Ausgabe 
13.7.1871
 
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Maler, die früher in Paris lebten, siedeln eben- falls nach Berlin über. Viele andere Pariser Geschäfte haben übrigens viel verloren, besonders das Blumengeschäft. Die Amerikaner, Walachen, Russen u. s. w., die früher fast Alles in Paris kauften, wandten sich nämlich während des Krieges nach Brüssel, Berlin u. s. w. und fanden, daß viele Dinge, die sie früher in Paris kauften, aus Deutschland u. s. w. kamen.

Die Journale von Amiens vom 5. Juli bringen folgende Anzeigen, welche ibnen von der deutschen Militärbebörde zugegangen sind:

1) Auf Befehl des Generalquartiers der Be satzungs-Armee in Frankreich werden von heute ab der Belagerungszustand und die Kriegsgesetze in aller Strenge wieder hergestellt und jede Hand lung gegen die preußische Behörde, sowie jede Schädigung der Sicherheit der Individuen werden mit der größten Strenge bestraft werden.

Unterz. der Generalmajor, Commandant v. Rurille.

2) Auf Befehl Sr. Excellenz des Obergenerals und aus Ursache des Mordes, welcher in der vorigen Nacht an einem deutschen Soldaten verübt wurde, wird beschlossen, wie folgt: Der Jahrmarktplatz wird jeden Abend um 10 Uhr geräumt. Die Kaffeehäuser, Restaurants ꝛc. werden Abends um 10 Ubr geschlossen. Nach halb 11 Ubr Abends hat Niemand, außer den Agenten der französischen Polizei, das Recht, auf der Straße zu sein. Jeder, welcher auf öffentlicher Straße nach dieser Stunde betroffen wird, wird arretirt.

Der Generalmajor, Commandant v. Ruville.

DerCourier de St. Quentin meldet, daß am 3. Juli bedauernswertbe Schlägereien zwischen den Soldaten der preußischen Garnison und französischen Arbeitern stattgefunden haben und daß dabei einer der letzteren tödtlich, zwei leichter verwundet und zwei verhaftet wurden.

Die Journale von Nancy veröffentlichen eine Zuschrist des Maires der Stadt, welcher darin mittheilt, daß die deutschen Patrouillen und Gendarmen jede Nacht Beleidigungen ausgesetzt seien, und daß deshalb die Militärbehörden ihre Maßregeln nicht zu mildern vermöchten. Er fordert die Einwohner auf, die schmerzliche Lage mit Ge duld und Würde zu ertragen und nicht durch nutz- lose und gefährliche Kundgebungen die Interessen der Stadt und der ganzen Bevölkerung in Gefahr zu bringen.

Darmstadt. An dem Bahnübergang in der un mittelbaren Nähe der Eisengießerei ereignete sich dieser Tage tin gräßliches Unglück. Der Weichenwärter Krastel, ein wegen seiner Pünktlichkeit im Dienste von seinen Vorge etzten geschätzter, im Privatleben allseitig beliebter Maun, wurde von einer Maschine gepackt und in mehrere Stücke zertissen.

Darmstadt. Auf der Main ⸗Neckar⸗Bahn gerieth

kürzlich die offen verladene Baumwolle auf mehreten Wagen in Brand, wodurch ein Schaden von nahezu 24,000 fl. erwachsen sein soll. Durlach bei Karlsruhe. Am Freitag voriger Woche entgleiste der mit bayerischen Soldaten angefüllte Zug nächst der hiesigen Pfinzbrücke und sind vier Wagen herab⸗ geworfen worden, wobei es einen Todten und mehrere Verwundete gegeben hat. Einem Manne wurden die Füße abgefahren. Ein weiterer Mann fehlt bis jetzt noch, und ist man nicht gewiß, ob derselbe unter einen Wagen oder in die Pfinz geschleudert wurde. Ursache dieses Unglückes soll ein Bremswagen gewesen sein.

Leipzig. Einem Privatbriefe entnimmt dasLeip⸗ ziger Tagbl. Folgendes:Eine scheußliche Mordthat, wie sie wohl kaum noch vorgekommen, wurde in der Nacht vom 25. zum 26. Juni in dem Orte Steinschönau(in Böhmen, östlich von Tetschen) vollbracht, und zwar an einem zur Zeit an Irrsinn leidenden jungen Weibe. Diese Unselige halle sich in den Kopf gesetzt, daß sie keines natürlichen Todes sterben könne und deßwegen schon einige Male an arme bedürftige Familienväter das märchenhaft klingende Ersuchen gerichtet, ihr für 100 fl. Münze den Kopf abzuhacken. Endlich hat sich auch ein Mensch ge⸗ funden, welcher sich dazu bereit erklärte, und der an be sagter Frau gegen Entlohnung von 100 fl. sein Ver⸗ sprechen buchstäblich erfüllte, wozu er sich erst beim Nachbar einen Hackstock ausborgte.

Elberfeld. Ein anscheinend wuthkranker, großer grauer Kettenhund hat dieser Tage auf dem Wege vom Neuenteich durch die Straßen der Stadt bis zum Westende eine große Anzahl Personen, wir hören dieselbe auf 20 schätzen und mehetre Hunde gebissen und ist dann, nachdem in der Stadt verschiedene Tödtungsversuche miß⸗ lungen, endlich, am Westende durch die Wupper schwim⸗ mend, auf der anderen Flußseite mit einer Misigabel erlegt worden. Viele der gebissenen Personen haben sich die er baltenen Wunden vorsorglich sosort ausbrennen lassen. Unsere Polizeibehörde hat am gestrigen Sonntag das traurige Ereigniß augenblicklich der Bürgerschaft durch die Schelle bekannt gemacht, sowie das Festlegen aller Hunde verfügt.

Verloosung.

Madrider Lvose von 1868. Ziehung am 1. Juli. Haupipreise: Nr. 100,968 à 100.000 Frs.; Nr. 150654. 233210 à 2000 Frs.; Nr. 139217. 212956. 259598. 383204 à 1000 Frs.

Der Friede hat dem ruhm- und siegreichen, aber schweren und opfervollen Krieg ein Ende gemacht. Die freiwillige Hülfsthätigkeit, seit fast 8 Monaten in unausgesetzter und angestrengter Arbeit begriffen, sieht den Zeitpunkt herannaben, wo sie in ruhigerem und gleichnäßigerem Geleise ihre Pflichten erfüllen kann. Aber ein Ende hat sie mit dem Frieden nicht erreicht. Auch wenn der letzte kranke oder verwundete Soldat aus den Lazarethen dieses Krieges entlassen sein wird, erwartet uns noch Arbeit und die Pflicht, uns als wohlgegliederten Organismus aufrecht zu erhalten, ja uns zu erweitern und zu verstärken.

Der gegenwärtige Krieg dat auf's Neue be stätigt, daß nur eine schon vor Beginn des Kriegs organtsirte Hülfsthätigkeit ihre Aufgabe zu erfüllen vermag. Auch bei uns hätte, bei

aller Anerkennung dessen was geschah, noch viel mehr geschehen können, wenn alle jene Vereins- bildungen, die erst diesem Krieg entsprossen, schon vorher, wohlgegliedert, mit ihrem in den Friedens⸗ jahren gesparten Vermögen, mit ihrer in Vorstand und Mitgliedern erwachsenen Kenntniß der Hülfs⸗ vereins Angelegenheiten, bestanden und sofort in den bestehenden Organismus hätten eingreifen können.

Es liegt die Gefahr nahe, daß manche Der⸗ jenigen, welche sich unter der Wucht der Zeiter- eignisse zum Beitritt zum Hülfsverein veranlaßt sahen, mit eingelretenem Frieden demselben untreu werden. Und doch sollte hiervon das Gegentheil geschehen. Es sollten die alten Mitglieder bleiben und neue kommen. Es sollten Alle, denen es nicht gerade durch ihre Verhältnisse unbedingt un⸗ möglich ist, als ständige Mitglieder demselben bei treten. Gerade jetzt haben wir ja wieder er fahren, wie überraschend ein Krieg kommen kann, und wie segensreich alsdann eine wohlgegliederte und wohlvorbereitete Hülfsthätigkeit wirkt.

Aber auch einen unmittelbaren Gegenstand unserer Thäligkeit haben wir in der Fürso rge für die Invaliden und die Hinter- bliebenen gefallener Soldaten. Zwar wird der Staat für diese voraussichtlich mehr thun, als je zuvor in gleichen Fällen gethan ward. Aber ergänzend muß doch noch immer die freiwillige Hülfsthätigkert hinzutreten, da es auch im günstigsten Fall stets noch Fälle genug geben wird, wo die Staatshülfe gesetzlich ausge⸗ schlossen oder eng beschränkt ist. Für solche wird der Hülfsverein im Großherzogthum Hessen als Zweigrerein der allgemeinenDeutschen Wil helms Stiftung auch während des Friedens eine umfassende und fruchtbringende Thätigkeit zu entfalten haben.

Das unterzeichnete Comite lädt deßhalb seine Mitbürger ein, sich mit einem Jahresbeitrag, welcher im Interesse allgemeiner Betheiligung auf 36 kr. angesetzt worden ist, als Mitglied des hiesigen Zweig-Hülfsvereins in die in der Kürze in Circulation gesetzt werdende Liste einzuzeichnen. Es ist überzeugt, am Allerwenigsten jetzt, wo das Gefühl des Dankes alle Herzen so mächtig ergreift und bewegt, eine Fehlbitte zu thun.

Friedberg den 30. Juni 1871.

Der Vorstand des Zweig Hülfsvereins für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. Dr. Diegel E. Häberle. Hauß. M. Hirsch. Huber. Dr. Köhler. Dr. Lorenz.

Nau. Reitz, Landrichter. Fr. Roßbach. Schäfer, Director. H. Schimpff. Dr. Schmid.

Bersteigerung von alten Baumaterialien.

1778 Montag den 17. Zuli d. 3., Mittags 2 Ubr, sollen mehrere Haufen altes Bauholz, ein alter Roll wagen und circa 16 Ceniner altes Schmiedetsen an dem boben Thurm in der Burg dahier öffentlich an die Meistbictenden gegen dagre Zablung verflelgert werden Friedberg den 10. Juli 1871. Groß herzogliches Kreigbauamt Friedberg. N ub.

Oeffentliche Gemeinderaths- i 11 b Sitzung zu Friedberg.

1779 Donnerstag den 13. Juli d. 3., Abends 7 Ubr,

soll in hiesigem Rathhaussaale eine öffentliche Gemeinde

tatbssitzung stattfinden, in welcher Seitens der in der torigen Woche nach Darmstadt enisandten Deputation über die Garntsonsfr ge der Stadt Friedberg Bericht erstattet werden soll und laden wit hierdurch die Ein⸗ nohner der Stadt Friedberg zur Theilnahme ein. Friedberg den 11. Jul 1871. Großberzogliche Bütgermeisterel Friedberg. F oũu car.

1719 Eine schön eingerichtete und mit

dem besten

lrfolg betriebene

757 7 ö Bäckerei

bft Conditorei ist abzugsbalber vortheilhaft zu ver

miethen; auch eignen sich die Gebäultchkenten zu jedem

Feschässe, Dieselben bessehen aus einem Wobnbaus,

Scheuer, Stallungen und großem Hofraum, e e er Elsenbahn gelegen. Das Nähere bei der Exped, d. Bl

Versteigerung von Bauarbeiten.

1732 Montag den 17. l. M., Nachmittags 2 Ubr, sollen in dem Gasthaus des Bürgermeisters Möds zu Niedet-Mötlen die zur Erbauung einer Brücke Über die

Usa erforderlichen nachstebenden Arbeiten öffentlich an den

Wenigstnehmenden versteigert werden. ) Abbruch der alten Brücke, Voranschlag 45 2) Maurerarbeit 340 43 3) Mauermatexialien 838 8 4) Steinhauerarbeit 805 6 5) Zimmerarbeit 133

Zeichnung, Voranschlag nebst Bedingungen liegen auf dem unterzeichneten Bürtau zur Einsicht offen. Nieder-Mörlen den 12 Juli 1871. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen.

ö b 6 Brave Mädchen,

1699 welche das Kleidermachen erlernen wollen, können sogleich eintreten bei Elise Müller.

lein Dernbach,

Wilhelm Jernbeck,

Colonial-, Material-& Farbwaaren-Handlung in Friedberg

1487 nächst der Burg.

Lager in allen Sorten Tabaken und Cigarren.

144 Ein zu- Bäckergeselle findet

verläßfiger gegen guten Lohn dauernde Beschäftigung auf dem Lande. Wo? sagt die Exp. d. Bl.

1784 Als bester Briessteller für das bürgerliche Leben ist in 1Ster Auflage zu empfeblen:

W. G. Campe's vollständiger

Briefsteller,

oder Anweisung, Briefe und Geschäftsaufsätze

aller Art nach deu besten Regeln der Ortho⸗ graphie und des guten Styls schreiben und einrichten zu lernen, mu 230 Briefmustern zu Freundschafis⸗, Erinnerungs, Bitt⸗, Empfeb ungs⸗ Glückwunsch und Beileidsschreiben, Liebeobrtefen, Auf⸗ trags- und Handlungsbriefen. Nebst 100 Formu- laren zu Eingaben, Gesuchen und Klageschriften au Behörden, Kauf-, Mieth, Pacht, Bau-, Lehrcontraklen, Vollmachten und Wechseln. Achtzehnte durch L. Fort verbesserte Auffage. Preis 54 kt.

NB. Außer dem Obigen enthält dleser deliebte Briefsteller noch Abhandlungen über Credit und Zins, von der Buchhaltung, eine Münz⸗, Maaß und Gewichts ⸗Tabelle.

Vorrätbig bei Bindernagel& Schimpff in Friedberg und Bad-Raubeim.

Ein Lehrling

1445 wird gesucht bet H. W. Hoffmann, Schubmachermeifler.

Ein Zuberläfsiger Knecht

1762 wird zu zwei Pferden gesucht. Näheres zu er⸗

fragen dei der Expedition d. Bl.