Ausgabe 
14.3.1871
 
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Dienstag den 14. März.

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Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.

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Friedberger Intelligenzblatt.

Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatte sind zu publieiren: Nr. 8. Bekanntmachung, die Besiellung der Wahlcommissäre für die Wahlen zum deutschen Reichstage betr.

Friedberg den 11. März 1871.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg Trapp.

Nachverzeichnete Gesetze zc. sind im Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes publizirt worden. Nr. 8. Nr. 616. Bekanntmachung der Nachträge zum Wahlreglement vom 28. Mai 1870. Vom 27. Februar 1871.

Nr. 9.

Verordnung, betr. die anderweite Bestimmung des Tags für die Einberufung des Reichstags. Vom 26. Februar 1871.

Dien stuach richten.

Weitere Ernennungen zu Bürgermeistern und Beigeordneten für die Dienstperiode 187/73;

1 In der Bürgermeisterei Assenheim der seitherige Großherzogliche Bürgermeister Best und der seitherige Großherzogliche

Beigeordnete Maul.

2) In der Bürgermeisterei Beienheim der seitherige Großherzogliche Beigeordnete, Huber zum Bürgermeister und das Gemeinderathsmitglied August Stein zum Beigeordneten.

3) In der Bürgermeisterei Langenhain mit Ziegen berg der seitherige Großberzegliche Bürgermeister Rumpf und der seitherige Großherzogliche Beigeordnete Liebert II.

4) In der Bürgermeisterei Nieder ⸗Ros bach das Ge⸗ meinderathsmitglied Johannes Groh VI. zum Bürgermeister und der seitherige Großherzogliche Beigeordnete Buch zum Beigeordneten.

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5) In der Bürgermeisterei Rockenberg der Großherzogliche Bürgermeister Krämer und das Gemeinderathsmit⸗ glied Georg Schmidt II. zum Beigeordneten.

6) In der Buürgermeisterei Weckesheim der seitherige Großherzogliche Bürgermeister Martin Hilger II. und der seit⸗ herige Großherzogliche Beigeordnete Conrad Hilger V.

7) In der Bürgermeisterei Wohnbach der seitherige Großherzogliche Bürgermeister Philippi und der seitherige Groß⸗ herzogliche Beigeordnete Lung.

Friedberg den 10. März 1871.

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Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Trapp.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 11. März. DieH. V. berichten. Wie wir soeben aus zuverlässiger Quelle erfahren, hat Se. Gr. Hoheit Prinz

Ludwig den Orden pour le mérite, Hauptmann Kattrein vom 4. Inf.⸗Regt. das eiserne Kreuz J. Klasse erhalten. Unsere Truppen werden heute vor Seiner Majestät dem Kaiser Revue passiren.

Der Großherzog hat den Grafen Bismarck und Moltke das Großkreuz des Ludewigsordens verliehen.

Berlin. Wie dieKreuzztg. vernimmt, gedenkt der Kaiser zwischen dem 17. und 19. d. in Berlin einzutreffen. DieKreuzztg. constatirt ferner, daß dem Kaiser Napoleon nach dem Ab- schluß der Friedenspräliminarien die Freiheit, seinen Aufenthaltsort zu wählen, zurückgegeben worden ist.

DerStaatsanzeiger meldet:Die von S. M. SchiffAugusta vor der Gironde ge nommene BriggSt. Marc, Unterlieutenant zur Set Reimann, ist in der vorigen Woche wegen Mangels an Proviant und Wasser in einem nördlich von Bergen belegenen Hafen der nor wegischen Küste eingelaufen und an der Fortsetzung der Fahrt durch Südsturm bisher verhindert worden.

Der binnen Kurzem bevorstehende Rück

transport der franzöfischen Gefangenen erfordert umfassende Vorbereitungen, indem es sich dabei

um die Gesammtsumme von etwa 300,000 Mann handelt und um einen Transport, dessen Umfang ungefähr zwei Drittel derjenigen Transporte be-

frägt, welche bei Ausbruch des jüngsten Krieges

nach der deulschen Westgrenze befördert wurden.

Die französischen Gefangenen vertheilen sich so,

daß im Bereiche des 1. Armeecorps sich befinden

22,000, im Bereiche des 2. Armeecorps 37,000,

des 3. 15,000, des 4. 16,000, des 5. 23,000, des 6. 31,000, des 7. 24,000, des 8. 28,000, des 9. 17,000, des 10. 11,000, des 11. 6000 und des 12.(königlich sächsischen) 20,000. Die größten Gefangen-Depote befinden sich in Magde burg(25,000 Gefangene), Stettin 21,000, Wesel

15,000, Glogau 14,000 ic.

Fraukfurt. Wie derFrft. Pr. mit-

getheilt wird, kommt Kaiser Wilhelm am 15. d. Abends hier an und wird die Nacht hier im Russischen Hof zubringen.

Nach demFr. J. ist das Ergebniß der Reichstagswahlen im ganzen Reiche folgendes: 110 National-Liberale, 19 Fortschrittler, 57 Con- servative, 23 Frei-Conservative, 57 Ultramontane, 12 Polen, 13 Particularisten, 3 vom Centrum, 2 Social-Demokraten. Hierbei fehlen noch Meck lenburg und einige mitteldeutsche Kleinstaaten. Noch unbestimmt sind 6 Mandate und 46 noch zur engern Wahl ausstehend.

München. Nach derAllg. Ztg. würde die Abtretung des Kreises Weißenburg an Bayern stattfinden und zwar die Cantone Weißen burg, Lauterburg, Selz und Sulz unter dem Wald mit zusammen Q.⸗M. und über 52,000 Stelen. Es würde dieß ein Ersatz sein für die im Berliner Frieden(1866) von Bayern erfolgte Abtretung der inmitten preußischen Gebiets ge legenen und weniger wohlhabenden Rhönbezirke Gersfeld⸗Orb(10 Q.⸗Meilen mit 36,000 Seelen).

DerAugsburger Abendzeitung wird aus München vom 9. März geschrieben, die preußische Regierung habe auf eine vertrauliche Anfrage aus Rom unzweideutig zu verstehen ge geben, es wäre ihr unerwünscht, wenn der Papst sein freiwilliges Asyl in eine Stadt der Rhein- provinz verlegen wollte.

Ueber Saarbrücken wird gemeldet: Es gilt als feststehend, daß Kaiser Wilhelm von Ferrieres nach Amiens geht, um dort Abschied von den Truppen der 1. Armee zu nehmen.

Landau. In kürzester Zeit wird mit der Niederlegung unserer Festungswerke vorgegangen werden. Die Umwallung der Stadt erhalt vorerst drei große Breschen; später erst wird man die niederen Festungstheile beseitigen und die Gräben füllen.

Stuttgart. Das 8. würtembergische In- fanterieregiment wird fortan einen Theil der Friedensbesatzung von Straßburg bilden und ist bereits von Paris aus nach seiner neuen Garnison abgegangen.

Karlsruhe. Dem Vernehmen nach, meldet dieKarlsr. Ztg., hat das Hauptquartier des

14. Armeecorps Tole am 6. d. verlassen, um zunächst nach Vesoul überzusiedeln.

Aus Rastadt(das zuletzt gegen 12,000 Gefangene enthielt) schreibt man, daß jetzt die elsassischen Soldaten in ihre Heimath entlassen werden, aber nicht in ihrer französischen, sondern bereits in deutscher Uniform. Man werde im Elsaß große Augen machen, wenn man diese schleunige Art von Germanistrung erblicke.

Das Leichenbegängniß des Maire Dr. Küß hat in Straßburg unter außerordentlicher Bethei⸗ ligung der Bürgerschaft, jedoch ohne weiteren Zwischenfall, stattgefunden. Dem Zuge hatten sich auch die Spitzen der deutschen Militär- und Civil⸗ behörden angeschlossen.

Ausland.

Schweiz. Aus Zürich wird gemeldet, daß die in der dortigen Tonhalle veranstaltete Friedensfeier der Deutschen Veranlassung zu einem bedauernswerthen Volksauflaufe gegeben hat. Die militärischen Kräfte konnten die Verwüstung der Tonhalle nur zum Theil hindern. Französische Offiziere drangen bewaffnet in den Saal; einer wurde getödtet und einer gefährlich verwundet. Von unseren Offizieren und Soldaten sind mehrere durch Steinwürfe blessirt. Die Lage ist erust.

Aus Zürich wird vom 11. weiter gemeldet: Gestern Morgens wurde die Tonhalle behufs Constatirung des durch den Pöbel am Abend des Gestrigen angerichteten Schadens geschlossen; bei der um die Mittagszeit zur Abhaltung der Börse nothwendig gewordenen Wiedereröffnung des Lokals wurde dasselbe von dem es umlagernden Volksbausen gestürmt, wobei die Decorationen, die Fahnen und das Bild der Germania demolirt wurden. In letzter Nacht versuchte der erhitzte Pöbel die Strafanstalt zu stürmen, um die Ge⸗ fangenen zu befreien, wurde jedoch energisch zurückgewiesen.

Freitag Nachts fand ein Versuch der Tumultuanten zur Befreiung der Verhafteten vom Donnerstag statt. Dabei schoß das Militär in die Luft, wobei ein Zuschauer in einem gegenüber⸗ stehenden Hause zufällig getödtet wurde. Der Pöbelhaufe ward zersprengt, ohne daß Jemand verwundet wurde.