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ung und Uniformirung 1c.
1871.
Donnerstag den 9. März.
N 29.
Oberhessischer Anzeiger.
Enthält die amtlichen Erlasse für den Kreis Friedberg.
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Friedberger Intelligenzblatt.
Erscheint jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag.
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Nur diejenigen Einsendungen, welche bis spätestens Vormittags 9 Uhr 2 eingelaufen sind, können in dem nächsterscheinenden Blatte Aufnahme finden.
Betreffend: Ole Vertilgung der Raupennester.
Amtlicher Theil.
Friedberg am 7. März 1871.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzogl. Bürgermeistereien, Großherzogl. Polizeiverwaltung Bad-Nauheim und Großherzogl. Polizei-Commissär zu Wickstadt.
Wir beauftragen Sie, sofort durch ortsübliche öffentliche Be— kanntmachung zur Säuberung der Bäume, Hecken und Sträuche von Raupennestern binnen 8 Tagen mit dem Anfügen aufzufordern, daß Säumige nach dem unten abgedruckten§. 368 Strafgesetzbuchs bestraft würden. Zuwiderhandelnde sind nach Ablauf der Frist zur Anzeige zu bringen und der Befolg dis zum 20. d M.
anzuzeigen.
Wegen der gemeinheitlichen Bäume wollen Sie sofort das
Nöthige veranlassen.
pos. 2 des deutschen Mit Geldstrafen
Tagen wird bestraft:
botene Raupen
Wir baben Auordnung getroffen, daß die Aus⸗ führung obiger Maßregel controlirt wird.
5. 368 des deutschen Strafgesetzbuchs.
Trapp.
bis zu 20 Thaler oder mit Haft bis zu 14
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2) Wer das durch gesetzliche oder polizeiliche Anordnungen ge⸗
unterläßt.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Michael Ehrbardt und Jacob Jacobi von hier wurden als Todtengräber für die Stadt Friedberg ernannt und eidlich
verpflichtet.
Kriegsnachrichten.
Versailles. Bei der am 3. d. auf Longchamp stattgehabten Parade über das Gardecorps hielt der Kaiser an die versammelten Commandeure solgende Anrede:„Sie werden mit mir fühlen, meine Herren, unter welchen Eindrücken ich heute das Gardecorps wiedergesehen, nachdem es sich mit einem Heldenmuthe geschlagen, der meine Höchste Anerkennung verdient und die ich mich gedrungen fühle, gerade hier Ihnen auszusprechen. Mit Schmerz vermisse ich viele Tapfern in Ihren Reihen, denn solche Thaten, solche Erfolge ver⸗ langen Opfer. Wie ich immer vom Gardecorps erwartet, hat es auch diesmal das Beispiel in Tapferkeit, Hingebung und Ausdauer gegeben. Aber die ganze Armee hat auch untereinander gewetteifert in Leistungen, die nicht allein den ruhm— reichsten in der Geschichte sich anreihen, sondern Ans auch zu einem Ziel geführt haben, welches vurch den gestern vollzogenen ehrenvollen Friedens- chluß für alle Zeiten in der Geschichte unseres Daher gebührt dieser veldenmüthigen Armee und Ihnen, meine Herren, nsbesondere mein tiefgefühlter Dank und meine vesondere Anerkennung. Vergessen wir aber nicht, vaß wir olle der Vorsehung unseren Dank schulden, welche gewollt, daß wir das Werkzeug sein dursten,
um so große welibistorische Ereignisfe berbeizusühren.
geben Sie wohl auf Wiedersehen in der Heimath.“
Einer Mittheilung der„Köln. Zig,“ aus Zersailles zufolge wird schon jetzt an maß— ebender Stelle über die Organisation, Bewaff— des deutschen Heeres berathen. Die Bewaffnung verbleibt vor- ufig bis zur endgültigen Feststellung eines ge— neinschaftlichen Systems; das norddeutsche Zünd- zadelgewehr erhält aber die schon vor dem Kriege egonnene, von General Stoffel für so wichtig imgesehene Umänderung. Ueber die Uniformirung ehen die Ansichten noch sehr auseinander; am kaktischsten hat sich der braunschweigisch schwarze Waffenrock erwiesen. Während der preußische Vaffenrock nach wenigen Wochen in Folge von eivouaks und Regen kaum wieder zu erkennen war, genügten beim braunschweigtschen wenige Vürstenstriche, um zur Parade bereit zu sein. Der
Helm bleibt, wenn er auch wegen seines weithin sichtbaren Glanzes oft zum Verräther und be— quemen Abkommen für die feindliche Artillerie wurde, er ist aber nun einmal historisch und für die preußische Armee charaktleristisch geworden und wird ihn der Kaiser ungern missen; dagegen soll der Beschlag außer zweckmäßigerer Befestigurg von dunkler Masse bertitet werden. Das Käppi der sächsischen Jäger hat sich durch die kleidsame Form und große Dauerhaftigkeit und Leichtigkeit sehr bewährt, demnächst die würtembergische Mütze. Das auffallende und unpraktische weiße Lederzeug, eine wahre Qual im Krieg und Frieden, schwindet ganz, eben so die beiden kleinen Patrontaschen der Infanterie, an deren Stelle eine große ver schiebbare tritt. Die Seitengewehre tragen in Zukunft nur die Avancirten, die Soldaten haben das Bayonnett in der Scheide. Das Seiten— gewehr sämmtlicher Offiziere der Infauterie und Jäger wird ein leichter Schlepper, der Degen durch den Rock gesteckt fällt endlich fort.
Aus Versailles vom 4. d. M. wird ge— meldet: Nach der vertragsmäßig erfolgten Räumung des linken Seineufers dürste das Hauptquartier des Kaisers einstweilen nach Compidgne, dasjenige des Kronprinzen nach Ferrière verlegt werden. Am 6. März sollte eine Revue des 1. bayerischen Armee-Corps, der würtembergischen Division und des sächsischen Armee-Corps vor dem Kaiser statt— finden, welcher von diesen Truppentheilen Abschied nehmen will.
— Die Fahne des 2. Bataillons dee Inf.“ Regiments Nr. 61 hat Menotti Garibaldi nach Versailles, wie der„Thorn. Zig.“ gemeldet wird, für das Bataillon zurückgeschickt, weil dicselbe aufgefunden und nicht erobert worden ist.
Deut schland.
„Friedberg, 7. Febr. Das Resultat der Reichstagswahl im zweiten hessischen Wahlbezirke wurde heute in dem hiesigen Rathhaussaale öffent— lich verkündigt. Hiernach stimmten ab 9761 Wähler (3669 weniger als 1869, ein Ausfall, der theil— weise durch das Ausscheiden von Kastel und Kost— heim seine Erklärung findet), von welchen 6115
Simmen abgaben. 10 Stimmen fielen auf J. Sonnemann in Frankfurt a. M., der Rest der Stimmen vertheilte sich auf einzelne Namen oder mußte für ungültig erklärt werden. Das Resultat aus den übrigen Wahl- kreisen des Großberzogthums ist zwar bis jetzt noch nicht officiell bekannt geworden, es liegen jedoch Nachrichten vor, welche das Ergebniß der Wablen außer Zweifel setzen. Hiernach wurden gewählt im: 1. Wahlkreis(Gießen, Nidda) v. Rabenau; Wahlkreis(s. oben); Wahlkreis(Alsfeld, Lauterbach, Schotten)
2 3 Professor Onken;(2) 4. Wahlkreis(Darmstadt, Großgerau) Hof— 5
Drünberg,
gerichts⸗Advokat K. J. Hoffmann; Wahlkreis(Dieburg, Offenbach) fielen auf Dernburg 6389, Küchler 5373, Wolf 3093, v. Strack 1467 Stimmen, ergibt also für keinen der Candidaten eine absolute Majori— tät, wodurch eine engere Wahl zwischen Dernburg und Küchler nötbig wird; 6. Wablkreis(Bensheim, Erbach, Lindenfels, Neustadt) Reutner Martin; „Wahlkreis(Heppenheim, Worms, Wimpfen) Kreisraih Pfannebecker; Wahlkreis(Bingen, Alzep resp. Oppenheim) Hofgerichts-Advokat Metz; Wahlkreis(Mainz resp. Oppenheim) Ludwig Bamberger. Darmstadt. Der Abg. Curtman hat seinen Antrag auf Aufbesserung der Civilstaats— dienergehalte wie folgt motivirt:„Die ganz allgemein gehörte Klage, daß die Gehalte der Civilstaatsdiener zu den Anforderungen, die die gegenwärtige Zeit an die Civilstaatsdiener stellt, in keinem richtigen Verhältnisse mehr stehen, ist so wohlbegründet, daß ich mich einer weitläufigen Auseinandersetzung hierüber wohl entrathen kann. Nur ganz allgemein sei daher bemerkt, daß die Preise der Lebensmittel, der Wohnungen in viel höherer Proportion gestiegen sind, als die Aufbesserungen der Gehalte, daß ferner eine ganze Anzahl gesellschaftlicher An—
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für v. Wedekind und 3622 für Buff ihre
forderungen, von denen die ältere Zeit nichts


