Ausgabe 
12.1.1871
 
Einzelbild herunterladen

Kr en dancr ral-

ig deen tuts An · nig der t geßell te ilch der n att t · len niet, Bcrlagt K l sind Of ert * die r bit 5e iber ·

richt det vertrag is rathntg. u Kenz Sneßten 21 kisernt r rettrs tr: tũbs ·

11 Ar;

) 12 Ruthen 41 Schub Hofratthe

umfassend alle dien lichen 1 en Männer, angeordnet. Eine ee Abel nicht statt. DieFrance veröffentlicht eine Serie von Protesten gegen das die Auflösung der Consells genéraux verfügende Regierungsdecrtt. Nicht ge⸗ ringeres Aufsehen erregt eine Ordre Gambetta's an die Maires, alle Arbeiten behufs Revision der Wäblerlisten einstweilen zu vertagen.

Aus Paris wird unterm 2. d. gemeldet, daß Trochu in Folge einer Pression in dit Beiordnung tines Rathes gewilligt habe, welcher aus vier Ministern und vier Gencralen bestehen und auschließlich berathendt Befugniß haben soll. An 31. Dez. v. J. fand eine erregte Versamm⸗ lung des Rathes statt, in welcher wichtige Be⸗ schlüsse gefaßt wurden; gegenüber feindlichen Manifestationen, welche der Regierung Seitens der Clubs drohten, wurden energische Maßregeln getroffen. Die Truppen waten confsantrt. Eine vomJournal offziel veröffentlichte Note fordert die Bevölkerung zur Eintracht auf, stellt eine baldige Action in Aussicht und zeigt an, daß die Zusammensetzung der Regierung keine Atudtrung erfahren werde. Eine weitere Note des amtlichen Organs forvert die Bevölkerung auf, optimisticchen Oerüchten keinen Glauben zu schenken. Die Bäume der Champs Elpsces sind gefällt worden, um Holz zu gewinnen. Demnächst werden die Baume des Tuileriengartens gefällt.

Ein Ballonbrief aus Paris vom 3. Jan dußert sich bezüglich der Berproviantirung, daß noch ein sehr großer Reichthum an Lebensmitteln herrsche.(7) Als Beweis dafür wird angeführt, daß die Regierung Lieferungsscheine für die Rationen an Proviant bis zum 15. März ausgestellt habe. Die Schande einer Capitulation könne nur nach der gänzlichen Erschöpfung aller Ressourcen, also erst nach zwei bis drei Monaten, üder Paris kommen.

Telegramme aus Le Mans vom 6. Jan. melden noch nichts über die vom Prinzen Friedrich Karl geführten Kämpfe bei Azap und Montoirt und berichten nur von einem Gefechte vom 6. d. wischen St. Cyr, Villeporchere und Villachauve. Die Colonne des Generals Jouffroy sei vom Feind bis Neuville zurückgeworsen und dort von

den Truppen des Generals Cortens aufgenommen

worden. Letzterer sei alsdann zur Offensive über- gegangen und habe spät Abends St. Amand be⸗

setzt; auch General Jouffroßp habe noch in die

Operationen eingegriffen.

Eine Proclamation Trochn's vom 30. Dec. sagt, es würden große Anstrengungen gemacht, um die Einigkeit und das gegenseitige Zutrauen iu brechen, welchem man es derdanke, Paris nach einer Belagerung von 100 Tagen aufrecht und olderstandefähig zu schen. Er erklärt, es bestehe keine Melnungsverschiedenheit in der Regierung, welche eng verbunden ist in der Hossnung auf Befreiung.

Lille, 6. Jan. Seit der Affaire von Pont

Nopelles hat Faldherbe große Schwierigkeiten mit seiner Armee, die in beträchtlicher Zahl desertirt.

St. Malo. Der Baron Malortie aus

Hannover, welcher von Nantes kommend, sich hier

nach Southampton einschisfen wollte, wurde vom Bord des Schiffes vom Präfecten abgeholt und

bis zum Elntressen eines Reglerungsbescheides aus Bordeaux internirt. a a

Belgien. Brüssel. Ballonbriese aus Paris bis zum 2. Jan. besagen: Man hat berechnet, daß die bis zum 31. Dez. gegen die Ostsorts geschleuderten Geschosse den Preußen 3,420,000 Fr. gekostet haben. An eine Ent- muthigung sei gar nicht zu denken, zumal die Bonds für Lebensmittel bis zum 15. März aus⸗ getheilt wurden und solche auch bis dahin vor- handen seien.(2)

Faidherbe hat an den Generalcommissär des Nordens eine Zuschrift gerichtet, in welcher er seine Verwunderung darüber ausdrückt, daß die Preußen seinen Sieg bestreiten. Auch daf tin Marinebataillon niedergeritten wärt, sei nicht wahr. Bei einer Verfolgung(J) durch Cadalerie sei es nur vorgekommen, daß zwei Estcadrons Cürassiere auf den Nachtrab, eine Abtheilung Jäger zu Fuß, losgeritten wären, wobei die französische Truppe Quarre schloß und in einer Entfernung von 40 Schritt Feuer gab. Darauf sei die eine deutscht Escadron vernichtet worden, die aadert hätte schleunigst die Flucht ergriffen.(F?)

Eine Abtheilung des preußischen General stabs mit 80 Belagerungs⸗Geschützen ist vor Longwy eingetroffen. Die Festung Givet(hart an der belgischen Gränze, sowie Longwy) soll ebenfalls belagert werden. Belgien formirt in Folge dessen einen Truppencordon an der Gränze.

In einer Correspondenz derIndepen dance belge aus Bordeaux vom 3. d. heißt es: Trochu und Ducrot sind in vollster Miß⸗ helligkeit, die Stimmung in Bordeaux ist nieder gedrückt. Der gegen Trochu gerichtete Artikel imSiscle werde allgemein den Inspirationen Gambetta's zugeschrieben, trotz einer übrigens sehr matten Replik imMoniteur. In Südfrankreich hat die Kälte bedeutend nach gelassen.

DasJournal de Bruxelles erfährt aus Bordeaux, daß die fälligen Coupons der scranzöfischen Rente bei der General-Receptur eingelöst werden. Es heißt, Trochu werde sich nicht auf den Mont Valerien zurückziehen, sondern beabsichtige sich schlimmsten Falls durch⸗ zuschlagen.

Großbtitannien. London. Graf Bie- marck hat unterm 8. Januar aus Versailles an Herrn von Bernstorff telegraphirt, daß er den Be richt des deutschen Commandanten bezüglich der versenkten englischen Schifft noch nicht erhalten babe. Das Hauptsächlichste der Thatsachen sei bekannt. Graf Bismark bedauere, daß deutsche Truppen genöthigt gewesen sind, englische Schiffe, um eine drohende Gefahr abzuwenden, in Beschlag zu nehmen; er lasse Reclamationen auf Schaden- ersatz zu. Die Regierung werde den Werth der Schiffe bezahlen. Wenn das Vorgehen ungerecht- fertigt gewesen, so bedauere er es um so mehr und werde die Schuldigen bestrafen.

Am 8. d. rückten 000 Preußen mit Ge- schütz in Fecamp ein. Dieselben zogen nach Vor⸗ nahme von Requisitionen und nachdem sie die Telegraphendräthe abgeschnitten hatten, wieder ab.

Aus Havre, 8. Januar, wird gemeldet: 10,000 Deutsche größtentheils aus Rouen kommend,

ĩ

ernichteten bei Jumieges(Stine inf., Arrond. onen, auf dem rechten Seine-Ufer) das Corys

des Generals Rope. Bourgachard und Bourg

theroulde sind von deutschen Truppen besetzt.

DerObserver meldet, daß die Conferenz

bestimmt vor Ende Januar zusammentritt. Die Ablehnung Jules Favre's, dir Conftrenz zu be⸗ suchen, sei nicht definitiv. Times meldenDie Batterlen der Forts von Paris haben am 8. Januar fast ganz⸗ lich geschwiegen. Die Deutschen haben die fran⸗ zösische Redoute von Notte-Dame de Clamart (dicht vor dem Fort d'Jssy) besetzt.Daily News schreibt:Die Franzosen haben Pont Audemer(am Rille westlich von Bourgachart) geräumt und zieben sich am Rille zurück. Bour⸗ baki's Hauptquartier ist in Dijon.

Italien. Florenz Die Königin von Spanien reist am 15. d. nach Spanien ab. Großes Aufseben erregt der Beschluß der Senats⸗ commission die Discussion der erlegung der Hauptstadt bis nach der Votatlon des Garantie- gesetzts zu vertagen.

Frankfurt. Von dem amerikanischen Consul in Nantes, an welchen die Sendung für die in jener Gegend internirten deutschen Kriegsgefangenen vom hiesigen Haupt⸗ verein adressirt wurde, sind Berichte eingetroffen, aus denen hervorgeht, daß sich derselbe mit ganz besonderer Sorgfalt der Deutschen annimmt und für deren Schicksal ein recht warmes Interesse an den Tag legt. Er dringt die Gaben meistens persönlich an die Orte, wo deutsche Gefangene sind, und erkundigt sich auf's Genaueste über deren Behandlung und Lage. Auf Beranlassung des Hauptvereins hat dieser Herr, sowie der amerikanische Agent in Lorient, ein Namensverzeichniß aller in jener Gegend von Frankreich befindlichen Deutschen, namentlich auch der in den verschiedenen dortigen Lazarethen liegenden, mu vieler Müze angefertigt und wird dlese Liste demnächst dahter auf dem Bürtau des Hauptvereins eintreffen.

Frankfurt. Das Comite der giestgen vereinigten Frelmaurer Logen hat seit dem 1. Auguß dis 1. Januar 10.028 fl. 36 kr., darunter 1557 fl. im Dezember 1870 zur Linderung der durch den Krieg vetursachten Noth, ausgegeben.

Frankfurt. In einem biesigen Hotel wurden zwet sranzösische Offiziere mii ihren Burschen, welche ihr Ehren⸗ wort gebrochen, entdeckt und zur Haft gebracht. Diesel ben balten sich schon acht cage hier einlogitt und spürten auf eine günstige Gelegenbeit zum Weiterkommen.

Darmstadt. Hicsige Blätter melden, baß die am 7. d. abgegangenen 750 Ersatzmannschaflen alle aufs Reichlichste mit wollenen Unterkleidern, Kaputzen und lheilweise auch mit Strohschuhen versehen waren. Die⸗ selben verließen in der freudigsten Stimmung, singend und unter den Hurrahs des troß der Mitte rnachtstunde noch zahlteich am Bahnhef anwesenden Publikums unsete Sladt. Man mußte seine Freude an den frischen strammen Jungen baben, unter denen viele waren, welche etst am 11. October als Rekcuten eingetreten sind. Mögen sie alle gesund wieder ins Vaterland zurückkehren.

Aus Königsberg wird folgender hübsche Zug der Menschlichka gemeldet. Vor einigen Tagen sah man am alistaͤdtischen Kirchenplatz von zwei franzssischen Officieren einen menschenfteundlichen Act vollführen, der des leb⸗ bastesten Beifalls der dert versammelten Menge sich zu ersteuen hatte. Es kim da gerade ein auf Krücken ge⸗ stützter, verwundeter preußischer Krieger vorbei, welcher nur schwer und langsam sich fortbewegen konnte. Ihn also er⸗ blicken, eine Droschke requiricen, ihm einsteigen belfen und ibn odenein mit Geld verseden, war von Seiten jener belden gefangenen Ossiziere das Werk eines Augenblicks.

Verloosung. Ausbach⸗Gunsenhausener fl. 7 Veose von 1836. Ziebung 15. December v. J. Scxie 2148 Nr. 22 fl. 8000 Serte 4751 Nr. 1 fl. 1000. Scrie 3155 Nr. 16 fl. 500. Serie 971 Nr. 8, S. 2210 Nr. 5, S. 3452 Nr. 4. S. 407 N.. 47, 4586 Nr. 34 à fl. 100.

Immobilien-Versteigerung.

2861 Moatag den 16. Jauuatr 1871, Vormittags 11 Uhr, sollen die dem Apo heler permann Otto zu Rüdes beim elgenthümlich zuffebenden, lu der dlesigen Gemarkung belegenen Immobilien, namlich

in der Untergasse,

zwischen Witeim Schmid und dem Kirchbol,

b r. 1700 des Slockbuchs,

) 6 Ruben 59 Schub Garten bel dem Pause, zjwischen dem Kirchhof und sich seldst, Nr. 1707 des Stoch uchs,

) 10 Ruthen 14 Schub Ader auf dem Allendof, zwischen Reinhard Kapp Witwe und Nicolaus Steten, Nr. 1714 des Stodbuchs

in dem hegen Malhhause zwangsweise»erstelgert

werd en.

Nelchels helm den b. Dezember 1870. In Auftrag Großberzoglichen banrgerichts Frledberg Großberzogliches Ortsgericht Reichelsheim S 4 m1.

Holz Versteigerung.

82 Freitag den 13. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem diessgen Gemeintewald, Disttiet Judenbeld,

4800 Stück Kiefern-Wellen,

500 Klefern Stangen von Durchmesser

und 30 Länge, auf Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden, Nönstadt den 6. Januar 1871. Großherzogliche Bürgermelsteret Bönstadt Geibel.

1 Ein braves Die 95 wlip gegen guten Lobn auf Pelrttag gesucht del Weib inderme let Carl Hierouimus.

Erbsen und Linsen

30 lia gutlochender Waare bet

Näheres

Georg Groß.

Holz-Versteigerung.

9 Im Fürsftlichen Tbiergarten det Pungen kommen Dlenstag den 24. d. M., Morgens 10 Uhr, 283 Stück Eichen-, Buchen, Hainbuchen u. Birken⸗ Stämme, welst geringeren Durchwessers, von 6 15. 7500 Cubikfaß und Mittwoch den 25. d. M. ebendaselbß: 84 Stecken Eichen, Buchen- u. gemischt Scheltbel,

8*. Prigelbolg 82 7.*** Stockbol!, 380 Recser,

zum öffentlichen Verkauf. Dungen ven 9. Januar 1871. Jarstliches Neutamt

. Nen 84 Ein gut erhaltener

Flügel

A bidig zu verkaufen. Näßeres zu erfragen im Hotel Belle-vue u Bad Nabe tm