Ausgabe 
12.9.1871
 
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N wendig werdenden Abwehr, sondern auch bezüglich einer möglichst positiven Lösung der socialen Fragen

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gezogen.

Salzburg, 7. September. Heute Mittags stattete der Kaiser von Oesterreich dem deutschen Kaiser einen Besuch ab. Nach der Hoftafel er folgte eine Ausfahrt nach Klesheim, wobei die beiden Monarchen zusammenfuhren. Abends fand eine prachtvolle Beleuchtung der umliegenden Höhen statt.

8. September. Die Abreise des deutschen

tionalversammlung: das Deeret vom 7. Aug. 1870

Seine und Seine⸗-et⸗Oise verhängen, werden ab

.

Kaisers nach München erfolgte heute früh 7 Uhr, nachdem die beiden Monarchen den herzlichsten Abschied genommen hatten.

Frankreich. Paris. DerAgence Havas wird als zuverlässig gemeldet, daß die deutschen Occupationstruppen heute Vormittag mit der Räu mung der vier Paris zunächst liegenden Departe⸗ ments begonnen haben.

Die Maires von Paris haben beschlossen, bei dem Präsidenten der Republik, namentlich unter Hinweis auf das gute Verhalten der Hauptstadt am 4. Sept., die Aufhebung des Belagerungszu standes nachzusuchen. Gleichzeitig haben die Herren Brisson, Louis Blane, Gambetta, Quinet, Schölcher und Genossen folgenden Gesetzentwurf eingebracht: In Erwägung, daß in den Departements der Seine und Seine-et⸗Oise keine Gefahr für die öffentliche Ordnung mehr vorliegt, verfügt die Na-

und das Gesetz vom 30. März 1871, welche den Belagerungszustand über die Departements der

geschafft. In der Liberté zeigt die Gesellschaft Elsaß-Frankreich⸗Lothringen durch einen Sectetär Namens Rauber an, daß die Ligue de la Déliv- rance von der Regierung nicht eigentlich aufge löst, sondern nur ersucht worden sei, sich auf rein philanthropische Zwecke zu beschränken. Demnach habe die Gesellschaft aus ihren Statuten Alles entfernt, was einem mißtrauischen Sieger zu Chi canen Vorwand geben könnte, und sich unter dem obigen Namen neu constituirt.

Das Kriegsgericht verurtheilte Rossel zum Tode, nach vorhergegangener militärischer Degra dirung.

Versailles. Der Municipalrath hat Thiers anläßlich der Ernennung desselben zum Präsidenten der Republik beglückwünscht. In seiner Antwort betonte Thiers, daß er hoffe, die Zukunft werde sich günstig gestalten, es werde gelingen, die mo- ralischen und materiellen Uebelstände des Landes zu heilen und Frankreich den ihm gebührenden Rang zurückzugewinnen, indem man die ganze Kraft der Nation entfalte; die neue Regierungs- form werde sich in friedlicher und ruhmvoller Weise befestigen.

7. Sept. Die Nationalversammlung be endete heute die Generaldebatte über den Antrag Mavinel(die Installirung der Ministerien in Ver-

sailles betreffend). Die Berathung über die Amendements wurde auf morgen angesetzt.

Bezüglich des Antrages Ravinel ist ein Ausgleich wahrscheinlich, demzufolge die National versammlung in Versailles bleiben würde.

Die Nationalversammlung hat den An trag Ravinel, modificirt im Sinne des Status quo und übereinstimmend mit den Ansichten der Regie rung, mit 432 gegen 190 Stimmen angenommen. Wie aus Deputirtenkreisen verlautet, ist die Nationalversammlung nicht geneigt, dem pro visorischen Steuerzuschlage, wie ihn Thiers in der Budgetcommission vorgeschlagen, ihre Zustimmung zu geben.

Italien. Rom.Opinione zufolge wird die Einberufung der Kammer wahischeinlich gegen Ende November erfolgen. Das Budget pro 1871, sowie das provisorische Budget pro 1872 werden in nächster Zeit zur Vertheilung gelangen. Florenz. DieGazetta d'Italia meldet aus Ron, daß der Cardinal Bonaparte mit einem Schreiben des Papstes an den Kaiser Napoleon nach England reisen wird.

Türkei. Konstantinopel. Der Sultan hat Mahmoud Pascha zum Großvezier ernannt, wie man versichert, einem Wunsche des verstorbenen Aali Pascha entsprechend. Große Veränderungen im Cabinet werden erwartet.

war über dem linken Ohr in den Kopf gegangen, hatte das Felsenbein zerschmettert und nach einer halben Stunbe den Tod herbeigeführt.

Arolsen. Der Mintster Graf Eulenburg ließ sich bei seiner neulichen Anwesenheit hier den Verfasser des Liedes:König Wilhelm saß ganz heiter ꝛc., Dr. med. Keeusler, vorstellen und bald darauf erhielt der Letztere neben Verleihung des Kronenordens 4. Classe auch ein Honorar von 500 Thlrn. zugesendet.

Mainz. Am 7. d. halte sich gegen Abend in dem Magazin eines hicsigen Spezereihändlers auf der Gau⸗ gasse das dort lagernde Petrolium, wie man erzählt, in Folge einer Unvorsichtigkeit eines Lehrjungen entzündet, und gewann das Feuer, durch das Oel reichlich genährt, sehr bald gewaltigen Umfang, so daß an eine Rettung der in dem Magazin lagernden Waaren nicht zu denken war. Dieses letztere brannte vollständig aus, dagegen blieb das Wohnhaus Dank der umsichtigen Thätigkeit unserer Feuerwehr unversehrt. In einem hiesigen Seidenwaarengeschäft wurde vom Dienstag auf Mittwoch mittelst Nachschlüssel die Ladenthüre erschlossen und aus dem Waarenkager eine größere Quantität Seide im Be⸗ trage von 2000 fl. entwendet. An der Ladenthüre war nicht einmal der Nachtriegel vor, und die Thür brauchte nur aufgeschlossen zu werden, um nach Herzenslust zu wählen, was man braucht.

Landwirthschaftliches.

Stand der Früchte. Den sämmtlichen Sommer- früchten war im Allgemeinen die seitherige Witterung recht günstig. Selbst der Weinstock, dessen Entwicklung unter der Ungunst des Frühjahrs eine ganz erhebliche Verzögerung erfuhr, hat sich wieder dem normalen Ver⸗ hältnisse mehr genähert und kann, wenn der Herbst gut bleibt, immerhin noch einen annehmbaren Ertrag liefern.

* Friedberg. In der am 7. d. staugehabten General⸗ Versammlung des Mathildenstiftes für den Kreis Fried, berg erfolgte die Vorlage der Rechnung vom Jahre 1869. Die Veröffentlichung einer summarischen Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben aus derselben wird in der nächsten Nummer dieses Blattes erfolgen, wir können uns deßhalb darauf beschränken, hier nur der besonderen, für gemeiunützige Zwecke von der Versammlung bewillig len Unterstützungen zu erwähnen. Genehmigt wurden für die Matbildenstiftung zur Rettung verwahrloster Kinder im Kreise Friedberg 3500 fl., für die Industrie⸗ schulen im Kreise 1250 fl., für die Fortbildungsschulen zu Friedberg und Butzbach 500 fl., für den Alice-Frauen verein in Darmstadt 300 fl. und dessen Zweigvereine zu Friedberg und Butzbach 200 fl., für die hiesige Blinden⸗ Anstalt 100 fl., für den Invalidenfond in Darmstadt 100 fl., für den Landes-Lehrerverein 100 fl. Der Aus- schuß hatte ferner als Zuschuß zu der in Friedberg neu zu gründenden Ackerbauschule des landwirthschaflichen Vereins der Provinz Oberhessen die Bewilligung von 200 fl. be⸗ antragt, es wurde indeß auf Antrag der Herren Steuer commissär Hechler und Kreisassessor Haas diese Summe namentlich um deßwillen auf 500 fl. erhöht, weil für die Handwerkerschulen ein gleicher Betrag bewilligt und eine Gleichstellung gewünscht worden war. Neu gewählt in den Ausschuß wurde Herr Kretsassessor Haas.

Frankfurt. Am Freitag Nachmittag entgleisten innerhalb einiger Stunden auf der Verbindungsbahn zweimal einzelne Waggons, und auf der Weserbahn stieß ein Rangterzug gegen einen in der Reparatur begriffenen Waggon, wodurch ein an demselben beschäftigter Arbeiter von Niederrad herunter fiel, unter die Räder kam und todtgesahren wurde.

In Dürkheim erschoß kürzlich von zwei Söhnen einer dortigen Beamten-Familie der ältere 20jährige den jüngeren 14jährigen. Wie das Unglück geschah, ist noch nicht aufgehellt, da Niemand zugegen war und der Thäter unmittelbar nach der That sich entfernte. Der Schuß

Die über den Stand der Kartoffeln eingekommenen Be richte lauten meistens sehr günftig, mit Ausnahme der⸗ jenigen aus den verschiedenen Districten des nöcdlichen Deulschlands, wo die Kartoffelfäule in förmlich epidemi⸗ scher Weise an Ausbreitung gewinnen soll. Auch aus Niederösterreich wird das Erschienensein des schlimmen Gastes signalisirt, doch scheint dort bis jetzt ein allgemeines Auftreten der Krankheit nicht beobachtet worden zu sein.

Wie sehr das Gesundbleiben der Kartoffeln auf dem Stocke durch eine geeignete Ernäbrung derselben begünstigt wird, ergibt sich wieder recht klar durch die von der höheren landwirthschafllichen Lhranstalt in Worms wiederholt verenulaßten Versuche über die Wirkung der Kalisalze auf die Kartoffelpflauze. Unter 17 eingegangenen Berichten unter den verschiedensten Bedingungen durch vormalige Schüler dieser Anstalt ausgeführten vergleichenden Versuche rechen sich 14 dahin aus, daß auf den mit Kalisalz ge⸗ düngten Parcellen das Kartoffelkraut nicht allein seine üppiggrüne Farbe behallen habe, sondern daß auch der Knollenansatz stärker und die Qualität der Kartoffeln besser sei als auf den in herkömmlicher Weise behandelten Par⸗ cellen.

Die Kartoffelkrankheit, so schreibt derLand⸗ wirthschaftliche Anzeiger, beginnt wieder ihr verderben⸗ bringendes Treiben, und mit ihr beginnen viele Landleute ein noch verderbenbringenderes. Sie schneiden aus Vor⸗ ficht das Laub der Karloffel vollständig ab und hoffen, so der Krankzeit ledig zu bleiben, läuschen sich aber sehr. Die Weise, wie man sich in der Nähe Kiel's, im Gute Bolhkamp, der Krankheit zu entledigen sucht, ist viel ver⸗ nünftiger und verdient allgemeine Nachahmung. Sobald die Krankheit aufzutreten droht, geht man dort die Reihen der Kartoffeln durch, drückt das Laub mit dem Fuße nah einer Furche hin nieder und deckt einen Spatenstich Erde oben auf den Strauch. Schreiber kann die feste Versicherung geben, daß im letzten Jahre alle so behandelten Kar⸗ loffeln frei von der Krankheit blieben, wohingegen die anders behandelten der Krankheit verfielen.

Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2198 Mittwoch den 13. September l J., Vormittags 11 Uhr, sollen in hiesigem Rathhause die zum Nachlasse des Bürgers und Glasermeisters Ludwig Schulze gehörenden Immobilten, nämlich: Gemarkung Friedberg.

Flur Nro. Klftr.

2. 366. 13½. Hofralthe in der Stadt,

2. 78. 121 Grabgarten, Liebftauengärten, Gemarkung Fauerbach b. 5.

Pag. Nro. Rihn

59. 26. 65. Acker an der Leimenkaute,

59. 27. 64½½. desgleichen daselbst,

erbabtheilungshalber nochmals öffentlich meistbietend ver feigert werden. Frledberg, den 1. September 1871. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 8oucar.

Safer: Ustei gerung 2238 Freitag den 15. September d. J., Vormittags 11 Ubr, sollen circa 7 Morgen gemeinheitlicher Hafer nuf Ort und Stelle meistbletend versteigert werden. Weckesheim am 9. Sepiember 1871. nee eee Weckeshelm. bh e r.

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Mobiliar-Versteigerung.

2197 Donnerstag den 14. September l. J., Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in der Bebausung des verftor⸗ benen Glasermeisters Ludwig Schulze dahier ver schiedene Mobilien als: Commoden, Tische, Stüble, Schränke, Bettstellen, Glas und Porzellan, Weißzeug, Bettwerk, Manns- und Frauenkleider, Küchengeräthe, verschiedenes Glaserhandwerksgeschirr, 1 Blelzug, eine Partie Goldletsten und verschirrene Hausgerälhschaften oͤffentlich meisibtetend verfleigert werden. Friedberg, den 7. Seplember 1871. Großherzoglich's Ortsgericht Friedberg. Parr.

An Magenkrampf, Verdau- ungsschwäche etc. etc. Leidenden

585 wird das seit beinahe 50 Jahren segensreich

wickende Dr. wed. Doecks' sche Heilmittel empfohlen.

Schrift darüber gratis in der Expedition d. Bl. Das Mittel it nur direkt zu beziehen durch den Apotheker Doeecks in Harpfledt b. Bremen(wohin derselbt seinen Wohnfitz von Barnstorf verlegt bat).

Realschüler,

Leere Oelfässer, 2242 zu Pfublfassern sich W Groß.

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2224 auswärtige, können bet freundllscher Aufnahme Kost und Logis erhalten. g L. Rodaug.

[Hofraithe- und Güter-Versteigerung. 2244 Montag den 18. Septemder d. J., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathbause die nachbeschriebenen Immobilien des Friedrich Jacob Schäfer dahier nämlich

Gemarkung Friedberg.

Flur. Nr. Klftr.

15 9. 157,3.] Hofraithe in der Stadt,

1 8. 13,6. Grabgarten daselbst,

1. 23. 129, Grasgarten daselbst,

1. 24. 56,8. Grabgarten daselbst,

6. 32 105. Grabgarten vor dem Malnzerthor ö e Acker auf der Warte, 1.. 5.6. 194. Acker daselbfs nochmals öffentlich meisidietend versteigert werder.

Friedberg den 11. September 1871. 0 In Auftrag: Groß berzoglichen Landgerichts Frtedberg Groß herzogliches Ortsgericht Friedberg a l

dienftältester Gerichtemann.

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