens verübt worden, ohne daß ir gend eine Spur von dem Dieb dis jetzt entdeckt werden konnte. Des Bedienten, der feinem Herrn 20,000 fl. genom⸗ men, und des Gauners, der eine Menge goldener Uhr keulen ausgeschwindelt hat, ist man auch noch nicht habhast.

Darmstadt. Der frühere Oberlieutenant bei der Artillerie und päter hessische Polizeicommissär in Castel, Hr. Georgi, weicher in der letzten Zeit in Metz angestellt war, ist doxt einem gastrischen Fieber erlegen.

Aus Darmstadt wird gemeldet, daß sich dort am verflossenen Dienstag Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr ein furchibares wolkenbruchartiges Gewitter entladen hat. Im Nu waren fast sämmtliche Kanäle verstopft und manche Straßen sußhoch unter Wasser gesetzt. Der das Unwetter begleitende Sturm entwurzelte in der Stadt und Um⸗ gebung eine Menge Bäume und richtete an Dächern und Schornsteinen vielsachen Schaden an.

Darmstadt. Nach einer Mittheilung derH. V. soll der Giftmörder Jacoby vor seinem jüngst erfolgten Tod in dem Zuchthaus zu Marienschloß ein umfassendes Geständniß seiner Schuld abgelegt haben.

Karlsruhe. Ein schreckliches Gewitter, das mit Hagel⸗ und Blitzschlag in der Frühe des 19. d. Baden durchtobte, hat großen Schaden an Feidfrüchten, Reb⸗ gärten ꝛc. gethan. Auch Menschenleben fielen dem ent⸗ fesselten Elemente zum Opfer.

Aus Straßburg kommen Berichte, daß sich während der Nacht vom 9. zum 10. d. zwischen den Gebirgsketten der Vogesen und des Schwarzwaldes eine furchtbare Menge welterschwangerer Wolken ansammelten, welche sich Mor- gens gegen 4 Uhr über die ganze Rheinebene entluden, begleitet von ganz ungewöhnlich starkem Hagelschlag. Es fielen Schlossen bis zur Größe von kleinen Hühnereiern, 15 20 Grammes wiegend, welche überall die Fenster⸗ scheiden und Blumenscherben zerschlugen und in den Fel⸗ dern und Weinbergen große Verheerungen anrichteten. In Straßburg selbst sind alle Glasdächer zertrümmert, die des Bahnhofs, der Fruchtballe, der beiden Cafe's am Brogli⸗ platze, aller Judustriegebäude. Im Hofe des Correcsions⸗ hauses fand man ca. 400 Vögel, meist Spatzen, todt oder betäubt umberliegend.

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