Ausgabe 
8.6.1871
 
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Schrift gut erhalten. Die Schrift auf beiden Seiten steht kreisrund und ist für Sprachkundige leserlich. Auf beiden

Sstciten sind Figuren(ein Brustbild und eine ganze Figur),

und sind dieselben verziert und sehr deutlich geprägt. Jedenfalls würde diese Münze dei genauer Prüfung 05 8 zu weiteren Ermittelungen abgeben. Weiter sei emerkt, daß man eben Gräber antrifft, in welchen die Gerippe nicht mehr regelmäßig liegen. Man fin det manchmal Kopfknochen am Fuße und umgekehrt Fuß⸗ knochen am Kopfe. Auch findet man Beinknochen senktecht und oft auch ganz verkehrt liegend. Gerade in diesen Gräbern findet man die größten Urnen.

In Oppenheim hat am 31. v. M. die von etwa 280 Lehrern besuchte Jahresversammlung des 1130 Mitglieder umfassenden Landesvereins der hessischen Lehrer stattgehabt. Die Versammlung erklärte nach vierstündiger Berathung mit Einstimmigkeit, daß das unserer jetzt noch bestehenden Organisation der Volksschulen zu Grunde liegende Edict von 1832 ganz ungenügend und längst veraltert sei. Sie faßte mit derselben Einstimmigkeit als Wünsche und Forderungen des hessischen Lehrerstandes folgende Beschlüsse: 1) Der Erlaß eines das Volksschulwesen regelnden Ge⸗ setzes ist dringendes Bedürfniß. 2) In einem solchen Ge⸗ setze ist zu verfügen: Confessionslosigkeit der Lehrersemi⸗ narien, höhere Bildung der Präparanden, namentlich in den Realien, Trennung der Schule von der Kirche, Ver⸗ waltung und Leitung des Schulwesens unter ausschließ⸗ licher Aufsicht des Staates mit Beirath von aus Lehrern und Laien gebildeten Schulsynoden, Aufnahme der Lehrer als Staatsdiener mit allen deren Rechten bezüglich deren Pensionen ꝛc., Unentgeltlichkeit des Unterrichts, Schul zwang für die Pflichtigen, Vertretung des Lehrerstandes in den leitenden Oberbehörden, Unvereinbarkeit der nie deren Kirchendienste mit dem Lehramte, Extravergütung der Organisten⸗, Vorbeter⸗- und Vorsänger⸗ Functionen, Fixirung der Gehalte zwischen 600 fl. Minimum und 1500 fl. Maximum, letzteres einschließlich der Alterszu lagen. Der Verein wird sich mit den übrigen deutschen Lehrervereinen in Verbindung setzen, um mit ihnen ge⸗ meinsam dem Reichskanzler die Bitte um Erlaß eines derartigen Volksschulgesetzes vorzulegen.

Aus Baden. Die Mädchen der Töchterschule zu Eppingen, einer wohlhabenden badischen Amtsstadt von 3300 Einwohnern, haben zu Gunsten der deutschen Ju⸗ validen⸗ Stiftung einen Bazar veranstaltet, und konnten derselben als reinen Gewinn ihres patriotischen Unter⸗ nehmens 500 fl. übergeben.

Straßburg. Die Reparaturen am Münster sind beendigt. Ueber die Münsterpyramide erhebt sich jetzt, wie früher, gerade aufsteigend, das Kreuz, welches durch eine Bombe den 15. September 1870 Nachmittags an seiner Basis getroffen, sich umsenkle und nur dutch die Drähte des Blitzableiters vor dem Niedersturze bewahrt wurde. Der Münsterarchitect, Herr Klotz, beschreibt in einem, dem Druck überlieferten Berichte an den Maire die technischen Vorkehrungen, mittelst welcher man die Reparatur vornahm und zu glücklichem Ende führte.

Wenige Tage nach der Einnahme der Stadt, den 3. Oct., wurde mit dem gefahrvollen Werke begonnen und bis in die Mitte Januar fortgefahren. Den 21. Januar konnte das kecke Gerüst wieder abgetragen werden. Mit der ge⸗ ringen Summe von 4200 Fr. wurde das Ganze bestritten. In den Annalen des Dombaues wird diese Reparatur der Münsterspitze eine nicht unbedeutende Stelle einnehmen und dem Architecten zu aller Ehre gereichen.

Verloos ungen.

Karlsruhe, 1. Juni. Bei der heutigen Prämien⸗ ziehung der badischen 175 fl.⸗Loose wurden folgende Prämien gezogen: Nr. 9801 mit 40,000 Thlr., Nr. 13,941 mit 12,000 Thlr., Nr. 13,108 mit 4000 Thlr., Nr. 74,910 mit 1600 Thlr., Nr. 8804 119,202 mit je 800 Thlr., und die Nummern 75,700 14,301 75,677 9819 45,332 84,459 98,796 9802 14,317 67,274 99,090 63,269 3926 119,201

mit je 200 Thlr. Wien, 1. Juni. In der heutigen Ziehung der 18647

Loose gewann Serie 1197 Nr. 35.250,00 fl., Serie 3529 Nr. 79 25,000 fl., Serie 1197 Nr. 46 15,009 fl., Serie 3025 Nr. 17 10,000 fl. Ferner wurden gezogen die Serien 171 626 3645 3752.

Die landwirthschaftliche Ereditbank.

Es bestehen so viele Bankgeschäfte und werden so viele noch immer mit Millionen gegründet, daß man glauben sollte, es könne dem Geschäfte treibenden Publitum an nichts weniger als solchen Geschäftsverbindungen und an Geld fehlen. Und doch soll dies der Fall sein in Bezug auf das landwirthschaftliche Publikum. Es wird geklagt, daß dieses weit weniger leicht in geschäftliche Ver bindungen mit Geld⸗Instituten treten und weit weniger leicht Geld als Darlehen erhalten könne als Handel- und Gewecbtreibende. Der Grund davon mag zum Theil darin liegen, daß die Mehrzahl der Landwirthe zerstreut und vereinsamt auf dem Lande wohnen und leben und darum weniger Gelegenheit haben, bekannt zu werden. Es kommt hierzu, daß es sich bei vielen Land wirthen oft nur um geringe Beträge handelt, auf welwe sich ein Bankgeschäft kaum einlassen kann und daß der Landwirth einen in der Regel län geren Termin ꝛc. bei seinen Geldgeschäften bedarf als der Kaufmann und Gewerbtreibende. Aus diesen Gründen ist von Landwirthen und Guts besitzern selbst nun der Plan angeregt worden, in Frankfurt, als dem Mittelpunkt des geschäftlichen

Bank zu gründen, welche sich vor Allem zur Auf- gabe stellt, gerade und besonders der Landwirth⸗ schaft nach ihren eigenthümlichen Verhältnissen und Bedürfnissen in Bezug auf kaufmännischen und geldlichen Verkehr zu dienen. Es ist dies gewiß ein glücklicher Gedanke und segensreich, wenn die Ausführung desselben eine richtige ist. Um dies nun zu sichern ist in den bez. Statuten bestimmt, daß die Geschäftsführung durch einen Ausschuß der Actionäre(Aufsichtsrath) von 36 Mitgliedern controlirt wird. Durch diese große Anzahl, welche in der ganzen Gegend zerstreut wohnen wird, wo überhaupt Theilnehmer und deshalb Geschäfts⸗ Verbindungen sind, ist es möglich, die genauesten Erkundigungen über solche einzuziehen, welche in Geschäfts⸗Verbindung mit der Bank treten wollen, wodurch auf der einen Seite die Bank vor Schaden bewahrt, auf der andern Manchem die Wohlthat eines Credits verschafft wird, was ohnedieß kaum möglich wäre. Im Interesse aller Theile liegt daher auch eine möglichst zahlreiche Betheiligung an den zur Gründung der Bank auszugebenden Actien. Denn es kommt nicht allein darauf an,

daß das nöthige Kapital vorhanden ist, sondern

auch, daß dasselbe von möglichst Vielen zusammen⸗ gebracht wird, welche sich nur für das Ganze interessiren, Auskunft ertheilen, mit einem Wort die nöthigen und wünschenswerthen Verbindungen her⸗ stellen und vermitteln können. Um den Beitritt in allen Kreisen zu ermöglichen, welche zu größern oder kleinern Landwirthen gehören und welche sich für die Landwirthschaft, diese natürliche und feste Grundlage des ganzen Volkes interessiren, hat man den Betrag einer Actie, welche volles Stimmrecht giebt, auf 100 Thlr. bestimmt, von welchen aber vorerst und bis zum Ende des Jahres nur 10 Thlr. ein⸗ gezahlt werden. Aus diesen Andeutungen dürfte sowohl hervorgehen, daß dieses Unternehmen ein recht wünschenswerthes, ja nothwendiges ist, als auch, daß dasselbe von Landwirthen und Guts besitzern selbst gegründet und verwaltet offenbar zu deren Vortheil und Nutzen gereichen wird. Dasselbe kann daher und nach dem Erfahrungs- satz, daß mit vereinten Kräften mehr zu erreichen ist, als mit vereinzelten, zur allgemeinsten Theil⸗

Verkehrs in hiesiger Gegend, eine sogen. Credit- nahme empfohlen werden. g.

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Cdictalla dung.

879 Nach einer Benachrichtigung Großherzoglichen Kreisamts Friedberg soll die durch Allodtfication des vormals von Diede schen Erbleihguts in der Gemar⸗ kung Reichelsheim, Kreises Friedberg, entstandene Grund, rente von 440 fl. 15 kr. mit elnem Abkaufs kapital von 7,924 fl. 42 kr. nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen abgelöst werden.

In Gemäßheit des Ait. 23 des Ablösungsgesetzes vom 27. Junt 1836 werden daher alle bet dieser Ab⸗ lösung bekannten und unbekannten Betbeiligten biermit aufgefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche bei dem unterzeichneten Gerichte um so gewisser binnen zwei Mona'en, vom Tage der ersten Veröffentlichung dieses Erlasses an laufend, anzumelden, als sonst die Aus⸗ zahlung des Ablösungskapitals an den dermaltgen Lehns⸗ inhaber, Groß berzoglichen Kammerherrn Fretberrn Wil heim Löw von und zu Steinfurth zu Bessungen, ver⸗ fügt werden wird.

grtedberg den 29. März 1871. 5

eee Friedberg. e i 6.

Gebäude ⸗Versteigerung.

1440 Freitag den 9. d. Mis., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Büreau der Großberzoglichen Bürgermeisterei Wisselsheim die im Oberhessischen Anzeiger Nr. 60 näher bezeichneten, der Gemeinde Wissels heim gehörigen Ge bäulichkeiten, einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung

Kriegsgerichtliches Erkenntniß. 1449 Durch kriegsgerichtliches endgültig bestätigtes Contumactalerkenntniß vom 8. Mat 1871 wurde der Musketler Jobannes Weber der Stammmannschaft des 3. Landwehrregiments, geboren am 2. Februar 1844 zu Ilbenstadt, Kreis Frier berg, für einen Deserteur erklärt und in elne Geldstrafe von 50 Thalern(87 fl. 30 kr.) verurtheilt.

Darmstadt den 4. Junt 1871. Groß herzogliches Fan Divistonsgericht. Dr.,.. Garnisonauditeur.

Heugras-Versteigerungen

bei dem Großherzoglichen Rentamte Friedberg.

1442 Das diesjährige Terminen öffentlich an dan Meistbietenden versteigert:

Heugras von nachgenannten Großherzoglichen

Damanialwiesen wird in folgenden

85 Gb Ort der 2 Gemarkung. Versteigerungstermin. 8 Wiesen Zusammenkunft. Morgen 11 Okarben, Groß- und Klein⸗ 66 Mittwoch den 21. Juni 1871,[ Auf dem Selzerbrunnen dei Karben Vormittags um Uhr, Okarben. 2 Bauernbeim und Ossenheim, die J 234 Freitag den 23. Junt 1871, Vor⸗Bauernheim bei Gastwirth sog. Markwiese mittags 10 Uhr, res. 3 Lindheim 33 Montag den 19. Juni 1871, Vor- Lindheim bei Gadwirth Koch i mittags 11 Uhr. 4 J Hainchen 40 Montag den 19. Juni 1871, Mit- Hainchen bei Gaftwirth tags 1 Uhr, Schmidt. Friedberg am 6. Juni 1871. Großherzogliches Rentamt Friedberg. Lin deck.

Grassaamen-Versteigerung.

1405 Montag den 12. Juni, Vormistags 10 Uhr, kommt in dem Wirthschaftslocal vopy Karl Hermes dahier die diesjährige Grassaamen Ecrndte aus den Freiherrlich v. Franckenstein'schen Waldungen in der Gemarkung Ockstadt bei Friedberg zur öffentlichen Ver fteigerung.

Ockstadt den 1. Juni 1871.

Der Freiherrlich v. Franckenstein'sche Oberförster

Rumpf.

1319 Ich wohne nunmehr bei Herrn Bäcker Noll im Stern. Gießen im Mai 1871.

Dr. Gutfleisch, Hofgerichts-Addokat.

Alle Sorten Gemüsepflanzen, 1444 sowie Sellerie und Lauch, billigst bet Christian Valentin.

Versteigerung von Baumaterialien zu Friedberg.

1447 Mittwoch den 14. d. M., Vormittags 8 Uhr, sollen die durch den Abbruch det neben der hiesigen Turnhalle geftandenen Baracke entbehrlich gewordenen Maferialien, als: Bretter(größtentheils in natürlicher Länge), gezimmertes Wandbolz, Latten, Thüren, Stroh, 6 Oefen mit Rohr, Backsteine ꝛc. ꝛc. in dem Hofe der Turnhalle in einzelnen Loosen an die Meistbietenden gegen gleiche baare Zablung versteigert werden. Friedberg den 5. Juni 1871. N Großherzogliche Reserve-Lazareth-Commission. ff mann.

Süße Olungen

1389 bei Wilbelm Bernbeck. 1451 Robe und 2 kauft steis zu den geschmolzene F e t t e döchsten Preisen Friedberg. Eduard Grödel.