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Montur- und Rüstkammer schon jetzt in die neuen Garnisonsorte verlegt. Die im Nordosten von Elsaß gelegenen und zu Garnssonen geeigneten Orte werden von Abtbeilangen des 2. baperischen Armeecorps als Reichstruppen besetzt; auch sollen in gleicher Eigenschaft der Besatzung von Metz bayerische Heeresabtheilungen zugetheilt werden. — Durch einen Brief, den nach einer Ver- sailler Mittheilung im„Staats anz.“ ein Soldat der französischen Ostarmee an das Journal„Le Frangais“ geschrieben hat, ist die Aufmerksamkeit noch einmal auf das Schicksal der verloren ge— gangenen Fahne des 61. Regiments gelenkt worden. Wir berichteten, daß diese Fahne nicht erobert, sondern unter den Leichen preußischer Soldaten und unter Schwerverwundeten gesunden wurde. Der Finder war ein französischer Soldat. Als der jüngere Garibaldi von der Sache erfuhr, wünschte er die leichten Spiels erworbene Trophäe in seinen Besitz zu bringen. Er bot dem frau zösischen Soldaten 200 Franken und eine Stellung sals Offizier bei den Montirungswesen, wenn er die Fahne den Italienern überlasse. Der Fran- zose wies diesen Antrag entrüstet zurück und be— stichtete die ganze Angelegenheit dem französischen Journal, von dem sie veröffentlicht worden ist — Die in den Friedenspräliminarien ausge- sprochene Verzichtleistung auf Belfort hat einiger] Maßen überrascht. Inzwischen wurde von Sach- kunvigen zur Erläuterung geltend gemacht, daß Belfort nicht allein, wie freilich auch Metz selbst, und in seiner nächsten Umgebung von National- Franzosen bewohnt ist, sondern seiner militärischen Bedeutung nach viel weniger ein„Aasfalls-Thor“ gegen Deutschland als ein Riegel gegen einen etwaigen deutschen Einfall in Fraukreich sei, Verschiedene Zeitungen erinnern an das betreffende Urtheil, welches der militärische Berichterstatter der Schlesischen Zeitung schon vor einiger Zeit, als sie noch nicht in unseren Händen war, über diesen Punkt gefällt. Derselde schricb:„Sollte auf den Erwerb von Belfort vielleicht schließlich verzichtet werden müssen, so würde uns das damit zu bringende Opfer als ein unschwer zu ver— schmerzendes erscheinen. Die Lage der Festung inmitten des natürlichen Thores, welches sich zzwischen den Vogesen und dem Jura öffnet und den oberen Elsaß mit den Thälern des Oignon mund des Doubs verbindet, gibt demselben zwar sstrategische Wichtigkeit, dennoch aber möchten wir davon abmabhnen, dieselbe zu überschätzen. Aller (Voraussicht nach werden die französischen Gebiete aan den Grönzen der Schweiz auch in einem künftigen Kriege immer nur ein secundäres Opera- itionsgebiet bilden. Die Festung Belfort ist schon ihren Dimensionen nach keiner von denjenigen festen Plätzen, welche bei einer Offensiv-Unter— nehmung gegen das obere Elsaß dem Feinde
außerordentliche Vortheile zu gewähren vermöchten.“
Bleibt es nicht in französischer Hand, so würde nintretenden Falles Besancon dieselben und wohl
auf dieselbe in entscheidener Weise Rücksicht ge— rommen werden müßte; gegen eine Offensive von französischer Seite aber würde uns ein großes verschagztes Lager bei Mühlhausen und Allkirch gewiß denselben, wenn nicht besseren Schutz ge— währen, als der Besitz von Belfort.“
Frankreich. Bodeaux, 3. März. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung legte die Regierung einen Gesetzentwurf vor, betreffend die Ernennung einer Commission, welche
finanziellen Contracte prüfen soll. Der Justiz— minister Dufaure brachte ein Decret ein, durch welches die von seinem Vorgänger Cremicux ver— fügte Absetzung mehrerer richterlichen Personen annullitt wird. Brisson haben ihr Mandat niedergelegt, indem sie gegen die Abtretung des Elsaß protestiren. Felix Pyat will sein Mandat nicht niederlegen, wird aber nicht eher in der Nationalversammlung erscheinen, als bis dieselbe die Abtretung des Elsaßes widerrufen hat.
— Cremieux richtete ein Schreiben an Grévp, in welchem er den Vorschlag macht, Frankrtich möge die 5 Milliarden durch eine Subscription aufbringen, um sich von der deutschen Occupation zu befreien. Jeder möge nach Stand seines Ver— mögens dem Vaterlande einen Vorschuß leisten, welcher in einer längeren Reihe von Jahren zurückzuerstatten wäre. Cremieux erklärt seinerseits die Summe von 100,000 Fres. beizusteuern.
Belgien. Brüssel. Der„Moniteur belge“ veröffentlicht ein Deeret, durch welches die Armee auf den Friedensfuß gesetzt wird.
Griechenland. Die griecchische Regierung hat die französische Regierung anerkannt.
Rußland. Petersburg. Ein Telegramm des deutschen Kaisers an den Kaiser von Rußland vom 27. Febr., durch welches diesem die Anzeige von der erfolgten Unterzeichnung der Friedens- präliminarien gemacht wird, schließt mit den Worten:„So stehen wir am Ende eines glor— reichen blutigen Krieges, welcher uns durch bei— spiellose Frivolitäͤt aufgedrungen wurde. Nie wird Preußen vergessen, daß es Ihnen verdankt, daß der Krieg nicht die äußersten Dimensionen angenommen hat. Gott segne Sie dafür! Ihr für's Leben dankbarer Freund Wilhelm.“ Der Kaiser von Rußland antwortete an demselben Tage:„Ich danke für die Mittheilung der Frie- denspräliminarien und theile Ihre Freude! Gott gebe, daß ein dauerhafter Friede folge! Ich bin glücklich, daß ich Idnen meine Sympathien als erge⸗ bener Freund beweisen konnte. Möge die Freund-
unserer beiden Länder sichern. Alexander.“
—
„% Bad⸗Nauheim. Auch hier wurde die Friedens— bolschaft in würdiger Weise gefeiert. Nach Anordnung des Stadtvorstandes sollte am selben Abend, an welchem die Depesche eintraf, das auf dem Johannisberge vorbe—
moch bessere Dienste zu leisten vermögen... Eine deutsche Offensive gegen das südliche Frank. reich, wie sie diesmal eingeleitet wurde, liegt jeden falls nicht in dem Maße im Gebiete der Wahr⸗ scheinlichkeit, daß bei den neuen Gränzbestimmungen
reitete Freudenseuer abgebrannt werden, während Fackelzug und allgemeine Illumination auf den folgenden Abend vorbehalten bleiben sollten. Letztere wurde denn auch in schönster Weise und von dem herrlichsten Wetter begünstigt ausgeführt. Präcis 8 Uhr setzte sich der Zug unter dem Geläute der Glocken von dem Raihhausplatze ab in Be—
sämmtliche seit Beginn des Krieges abgeschlossenen
Rochefort, Ranc, Malon und
schaft, die uns verbündet, das Glück und ren Ruhm
wegung; an der Spitze eine Abtheilung Soldaten aus den hiesigen Lazaretben und das biesige Sanstätecorpe mit Fackeln, datauf solgte die Musik, sobann die Stabt⸗ behörde mit ihrer Standarte, die verschiedenen Vereine mit ihren Fahnen und eine große Anzahl biesiger Ein⸗ wohner mit farbigen Ballons, so daß der Zug eine be⸗ trächtliche und imposante Länge erhielt. Derselbe bewegte sich erst durch die Straßen des oberen älteren Stadttheils, kam dann durch die Hauptstraße nach der Kur- und Park⸗ siraße und dem neuen Marktiplatze(Allcenplatz iu spe), stellte sich dann um die daselbst gepflanzte October-Eiche auf, gegenüber welcher ein Podium errichtet war, von welchem herab, nachdem der Choral„Nun danket Alle Gott“ gesungen war, Herr Schulinspector Schaub eine Festrede hielt. Diese Rede setzte jedenfalls unserer Feier die Krone auf, denn sie war eben so schwungvoll als lactvoll gehalten, berührte wit ergreifenden Worten die große und doppelte Bedeutung dieses Friedens mit dem geeinigten Deutschland, und mahnte mit eben so kräftigen als zu Herzen gehenden Worten daran, wie sehr es jetzt Pflicht eines jeden Deutschen sei, zur Vollendung des in diesem Kriege begonnenen Baues eines einigen Deutsch⸗ lands nach Kräften Baustelne beizutragen. Mit einem Hoch auf den Gründer dieses Baues, unseten deutschen Kaiser, schloß die Rede. Von den Gesangvereinen wurden bicrauf einige desonders dazu eingeüdte Lieder gesungen, während bengalische Feuer von den Balkonen der umge— benden Häuser herab den Platz magisch beleuchteten. Hier⸗ auf setzte sich der Zug wieder in Bewegung durch die Reinhardstraße nach dem Nathhausplatze, wo während des Verbrennens der Fackeln noch einige Lieder gesungen wurden und darauf Herr Bürgermeister Schutt mit einem Hoch auf unseren Großherzog und das auch durch seine Mitwirkung jetzt geeinigte ganze Deutschland die Feier schloß. Sämmiliche Vereine und Gesellschaften fan⸗ den sich später in ibren gewohnten Localitäten zum ge⸗ selligen Vergnügen zusammen, wo den freudigen Gefühlen noch durch viele ernste und heitere Toaste Ausdruck gegeben wurde. Nach dem Zuge machte der Berichterstatter noch einen Spaziergang durch die Straßen und überzeugte sich gerne, wie allgemein die Betheiligung an dieser Feier war; kaum ein Häuschen war zu sehen, welches nicht wenigtens mit Fahnen geschmückt war, ganz besonders zeichneten sich durch geschmackvolle Beleuchtung und sinn⸗ leiche Transparente die Häuser und Geschäfte des neuen Stadtiheils aus. Der übrige Theil des von der Stadt- behörde aufgestellten Fesiprogramms soll bei der dem⸗ nächstigen, wobl zu erwartenden allgemeinen kirchlichen Feier zur Ausfübrung kommen.
K. Melbach. Wie anderwärts wurde auch bei uns die Feier des Friedensapschlusses recht jestlich und würdig de⸗ gangen. Als am 2. d. M. die srohe Kunde hierber gelangte, der Friede sei abgeschlossen, schmückten sich die Häuser mit Fahnen, Guitlanden ꝛc. zꝛc. und die ganze Einwohnerschaft war fteudig dewegt. Zunächst wurde eine Stunde lang mit allen Glocken geläutet und von einem naben Hügel ertönten mächtige Böllerschüsse. Da die betressende Nach⸗ richt eist in später Nachmiitagsstunde dier anlangte und noch manche Verbereitungen dezüglich des abzu⸗ brennenden Freudenseuers zu ttessen waren, so unterblied der Festzug für den folgenden Abend, wo er denn auch auf eine würdige Weise ausgeführt worden ist. Nochmals Lauten mit allen Glocken, Ausstellen beim Rathbaus, voran die Schuljugend mit ihrem Lehrer, alle farbige Laternen tragend, dann der Ortsgeistliche, Herr Decan Blumhof, mit dem Kirchen-, Schul⸗ und Gemeinde— vorstand, der Gesangverein und hierauf die übrigen Glieder der Gemeinde, so bewegte sich der Zug durch den ganzen Ort nach der Stelle, we das Freudenfeuer abgebrannt werden sollte. Dort angekommen, trug der Gesangverein dis Lied„Die Wacht am Rbein“ recht keästig vor, worauf Herr Decan Blumhof eine dem Zweck des Festes ent⸗ sprechende und ergreisende Rede bielt und am Schlusse ein Hoch auf die Einheit des deutschen Vaterlandes aus— drachte, in das die Menge degeistert einstimmte. Zum Schluß sang die ganze Versammlung noch das Lied „Lobel den Herren“. Auf dem nahen Hügel(sog. Haag) wurde ein Feuer abgebrannt, dann vereinigte man sich zu geselliger Unterhaltung bei den Gastwirthen Phikippi und Marlof, wobei eine freudige und begeisterte Stim mung dis spät in die Nacht dinein herrschte und noch verschiedene Toaste ausgebracht wurden.
Ein goldenes Medaillon
522 mit 3 Photographlen wurde am Sonntage von Buernhelm nach dem Ossenheimer Wäldchen oder von da nach Friedberg verloren. Dem Wiederbringer elne gute Belobnung.
300 Iuder Sttohseile
511 bat im Einzelnen sowie im Ganzen zu verkaufen Nieder ⸗Rosbach. Pachter Schudt. n
09 Einem lüchtigen Bäcker ist Gelegenheit geboten mit circa fl 4— 5000. Angabe eine der ältesten, sich ut renttrende Bäckerel Frankfurt's sich käuflich zu werben.
Franco Anfragen zu richten an N. Stern, Aller⸗ veiligengasse 30 Frankfurt a. M.
Eine Chaise
fleht zu verkaufen. Wo?! sagt die Exped. d. Bl.
Erklärung und Warnung.
523 Meine Familie ist die einzige, welche in unserer Gegend den Namen Schackep führt und ich werde von heute an alle meinem Namen zugefügten Ehrenkränkungen gerichtlich verfolgen.
griedberg den 6. März 1871.
L. Schackey, Kammmacher.
Ein Mädchen 512 wird zur Stütze der Hausfrau auf ein Ockonomie— gut in biefiger Nähe gesucht. Näheres zu erfragen bel der Exped. d. Bl. 2 1 14* Für Bäcker. 517 Allen hlesigen und auswärtigen Bäckern hiermit die ergebene Anzeige, daß ich bei Herrn Gastwirth W. Wind dabier logtre. Beslellungen wolle man gütig ber demselben abgeben. Marbetm. Ehr. Bender, Backofenbauer.
Ein Logis,
518 welches den 19. Mai d. J. belogen werden kann, bat zu vermietden Irtedberg den 4 März 1871. Ad. Damm.
Der 2. Stock meines Hauses
521 ist au eine rubige Familie zu vermleiben, Friedberg. Hermann Neisel.
Corseten
73 billigsi bei K. Friedrich neben der Vos.
Flaschen-Etiquette
100 Stück 36 kr. bis zu 2 fl. 48 kr., det Bindernagel& Schimpf.
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