Ausgabe 
15.4.1871
 
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Samstag den 15. April.

Oberhessischer!

Friedberger Intelligenzblatt. Amtlicher Theil.

Betreffend: Die öffentlichen Schulprüfungen in 1871.

1871.

1 44.

nzeiger.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

Friedberg am 13. April 1871.

Die Großherzogliche Kreisschuleommi

»Wir erinnern Sie an Vornahme der

nächst der Vorlage der Protokolle hierüber(§.

öffentlichen Schulprüfungen während der Zeit

ssion Friedberg an die Ortsschulvorstände des Kreises.

zwischen Ostern und Pfingsten und sehen dem⸗

4 pos. 2 der Instruktion für die Ortsschulvorstände vom 20. Juni 1832) entgegen.

Ter a p p.

Dienst nachrichten.

Zu Bürgermeistern und Beigeordneten für die Dienstperiode 1871/73 wurden weiter ernannt:

1 in der Bürgermeisterei Bauernhe im der seitherige Groß herzogliche Bürgermeister Väth und das Gemeinderathsmitglied

Johs. Höres J. zum Beigeordneten. 2) in der Bürgermeisterei

Großherzogliche Bürgermeister Geibel

Jobs. Wiegand III. zum Beigeordneten.

f 3) in der Bürgermeisterei Butzbach der seitherige Groß zerzogliche Bürgermeister Küchel und der seitherige Großherzogliche

Beigeordnete Vogt.

4) in der Bürgermeisterei Griedel der seitherige Groß

Bo nst adt und Gemeinderathsmitglied

Beigeordnete Wetz. 5) in der Bür

Großherzogliche Bürge

liche Beigeordnete 6) in der Bür

der seitherige

Philipp Braun zu Friedberg den

berzogliche Bürgermeister Fenchel und der seitherige Großherzogliche

germeisterei Ober-Mörlen der seitherige rmeister Jeckel und der seitherige Großherzog nig.

germeisterei Staden der seitherige Groß

herzogliche Bürgermeister Dauch und das Gemeinderathsmitglied

m Beigeordneten. 13. April 1871. Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das vor etwa 4 Wochen bierher zurückgekehrte Reservelazarethdepot ist wie der zur Armeedivision abgegangen, da der Gesund heitszustand leider kein ganz befriedigender sein soll.

Di.H. V. schreiben: Gleich uns gehen auch den meisten in- und ausländischen Blättern die bittersten Klagen über die äußerst mangelhafte Verpflegung und Behandlung der noch in Frank- reich stehenden deutschen Truppen zu. Rasche Abhülfe des gegenwärtigen Nothstandes unserer Tapferen, welche seit länger denn 8 Monaten dem Tod in tausenderlei Gestalt in's Auge gesehen, ist bier dringend geboten. In dieser Beziehung wäre es schon eine große Erleichterung, wenn die Mög⸗ lichkeit der Uebersendung von Lebensmitteln ic. durch die Post geboten wäre; leider befördert aber dieselbe nur Pakete bis zu 4 Loth. Um diesem Mißstande abzuhelfen, ist dieser Tage aus Oppenheim eine von sämmtlichen Eltern dieser Stadt, welche Söhne im Felde stehen haben, unterschriebene Petition an Se. Gr. H. den Prinzen Ludwig in das Hauptquartier der hessischen Division nach Donjeux abgegangen. Hoffen wir, daß dieser Schritt mit dazu beitragen möge, die so wenig beneidenswerthe Lage unseter braven Truppen in Frankreich zu bessern, das Land wird in dieser Beziehung zu den größten Opfern gerne bereit sein.

Mainz. Auch demMainzer Anz. gehen fortwährend Klagen über die mangelhafte Ver pflegung der noch in Frankreich stehenden deut- schen Truppen, und vornämlich der hessischen Division zu. Das Blatt fordert auf, daß sich alsbald ein Comite bilden möge, um durch Zu sendung von Lebensmitteln den Klagen der Sol daten ein Ende zu machen. Alle aus Frankreich kommende Briefe stimmen darin überein, daß in den ausgesogenen Landestheilen Mangel an Allem sei und daß dort Lebensmittel oft selbst nicht für vieles Geld aufzutreiben seien.

Berlin, 12. April. Sitzung des Reichs- tages. Debatte über den Antrag Prosch, die 9. dessteuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen zur Reichssteuer zu erheben. Michaelis erklärt, er könne Namens des Bundesrathes keine bindende Erklärung abgeben, da derselbe dieser Materie noch nicht nahegetreten sei, doch seien die Vor- bereitungen bereite getroffen. Der Bundeskanzler

die Erhebung der genannten Steuer zur Reichs-

und der preußische Finanzminister hätten die

in Betreff des deutschen Reichsadlers seine Be

mannigfachen Uebelstände der jetzigen Verhältnisse stimmung dahin getroffen, daß der Adler einen

erkannt, aber auch die große Bedenklichkeit, welche

steuer hätte; es frage sich, ob man nicht die ge- sammte Gewerbesteuer zur Reichssteuer machen solle, indessen widerspreche dies dem Charakter der Reichsverfassung und dem leitenden Gedanken der Bundesgesetzgebung; die Frage sei keineswegs zum Abschlusse gelangt und werde nach wie vor sehr eingehend erörtert. In Folge der Erklärung des Bundescommissars zieht Prosch seinen Antrag zurück. Es folgt die zweite Berathung des Gesetzentwurfes betreffend die Einführung norddeutscher Bundes- gesetze in Bayern.§. 1 wird ohne Debatte an genommen. Zu§. 2 Nr. 12 betreffend das Ehescheidungsgesetz und die Beurkundung des Personenstandes der Bundes angehörigen im Aus- lande haben die baperischen Abgeordneten Greil, Obermeier und Genossen eine Erklärung abgegeben, worin sie ihre Zustimmung zu der Einführung dieser Gesetze in Bayern verweigern. Die übrigen Paragraphen dee Gesetzentwurfes werden nach geringer Debatte angenommen.

13. April. Sitzung des Reichstags. Erste Berathung des Gesetzentwurses, betreffend die Schadenersatzleistung bei durch den Eisenbahn betrieb, Bergwerke ic. herbeigeführten Tödtungen und Körperverletzungen. Bundescommissär Falk vertheidigt die Bestimmungen der Gesetzesvorlage. Nach längerer Debatte wird die erste Berathung geschlossen und der Antrag auf Verweisung der Vorlage an die Commission abgelehnt. Um Uhr wird die Sitzung vertagt. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung überreichte Abg. v. Rochau eine Anzahl von Exemplaren derFrankfurter Zeitung, um zu constatiren, daß dieselbe während des Krieges eine preußenfeindliche Stellung ein genommen habe.

Der Credit, welchen der Bundesrath bei dem Reichstag beanspruchen wird, beläuft sich, gutem Vernehmen nach, auf 120 Millionen, welcht nach Bedarf zur Verwendung kommen sollen. Zunächst werden die dem preußischen Staatsschatz entnommenen 30 Millionen zurückerstattet werden; die übrigen Millionen werden theils als Anleihe, theils als Schatzscheine mit Zinsbogen begeben werden.

Wie derRh. K. hört, hat ber Kaiser

einfachen Kopf und ausgebreitete Flügel haben soll. Im Herzen des Adlers ist der preußische Adler und in des letzteren Herzen der hohen⸗ zollern'sche Adler angebracht. f

Hamburg. Die hiesigen Zeitungen veröffent lichen folgende, anscheinend offiziöse Mittheilung: Nach neuerdings eingegangenen Nachrichten ver pflichtet sich die französische Regierung nunmehr förmlich, die nicht condemnitten deutschen Schiffe nebst deren Ladungen herauszugeben, eventuell für die nicht vorhandenen Entschädigung zu leisten.

München. Eine von hiesigen Notabeln an beraumte, sehr zahlreiche Versammlung beschloß eine Adresse an den König mit der Bitte, die gefährlichen Folgen der Unfehlbarkeitslehre abzu⸗ wehren, ihre Verbreitung in öffentlichen Bildungs anstalten zu verbieten und das Verhältniß zwischen Kirche und Staat neu zu regeln.

Ausland.

Oesterreich. Wien. Die Südtproler sollen beabsichtigen, eine Massendeputation an den Kaiser zu senden, welche den Auftrag erhalten soll, eine Abtrennung Südtprols von Tyrol und eine außerordentliche Autonomie zu verlangen.

Frankreich. Paris, 10. April. Ein Bericht des Generals Dombrowski vom heutigen Tage sagt: Unsere Truppen haben sich in Asnieres festgesetzt und decken die Linie Colombes-Courbevote. Wir sind vorgegangen bis Villieres(etwa balb⸗ wegs zwischen Neuilly und Asnieres auf dem rechten Seineufer) und Vallois(7). Wir be⸗ sizen einen Theil von RNeuilly. Die Lage an der Porte Maillot hat sich verbessert, da das Bombardement während der Nacht nachgelassen. Wir errichten neue Batterien vor der Porte Maillot. Auf allen Posten herrschte während der Nacht vollfommene Ordnung.

11. April, 10 Uhr. Die Versailler haben Montrouge angegriffen. In diesem Augenblick heftiges Geschütz⸗ und Gewehrfeuer auf dieser Seite.

11. April, 6 Uhr Abends. Der Kampf begann diesen Morgen bei Levalols und erstreckte sich auf der einen Seite bis Champeret, auf der anderen, wo er lebhafter war, bis Asnieres. Die Marschcompagnien der Föderirten scheinen an diesem letzteren Punkte als Vorhut aufgestellt